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  • 1. Keiner soll hier die Tastatur ruhen lassen, solange an der Sache diskutiert wird.
    2. Ständig Beiträge im Nachgang zu löschen, ist irgendwie kontraproduktiv.
    3. Ich esse auch auf Apfelsinenkisten, wenn das Essen genial ist, allerdings ist mir das noch nie passiert. Ich meine die Kisten.
    4. Soriso, schön, dass Sie wieder schreiben.

    M.

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    • Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
      1. Keiner soll hier die Tastatur ruhen lassen, solange an der Sache diskutiert wird.
      2. Ständig Beiträge im Nachgang zu löschen, ist irgendwie kontraproduktiv.
      3. Ich esse auch auf Apfelsinenkisten, wenn das Essen genial ist, allerdings ist mir das noch nie passiert. Ich meine die Kisten.
      4. Soriso, schön, dass Sie wieder schreiben.
      Da bin ich in allen 4 Punkten Ihrer Meinung, aber wenn ein Moderator mich auffordert, nichts mehr dazu zu schreiben ......

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      • Ach komm, so dünnhäutig bist Du nicht.

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        • Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
          96 mag zwar das Durchschnittsalter der Gäste sein.
          Sorry werter Max Vanderveer:
          Halten sie eine solche Bemerkung für fair?

          Besonders Frau Soriso hat die Schwarzwald-Einrichtung der Schwarzwaldstube eher amüsiert,
          was aber mit den gemeinsamen wunderbaren Abenden bei HW nichts zu tun hatte.
          Wohlgefühlt haben wir uns dort immer und nur das zählt in Zusammenhang mit großer Kochkunst.

          Auch im Hotel bleiben doch fast keine Wünsche offen.
          Gleiches gilt auch für das Hotel Barreis oder eher noch mehr.
          .....ebenso wie natürlich kein deutscher *** ein Jahr Wartezeit hat.
          Sie erinnern sich vielleicht an den Test eines Redakteurs,
          der Donnerstags für den selben Abend in allen (!) damals 9 deutschen Dreisternern einen Tisch bekommen hätte.
          Bei mir war die Rede von den WE und nicht von Donnerstagen.
          Jeder Versuch von uns in den letzten Jahren mit Vorlauf von einigen Wochen bei HW einen WE Tisch
          zum Dinner zu erhalten ist gescheitert.
          Ich habe es dann aufgegeben und bin aktuell nicht mehr informiert.
          es gibt genug Alternativen
          Sicherlich.
          Aber aus meiner Sicht, kann man die wirklichen Alternativen in Deutschland an einer Hand
          oder ev. an 2 Händen abzählen.

          Eine Alternative ist in der Gegend der "Schwarze Adler" in Oberbergen.

          Vor allen Dingen für Bordeaux-Liebaber alter Weine.:cheers:

          So toll auch die Küche dort ist und wir sind endlose Wiederholungstäter:
          Generell ist das doch eine ganz andere Liga als die Küche von HW.
          Allerdings haben wir im Schwarzen Adler auch schon mehrfach auf *** Niveau
          nach Vorbestellung gegessen.

          Wenn ich die hier Berichte über die Schwarzwaldstube lese,
          dann befinde ich mich mit meiner Einschätzung in bester Gesellschaft.

          In den Schwarzen Adler sollte der von Ihnen zitierte Autor
          statt blankem Edelstahl und lichten Glaskonstruktionen,
          die Stühle grandios hässlich.
          Wahrscheinlich werden hier Innenarchitekten mit der Flinte vom Hof gejagt ...
          - mal hingehen.
          Ich kenne dieses gemütlich eingerichtete Restaurant seit den 70er Jahren
          und das ist bis heute nahezu unverändet anheimelnd.

          Ansonsten würden auch nicht Gourmetessen
          dort als Ausflugspaket in Zeitungsflyern verramscht.
          Quelle, ev. ein Link?
          Kein Gourmetessen bei HW?
          Wurden denn den Ausflüglern bei HW Schnitzel und Pommes serviert
          oder was sonst?

          Wie das mit Ausflüglern zu HW abläuft, dass würde mich ja mal wirklich interessieren.
          Gruß
          Soriso
          Zuletzt geändert von soriso; 21.11.2012, 09:55.

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          • Als gute Nachricht für Sie, können Sie übrigens trotz Weihnachtsgeschäft im Dezember noch wahlweise Samstag oder Sonntag Abend (mittags sowieso) einen Tisch in Ihrem Lieblingsrestaurant haben. So viel zum Thema Ausbuchung.

            Ein Foto von dem Flyer der Werbeverkaufveranstaltung, bei dem sich die Baiersbronn-Tour (900 € pP, 4 Essen inkl Wein davon eines ***, 4 Übernachtungen) neben "Karneval in Düsseldorf" und "Tierpark entdecken" befand, kann ich ihnen gerne zukommen lassen

            Ich denke aber die weitere Diskussion führt an dieser Stelle etwas zu weit.

            .

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            • ist es nicht herrlich, wenn es mal wieder nur um das Recht haben geht ...

