Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Kulinarisches in der Zeitung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Von Heinz Horrmann nicht gemocht zu werden, das kommt schon einem Ritterschlag sehr nahe.

    Kommentar


    • ... aber wehe er erwähnt einen nicht, dann ist der Willy ja nicht wichtig und der Heinz auch nicht.

      Kommentar


      • solange Kritiker über Kritiker schreiben, kritisieren sie nicht auf qype, restaurant-kritik, tripadvisor und wie sie alle heißen, bis in November wieder die Guides erscheinen. gern mehr davon. viel mehr.

        Kommentar


        • Heute in FAZ: ein Artikel über kulinarische Lebensträume und Realität. ( ich weiß nicht, ob der Link funktioniert)
          http://www.faz.net/aktuell/gesellsch...-11884028.html

          Kommentar


          • Totgeschwiegen wurde dieses unglaubliche Restaurant in der Ostzone auch nicht; ich erinnere mich noch recht genau an einen Fernsehbericht in den 70ger Jahren, und es war sicher nicht der Pleitgen'sche, eher DDR II, das ich immer wieder gesehen habe. Und merkwürdigerweise kann ich mich auch noch daran erinnern, daß mich das gemeinsame Nackig-Bad der Tischgesellschaften beeindruckt hatte, in der Westzone wäre das wohl damals nicht denkbar gewesen. Und schon gar nicht mit mir als Teilnehmer. "Nicht in's Becken springen!!!" Zu spät ...

            Kommentar


            • Vielen Dank für den Link! Lustigerweise hatten mir erst vor drei Wochen zwei Thüringer genau von diesem Restaurant erzählt. Ich hatte noch nie davon gehört und war sehr beeindruckt. Die Thüringer meinten, man hätte länger auf einen Tisch warten müssen als auf ein Telefon. Den Film schaue ich mir mal an, wenn auch vielleicht nicht im Kino.

              Kommentar


              • Aus der SZ, Panorama, Freitagsküche, wie immer nicht online

                Unter der Überschrift "Wer wagt, genießt", gibt es heute einen unterhaltsamen Bericht über eine 67jährige Dame namens Heide Günters, die in ihrer 7qm-Küche mit wenigen technischen Hilfsmitteln versucht, Rezepte von Sterneköchen nachzukochen. Dies macht sie seit 20 Jahren im Auftrag des Feinschmeckers, um zu testen, ob die Rezepte funktionieren und hat bisher rund 2.000 Rezepte nachgekocht.

                Nun wird jeder, der schon einmal versucht hat, solche Rezepte nachzukochen, mit Recht einwenden, daß diese Arbeit scheinbar wenig Nutzen hat, der nett geschriebene Artikel lässt dies aber vergessen.

                Besonders gut gefallen haben mir drei Zitate:

                Heide Günter kennt sie alle. Nicht persönlich natürlich, denn das, so versichert sie, sei ihr völlig wurscht. Günter kennt die Köche ausschließlich über ihre Rezepte. Und oft auch übers Telefon. Weil die Rezepte gern mal genial schlampig sind. Und das kann dann zu Gesprächen führen wie damals mit Spitzenküchen-Übervater Dieter Müller. Grob nachgestellt, verlief das nach Heide Günters Schilderung in etwa so: „Also, Herr Müller, ihre Mengenangaben. . . ?“ - „Tatsächlich? Da muss mein Sohn sich vertan haben, ich schicke das Rezept noch einmal.“ - „Ihr Sohn?“ - „Ja, der hat das alles für mich aufgeschrieben.“ Nebenbei bemerkt: Der Müller-Sohn war damals zwölf Jahre alt. Willkommen auf dem Gourmetgipfel.
                Die Küche, so fasst Heide Günter zusammen, habe sich in den vergangenen zehn Jahren enorm verändert. Sie sei deutlich interessanter und abwechslungsreicher geworden. Aber eben leider auch immer komplizierter. „Ich sag' immer: Jeder Klecks, den Sie heute auf einem Teller sehen, dauert zwei Stunden.“ Sie hat sich jetzt eine Schürze über die weiße Hemdbluse gebunden. Auf der Arbeitsplatte steht eine Kiste mit Austern und auf dem Programm zwei Rezepte vom aktuellen „Koch des Monats“, Mathias Dahlgren aus Schweden: Wildente mit frittierter Paprika und Skandinavisches Sashimi. „Aber“, so findet Heide Günter, „genau genommen ist das auch bloß Fisch mit Soße“ - wenn auch eine, die sich als recht störrisch erweist: Meerrettich-Emulsion. Der Entsafter, der mit der Meerrettich-Knolle fertig werden soll, macht erst ein rumpelndes, dann ein würgendes Geräusch und schließlich gar keins mehr. Im Innern des Geräts staut sich ein Gewirr aus holzigen Fäden, außen tröpfelt blasser Saft in ein Glas, es ist kaum ein Viertel der im Rezept angebenen Menge. Als Heide Günter die Maschine wieder freilegt, sind ihre Bewegungen ruhig und kontrolliert, nur ihre Schritte haben jetzt etwas leicht Soldatisches. Sie wird die Eigelbmenge ebenfalls vierteln, den ein wenig faden Geschmack mit Salz aufpeppen und die Emulsion am nächsten Tag noch einmal zubereiten. Woran es lag? „Falsche Mengenangaben, eine zu trockene Meerrettich-Knolle, wer weiß, das werden wir schon noch sehen.“ Heide Günter ist schon mit anderem fertig geworden. Erst kürzlich haben ihr die Bambusstangen für ein dänisches Rezept den kompletten Entsafter zerlegt. Und für den britischen Starkoch Heston Blumenthal hat sie einmal über Tage 30 Blumenkohlköpfe eingekocht. Heraus kamen 500 Milliliter Essenz für eine Suppe und als Gewürz für Blumenthals legendären Schneckenporridge - sowie ein Gestank, der sich wochenlang in der Wohnung hielt. „Man muss die englische Küche nicht unbedingt verstehen“, findet Heide Günter.
                sie finde Herausforderungen grundsätzlich spannend, erklärt die Testköchin. Deshalb hat sie auch bei der legendären Farbpalette des katalanischen Avantgardisten Ferran Adrià nicht aufgegeben. Eine Tupferorgie aus verschieden aromatisierten Gels. Nur mit Gelatine. Und das bei 30 Grad im August. Die Adrià-Komposition war am Ende aber nicht so aufwendig wie der Auftrag des saarländischen Kochs Christian Bau, der fand, dass Rindfleisch am besten schmeckt, wenn es vakuumiert 64 Stunden lang bei exakt 55 Grad gart. Heide Günter ist dann drei Nächte hintereinander alle zwei Stunden aufgestanden, um eine Überhitzung in ihrem etwas unpräzisen Ofen zu vermeiden: Tür auf, Eiswürfel rein, 55 Grad gehalten. „Rezept ist Rezept.“
                Da hat sie zumindest etwas gelernt: Technisch komplexer als bei Christian Bau geht es kaum- Daher ist man dort Gast und geniesst und kommt nicht auf die aberwitzige Idee, solche Gerichte nachzukochen

                Kommentar


                • Werter Max.V,

                  ein großes Danke für den Hinweis. Dieses Beispiel kulinarischer Hingabe beeindruckt mich sehr.

                  Kommentar


                  • Zitat von rocco Beitrag anzeigen
                    Vielen Dank für den Link! Lustigerweise hatten mir erst vor drei Wochen zwei Thüringer genau von diesem Restaurant erzählt. Ich hatte noch nie davon gehört und war sehr beeindruckt. Die Thüringer meinten, man hätte länger auf einen Tisch warten müssen als auf ein Telefon. Den Film schaue ich mir mal an, wenn auch vielleicht nicht im Kino.
                    Eine seltsam anmutende Praxis (zumindest aus heutiger Sicht) die aber in der DDR scheinbar nicht nur bei Restaurantbesuchen auf der Tagesordnung stand.

