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Restaurantkritik

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  • #31
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    Es kommt ja ein bisschen darauf an, wer der Sponsor ist. Bei dieser Reise wird zumindest die DZT nocht zwischengeschaltet gewesen sein, wie diese Pressemitteilung http://www.germany.travel/media/de/c...a_22092011.pdf vermuten lässt.
    Eben. Die Überschrift sagt alles: "Kulinarisches Deutschland ein Fokus im DZT-Marketing".

    So lange dies dem Leser klar ist, habe ich damit gar keine Probleme. Mit Kritik hat das allerdings nur sehr wenig zu tun (dass im speziellen Falle tatsächlich auch nach Konsens die mit besten Restaurants besucht wurden ändert daran nichts).

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    • #32
      Zitat von glauer Beitrag anzeigen
      Trifft das aber nicht noch viel mehr auf die blogger etc denn auf Leute wie Herrn Dollase zu? .
      Da würde ich eher fast schon umgekehrt sehen. Wenn von der erwähnten Chefsache (wo auch Herr Dollase war), über die SP-Top50 bis zu diversen Preisverleihungen, Konferenzen und Vorträgen sich immer wieder die selben Personen treffen, schafft dies eine Art von ungewollter Verbundenheit, die man nur schwer ablegen kann.

      Ich würde einmal behaupten, daß nur wenige Blogger bei solchen Veranstaltungen anwesend sind, daher ist bei diesen die (vielleicht auch ungewollte) Vetternwirtschaft deutlich weniger ausgeprägt als bei den Profis. Daß dies im Umkehrschluß u. U. auch auf das Fachwissen zutrifft steht auf einem anderen Blatt.

      Und die Blogger haben (im Gegensatz zu vielen Kritikern, die Weinkartenberatung verkaufen müssen) zu 99,9% doch einen Haupterwerb, mit dem sie ihr Hobby refinanzieren. Gerade dies ist ein Punkt, der gegen viele halbprofessionelle Kritiker spricht (Des Brot ich eß, des Lob ich sing).

      Letzendlich bleibt (wie in jedem Job) die Differenzierung das Fachwissen und nicht die Art der Kommuikation. Das Urteil dazu darf sich dann der geneigte Leser selbt bilden.
      Zuletzt geändert von Max.Vanderveer; 24.11.2011, 00:50.

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      • #33
        Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
        Zum Anderen hat der Autor unter b) sicher allein im letzten Jahr mehrere Dutzend Kritiken in deutscher Sprache verfasst. Es erscheinen auch nicht unbedingt alle Rezensionen jedweder Kritiker unter ihrem Namen.
        Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge, bitte! Ich kenne ihn nur aus der Effilee, und da wurde diese Zahl nicht annähernd erreicht. Und mir fällt auch kein Pseudonym oder keine Zeitung/Zeitschrift ein, auf die Sie mit dem zweiten Satz anspielen würden.
        Wenn Sie aber auf einen der Guides anspielen: ich unterscheide deutlich zwischen Kritikern und Testern, selbst wenn jemand beides ausübt. Und um die erstere Kategorie geht es hier.

        Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
        Wären das Dutzend kurzer Berichte in der effilee meine einzigen Kritiken, wäre dies in der Tat etwas dürftig. Das heisst aber nicht, daß es nicht ausführlichere Berichte gibt, die nicht der räumlichen Beschränkung des Journals unterliegen.
        Auch hier bitte ich Sie ganz unironisch, mir auf die Sprünge zu helfen. Gerne läse ich mehr.

        Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
        sondern lieber über die Grundsätze einer Kritik diskutieren.
        Nun, ein Grundsatz einer guten Kritik ist meines Wissens nach nicht zuletzt ein eigener, möglichst unverkennbarer Stil des Autors sowie im Idealfall eine eigene Haltung. Reine Fachkenntnis reicht nicht aus; bei Testern hingegen schon, da ist Individualität nicht so gefragt. Auch was das (also den Stil und die Haltung) betrifft, um noch einmal auf obige Umfrage zu kommen, sind Autoren wie Dollase, Siebeck und sogar Matthies den anderen genannten "Kritikern" weit voraus. Das hat man oder man hat es nicht.

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        • #34
          Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
          Gerade dies ist ein Punkt, der gegen viele halbprofessionelle Kritiker spricht (Des Brot ich eß, des Lob ich sing).
          Da sind wir uns einig. Im Moment ist es nur manchmal schwer, zu unterscheiden wer schon in diese Kategorie gehört. Das ist ja manchmal fliessend.

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          • #35
            @Pietro
            Wie bereits erwähnt, halte ich es für unangemessen, hier Selbstreflektionen durchzuführen. Die grundsätzliche Kritik über Restaurantkritik sollte hier im Vordergrund stehen.

            Zitat von glauer Beitrag anzeigen
            Da sind wir uns einig. Im Moment ist es nur manchmal schwer, zu unterscheiden wer schon in diese Kategorie gehört. Das ist ja manchmal fliessend.
            Da sind wir uns einig.

            Der Grat ist sehr schmal und auch kaum objektiv zu definieren. Man kennt viele Leute, findet sie sympathisch, fühlt sich demjenigen verbunden und geniesst den einen oder anderen Vorteil. Da hängt es im wesentlichen von der Person oder dessen Charakter ab, sich davon nicht beeinflussen zu lassen.

