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  • thomashaj
    antwortet
    Genau das finde ich auch. Es ist schön, ein Forum zu haben, in dem ich mich auch nur mal über lieblos zurechtgeklatschte Teller auslassen kann. Über Trump & Co. lasse ich mich in anderen Foren aus (und weiß Gott, es gibt da genug, was mich bewegt...). Von daher ist es nicht ungeachtet aller anderen Themen, aber die gehören nun mal nicht hierher.

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  • El Grande Gourmet
    antwortet
    Das finde ich das Grandiose an diesem Forum: In der furchtbaren Welt da draußen toben stürmische Debatten über Flüchtlingskrise, Islamismus, Trump und Co., aber wir widmen uns dessen ungeachtet den wahren Problemen der Menschheit und können uns stunden- bzw. seitenlang über "lässig angeordneten" bzw. dahingeklatschten Kohlrabi ereifern

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  • Schlaraffenland
    antwortet
    Nie sollten wir so tief sinken, einen Furz von Wenzel Pankreas auch noch auf Lunge rauchen zu wollen.

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  • thomashaj
    antwortet
    Ich komme immer noch nicht über die Optik dieses Tellers hinweg. "Lässig angeordnet" soll das sein? Das ist lieblos hingeklatscht und kommt nahezu einer Gästebeleidigung gleich. Wahrlich nichts gegen reduzierte Gerichte oder eine minimalistische Optik und schon gar nichts dagegen, Gemüsen einen größeren Stellenwert einzuräumen. Aber hätte ich das serviert bekommen, wäre "verarscht" wohl auch meine erste Assoziation gewesen.
    So großartig kann diese Kohlrabizubereitung gar nicht sein, dass sie von der fürchterlichen Präsentation hätte ablenken können. *Kopfschüttel*

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  • Sphérico
    antwortet
    Meine Rede lieber rocco,
    man kann auch nur ein oder zwei Produkte nehmen und variieren. Hatten neulich wunderbaren Zander mit Fenchel als Pürree, gebraten und als Fond mit einem Hauch Apfelessig, alles sehr fein.
    Aber das genannte Beispiel, naja, eher PR. Und nebenbei das gegenteil meiner (Bau´schen) Lieblingsküche.

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  • rocco
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Die Feingeister mögen mir die Diktion verzeihen, aber der Teller sagt mir v.a.: "Verarscht !"
    Nordic Cuisine misunderstood. Zeitgeist, wie einst die, die dachten, sie können kochen wie Adria.
    Ein bißerl mehr Mühe kann man sich auch mit Kohlrabi geben. Und wenn's ein guter Kohlrabi-, Granny-, Sellerie- oder was auch immer -Fond ist.
    Nehmen wir mal an, dass das Gericht toll schmeckt, dann könnte ich mich damit durchaus anfreunden. Aber die Optik finde ich gruselig. Ich persönlich kann mit dieser super-reduzierten Kochstilistik auch nur bedingt etwas anfangen. Das hat für mich was von "Kind mit dem Bade ausschütten". Ich brauche weder nur Kohlrabi, Champignons oder sonstiges auf dem Teller (und davon dann an einem Abend zehn oder mehr Teller) noch Fisch, Fleisch, Gemüse, zehn Cremes und Gels auf einem einzigen Teller. Am allerliebsten esse ich ja Gerichte, bei denen zwei, drei oder vier verschiedene Sachen auf einem Teller liegen und geschmacklich miteinander harmonieren, aber auch Kontraste setzen. Für mich in dem Stil immer noch führend: Troisgros.

