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Restaurantkritik

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  • #16
    Ich habe es - glaube ich - schonmal geschrieben und kann es angesichts des Interviews nur wiederholen: das Schlimme ist nicht Jürgen Dollase, sondern dass er der einzige Schreiber seiner Qualität auf weiter Flur ist. Gäbe es weitere Journalisten, die ähnlich präzise Essen beschreiben könnten bzw. würden, dann würde er manche Dinge, die uns hier befremdlich vorkommen, sicher so nicht sagen, weil seine Bedeutung dann eine andere wäre.

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    • #17
      Vorab: Ich bin zu dem Thema natürlich etwas befangen, möchte aber trotzdem kurz Stellung dazu beziehen.

      Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
      sondern dass er der einzige Schreiber seiner Qualität auf weiter Flur ist..
      Das sehe ich etwas anders und damit scheine ich nicht allein zu sein:
      http://www.facebook.com/questions/10...427/?qa_ref=qd
      Es gibt eine Zeit für jeden und im Jahre 2011 habe ich Zweifel, ob so mancher noch auf der Höhe der Zeit ist. Ich persönlich fand auch das "Ende" von Siebeck tragisch.

      Insoweit möchte ich mich auch beim Quartalsesser für die recht unterhaltsamen und doch treffenden Zeilen bedanken.

      Zum Eingangstext sei angemerkt, dass die falsche Gnade sicherlich das größte Problem ist. Wenn man bedenkt, wie übersichtlich die Gastroszene ist, dass sich also die selben Leute regelmässig wieder treffen, ob freiwillig oder unfreiwillig, so führt das zwangsläufig zu einer Selbstzensur, auch wenn sie vielleicht nur unterbewusst stattfindet.
      Zuletzt geändert von Max.Vanderveer; 23.11.2011, 00:59.

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      • #18
        Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
        Das sehe ich etwas anders und damit scheine ich nicht allein zu sein:
        http://www.facebook.com/questions/10...427/?qa_ref=qd
        Ich gebe zu, ich hätte einschränken müssen, dass ich dies für die (größeren) Print-Medien gemeint hatte.

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        • #19
          Diese Umfrage ist ja wohl nicht ernst zu nehmen. Auf den ersten 3 Plätzen finden sich neben dem mit Abstand prominentesten deutsche Gastrojournalisten a) eine vor allem auf facebook aktive Bloggergruppe und b) ein Autor, der insgesamt vielleicht ein Dutzend (deutschsprachiger) Kurzkritiken verfasst hat. Das zeigt vor allem, dass die immense Leserschaft von Bernd Matthies und Siebeck sich in solchen Sphären nicht tummeln.

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          • #20
            Da ist Ihnen ja, werter Herr Vanderveer, bei Ihrem Dank an q ein toller Gag gelungen. Hatte der sich noch über das Wort "dennoch" in dem Satz "dezidiert, meinungsstark und dennoch polarisierend" mokiert, so loben Sie ihn mit den Worten "unterhaltsam und doch treffend". (beinahe hätt' ich jetzt gesagt: so viel Witz hätt' ich Ihnen gar nicht zugetraut.)
            Was ich jedoch für wenig witzig halte, eher schon für reichlich blöde, ist Ihre dämliche Bemerkung zu Siebeck. Gewiß bekommen Sie dafür auch Beifall, es fragt sich nur von wem. Ich würde das an Ihrer Stelle bleiben lassen.
            MkG
            s.

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            • #21
              Können wir uns darauf einigen, dass wir Worte wie "dämlich", "blöde" etc. aus der Bewertung der Aussagen von anderen Forumsmitglieder rauslassen? Unter Umständen bekommen dadurch sogar die Inhalte mehr Nachdruck.

              Danke,
              M.
              Zuletzt geändert von Morchel; 23.11.2011, 19:11.

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              • #22
                Guten Abend,

                man kann ja über die Schreibe von Dollase denken was man will. Ich finde es auch oft seltsam verquast. Aber wenn Jürgen Dollase etwas über ein Restaurant schreibt, dann kann man sich schon ungefähr vorstellen, wie es da so ist. Wenn ein Max Vanderveer in effilee etwas über ein Restaurant schreibt, weiß mann nur, dass es ihm dort geschmeckt oder nicht geschmeckt hat. Meine Meinung.

                rouget

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                • #23
                  Verehrte Frau Morchel,
                  es soll nichrt mehr vorkommen, aber nur wegen Ihnen.
                  Darf ich noch einen Witz erzählen, der im Weinbauernmilieu der Region Tübingen spielt? Zwei Anmerkungen vorweg: so ein/zwei Wochen vor der Lese ist der Zutritt zu den Weinbergen damals (ob das heute noch so ist, weiß ich nicht) verboten gewesen; und, für die Nichtschwaben, Wengert = Weingarten/berg. Also, jetzt geht's los:
                  Aus Versehen spaziert ein Universitätsprofessor in eine Verbotszone eines Weinberges. Aufgebracht ruft ihm ein Weinbauer zu: Ja du Herrgottsakramenter, was machschn du in meim Wengert, wenn de net glei abhausch, na häng er dr s'Kreiz aus, na kasch dein Arsch in dr Schlenge hoimtraga! Auf die erschrocken vorgetragenen Entschuldigungen des Professors reagiert der Wengerter gnädig mit: Ha drom sagt mrs ja au em Guata. ( für die nördlichdesMainsHalbEskimos: darum sagt man es ja auch im Guten)
                  Schlaraffenland

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                  • #24
                    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                    Verehrte Frau Morchel,
                    es soll nichrt mehr vorkommen, aber nur wegen Ihnen.


                    Danke. Ich hab's schon verstanden. Aber es geht halt auch anders. Und Sie können ja auch nicht-schwäbisch. Und es lesen hier halt so verdammt viele mit.