              Ich denke auch, dass man solche Lebensleistungen, wie die von HW durchaus mit etwas mehr Respekt behandeln kann. D.h. ja nicht, dass man die moderne Topküche nicht trotzdem besser finden kann.

              KG
              Chess

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              • Ich möchte zum einen klarstellen, daß ich in meinen Beiträgen nicht von HW im Speziellen sondern von Baiersbronn im Allgemeinen sprach (darum ging es ja auch in dem Zeitungsbericht). Zum anderen habe ich keinen Zweifel an der hervorragenden Ausbildungsleistung dort, wenn man sieht welch tolle Köche und Servicekräfte von dort in der Welt unterwegs sind, kann man davor nur den Hut ziehen.

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                • Habe gerade am Freitag genau dieses bestätigt bekommen. Man legt sehr viel Wert auf die Ausbildung und geht selber mit gutem Beispiel voran.
                  Wo in Frankreich würde der "Oberkellner" das Tablett tragen und den Lehrling den Teller eindecken und ansagen lassen?
                  Schon sehr gekonnt.

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                  • Um das Thema zu wechseln, möchte ich auf die aktuelle ZEIT hinweisen, wo (ebenso wie im HB, der FAZ und der SZ) angesichts des Sterbens von FR und FTD über die Zukunft des Journalismus diskutiert wird. Das betrifft auch durchaus diesen Thread, denn zum einen wird vermutlich das eine oder andere Printprodukt zu dem Thema mittelfristig verschwinden, zum anderen wird ebenso die künstliche Grenze zwischen "bösen" Bloggern und "guten" Journalisten verschwimmen. Ich persönlich bin ja schon lange der Meinung, dass der Buchhandel ebenso wie die Verleger sich alle Mühe geben, die Fehler der Musikindustrie zu wiederholen und sich dann über die Konsequenzen wundern.

                    Es wurden zu dem Thema viele Herausgeber und Redakteure befragt. Da gab es viele interessante Stellungnahmen und ebensoviel Einsicht. Gut gefallen hat mir eine Aussage von Stefan Aust:

                    "Die Verlage haben samt und sonders nicht verstanden, dass sie mit Inhalt und nicht mit Papier handeln. Sie kommen mir manchmal vor wie ein Gemüsebauer, der mit dem Pferdewagen zum Markt fährt und sich wundert, dass niemand sein welkes Gemüse kaufen will. Und der nicht merkt, dass nicht das Gemüse sein Problem ist, sondern sein Transportmittel."

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                    • Noch besser träfe für mich die Aussage: Das Problem ist das Gemüse und ein Wechsel des Transportmittel ist daher keine Lösung, aber das nur am Rande.

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                      • Auch wenn es die falsche "Zeitung" ist (aber das liegt natürlich daran, wo der Koch gerade anruft).

                        Hier steht der Gast auch im Mittelpunkt
                        Zoff im Restaurant - Sechs Trüffelschweine beim Sternekoch
                        Es waren übrigens Norweger, bevor jemand auf falsche Gedanken kommt ....

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                        • In der heutigen SZ war ein unterhaltsamer Artikel über das Leid (im privaten Rahmen) Gast zu sein und die immmer aufwändigeren Menüs, die den eigentlichen Sinn einer privaten Feier oftmals ad absurdum führen. Leider ist der recht umfangreiche Artikel nicht online verfügbar, deshalb hier einige Auszüge.

                          Wir haben es satt
                          Zum Essen eingeladen? Pech gehabt. Bekocht zu werden, ist kein Vergnügen mehr. Ein Brief an den Gastgeber aus gegebenem Anlass
                          Lieber Freund,


                          Zunächst einmal: vielen Dank für Deine Einladung ….. Ich komme auf jeden Fall zu Dir. Ich bringe nichts mit, keinen Wein, keinen Käse, kein Kochbuch, denn andernfalls könnte ich ja auch gleich das komplette Essen mitbringen. Gäste, die mit Nahrungs-Präsenten hinterrücks Einfluß auf die Speisenfolge nehmen möchten, sollen auf Studentenpartys gehen oder gleich zu Hause bleiben.

                          …..


                          Trotzdem habe ich eine Bitte, nein, eine Forderung, ach was, es ist eigentlich eine Bedingung: Mach bitte keine Umstände. Sei um Himmels willen keiner von den Gastgebern, die ein entspanntes feiertägliches Abendessen zu einem kulinarischen Großereignis hochkochen, vor dem man sitzt wie bei einem André-Heller-Spektakel - gefangen in einem unauflöslichen Gefühlsgeflecht aus Ehrfurcht und Peinlichkeit. Tu in das Essen rein, was Du willst, aber erklär es mir nicht. Sag bitte nicht, dass Du ein besonderes Olivenöl benutzt hast, das nur auf Paxi gepresst wird und dessen Verwendung irgendwie auch eine Solidaritätsadresse an das geschundene Griechenland ist. Erklär bitte nicht, dass Du die Pasta (Vorspeise) mit dem australischen Mineralwasser Cloud Juice weich gemacht hast, ein Wasser, das reiner sei, als es die Trinkwasserverordnung der Weltgesundheitsorganisation vorschreibt. …. Vor allem aber: Schweig bitte vom Wein.



