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Sind 92 € für eine Vorspeise obszön?

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    Ich schreibe Ihnen dies gerade aus dem Bareiss, wo wir uns ein paar Tage Urlaub im Schnee gönnen.
    Lieber merlan,
    da haben wir uns knapp verpaßt, schade ! Hätte gern mit Ihnen mal angestßen. Wir hatten leider gerade noch keinen Schnee. Lumpp hatten wir wegen des Jüngsten links liegen gelassen.
    Ich hatte nur erwähnt, daß ich mir diesen Luxus, nachdem wir dort waren, ein paar Monate aufspare.
    Ich verbleibe mit der dringenden Empfehlung der Tibetanischen Rückenmassage sowie der informativen Kutsch- bzw. Pferdeschlittenfahrt und den besten Wünschen für genußvolle Tage,
    Ihr S.

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  • Muck
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    ...da ich genau weiß, was und warum ich es tue. Aber das gehört nicht in dieses Forum...
    Falls der Grund ein Essen bei Lumpp sein sollte, gehört es unbedingt ins Forum :-) Ich glaube im Bareiss gibt es auch Vorspeisen im höheren zweistelligen Bereich. Wenn einzelne Gänge wie kleine Menüs daherkommen (Tellerschlacht), finde ich den Preis ok.

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Aber es sind manche Dinge, in die ich für mich nicht mehr so sehr investieren möchte. Sei es, daß ich auch eine Übernachtung mit der Familie im Bareiss für 600€ -ja- obszön finde.
    Ich schreibe Ihnen dies gerade aus dem Bareiss, wo wir uns ein paar Tage Urlaub im Schnee gönnen. Nach Ihren Ausführungen, lieber Sphérico, müßte ich mir jetzt eigentlich Gedanken machen. Mach ich aber nicht, da ich genau weiß, was und warum ich es tue. Aber das gehört nicht in dieses Forum, genauso wenig wie meine Art der Balance-Findung zu den schrecklichen Dingen auf dieser Welt.

    Sei's drum, lieber Sphérico, heute Abend schließe ich Sie in meinen Trinkspruch mit einem Ortenauer Viertele für 5,80 € gerne mit ein.

    Schönen Gruß, Merlan

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  • rocco
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    P.S. Ich stricke nun doch mal weiter und frage Sie alle umgekehrt nach Ihrer völlig subjektiven Empfindung -zurück zu Schlaraffes Frage-: was rechtfertigt 92€ für eine Vorspeise und würden Sie sie zu diesem Preis bestellen ?
    Ich fange mal an und sage, wenn der Wareneinsatz 50% des Preises wäre, ich persönlich würde jedoch trotzdem auf eine andere Vorspeise ausweichen.
    Ich würde nur in absoluten Ausnahmefällen 92 Euro für eine Vorspeise ausgeben. Auf der anderen Seite: nicht bei Piège, aber in anderen Restaurants sind die à la carte Gänge deutlich größer dimensioniert als die Menü-Gänge. Und wenn man nun lieber drei bis vier Gänge statt sieben Gänge isst, dann kommt man eh in etwa aufs Gleiche raus. Menü = 250 Euro. Vorspeise (die teure), Hauptgang (mittlere Preisklasse), Käse und Dessert = ca. 250 Euro. Warum eigentlich nicht?

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    Um Sphéricos Frage aufzugreifen
    Korrektur: es nicht meine Frage war, es Schlaraffes Frage war. Ich hatte in meinem post im anderen thread nur geschrieben, diese Preise kämen von der dunklen Seite der Gastronomie. Der große S. hat es nur in eine berechtigte Frage umgewandelt und als neuen Thread eröffnet.

    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    sind 92€ für ein einzelnes Tellerchen gut angelegtes Lehrgeld
    So kann man es sehen.

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  • passepartout
    antwortet
    Zitat von calvados* Beitrag anzeigen
    ...Raubzug stehen 250 Millionen Pfund (330 Millionen Euro) zur Verfügung oder 53 Millionen Euro für Weltmeister...
    calvados
    Werter Calvados,

    wie bereits geschrieben, bei genauerer Betrachtung ist sehr vieles äußerst absurd aber was nun das absurdeste ist, mag jede und jeder für sich selbst ausmachen.

    Um Sphéricos Frage aufzugreifen, sofern ich mir einen Erkenntnisgewinnn davon verspreche, sind 92€ für ein einzelnes Tellerchen gut angelegtes Lehrgeld.

    Viele Grüße

    Passepartout

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von calvados* Beitrag anzeigen
    92 € viel Geld. Sind aber solche Summe nicht viel perverser. Für Reals Raubzug stehen 250 Millionen Pfund (330 Millionen Euro) zur Verfügung oder 53 Millionen Euro für Weltmeister Kroos.
    calvados
    Sehn´se, ich kauf den Kroos nicht. Nicht mal in sieben Gängen !