                    Morchella

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                    • #25
                      Es ist erstaunlich, dass man mit - in meinen Augen- noch sehr milden Worten eine solch polarisierte Reaktion schafft. Lieber Max, meine Glückwünsche hierzu!

                      Liebes Schlaraffenland,
                      ich kann ihren Unmut kaum nachvollziehen.So gibt es doch im Bereich, selbst unserer Laienbewertungen, manchmal wesentlich drastischere Formulierungen die doch eben dem Sinn dienen, die eigene Haltung prägnant zu machen.

                      Ich, als noch junger Mensch kenne eben nur den "alten" Siebeck und halte viele seiner Ansichten für altbacken und fragwürdig " nicht auf der Höhe der Zeit". Dennoch scheint seine Leser- und Anhängerschaft - mitgealtert wohlgemerkt- einen Markt dafür zu schaffen,
                      den sich Jürgen von Narkissos mit der Intellektualisierung der Thematik offensichtlich selber schaffen möchte, bzw. geschaffen hat. Von der Elite für die Elite...

                      Eigentlich widerstrebt es mir prinzipiell, Kritik am Kritiker zu äußern, da es an dieser Stelle komplett am Thema vorbei zielt, aber das wollte ich nun doch einmal los werden.

                      wünsche angenehme Nachtruhe!
                      T.

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                      • #26
                        Zitat von pietro Beitrag anzeigen
                        Diese Umfrage ist ja wohl nicht ernst zu nehmen..
                        Das sicher nicht aber es war nunmal eine Steilvorlage just zu diesem Zeitpunkt.

                        Zitat von pietro Beitrag anzeigen
                        Auf den ersten 3 Plätzen finden sich neben dem mit Abstand prominentesten deutsche Gastrojournalisten a) eine vor allem auf facebook aktive Bloggergruppe und b) ein Autor, der insgesamt vielleicht ein Dutzend (deutschsprachiger) Kurzkritiken verfasst hat. Das zeigt vor allem, dass die immense Leserschaft von Bernd Matthies und Siebeck sich in solchen Sphären nicht tummeln.
                        Zum einen könnte man darüber mutmaßen, daß die "immense" Leserschaft (ohne die Gründe vertiefen zu wollen) eher nicht so im Internet oder bei Facebook aktiv ist (selbst Herr D. ist da ja noch nicht ganz angekommen). In diesem Punkt stehe ich zu meiner Meinung, auch wenn mich da der eine oder andere als Netzbeschmutzer sehen mag.

                        Zum Anderen hat der Autor unter b) sicher allein im letzten Jahr mehrere Dutzend Kritiken in deutscher Sprache verfasst. Es erscheinen auch nicht unbedingt alle Rezensionen jedweder Kritiker unter ihrem Namen.

                        Insoweit möchte ich ja auch die Kritik an mir aufgreifen. Wären das Dutzend kurzer Berichte in der effilee meine einzigen Kritiken, wäre dies in der Tat etwas dürftig. Das heisst aber nicht, daß es nicht ausführlichere Berichte gibt, die nicht der räumlichen Beschränkung des Journals unterliegen. Ich möchte aber mich selbst auch bei diesem Thread außen vor lassen sondern lieber über die Grundsätze einer Kritik diskutieren.
                        Zuletzt geändert von Max.Vanderveer; 23.11.2011, 23:39.

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                        • #27
                          Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                          Zum Eingangstext sei angemerkt, dass die falsche Gnade sicherlich das größte Problem ist. Wenn man bedenkt, wie übersichtlich die Gastroszene ist, dass sich also die selben Leute regelmässig wieder treffen, ob freiwillig oder unfreiwillig, so führt das zwangsläufig zu einer Selbstzensur, auch wenn sie vielleicht nur unterbewusst stattfindet.
                          Trifft das aber nicht noch viel mehr auf die blogger etc denn auf Leute wie Herrn Dollase zu? Der hat immerhin einen soliden Job bei der FAZ und ist nicht so auf das Wohlgefallen der Köche angewiesen. Im Gegensatz dazu sehe ich immer mehr "gesponserte" Bloggertreffen (wie zB der Besuch der Blogger aus den USA im Rahmen der Chefsache) und andere sagen wir mal freebies, so dass ich mich frage, warum ich manchen Berichten irgendein größeres Gewicht beimessen sollte. Wahrscheinlich ist das eine längst verlorene Schlacht, aber ich wünschte mir, dass es noch mehr Institutionen so halten würden wie es die New York Times noch tut. Zumindest deren feste Mitarbeiter dürfen überhaupt nichts umsonst annehmen, sonst fliegen sie raus.

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                          • #28
                            Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                            Im Gegensatz dazu sehe ich immer mehr "gesponserte" Bloggertreffen.
                            wieso gesponsert? immerhin gibt´s bei einigen Selbstgebasteltes für die Köche

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                            • #29
                              Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                              so dass ich mich frage, warum ich manchen Berichten irgendein größeres Gewicht beimessen sollte.
                              Ich möchte dass noch etwas qualifizieren. Es ist nicht so, dass ich solche Berichte (wenn gut gemacht) nicht gerne lese und nicht durchaus auch etwas von ihnen habe. Aber ein verlässliches Urteil, vor allem ein wirklich kritisch-wertendes, erwarte ich eher nicht.

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                              • #30
                                Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                                (wie zB der Besuch der Blogger aus den USA im Rahmen der Chefsache)
                                Es kommt ja ein bisschen darauf an, wer der Sponsor ist. Bei dieser Reise wird zumindest die DZT nocht zwischengeschaltet gewesen sein, wie diese Pressemitteilung http://www.germany.travel/media/de/c...a_22092011.pdf vermuten lässt.

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