                    Kommentar


                    • Wenn vollkommene Ahnungslosigkeit und die Schreibe eines Viertklässlers beim Besinnungsaufsatz zusammenkommen....dann muss es SpiegelOnline sein:

                      http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-851899.html

                      Kommentar


                      • Köstlich. Eine grandiose Arie der Selbstüberschätzung:

                        "Wenn ich ein Restaurant betrete, merke ich schnell, ob ich erkannt werde. Manche haben mein Konterfei hinter der Theke."
                        "Wir sind unbestechlich. Auch Erpressungsversuche gibt es immer wieder."
                        "Der normale Gast merkt das nicht, ich schon."
                        "Ich mache mir ständig Feinde, damit muss ich leben."
                        "...andere Gäste und ich mussten warten. Das war Pech. Der Laden war erledigt."
                        "Ich sehe ja alles, kriege alles mit."
                        "Dann gehe ich in die Küche, lasse mir alles zeigen und entschuldige mich, wenn ich mich geirrt habe. Das kommt nie vor."

                        Kommentar


                        • Wie viele Sterneköche, denen man die Aussage, sie seien Rentner und gingen gerne essen, abnehmen würde gibt es eigentlich? Ach so, die arbeiten ja alle für diesen Cheftester...

                          Kommentar


                          • Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                            Wenn vollkommene Ahnungslosigkeit und die Schreibe eines Viertklässlers beim Besinnungsaufsatz zusammenkommen....dann muss es SpiegelOnline sein:
                            Schöne Zusammenfassung

                            Kommentar


                            • Es steht ja an keiner Stelle, daß die Autorin je mit einem realen Tester (der auch noch gut verdient) gesprochen hat. Insoweit darf man es getrost als Fiktion betrachten, eben das, was sich "Lieschen Müller" als Leben eines Restauranttesters vorstellt. Da es ein Protokoll ist, dürfte es sich mithin um ein Schlafprotokoll handeln, in dem die Dame von Ihren Träumen berichtet.

                              Da die Überschrift "Geheimberuf Restauranttester" lautet ist zu befürchten, daß die nächsten Traumprotokolle "Geheimberuf Astronaut" und "Geheimberuf Superagent" bald folgen werden. Gespannt bin ich auf die Folge "Geheimberuf Journalist" und die geheimen Tricks, wie man diesen Beruf ohne Kenntnisse ergreifen kann.

                              Ergänzung:
                              Ich habe eben gesehen, daß die Dame (oder ihr Sohn?) bereits schon einmal einen Grundschulaufsatz bei SPON verfasst hatte: Geheimberuf Stewardess. Da Sie wohl (zu) viele Träume hat schenkte sie dem Leser auch noch den ebenso eloquent verfassten Bericht Japan-Jobs - Eine Geisha packt aus, der sich sogar Buchrezension nennen darf.
                              Max.Vanderveer
                              Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession
                              Zuletzt geändert von Max.Vanderveer; 18.09.2012, 19:13.

                              Kommentar


                              • Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                                Es steht ja an keiner Stelle, daß die Autorin je mit einem realen Tester (der auch noch gut verdient) gesprochen hat.
                                Spontan musste ich an Heinz Horrmann denken...

                                Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                                Ich habe eben gesehen, daß die Dame (oder ihr Sohn?) bereits schon einmal einen Grundschulaufsatz bei SPON verfasst hatte: Geheimberuf Stewardess. Da Sie wohl (zu) viele Träume hat schenkte sie dem Leser auch noch den ebenso eloquent verfassten Bericht Japan-Jobs - Eine Geisha packt aus
                                Ähem, lieber MV, gilt da nicht Nichtidentität zwischen Carola Dorner und Anne Haeming?

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X