                          ..Ich will Dir, lieber Gastgeber, nur verdeutlichen, dass private Essenseinladungen immer häufiger zum ostentativen Vorzeigen der eigenen Geschmacksverfeinerung genutzt werden. Wer heutzutage Gäste einlädt, will sie nicht mit einer kleinen liebevoll zubereiteten Mahlzeit erfreuen, sondern mit einem auf hoher kultureller Flamme gekochten Gericht überwältigen. In viele Wohnzimmer tritt man mittlerweile ein wie in ein Sternerestaurant: Die Tische sind weiß gedeckt, das Besteck ist so angeordnet, dass es die Speisefolge bis zum Dessert (gekerbter Löffel) vorskizziert, und der Rotwein schwiemelt in einem Dekantierer vor sich hin. Auf sparsame Flamme gestellte Rechauds, Zangen und Nadeln für die Meeresfrüchte-Vorspeise lassen ahnen, dass es in den nächsten drei Stunden für alle Beteiligten nicht ganz einfach werden wird.


                          …… Es gibt inzwischen zu viele Menschen, die sich Küchen für 30000 Euro in die Wohnung stellen, nur um sich selbst das Gefühl zu geben, sie könnten mit einem kostspieligen Upgrade ihrer Lebensverhältnisse dem Tod entkommen. Oder dem Prekariat. Vermutlich sind die hochgejazzten Küchen nur der Ausdruck einer tiefen Angst, an jenen Rand der Mittelschicht zu geraten, der laut Statistik langsam wegbricht. Man will sich wegkochen von der Lidl-Gesellschaft, ist es das? Oder ist das bloß Küchenpsychologie?


                          Erinnern wir uns einmal: Es gab Zeiten, da wurde in Deutschland nicht besonders viel Wert auf feine Küche gelegt. Wenn Gäste kamen, hat man schnell Tomaten mit Schmonzes gefüllt, Gurken gezackt und Eier geviertelt; fade Käsewürfel gingen Zahnstocher-Gemeinschaften mit Mandarinenschnitzen ein, und der Wein war eher lieblich. Aber eines Tages kam Wolfram Siebeck, kippte den Deutschen die Eintöpfe vor die Füße und zischte: Kocht mal menschenwürdig! Seht euch bitte die Südfranzosen an. Die hauen sich vier Nierchen in die Pfanne, streuen ein paar Kräuter dazu, machen eine Flasche Landwein auf und fertig ist die Douceur de vivre.



                          ….

                          Lieber Gastgeber, es wäre sehr angenehm, wenn ich beim Lob Deiner Kochkunst mit den üblichen, unoriginellen, aber ehrlich gemeinten Phrasen auskommen könnte. Das Jahr war voll mit Gelaber und Klugscheißereien, und zu seinem Ausklang möchte ich mich nicht mehr so furchtbar anstrengen müssen, um Deinen Kreationen auch sprachlich gerecht zu werden.

                          ….
                          Deshalb helfen mir die ökopolitischen Erläuterungen zur Hauptspeise so viel wie dem Atheisten eine Einführung in die Theodizee. Ich will auch nicht mehr önologisch von Frankreich nach Italien wandern. Ich will gar nicht mehr wandern, sondern mich einfach hinsetzen und mich unterhalten, aber nicht über Essen.


                          Warum machst Du nicht ein Pilaw mit Kardamom, Sultaninen und Safran? Das geht schnell und muss nicht mit großer Geste serviert werden. Die wechselvolle Handelsgeschichte dieser morgenländischen Gewürze können wir kurz und unterhaltsam skizzieren. Aber dann sprechen wir bitte wieder über die relevanten Themen: Suhrkamp, Syrien, Fitschen, meinetwegen auch über das Zeitungssterben. Wie ganz normale, wache Zeitgenossen, die wissen, dass ein gutes Essen zum Jahresausklang eine schöne Veranstaltung ist, die Menschen für ein paar Stunden elegant verbindet. So viel im Voraus. Ich freue mich auf den Abend, danke für die Einladung. Ich komme ganz bestimmt.


                          Dein Gast
                          Zuletzt geändert von Max.Vanderveer; 29.12.2012, 10:32.

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                          • Die Diskussion über diesen Artikel findet sich im Thread "Kochende Forumianer" http://forum.restaurant-ranglisten.d...de-Forumianer-...

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                            • Wissenschaftler, die offenbar nichts Sinnvolles zu erforschen haben und eine FAZ, die nicht mal eine passende Überschrift setzen kann:
                              http://www.faz.net/aktuell/wissen/me...-12011226.html

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                              • Anläßlich des 50. Jahrestages des Elysee-Vertrages ist heute in der SZ ein Bericht über Vinvent Moissonnier in Köln, in dem er über die Unterschiede in der französischen und deutschen Gastronomie spricht. Amüsant ist dabei u. a. folgender Satz: "Die Deutschen maulen und malochen, die Franzosen maulen nur".

                                Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass auch unser Herr Buchner dort zu Wort kommt.

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