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Spitzenküche als Spaßverderber?

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  • besseresser
    antwortet
    Liebe Morchel,

    obgleich mir wohlbekannt ist, dass Sie eher dem Fisch als dem Fleisch zugeneigt sind,
    der sahnig-buttrige Kartoffelstampf (Mash) im Redhot könnte das Schwesterchen zu Ihrer Rühreiererfahrung werden.

    Unsere Augen waren auf einmal ganz groß!

    KG
    Besseresser

    P.S. Die wahrlich herrlichen Rippchen oder das dryaged Roastbeef müsten Sie dann natürlich auf MoMas Teller rüberschieben.

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  • Morchel
    antwortet
    Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
    Spiegeleier
    Auch wenn es ein wenig OT ist. Mit Ihrer Erwähnung von Spiegeleiern haben Sie mir wieder die Aschauer Frühstücks-Rühreier in den Gaumen gebeamt. Ich glaube, die werde ich mein Leben nicht vergessen. Und auf eine Art, und da schließt sich wieder der Kreis zum eigentlichen Thema, bin ich wohl künftig für alle anderen Rühreier dieser Welt versaut. Selbst für meine eigenen. :heulen:

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  • besseresser
    antwortet
    http://www.redhot-muenchen.de/


    "Sternegerichte des Alltags", wenn man

    (1) in München weilt,
    (2) dort nicht selbst kochen kann oder will,
    (3) ein kleines, vor kurzem eröffnetes Chop House im Stile der 30er Jahre kennen lernen will,
    (4) ergo dem Fleischlichen zugeneigt ist und
    (5) dem sonst üblichen Wein- und Spirituosenallerlei entfliehen will.

    Sollten es bei Nichtgefallen doch die offiziellen Sterne sein: Jakob Stüttgen kocht gleich nebenan.

    Viel Freude damit!

    Besseresser

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  • QWERTZ
    antwortet
    Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
    Gerade am Tag nach dem Besuch eines Sternerestaurants geniesse ich einfaches aber richtig gut selbst zubeitetes Essen ganz besonders, z.B.: Tomatenscheiben mit Olivenoel, Nudeln mit Butter und Parmesan, Spiegeleier oder das Brot eines meiner Lieblingsbaecker einfach nur mit Butter.
    Stimmt, das geht mir auch so. Aber: für viele ist das kein "normales" Essen, weil es nicht aus der Tüte kommt. Solche einfachen Dinge sind Sternegerichte des Alltags.

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  • Zeitblom
    antwortet
    Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
    Die Frage ist also: Schwindet der Genuss beim "normalen" Essen, wenn man oft in Top-Restaurants isst?
    Nein.

    Gerade am Tag nach dem Besuch eines Sternerestaurants geniesse ich einfaches aber richtig gut selbst zubeitetes Essen ganz besonders, z.B.:
    Tomatenscheiben mit Olivenoel, Nudeln mit Butter und Parmesan, Spiegeleier oder das Brot eines meiner Lieblingsbaecker einfach nur mit Butter.

    Einschraenkend sollte ich allerdings dazusagen, dass es mir immer seltener gelingt, teure Essen in sternelosen Restaurants zu geniessen. Das beaure ich allerdings auch nicht (dass ich ein Fan guter einfacher und preiswerter Bistros bin steht dazu ja nicht im Widerspruch).

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  • Sphérico
    antwortet
    ...wobei großes Hotel nicht heißt schlechte Qualität (Traube, Barreiss, Ellmau, Posthotel Achenkirch, Arosa Kitzbühel...t.b.c.)

    Mit verwöhnten Grüßen, S.

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  • wi090365
    antwortet
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    So sehr ich auch allen Dingen, die die Vorschreiber geschrieben habe, zustimmen kann - in punkto Hotels ticke ich scheinbar anders. Da bin ich, aus welchen Gründen auch immer, sehr viel weniger gewillt, viel Geld auszugeben.

