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Subventionen für die Spitzengastronomie?

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  • wombard
    antwortet
    Man wird in dieser Branche den Eindruck nicht los, das lamentieren zum Allerheilzweck von "unfähigen" Betreibern gehört. Dabei geht verloren, das sehr viele Beteiligte an ihrer Misere selbst schuld sind. Es ist nun einmal Fakt, das ich, neben meinem beruflichen Können, auch einen Businessplan haben muss und zwar so einen, der mir erlaubt, die ersten Jahre nur von der Substanz zu leben. Wenn ich den nicht habe, dann hilft auch keinerlei "Kulturabgabe" durch den Staat.

    Sollte ich diesen allerdings haben und auch berufliches Können aufweisen, dann gibts ja durchaus Möglichkeiten der Unterstützung durch semi staatliche Institutionen. Die Krux ist aber, das eine Förderbank , ohne eine Hausbank , nicht einmal der tollsten Idee Geld in den Rachen wirft, ohne das die Grundregeln eingehalten werden. Da Restaurants in der Scala der Beliebtheit, sprich Kreditvergabe, aus gutem Grund sich am untersten Ende befinden, wären diese zuerst einmal einzuhalten.

    Auf dieser Basis könnten dann diese Institutionen ihre gängige Praxis durchaus revidieren und dem Existenzgründer dafür Mittel zur Verfügung zu stellen, wofür man diese Häuser überhaupt geschaffen hat. Wenn und die Frage kann ich nicht Beantworten, alle Vorraussetzungen erfüllt sind und es trotzdem nicht zur Förderung kommt, dies ist ja ein eher altes Problem, dann frage ich mich schon, wofür die Branche ihre Verbände unterhält. Deren Zweck ist doch gerade, sich für die Problem einzusetzen und sie dienen sicherlich nicht zur Pflege des eigenen Egos.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Es wird mal wieder Zeit, diesen alten Thread aufzugreifen. Kevin Fehling hat im Podcast von Tim Mälzer eine entsprechende Debatte (neu) angestoßen:
    Plädoyer für die Unterstützung für junger und ambitionierter Köche

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  • passepartout
    antwortet
    Werter Herr S.

    ich denke nicht, dass wir in Deutschland eine Flüchtlingskrise haben; eine Sinnkrise haben wir.

    Aus diesem Grund möchte ich darum bitten, dieses Forum mit besonders viel Un- und Sinn zu befüllen, denn hier ist einer der wenigen Bereiche, in denen echte Probleme sich den gefühlten unterzuordnen haben.

    Viele Grüße vom Berg

    Passepartout

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  • Schlaraffenland
    antwortet
    Ultimativer Vorschlag die Subvention der Spitzengastronomie betreffend

    Wenn wir für jeden dummen Kommentar eines "besorgten" Bürgers einen Euro hätten, könnten wir die Flüchtlingskrise lösen, Griechenland retten, jedem Nazi einen Duden kaufen und danach schick essen gehen.

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  • passepartout
    antwortet
    Aus meiner, vielleicht nicht ganz zu Ende gedachten Sicht, würden Strafzölle auf Convenienceprodukte einen ähnlichen Zweck erfüllen und man hätte anders als bei Subventionen für die Spitzengastronomie die Möglichkeit, dies politisch als Notwendigkeit zu verkaufen, da die Folgen schlechter Ernährung das Gesundheitssystem zukünftig stark belasten werden.

    Wäre das Erwärmen von Industriefutter teurer, als das Betreiben einer Frischprodukteküche, hätte das weitreichende Folgen für die gesamte Gastronomie vermutlich gar auf die Volksernährung.

    Gruß Passepartpout

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  • soriso
    antwortet
    Zitat von knurrhahn Beitrag anzeigen
    zu diesem thema ein alter vergleich von siebeck
    eher geht ein elefant durchs nadelöhr als daß aus dem deutschen volk ein land von gourmets wird.
    kg knurrhahn
    Naja - weder die Franzosen, Spanier, Belgier und Italiener kommen in Bezug auf Gourmets auf eine nennenswert höhere Quote als mittlerweile die Deutschen.
    Bei uns ev. 0,1 bis 0,2% der Bevölkerung weiss wirklich, was in einem **/*** Restaurant passiert und sonst in F/E/B/I ev. maximal 0,6/0,1/0,6/0,2% - wenn überhaupt.
    Zitat fragolini:
    Auch Subvention verstehe ich nicht.
    Ich muss das Geld immer verdienen, eine Subvention kann ich da nur erkennen, wenn ich jede Investition als Subvention betrachte.
    Ja - ein Geschäftsessen in */**/*** Restaurants war einst für mich immer eine zukunftgerichtete gute Investition.....

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  • cynara
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    Kann es sein, werte cynara, dass Sie doch eher "Subvention" statt "Substitution" meinen?
    Natürlich, Sie haben recht. Danke für den Hinweis. Wenigstens war ich konsequent. Grüße Cynara

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  • fragolini
    antwortet
    Auch Subvention verstehe ich nicht.
    Ich muss das Geld immer verdienen, eine Subvention kann ich da nur erkennen, wenn ich jede Investition als Subvention betrachte.


    Gruß!

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht.

    Zitat von cynara Beitrag anzeigen
    Lieber Fragolini,

    die Anerkennung von Bewirtungskosten stellt eine Steuerbegünstigung dar und ist damit eine (indirekte) Substitution. Ohne diesen Umstand würde, das glaube ich zumindest, ein nennenswerter Teil der Geschäftsessen, gerade in der Spitzengastronomie, nicht stattfinden. LG Cynara.
    Kann es sein, werte cynara, dass Sie doch eher "Subvention" statt "Substitution" meinen?

