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  • #16
    Bei der Frage, "wie oft man kann", sollte man ruhig auch einmal den finanziellen Aspekt ansprechen. Dieser mag für manchen hier offenbar vernachlässigbar sein, wenn ich mir die eine oder andere Aussage oder Aufzählung so zu gemüte führe, doch schüttelt nicht jeder alle paar Tage oder Wochen die Hunderter für ein Essen in der Sternegastronomie nur so aus dem Ärmel. Dabei sei dahingestellt, ob man es nicht kann oder nicht will.

    Wie schrieb Küchenreise neulich so offen, dass für ihn die 1000-Euro-Grenze für zwei Personen in einem deutschen *** erstmals geknackt wurde. Ganz ehrlich, das wäre es mir an drei Tagen hintereinander oder mehrmals im Monat nicht wert, auch wenn ich vielleicht mit der Hälfte dieses Budgets auskommen würde. Dafür gibt zu viel anderes auf der Welt, das ebenfalls beachtet und finanziell bedacht werden will.

    Ich bin auch nach den vielen Jahren, in denen ich kulinarisch unterwegs bin, froh darüber, dass ein Lunch oder Dinner in einem Top-Restaurant für mich immer noch etwas Besonderes ist. Dieser Liebreiz ginge mir eindeutig verloren, wenn die Anzahl meiner Restaurantbesuche beliebig wäre.

    Schönen Gruß, Merlan

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    • #17
      Zitat von merlan Beitrag anzeigen
      Ganz ehrlich, das wäre es mir an drei Tagen hintereinander oder mehrmals im Monat nicht wert, auch wenn ich vielleicht mit der Hälfte dieses Budgets auskommen würde.
      Da befolge ich eine ganz einfache Regel: ich gehe schlicht so gut wie nie in Restaurants, ausser in Sternerestaurants, essen und schon ist das Budget nicht mehr so die Hemmschwelle.
      Oder in Abwandlung von Pep Guardiola: "Sternerestaurants oder nichts" ;-)
      KG
      Chess

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      • #18
        Der Gesichtspunkt der Kosten ist am Ende sogar entscheidend - aber mir schien die Anfrage eher in die Richtung zu gehen, ob man das überhaupt will oder es für angemessen.

        Da schließe ich mich der Meinung an, lieber seltener (und ansparen) als oft und nur sättigend oder ausschließlich nach Kostengesichtspunkten. Um an A. J. Liebling zu erinnern: Guter Geschmack und gutes Essen vertragen sich nicht mit sparen oder sorgsamen Umgang mit Geld (Zwischen den Gängen). Wer aber gutes Essen liebt, muss dafür trainieren (analog einem Sportler).

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        • #19
          Zitat von chess Beitrag anzeigen
          "Sternerestaurants oder nichts" ;-)
          Dann verpasst man aber Einiges. Gerade neuere Bib-Restaurants oder ambitionierte Bistros sind wie ungeschliffenen Rohdiamanten, die sich oftmals zu Größerem entwickeln. Das ist oftmals spannender als die 1001. Gänseleber. In einer Stadt, die ich kulinarisch noch nicht so gut kenne, finde ich das neue Restaurantkonzept interessanter als den Einsterner, den es seit 20 Jahren gibt.

          Wenn die Aussage aber sein soll "Ganz oder gar nicht", bin ich bei Ihnen. Wenn dann **+ oder eben ein Bistro, vieles dazwischen ist so, dass man sich das Geld besser für die außergewöhnlichen Erlebnisse aufbewahrt.

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          • #20
            Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
            Wenn die Aussage aber sein soll "Ganz oder gar nicht", bin ich bei Ihnen. Wenn dann **+ oder eben ein Bistro, vieles dazwischen ist so, dass man sich das Geld besser für die außergewöhnlichen Erlebnisse aufbewahrt.
            Dann sind wir zusammen ;-)
            KG Chess

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            • #21
              Lust in Sternerestaurants zu gehen hätte ich sicherlich einmal im Monat. Meistens konzentriert sich das dann aber im Urlaub, den ich meistens rund ums Essen gehen plane. Das Problem ist dann, das ich bei langer Anreise möglichst viel erleben möchte. An der Mosel waren es dann 7 Sternerestaurants in 6 Tagen, das ist dann schon ein bischen Stress aber es hat auch viel Spaß gemacht. Selbstbeschränkung fällt mir dann einfach schwer, Mittags und Abends sollte aber die Ausnahme sein. Die Vorfreude auf solche Touren ist dann auch sehr groß, das fängt schon bei der Planung an und geht beim Reservieren weiter.

              Unabhängig von der Sternegastronomie gehe ich normalerweise 2 bis 3 mal in der Woche essen. Essen muß man ja immer also warum nicht essen gehen. Das sind dann natürlich einfachere Restaurants, ich gehe auch gerne chinesisch, türkisch usw. essen. Das aber möglichst authentisch, eingedeutschte Küchen vermeide ich. Man bekommt so viele interessante Eindrücke und vor schlechtem Essen habe ich keine Angst. Schließlich gehe ich jeden Tag Mittags in die Betriebskantine und da ist man abgehärtet.