            Aber ich kann aus eigener positiver Erfahrung berichten, daß sich andere Kritiker selbst für befangen erklären, weil sie Koch XY privat kennen. Obwohl es eigentlich nur Positives zu berichten gäbe, schreiben sie diese Kritik nicht, um auch nur dem Anschein der Gefälligkeit entgegenzutreten. Man sollte daher nicht allen Kritikern niedere Motive unterstellen.
            Zuletzt geändert von Max.Vanderveer; 24.11.2011, 01:28.

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            • #36
              Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
              Man sollte daher nicht allen Kritikern niedere Motive unterstellen.
              Das sowieso nicht. Aber wie allzu menschliches Verhalten aussieht sollte man auch nicht vergessen. Ein bisschen mehr Transparenz fände ich einen grossen Fortschritt.

              Sie beschreiben es ja genau richtig:

              Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
              Der Grat ist sehr schmal und auch kaum objektiv zu definieren. Man kennt viele Leute, findet sie sympathisch, fühlt sich demjenigen verbunden und geniesst den einen oder anderen Vorteil. Da hängt es im wesentlichen von der Person oder dessen Charakter ab, sich davon nicht beeinflussen zu lassen.

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              • #37
                Um nochmal um Ausgangspunkt der Diskussion zurückzukommen: Für mich kennzeichnet eine gute Kritik zunächst die präzise Beschreibung des Gegenstandes und dann die nachvollziehbare Bewertung. Mich interessiert weniger, ob jemand etwas gut oder schlecht findet, sondern warum. Leider leisten das im Bereich Restaurantkritiken die wenigsten Schreiber, sondern zählen einfach die vermeintlich besten Gerichte auf und sagen was ihnen besonders gut oder eben nicht so gut gefallen hat. Ich gestehe zu, dass die meisten Kritiken - selbst in Magazinen wie effilee - von der Länge schon arg knapp bemessen sind, um über gewisse Floskeln hinaus zu kommen, da sie ja auch noch etwas über Service, Wein, Atmosphäre und den Werdegang des Kochs in den Text einarbeiten sollen. Das ist für mich der größte Unterschied zu Bloggern, die einfach mehr Platz haben und deswegen oft nicht unbedingt bessere, aber meist nachvollziehbarere Texte schreiben.

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                • #38
                  Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                  Ich gestehe zu, dass die meisten Kritiken - selbst in Magazinen wie effilee - von der Länge schon arg knapp bemessen sind, um über gewisse Floskeln hinaus zu kommen, da sie ja auch noch etwas über Service, Wein, Atmosphäre und den Werdegang des Kochs in den Text einarbeiten sollen.
                  Genau da liegt das Problem im Print. Ob Dollase, Siebeck oder Kritiker XY, jeder hat nur eine vorgegebene Anzahl Zeichen zur Verfügung, da kennt der Chefredakteur kaum Gnade. Daher kann der Inhalt immer nur so gut wie der Umfang sein (und es ist dabei deutlich schwerer eine Kritik in 1.800 Zeichen als in 18.000 Zeichen zu schreiben). Insoweit kann die Zeitung nur begrenzt informieren während das Web keine Limitierungen kennt.

                  Andererseits sollte man das auch positiv sehen. Eine Zeitung liefert eine kompakte Information zu vielen Themen, die man bei Bedarf im Web vertiefen kann. Print und Web sind Ergänzungen kein Ersatz. Daher wird auch im Jahre 2012 ein Kritiker, der ernst genommen werden will, auch nicht umhin kommen, seine Berichte im Print zu verbreiten, um eine breite Leserschaft zu erreichen. Ebenso wichtig ist es aber auch, mit dieser zu kommunizieren, was wiederum nur über Web geschehen kann. Aus meiner Sicht ist es daher nicht ein entweder oder sondern ein UND was Print und Web angeht.

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                  • #39
                    Zitat von brigante Beitrag anzeigen
                    Ich gebe mal (noch) keine Meinung ab, aber mich würde sehr interessieren, was man hier so dazu denkt...
                    Signore Brigante,
                    dürfen wir gedanklich das eingeklammerte "noch" streichen, oder lassen Sie uns noch an Ihrer Meinung teilhaben?

                    Fragt Sie und sich
                    Q.

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                    • #40
                      Lieber quartalsesser,

                      das ist recht einfach: Sie haben mir mit Ihren treffenden Worten aus der Seele gesprochen. Ich wüsste nicht, was ich dem noch hinzufügen soll.

                      Viele Grüße
                      b.

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                      • #41
                        Als Kontrast zum Dollase-Interview kann man bei Interesse hier nun lesen, wie Bernd Matthies auf unsere Fragen reagiert hat:
                        sternefresser.de/index.php?id=matthies-interview-2011

                        Grüße
                        b.

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                        • #42
                          Auf mich wirken die Antworten angenehm "geerdet".

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                          • #43
                            Bermerkenswert finde ich insbesondere die Anmerkung zu der Tendenz zu überladenen deutsch-holländischen Strebertellern.

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                            • #44
                              Noch mehr Dollase... http://www.taz.de/die-wahrheit/!83649/

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                              • #45
                                Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
                                Außer der Überschrift scheint Herr Walther nicht viel zu sagen zu haben. Da lese ich doch lieber den Originalartikel von Herrn Dollase als ein Mischmasch aus Zitaten daraus mit einer schnittigen Überschrift dazu.

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