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  • cynara
    antwortet
    Lieber Fragolini,

    die Anerkennung von Bewirtungskosten stellt eine Steuerbegünstigung dar und ist damit eine (indirekte) Substitution. Ohne diesen Umstand würde, das glaube ich zumindest, ein nennenswerter Teil der Geschäftsessen, gerade in der Spitzengastronomie, nicht stattfinden. LG Cynara.

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  • fragolini
    antwortet
    Zitat von cynara Beitrag anzeigen
    Wie, wenn nicht als Substitution, ist denn die Möglichkeit Restaurantrechnungen als Betriebsausgaben abzusetzen zu sehen?
    Das verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht.


    Gruß!

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  • cynara
    antwortet
    Wie, wenn nicht als Substitution, ist denn die Möglichkeit Restaurantrechnungen als Betriebsausgaben abzusetzen zu sehen?

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Interessanter Sonderfall. Allerdings wird das besagte Hotel/Restaurant ja nicht mit der Absicht öffentlich finanziert, die Spitzengastronomie zu fördern. Denn wollte man die direkt subventionieren, müsste man sich an ein brauchbares Bewertungssystem (Michelin etc.) hängen, also z.B. alle **- und ***-Häuser fördern. Aber wie schon gesagt, wäre das Unsinn.

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  • schlemmermaul
    antwortet
    Zu diesen Thena ein noch älterer Bericht:
    SZ vom 13.07.2010
    Fünf Sterne, vier Millionen Miese
    Das Luxushotel auf dem Obersalzberg rutscht immer tiefer in die roten Zahlen - die Verluste trägt der Steuerzahler
    Das Interconti-Hotel auf dem Obersalzberg, das von einer Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank betrieben wird, ist im Geschäftsjahr 2009 noch tiefer in die Verlustzone geraten. Aus der jetzt veröffentlichten Jahresbilanz der Berchtesgaden International Resorts Betriebs GmbH geht hervor, dass die Verluste des Fünf-Sterne-Hotels von 2,97 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 3,91 Millionen Euro im Jahr 2009 anstiegen. Die Belegungsrate der 126 Doppelzimmer und zwölf Suiten sank im gleichen Zeitraum von 53,4 auf 48,1 Prozent. Die Verluste der Betriebsgesellschaft müssen von der Bayerischen Landesbank und damit letztlich vom Steuerzahler getragen werden.
    Als Grund für das schlechte Betriebsergebnis werden in der Bilanz in erster Linie weggefallene Firmentagungen genannt, deren Zahl als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise sank. Diese Verluste konnten auch durch intensive Werbung um Individualgäste nicht ausgeglichen werden.
    Für 2010 ist Manager Claus Geißelmann allerdings vorsichtig optimistisch. Die Firmenbuchungen hätten im ersten Quartal wieder angezogen, sagt er. Kostensenkungen seien dagegen im Fünf-Sterne-Bereich nicht realistisch: "Da muss man gewisse Dienstleistungen anbieten, das sind Fixkosten." Das Interconti auf dem Obersalzberg bietet unter anderem ein Gourmetrestaurant, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, und einen Wellness-Bereich, der sich mit dem Titel "Germany's leading Spa" schmücken darf.
    Das Luxushotel auf dem Obersalzberg war schon vor einem Jahr Gegenstand einer heftigen politischen Diskussion, nachdem die SZ zum ersten Mal über die hohen Verluste berichtet hatte, die sich seit der Hoteleröffnung im Jahr 2005 auf etwa 15 Millionen Euro summiert hatten.
    Gleichzeitig war bekannt geworden, dass das Hotel nicht, wie bis dahin allgemein angenommen, von der Hotelgesellschaft Intercontinental betrieben wird, sondern dass sämtliche Angestellte mit Ausnahme des von Intercontinental gestellten Managers auf der Gehaltsliste der Bayerischen Landesbank stehen, die auch für die Verluste geradestehen muss.
    Die Oppositionsparteien im Landtag, aber auch die FDP, hatten die Staatsregierung daraufhin aufgefordert, aus dem Hotelbetrieb auszusteigen. Auch Finanzminister Georg Fahrenschon hatte es im Landtag als eine "Herausforderung" bezeichnet, "dass sich der Staat mittelfristig aus diesem Projekt zurückzieht". Dagegen hatte Fahrenschons Amtsvorgänger Kurt Faltlhauser das sogenannte "Zwei-Säulen-Modell", auf dem Obersalzberg neben einer Dokumentationsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus auch ein Luxushotel zu errichten, als eine "brillante Entscheidung der Regierung Stoiber" bezeichnet.
    Die Verluste im Hotelgeschäft bezeichnete Faltlhauser damals als einen "bewussten Preis für eine politische Idee". Als Argument dafür, dass auf dem Obersalzberg kein privater Investor zum Zuge kommen dürfe, nannte die Staatsregierung stets die Befürchtung, der Obersalzberg als ehemaliger Wohnort Adolf Hitlers könne zu einem "Wallfahrtsort" für alte und neue Nazis werden.

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  • knurrhahn
    antwortet
    zu diesem thema ein alter vergleich von siebeck
    eher geht ein elefant durchs nadelöhr als daß aus dem deutschen volk ein land von gourmets wird.
    kg knurrhahn

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