              Ab und zu etwas „Schlechtes“ zu essen halte ich durchaus für sinnvoll, das relativiert wieder den Blick auf das „Gute“. Das mache ich natürlich nicht bewusst aber bei einfachen Restaurants ergibt sich das dann ab und zu automatisch.

              Essen gehen ist für mich ein Hobby und ich neige dazu Hobbys excessiv zu betreiben. Zum Glück gibt es da begrenzende Faktoren, einmal natürlich der finanzielle Aufwand, die Zeit um Berichte zu schreiben und Bilder zu bearbeiten und man braucht natürlich auch Zeit für andere Dinge.

              Gruß
              Jürgen

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              • #22
                "Bei der Frage, "wie oft man kann", sollte man ruhig auch einmal den finanziellen Aspekt ansprechen"
                Auch das, lieber Merlan, ist wahr.
                Vieles liegt in den alten Schriften, um Aristoteles, oder war es Uli Höness, zu zitieren, verborgen.
                http://alt.restaurant-ranglisten.de/...e/2/index.html

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                • #23
                  Das Archiv der NSA ist ein Kinderspielplatz gegen Ihr Datenarchiv, lieber Schlaraffe!

                  Dennoch möchte ich einem etwaig unterstellten "venire contra factum proprium" (endlich kann ich den alten Spruch mal anbringen! ) oder "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" energisch widersprechen, da es damals um das "wie" (brigante:,Wie, liebe forumianer, finanzieren Sie Ihre *-restaurant-besuche? Sparstrumpf? Portokasse? Reicher Onkel?´) heute aber um das "wie oft" geht.

                  Letzteres ist in allen Lebensbereichen doch auch die viel spanndere Frage und daher von Ihnen sicherlich nicht ohne Grund oder gar Hintergedanken gestellt worden.

                  Schönen Gruß, Merlan

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                  • #24
                    Ich habe gestern zufällig diesen Thread entdeckt und bin wieder einmal erstaunt, in welchen Dimensionen sich bei einigen hier im Forum Versammelten die Besuche in der gehobenen Gastronomie teilweise bewegen!

                    Für mich als Lehrer und Familienvater, der sich vor einem halben Jahr ein kleines Häuschen gekauft hat, ist es faktisch utopisch, mehrfach im Monat Restaurants der Sternekategorie zu besuchen, und zwar aus zeitlichen sowie aus finanziellen Gründen. Klar werden jetzt einige wieder anmerken, dass man gerade als Lehrer ja eigentlich über ein unbegrenztes Zeitbudget verfügen sollte, aber wenn man diesen Beruf mit einem gewissen Engagement ausfüllt, ist dem natürlich nicht so (eher im Gegenteil, der Herr Tobler als leidgeprüfter Kollege wird mir in diesem Punkt sicherlich beipflichten)! Hinzu kommen bei einem 18 Monate alten Kleinkind natürlich viele familiäre Verpflichtungen, welche viel Zeit in Anspruch nehmen und es sind auch nicht immer passende Babysitter oder Betreuer vorhanden, falls man doch einmal ein gehobenes Restaurant ohne den Nachwuchs (der für einen mehrstündigen Besuch eines solchen Lokals einfach noch zu jung ist) besuchen möchte (Gourmets mit Nachwuchs werden diese Problematik wohl durchaus kennen)!

                    Auch die finanziellen Mittel, was hier im Thread ja schon diskutiert wurde, lassen es trotz eines sicheren und durchaus nicht als gering zu bezeichnenden Beamtengehaltes einfach nicht zu, jede Woche in der Sternegastronomie zu speisen, da man ja eben auch eine Familie mit Kind zu versorgen und einen Hauskredit abzutragen hat.

                    Ich bin mir dessen durchaus bewusst, dass hier im Forum viele User aktiv sind, die über weniger familiäre Verpflichtungen und über mehr finanzielle Mittel verfügen als dies in meinem Kontext der Fall ist, dennoch wundere ich manchmal doch, wie oft einige Forumianer sich in Sternelokalen tummeln, deren Besuche ja oftmals auch mit einer langwierigen und kostspieligen Anreise verbunden sind, sodass ein Besuch noch mehr Zeit und Geld frisst!

                    Um aber einer Neiddebatte vorzubeugen: Da ich mir aus oben genannten Gründen solche Besuche eben nur drei- oder viermal pro Jahr gönne, erhalte ich mir die Freude an der Topgastronomie und es bleibt für mich etwas Besonderes, solch ein Restaurant zu besuchen, da es für mich eben nicht alltäglich (wie bei so vielen anderen Forumsmitgliedern) ist!
                    Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; 20.08.2014, 21:18.

