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  • chess
    antwortet
    Klar hat Rocco Recht, dann geht es aber mehr um wie oft wollen Sie und nicht um wie oft können Sie ;-)

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  • QWERTZ
    antwortet
    Besucher des Gewandhauses und des Tiger-Palasts sind da klar im Vorteil...

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  • merlan
    antwortet
    Da haben Sie und der gute rocco natürlich vollkommen Recht! Klar geht man auch in andere gute Gasthäuser, vor allem mit Freunden, wenn die Kulinarik nicht ganz so im Mittelpunkt steht. Solche geselligen Abende möchte ich auf keinen Fall missen. Was wir aber nicht mehr machen, ist in irgendwelche nichtssagenden Lokale mit immer den gleichen vermeintlich schicken Gerichten ("Norwegischer Räucherlachs auf Reibekuchen") gehen, weil der Hunger irgendwie gestillt werden muss. Mir fallen solche Läden oft im Umfeld von kulturellen Veranstaltungen auf, wo viele etwa vor dem Konzert oder der Oper noch schnell ein "Häppchen" essen gehen wollen.

    Es lebe das gute unbesternte Gasthaus!

    Schönen Gruß, Merlan
    Zuletzt geändert von merlan; 22.08.2014, 17:20.

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  • El Grande Gourmet
    antwortet
    Ich kann rocco in dieser Angelegenheit nur beipflichten! Wenn ich nur noch in Sternetempeln speisen würde, könnte ich mit vielen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten gar nicht mehr in größerer Runde essen gehen, da viele sich nicht für die gehobene Gastronomie erwärmen können, geschweige denn dazu bereit sind, für ein Essen die Summen auf den Tisch zu legen, welche solch ein Restaurantbesuch in dieser Kategorie nun einmal kostet. In meinem Umfeld sind eigentlich nur meine Frau und fünf, sechs weitere Freunde bereit, einige hundert Euro in einen solchen Restaurantbesuch zu investieren, sodass der Kreis doch sehr beschränkt ist, der Spaß an der Feinschmeckerei hat und mit dem man solche Lokale ansteuern kann. Da ich aber mit meinen anderen Freunden und Bekannten ebenso gerne in gemeinsamer Runde zusammen bin, gehe ich hin und wieder natürlich auch in Lokalitäten, welche ganz klar unter der Sternekategorie angesiedelt sind, in welchen man aber - wie rocco es schön geschildert hat - bei ansprechender Küche in netter Runde sowie einem gemütlichen Ambiente ebenso einen herrlichen Abend verleben kann (vorausgesetzt, man landet nicht in einem denkmalgeschützen Gasthof im tiefsten Süden Bayerns...)!

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  • QWERTZ
    antwortet
    Das ist was Wahres dran. Bei solchen Essen wird dann aber - meines Erachtens - die gute Gesellschaft, der Wein, das Ambiente etc. bedeutsamer.

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  • rocco
    antwortet
    Ich möchte mal eine Lanze für die Nicht-Gourmet-Restaurant-Küche brechen, die hier - überspitzt gesagt - als Zeit- und Geldverschwendung abgetan wird. Was gibt es Schöneres, als zu zweit oder in der Gruppe (oder auch allein) ein paar schöne Stunden in einem guten Bistro oder Restaurant zu verbringen, über das nicht in irgendeiner Postille berichtet wird, wenn der Küchenchef wechselt? Ich gebe zu, dass diese Art von Restaurants in Deutschland lange Zeit gar nicht so leicht zu finden war und in vielen Landstrichen immer noch nicht leicht zu finden ist.