    Ein Nebeneffekt, der zum Thema Essen bislang noch nicht angesprochen wurde: Ich kann nicht in die Kantine gehen.
    Das meine ich auch, mit den anderen Hotels. Nichts ist schlimmer für mich, als ein Urlaubshotel mit dem Frühstücksraum für 300 Gäste, und ein Abendbuffet, bei dem die Gäste ausflippen, und die Teller so voll füllen, dass sie diese kaum tragen können. Da ist mir ein kleines Hotel mit gute Küche doch ein paar Euro mehr Wert.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Gute Arbeit, wertes Mohnkalb; beinahe Mail Art
    Gruß
    s.

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  • Schink
    antwortet
    ...man wird anspruchsvoller, wählerischer und die "0815-Küche" überzeugt einfach nicht mehr (wenn ich in einem Lokal beispielsweise einen Salat sehe mit Bohnen aus der Dose, war es das schon) ... aber ich habe es -trotz der hohen Preise noch nie bereut ...

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Zitat von Garnelchen Beitrag anzeigen
    mache inzwischen jedoch einen weiten Bogen um mir unbekannte "mittelteure Lokale", denn dort wird leider allzu oft eine hochstehende Küche vorgegaukelt, die das Geld nicht wert ist,
    und dann wird ein weiterer Bogen um alles geschlagen, was irgendwie touristisch oder oberflächlich-chic aussieht (ebenso im Zweifel auch um Morchels Kantine), und ich kann

    Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
    auch sagen, dass manches "gutbürgerliche" Restaurant mich einfach nicht mehr reizt.
    Zitat von Garnelchen Beitrag anzeigen
    Dann sind mir eine Pizza beim Italiener
    - wenn sie denn

    Zitat von MichaelStromberg Beitrag anzeigen
    eine knusprige Pizza aus dem Holzofen
    ist -

    Zitat von Garnelchen Beitrag anzeigen
    oder ein "Strammer Max" in der Kneipe eindeutig lieber, was manchmal richtig lecker ist, wenn man Heißhunger darauf hat.
    Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
    Umgekehrt esse ich aber auch lieber einen solide gemachten Schweinebraten
    oder hier in Franken auch mal ein Schäufele

    Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
    als die Versuche manch schwacher *-Restaurants, die Kreationen ihrer Kollegen nachzukochen.
    Denn

    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    gerade die schon angesprochene vermeintlich gehobene Küche, die es ja in Großstädten reichlich gibt, erscheint mir seitdem wahnsinnig überteuert.
    Zitat von Garnelchen Beitrag anzeigen
    Im Übrigen beeinflussen die Erlebnisse in der Sternegastronomie das Werkeln in der eigenen Küche.
    Das bleibt zum Glück nicht aus, denn die Besuche der Spitzenhäuser bewirken tatsächlich, dass

    Zitat von rocco Beitrag anzeigen
    man insgesamt bewusster isst und viel stärker auf Qualität achtet,
    und genau dass ist ja die Wurzel des ganzen Leidens - und der Quell neuer Freuden.

    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Natürlich meidet man zunehmend "Fertigessen", so gibt es bei mir seit Jahren auch keine Mikrowelle mehr, keine Dosen
    (mit Ausnahme von Steckdosen und Tomatendosen, deren Inhalt ich doch gerne für Pastasaucen verwende). Ansonsten

    Zitat von MichaelStromberg Beitrag anzeigen
    bin ich im Übrigen immer noch sehr flexibel, achte aber auf die besagte Qualität.
    Grüße, Mohnkalb