    Und noch perverser als Fußball- ist Rüstungskohle, schlimmer geht immer. Alles relativ, da hat schnecke recht.

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  • calvados*
    antwortet
    92 € viel Geld. Sind aber solche Summe nicht viel perverser. Für Reals Raubzug stehen 250 Millionen Pfund (330 Millionen Euro) zur Verfügung oder 53 Millionen Euro für Weltmeister Kroos.
    calvados

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    ...wenn hier moralische Zeigefinger erhoben werden; und das passiert unausgesprochen bei solch sehr persönlichen Statements....
    Ich hoffe, diese Ihre Sorge in Beitrag #15 etwas zerstreut zu haben. Es geht nicht um erhobene Zeigefinger (was für eine schöne Sprache wir mit dem Deutschen doch haben...), dies wurde hier in meine Assoziation aus dem anderen Thread von anderen -Sie eingeschlossen- hineininterpretiert. Ersetzen Sie gern auch das ö-Wort mit ungewöhnlich teuer und schon wird ein indexfreier Schuh draus.
    Nur, würden wir hier nicht mehr über subjektive Empfindungen schreiben, gäbe es auch keine Restaurant berichte mehr.

    MkG, S.

    P.S. Ich stricke nun doch mal weiter und frage Sie alle umgekehrt nach Ihrer völlig subjektiven Empfindung -zurück zu Schlaraffes Frage-: was rechtfertigt 92€ für eine Vorspeise und würden Sie sie zu diesem Preis bestellen ?
    Ich fange mal an und sage, wenn der Wareneinsatz 50% des Preises wäre, ich persönlich würde jedoch trotzdem auf eine andere Vorspeise ausweichen.
    Zuletzt geändert von Sphérico; 15.01.2016, 11:34.

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    Da sind Sie mir, lieber Merlan, zu streng. Natürlich können wir, wie von Frau Heike angedeutet, tausende Beispiele finden, die einem aufzeigen, wie wenig Endgültigkeiten, an denen festzumachen ist, wo die preisliche Obergrenze x für das Luxusgut y liegt, es gibt. Wenn aber ein junger Mann, im Glück mit seiner jungen Frau und seinen Kindern lebend, plötzlich zweifelnd innehält, dann sollten wir ihm das doch zugestehen. Und eine Gewissenserforschung, tja, die hat eigentlich noch niemandem geschadet.
    Gruß
    s.
    Ich teile jede Ihrer Aussagen, lieber Schlaraffe (natürlich außer, dass ich zu streng wäre)! Mir geht es nur darum, dass das jeder für sich entscheiden muss, auch die Intensität der eigenen Gewissenserforschung. Aber ich für meine Person möchte dies nicht hier im Forum tun und meinen Weg zwischen "Brot und Böllern" aufzeigen. Andere mögen das anders sehen. Mich beschleicht dabei allerdings eher Unbehagen, wenn hier moralische Zeigefinger erhoben werden; und das passiert unausgesprochen bei solch sehr persönlichen Statements. Nur darum geht es mir!

    Schönen Gruß, Merlan

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    Da sind Sie mir, lieber Merlan, zu streng. Natürlich können wir, wie von Frau Heike angedeutet, tausende Beispiele finden, die einem aufzeigen, wie wenig Endgültigkeiten, an denen festzumachen ist, wo die preisliche Obergrenze x für das Luxusgut y liegt, es gibt. Wenn aber ein junger Mann, im Glück mit seiner jungen Frau und seinen Kindern lebend, plötzlich zweifelnd innehält, dann sollten wir ihm das doch zugestehen. Und eine Gewissenserforschung, tja, die hat eigentlich noch niemandem geschadet. Gruß, s.
    Lieber Schlaraffe, merci beaucoup für den "jungen Mann", ich bezieh es mal auf mich und erzähl das meiner lieben Frau...you made my day !