    Neulich zum Beispiel im tiefsten Süden Bayerns, in einem denkmalgeschützten Gasthof, von dem man erwarten würde, dass hier wengistens solide bayerisch gekocht wird: auf der Tageskarte stehen frische Steinpilze in Kräuterrahm mit Knödel. Auf die Frage, wo die Steinpilze herkommen, kommt immerhin die Antwort, aus der Region. Kräuterrahm klingt verdächtig, aber man kann das Risiko ja mal eingehen. Kurze Zeit später kommt das Essen: der Knödel ist immerhin selbst gemacht, die armen Steinpilze wurden nicht nur kurz sautiert, sondern so lange gegart, dass sie ihrem bayerischen Namen "Schwammerl" gerecht werden. Die Zutaten der Sauce habe ich schnell identifiziert: eine Mehlschwitze, mit Instant-Gemüsebrühe aufgegossen und mit Sahne abgebunden. Ein paar Trockenkräuter rein und fertig ist der Kräuterrahm. Die armen Steinpilze, in dieser Pampe machte es leider keinen Unterschied, ob Steinpilze oder Zucht-Champignons darin schwimmen. Dies ist leider nur eins von vielen Beispielen, die es vermutlich vielen hier im Forum madig gemacht haben, ihr sauer verdientes Geld für Essen auszugeben, das man sich nicht mal zu Hause so zubereiten würde.

    Aber wie sieht es in Frankreich aus oder in Italien oder auch in guten französischen oder italienischen (oder auch manchmal deutschen) Restaurants in Deutschland? In denen man eine Ewigkeiten geschmorte Kalbsbacke mit einem tiefschwarzen, ebenso lange gekochten Sud isst, als Beilage Kartoffelpürree oder etwas Ähnliches? Oder ein bissfest, aber schlotzig gekochtes Risotto, das so gut schmeckt, weil der Fonds dafür selbst angesetzt wurde? Oder einen Salat aus Birnen, Zucchini, Pinienkernen und Parmesan, bei dem alle Zutaten ineinandergreifen? Oder ein Caprese mit einem Mozzarella, bei dem man sich fragt, wo man so einen wohl kaufen kann? Und dazu vielleicht eine oder zwei Flaschen Wein aus der gut sortierten und nicht zu hochpreisigen Karte? Und die Dinge besprechen, zu denen man sich zu Hause nicht die Zeit nimmt? Oder sich mit Freunden treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat und sich über alles mögliche unterhalten, aber nicht darüber, ob Olivenöl nun pur oder in Kapselform besser schmeckt und ob die Gänseleber mit Rucola und Cola zuerst von Koch x oder von Koch y serviert wurde?

    Für mich ist das genauso sein Geld wert, wie das Eventessen in dem Dreisterner, über den gerade alle Blogger reden.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Man muss natürlich auch bedenken, dass es manche Berufe ermöglichen, zeitlich flexibel zu sein, oder auch mal eine dienstliche Reise mit einem privaten Restaurantbesuch zu verbinden etc. Da ist es klar, dass neben Finanz- und familiärer Situation es unterschiedlich leicht bzw. schwer ist, dieses Hobby mit dem (Arbeits)alltag zu verbinden.

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  • HeikeMünchen
    antwortet
    Manchmal muss man leider auch in andere Restaurants gehen, ich kann meine Freunde leider nicht dazu bringen, mich in die Sternegastronomie zu begleiten. Und immer selber zu kochen ist dann doch zu aufwendig.

    Ich persönlich habe mir ein Budget eingerichtet. Auch frage ich mich immer, was mir wichtiger ist: Drei Tage Gourmetclub in Paris oder ein Urlaub am Mittelmeer? Wo doch München im August auch sehr schön ist... Überhaupt: Wenn man da wohnt, wo andere Urlaub machen...

    Ich denke, das ist übertragbar auf viele Gegenden in Deutschland: Wieweit kann man auch hier überall was entdecken?

    Familiengründung und Hausbau kosten natürlich, das ist eine Ausnahmesituation. Dafür bin ich auch gern in Lohnsteuerklasse I. Kinder sind schließlich wichtig.
    Zuletzt geändert von HeikeMünchen; 21.08.2014, 00:32.