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  • Sphérico
    antwortet
    Kleine Anekdote hierzu: mein Chef dozierte jüngst über Erstattung von Fahrtkosten zu Fortbildungen. "...das sind 45 Euro, da kann man schon essen gehen. Naja, außer Herr ....(ich) vielleicht." Natürlich meidet man zunehmend "Fertigessen", so gibt es bei mir seit Jahren auch keine Mikrowelle mehr, keine Dosen usw. Weil mir oft die Zeit fehlt, gehe ich (eigentlich wegen der Kosten viel zu oft) abends im höheren Segment aus. Sicher auch viel zu oft "muß" ich spätabnds im Dienst beim Lieferservice bestellen, da treibts dann der Hunger rein.
    Und ich gestehe, ich habe eine echte Schwäche für tolle Hotels, dies war aber in meinem Fall eine essensunabhängige Entwicklung, Stichwort Wellnesswochenende. Als ursprünglich Münchner hatte ich da die Qual der Wahl in Tirol...
    Insgesamt habe ich schon den Eindruck einer deutlichen Steigerung der Lebbensqualität.

    MkG, S. :cheers:

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  • rocco
    antwortet
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    So sehr ich auch allen Dingen, die die Vorschreiber geschrieben habe, zustimmen kann - in punkto Hotels ticke ich scheinbar anders. Da bin ich, aus welchen Gründen auch immer, sehr viel weniger gewillt, viel Geld auszugeben. Es ist es mir irgendwie nicht wert.
    Das geht mir übrigens genauso, wobei man m.E. mit etwas Suche, frühzeitiger Buchung und v.a. außerhalb von Städten sehr charmant für wenig Geld (d.h. weit unter der Schmerzgrenze von MichaelStromberg) logieren kann. Ich würde mir wünschen, dass sich eine den chambres d'hôtes in Frankreich ähnliche Kultur hier in Deutschland noch stärker durchsetzt. Die Leute, die diese B&Bs betreiben, geben sich oft eine sehr große Mühe mit dem Wiederaufbau alter Herrenhäuser, Schlösser, Bauernhöfe, usw., beim Frühstück ist oft alles außer den Backwaren selbst gemacht und der table d'hôtes ist zumeist auch ganz exzellent und gesellig. In eher abgelegenen Gegenden wie z.B. den Pyrenäen, der Ardeche oder den Cevennen, aber auch teilweise in der Provence ist es da schwieriger mehr als 80 Euro für zwei Personen auszugeben als umgekehrt.

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  • MichaelStromberg
    antwortet
    @Morchel
    Bei den Hotels sollten wir vielleicht auch die Preisspanne ein wenig definieren. Für manch einen ist ein Hotel bei 150€ Übernachtungspreis günstig, ein anderer empfindet es als teuer. Und manchmal gibt es, abhängig von Lage und Season, sehr günstige Angebote von Hotels, die eigentlich in einem deutlich höheren Preissegment liegen. Als sehr gutes Beispiel fällt mir das WestInn Leipzig ein, dass man häufig auch für unter 100€ bekommt.
    Zuletzt geändert von MichaelStromberg; 25.03.2013, 01:36.

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  • Morchel
    antwortet
    Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
    Man wählt auch andere Hotels, wenn man verreist.
    So sehr ich auch allen Dingen, die die Vorschreiber geschrieben habe, zustimmen kann - in punkto Hotels ticke ich scheinbar anders. Da bin ich, aus welchen Gründen auch immer, sehr viel weniger gewillt, viel Geld auszugeben. Es ist es mir irgendwie nicht wert.

    Ein Nebeneffekt, der zum Thema Essen bislang noch nicht angesprochen wurde: Ich kann nicht in die Kantine gehen. Ist für mich ein no go. Ich sehe förmlich alle Convenience-Kübel vor mir.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Bei mir ist es genauso, wie bei den Vorschreibern. Gerade die schon angesprochene vermeintlich gehobene Küche, die es ja in Großstädten reichlich gibt, erscheint mir seitdem wahnsinnig überteuert. Ich lade viel häufiger Freunde zum Essen ein, statt mich mit ihnen auswärts zu treffen (dann meist nur auf ein Getränk), wir teilen die Kosten und am Ende haben alle Spaß und Geld gespart und in der Regel auch gut gegessen.

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