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                    • #25
                      wenn man schlicht konsequent auf "normale" Restaurantbesuche nahezu verzichtet, dann wird sich das freie Budget für Sternerestaurants zwangsläufig erhöhen ;-) KG Chess

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                      • #26
                        Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
                        Für mich als Lehrer und Familienvater, der sich vor einem halben Jahr ein kleines Häuschen gekauft hat, ist es faktisch utopisch, mehrfach im Monat Restaurants der Sternekategorie zu besuchen, und zwar aus zeitlichen und aus finanziellen Gründen. Hinzu kommen bei einem 18 Monate alten Kleinkind natürlich viele familiäre Verpflichtungen, welche viel Zeit in Anspruch nehmen und es sind auch nicht immer passende Babysitter oder Betreuer vorhanden... Auch die finanziellen Mittel, der hier im Thread ja schon diskutiert wurde, lassen es trotz eines sicheren und durchaus nicht als gering zu bezeichnenden Beamtengehaltes einfach nicht zu, jede Woche in der Sternegastronomie zu speisen, da man ja eben auch eine Familie mit Kind zu versorgen und einen Hauskredit abzutragen hat.
                        Lieber El Grande, ich kenne hier im Forum viele, mich eingeschlossen, die mit einem kleineren Einkommen wirtschaften müssen als Sie. Jammern hilft nicht! (Banküberfälle schon eher.) Wie chess bereits angedeutet hat, hilft es enorm, Prioritäten zu setzen. Verkneifen Sie sich den Ausbau des Dachgeschosses oder ein neues Auto: gehen Sie dafür lieber ein paar Mal mehr in einen ordentlichen Gabeltempel und, ganz wichtig, bleiben Sie fröhlich!

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                        • #27
                          Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                          hilft es enorm, Prioritäten zu setzen
                          Da kann ich mich nur anschließen. Vom Häuschen im grünen haben wir uns vor kurzem getrennt, wir haben zwar keine Kinder, dafür aber zwei 84-jährige Eltern, die einen fast genauso beschäftigen, wie ein Kind. Wir haben nur ein Auto, und das ist fast 20 Jahre alt. Und wir gehen nie "normal" essen, der erzwungene Raststättenbesuch auf den Autobahn einmal im Jahr mal ausgenommen. Jeder kennt die Leute, die 2-3 Mal pro Woche zu dem Griechen um die Ecke essen gehen, das konnte ich mir bestimmt nicht leisten. Dafür aber mehrmals pro Jahr richtig genießen, das ist es mir Wert.

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                          • #28
                            Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
                            ... da ich mir aus oben genannten Gründen solche Besuche eben nur drei- oder viermal pro Jahr gönne, erhalte ich mir die Freude an der Topgastronomie und es bleibt für mich etwas Besonderes, solch ein Restaurant zu besuchen, da es für mich eben nicht alltäglich (wie bei so vielen anderen Forumsmitgliedern) ist!
                            Auch wenn ich es im Jahr vielleicht auf 10 Top-Restaurantbesuche bringe, ist und bleibt es für mich immer noch etwas ganz Besonderes! Das verliert sich nicht, werter EGG, Gott sei Dank!

                            Und ansonsten kann man es nur mit chess, wi und mohnkalb halten: Die Läden konsequent meiden, die eh keinen kulinarischen Spass machen.

                            Schönen Gruß, Merlan

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                            • #29
                              Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                              hilft es enorm, Prioritäten zu setzen. Verkneifen Sie sich den Ausbau des Dachgeschosses oder ein neues Auto: gehen Sie dafür lieber ein paar Mal mehr in einen ordentlichen Gabeltempel und, ganz wichtig, bleiben Sie fröhlich!
                              Und nicht zu vergessen: der Besuch im Gourmetrestaurant erspart die Bestellung bei Kaviar-Tresor/BOS/Otto-Gourmet !
                              Miete statt Wohneigentum (wer will schon in der Westpfalz beigesetzt werden), dann klappts mit Auto UND Essen.
                              Aber im Ernst, irgendwann werden auch meine beiden Jungs so kostenintensiv, daß sich die Dreisterner auschließlich auf Geburtstage/Hochzeitstag beschränken werden...

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                              • #30
                                Manchmal muss man leider auch in andere Restaurants gehen, ich kann meine Freunde leider nicht dazu bringen, mich in die Sternegastronomie zu begleiten. Und immer selber zu kochen ist dann doch zu aufwendig.

                                Ich persönlich habe mir ein Budget eingerichtet. Auch frage ich mich immer, was mir wichtiger ist: Drei Tage Gourmetclub in Paris oder ein Urlaub am Mittelmeer? Wo doch München im August auch sehr schön ist... Überhaupt: Wenn man da wohnt, wo andere Urlaub machen...

                                Ich denke, das ist übertragbar auf viele Gegenden in Deutschland: Wieweit kann man auch hier überall was entdecken?

                                Familiengründung und Hausbau kosten natürlich, das ist eine Ausnahmesituation. Dafür bin ich auch gern in Lohnsteuerklasse I. Kinder sind schließlich wichtig.
                                Zuletzt geändert von HeikeMünchen; 21.08.2014, 00:32.

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