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
    hilft es enorm, Prioritäten zu setzen. Verkneifen Sie sich den Ausbau des Dachgeschosses oder ein neues Auto: gehen Sie dafür lieber ein paar Mal mehr in einen ordentlichen Gabeltempel und, ganz wichtig, bleiben Sie fröhlich!
    Und nicht zu vergessen: der Besuch im Gourmetrestaurant erspart die Bestellung bei Kaviar-Tresor/BOS/Otto-Gourmet !
    Miete statt Wohneigentum (wer will schon in der Westpfalz beigesetzt werden), dann klappts mit Auto UND Essen.
    Aber im Ernst, irgendwann werden auch meine beiden Jungs so kostenintensiv, daß sich die Dreisterner auschließlich auf Geburtstage/Hochzeitstag beschränken werden...

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
    ... da ich mir aus oben genannten Gründen solche Besuche eben nur drei- oder viermal pro Jahr gönne, erhalte ich mir die Freude an der Topgastronomie und es bleibt für mich etwas Besonderes, solch ein Restaurant zu besuchen, da es für mich eben nicht alltäglich (wie bei so vielen anderen Forumsmitgliedern) ist!
    Auch wenn ich es im Jahr vielleicht auf 10 Top-Restaurantbesuche bringe, ist und bleibt es für mich immer noch etwas ganz Besonderes! Das verliert sich nicht, werter EGG, Gott sei Dank!

    Und ansonsten kann man es nur mit chess, wi und mohnkalb halten: Die Läden konsequent meiden, die eh keinen kulinarischen Spass machen.

    Schönen Gruß, Merlan

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  • wi090365
    antwortet
    Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
    hilft es enorm, Prioritäten zu setzen
    Da kann ich mich nur anschließen. Vom Häuschen im grünen haben wir uns vor kurzem getrennt, wir haben zwar keine Kinder, dafür aber zwei 84-jährige Eltern, die einen fast genauso beschäftigen, wie ein Kind. Wir haben nur ein Auto, und das ist fast 20 Jahre alt. Und wir gehen nie "normal" essen, der erzwungene Raststättenbesuch auf den Autobahn einmal im Jahr mal ausgenommen. Jeder kennt die Leute, die 2-3 Mal pro Woche zu dem Griechen um die Ecke essen gehen, das konnte ich mir bestimmt nicht leisten. Dafür aber mehrmals pro Jahr richtig genießen, das ist es mir Wert.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
    Für mich als Lehrer und Familienvater, der sich vor einem halben Jahr ein kleines Häuschen gekauft hat, ist es faktisch utopisch, mehrfach im Monat Restaurants der Sternekategorie zu besuchen, und zwar aus zeitlichen und aus finanziellen Gründen. Hinzu kommen bei einem 18 Monate alten Kleinkind natürlich viele familiäre Verpflichtungen, welche viel Zeit in Anspruch nehmen und es sind auch nicht immer passende Babysitter oder Betreuer vorhanden... Auch die finanziellen Mittel, der hier im Thread ja schon diskutiert wurde, lassen es trotz eines sicheren und durchaus nicht als gering zu bezeichnenden Beamtengehaltes einfach nicht zu, jede Woche in der Sternegastronomie zu speisen, da man ja eben auch eine Familie mit Kind zu versorgen und einen Hauskredit abzutragen hat.
    Lieber El Grande, ich kenne hier im Forum viele, mich eingeschlossen, die mit einem kleineren Einkommen wirtschaften müssen als Sie. Jammern hilft nicht! (Banküberfälle schon eher.) Wie chess bereits angedeutet hat, hilft es enorm, Prioritäten zu setzen. Verkneifen Sie sich den Ausbau des Dachgeschosses oder ein neues Auto: gehen Sie dafür lieber ein paar Mal mehr in einen ordentlichen Gabeltempel und, ganz wichtig, bleiben Sie fröhlich!