    @merlan, Heike und Schlaraffe: Schlaraffe hat den Thread zurückgeführt zu meiner Bemerkung andernorts, so wie sie gemeint war. Die Intention war NICHT, zur Diskussion zu stellen, ob und warum denn hier jemand solche Preise zu bezahlen bereit ist oder gar, daß, wer ides tut, unmoralisch handle. Die Frage war, ob der von mir sehr geschätzte Piège (bestes Bris meines Lebens im Ambassadeurs) für eine Vorspeise 92€ aufrufen muß vor dem Hintergrund, als einzige Alternative zu den signatures-Gängen ein 7-Gang-Menue anzubieten....ohne ihm, dem Gastronomen, irgendwelche Vorschriften machen zu wollen, er wäre vielleicht ökonomisch unklug, es in Paris nicht zu versuchen. In D hatte ich bislang noch nie ein Problem, welches Menue auch immer auf 3-4 Gänge zu kürzen, auch wenn es nur als größeres auf der Karte war.
    Liebe Heike, genau so hatte ich es geschrieben, daß es für mich persönlich obszön ist (für merlan kaufe ich ein Synonym: unanständig... zumal das Adjektiv per definitionem ein subjektives Empfinden ausdrückt).
    Und was gibt es natürlich Schöneres, als sich besondere Dinge zu gönnen, das Auto ist ein gutes, verbreitetes Beispiel, auch ich habe hier letztes Jahr über die Strenge geschlagen. Und ist es vielleicht nicht auch obszön, daß unser Fünfjähriger Kaviar mag, das kann ich selbst kaum beantworten. Aber es sind manche Dinge, in die ich für mich nicht mehr so sehr investieren möchte. Sei es, daß ich auch eine Übernachtung mit der Familie im Bareiss für 600€ -ja- obszön finde. Wenn ich dann inklusive der Mittagessen, Getränke und der obligatorischen Massage für die Gattin auf einen noch weit höheren Betrag komme, sehe ich im Moment, daß ich es in den nächsten Monaten nicht wiederholen muß. Ich verwahre mich jedoch vor Ihrer Vermutung, ich sähe mein derzeitiges Empfinden als allgemeingültig.

    In jedem Fall mal eine schöne Randdiskussion hier, Danke,
    MkG, S.

    P.S. zur Vermeidung der "Aha, Auto geht, aber Vorspeise geht nicht"-Diskussion sei erwähnt, es handelt sich um ein zukünftiges Erbstück, daß bereits im ersten Jahr 15% Wertzuwachs erfuhr.

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    Werter Herr S.92€ für eine Vorspeise sind in keiner Weise obszön, es ist nur ein ungewöhnlicher Preis
    Lieber ppt,
    man kann natürlich auch der Meinung sein, Donald Trump ist kein irrer Prolet und Populist, sondern hat nur ungewöhnliche Ansichten. Ja, der Vergleich hinkt, Sie wissen aber wie ich es meine.
    Und bestimmt haben Sie meine Replik auf Schlaraffe gelesen, in der ich ganz bei ihm mit Brot UND Böllern bin .

    Ihnen und Ihrer Familie übrigens ein tolles erfolgreiches (2016 nun vollständig) Jahr in der Selbstständigkeit,
    MkG, S.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Da sind Sie mir, lieber Merlan, zu streng. Natürlich können wir, wie von Frau Heike angedeutet, tausende Beispiele finden, die einem aufzeigen, wie wenig Endgültigkeiten, an denen festzumachen ist, wo die preisliche Obergrenze x für das Luxusgut y liegt, es gibt. Wenn aber ein junger Mann, im Glück mit seiner jungen Frau und seinen Kindern lebend, plötzlich zweifelnd innehält, dann sollten wir ihm das doch zugestehen. Und eine Gewissenserforschung, tja, die hat eigentlich noch niemandem geschadet.
    Gruß
    s.

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  • merlan
    antwortet
    Bin absolut bei Heike und Passepartout! Ich finde es leidlich, hier etwas zu diskutieren, was letztlich jeder für sich entscheiden muss, und ich denke, dass die hier im Forum Versammelten durchaus dem kulinarischem Genuss gegenüber höchst aufgeschlossen sind. Ob bei 92 € eine Grenze zur Obszönität überschritten ist (wobei ich die Vokabel in diesem Zusammenhang für völlig unangemessen halte), kann jedoch nur subjektiv beurteilt werden - und das ist auch gut so!

    Fazit: Die Fragestellung dieses Threads erlaubt keine objektive Antwort und ist damit obsolet, es sei denn, hier soll eine Art Gewissenserforschung bei den Teilnehmern betrieben werden. Wohin soll das führen?

    Schönen Gruß, Merlan

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  • HeikeMünchen
    antwortet
    Lieber Spherico,

    das, was passepartout da äußert, finde ich auch.

    Ich trenne grundsätzlich zwischen meinem Job (im sozialen Bereich), meinen Restauranterlebnissen und meinem sozialen Engagement und möchte das auch nicht vermischen. Ich weiß, dass es sich die meisten Menschen dieser Welt nicht leisten können von Essen, wie ich sie mir leiste, auch nur zu träumen.

    Aber ich kann es, auch wenn ich auf ein Auto, und gar eine Metallic-Lackierung verzichte (aber ich gestehe Menschen auch zu, dass ihnen dieses wichtig ist), ebenso darauf, die Zig-Tausende für eine Musikanlage zu investieren (ich kenne auch Menschen, die das machen).

    Das sind wieder grundsätzliche politische Entscheidungen, und ich habe mich entschieden, in welchem Rahmen ich Verantwortung übernehmen möchte.

    Das ist natürlich moralisch anfechtbar ...

    Euch allen einen wunderbaren Start ins neue Jahr!
    Zuletzt geändert von HeikeMünchen; 14.01.2016, 21:25.

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