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  • Sphérico
    antwortet
    Die Feingeister mögen mir die Diktion verzeihen, aber der Teller sagt mir v.a.: "Verarscht !"
    Nordic Cuisine misunderstood. Zeitgeist, wie einst die, die dachten, sie können kochen wie Adria.
    Ein bißerl mehr Mühe kann man sich auch mit Kohlrabi geben. Und wenn's ein guter Kohlrabi-, Granny-, Sellerie- oder was auch immer -Fond ist.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    Die Reduktion trägt sicher schon dazu bei, gerade die Geschmackswelt der Gemüse weiter zu differenzieren. Das hat schon seinen Reiz
    Sehe ich genauso. Bestimmt schmeckt auch das ganze Menü sehr gut – zum guten Geschmack bekennt sich Wenzel Pankratz jedenfalls ausdrücklich. Auch ist das Kohlrabigericht nicht ohne einen gewissen Pfiff, denn der rohe Kohlrabi wird nicht etwa mit Messer, Reibe oder Mandoline zerkleinert, sondern mithilfe eines Spiralschneiders – daher auch die etwas ungewöhnliche Telleroptik.

    Kochen ist bekanntlich auch Kommunikation. Und nach meinem Gefühl sagt dieser Teller u.a.:

    Ich habe ein ökologisches Gewissen.
    Keine Leber musste für mich gestopft werden.
    Vor allem die inneren Werte zählen.
    Ich bin authentisch.
    Schönheit blendet nur.
    Hier wird nichts verschwiegen.
    Der wahre Luxus liegt so nahe.
    Ich bin gesund.
    Wir sind Kohlrabi.
    Ihr kennt mich.
    Verfeinerung ist dekadent.
    Echtes Vergnügen muss nicht viel kosten.
    Das Einfache ist doch das Beste.
    Ich bin die ganze Wahrheit.
    Gemüse ist so wertvoll.
    Die fetten Jahre sind vorbei.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Die Reduktion trägt sicher schon dazu bei, gerade die Geschmackswelt der Gemüse weiter zu differenzieren. Das hat schon seinen Reiz und verspricht, wenn es nicht zu stark übertrieben wird, neue Impulse und eine größere stilistische Bandbreite in der Spitzengastronomie.
    Manchmal scheint mir allerdings, dass vergessen wird, dass dieses Herausarbeiten eines neuen besonderen Geschmacks allein noch kein Gericht darstellt. Der Trend hat sicher seine Berechtigung, ich vermute aber mal, dass er in der Übertreibung auch irgendwann wieder an Bedeutung verlieren wird wird und einige Elemente - so wie einst aus der Molekularküche auch - zum Allgemeingut werden.

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  • kuechenreise
    antwortet
    Gute Frage... Demnächst kommt dann wahrscheinlich 'Teller, gespült in der Maschine mit Tabs von Pril und entkalktem Wasser'

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Der gegenwärtige Trend ist ja die unbarmherzige Ächtung jeglichen Schnickschnacks, man serviert völlig reduzierte Teller. Jedenfalls in Trendlokalen wie dem Einsunternull, Nobelhart, Sosein oder Forsthaus Strelitz... In letzterem kocht Wenzel Pankratz, und die aktuelle Effilee stellt seinen signature dish mit folgender Beschreibung vor: „Kohlrabi, geschwenkt in einer Vinaigrette aus Essig und Öl, mit Maldon Sea Salt vollendet und lässig auf dem Teller angeordnet.“

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: kohlrabi-forsthaus-strelitz.jpg
Ansichten: 1
Größe: 114,9 KB
ID: 51387

    Ist das nun die Neuerfindung von Fine Dining oder billige Gästeprovokation? Oder muss man solche Teller vielmehr als philosophische Frage verstehen? Oder als zeitgemäßen Reflex auf die Bedrohung unserer Lebens- und Konsumwelt? Fragen über Fragen...

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    war blödsinn...
    Stimmt! Aber um den zu erkennen, mußte man heute Morgen ganz schön früh aufstehen!

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  • passepartout
    antwortet
    war blödsinn...
    Zuletzt geändert von passepartout; 08.09.2012, 08:30.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Jetzt sehe ich das erst, mir war dieser offenbar Schweizerische Begriff bislang nicht geläufig. Wieder was gelernt.

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  • Schlaraffenland
    antwortet
    wohl wahr, lieber qw., aber dem Wahrhaften fehlt gegenüber dem Währschaften das Deftige, das "nutritiv Derbe"
    s.

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