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  • chess
    antwortet
    wenn man schlicht konsequent auf "normale" Restaurantbesuche nahezu verzichtet, dann wird sich das freie Budget für Sternerestaurants zwangsläufig erhöhen ;-) KG Chess

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  • El Grande Gourmet
    antwortet
    Ich habe gestern zufällig diesen Thread entdeckt und bin wieder einmal erstaunt, in welchen Dimensionen sich bei einigen hier im Forum Versammelten die Besuche in der gehobenen Gastronomie teilweise bewegen!

    Für mich als Lehrer und Familienvater, der sich vor einem halben Jahr ein kleines Häuschen gekauft hat, ist es faktisch utopisch, mehrfach im Monat Restaurants der Sternekategorie zu besuchen, und zwar aus zeitlichen sowie aus finanziellen Gründen. Klar werden jetzt einige wieder anmerken, dass man gerade als Lehrer ja eigentlich über ein unbegrenztes Zeitbudget verfügen sollte, aber wenn man diesen Beruf mit einem gewissen Engagement ausfüllt, ist dem natürlich nicht so (eher im Gegenteil, der Herr Tobler als leidgeprüfter Kollege wird mir in diesem Punkt sicherlich beipflichten)! Hinzu kommen bei einem 18 Monate alten Kleinkind natürlich viele familiäre Verpflichtungen, welche viel Zeit in Anspruch nehmen und es sind auch nicht immer passende Babysitter oder Betreuer vorhanden, falls man doch einmal ein gehobenes Restaurant ohne den Nachwuchs (der für einen mehrstündigen Besuch eines solchen Lokals einfach noch zu jung ist) besuchen möchte (Gourmets mit Nachwuchs werden diese Problematik wohl durchaus kennen)!

    Auch die finanziellen Mittel, was hier im Thread ja schon diskutiert wurde, lassen es trotz eines sicheren und durchaus nicht als gering zu bezeichnenden Beamtengehaltes einfach nicht zu, jede Woche in der Sternegastronomie zu speisen, da man ja eben auch eine Familie mit Kind zu versorgen und einen Hauskredit abzutragen hat.

    Ich bin mir dessen durchaus bewusst, dass hier im Forum viele User aktiv sind, die über weniger familiäre Verpflichtungen und über mehr finanzielle Mittel verfügen als dies in meinem Kontext der Fall ist, dennoch wundere ich manchmal doch, wie oft einige Forumianer sich in Sternelokalen tummeln, deren Besuche ja oftmals auch mit einer langwierigen und kostspieligen Anreise verbunden sind, sodass ein Besuch noch mehr Zeit und Geld frisst!

    Um aber einer Neiddebatte vorzubeugen: Da ich mir aus oben genannten Gründen solche Besuche eben nur drei- oder viermal pro Jahr gönne, erhalte ich mir die Freude an der Topgastronomie und es bleibt für mich etwas Besonderes, solch ein Restaurant zu besuchen, da es für mich eben nicht alltäglich (wie bei so vielen anderen Forumsmitgliedern) ist!
    Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; 20.08.2014, 21:18.

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  • merlan
    antwortet
    Das Archiv der NSA ist ein Kinderspielplatz gegen Ihr Datenarchiv, lieber Schlaraffe!

    Dennoch möchte ich einem etwaig unterstellten "venire contra factum proprium" (endlich kann ich den alten Spruch mal anbringen! ) oder "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" energisch widersprechen, da es damals um das "wie" (brigante:,Wie, liebe forumianer, finanzieren Sie Ihre *-restaurant-besuche? Sparstrumpf? Portokasse? Reicher Onkel?´) heute aber um das "wie oft" geht.

    Letzteres ist in allen Lebensbereichen doch auch die viel spanndere Frage und daher von Ihnen sicherlich nicht ohne Grund oder gar Hintergedanken gestellt worden.

    Schönen Gruß, Merlan

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