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  • Danke für den interessanten Artikel. Es ist ja schon interessant zu sehen, wie Baiersbronn aus NYC- bzw. Berliner Perspektive wahrgenommen wird.

    In der Freitags-Ausgabe der SZ war eine längere Abhandlung der deutschen Gault Millau Chefin darüber, daß Zweitrestaurants die Lösung für die deutsche Spitzengastronomie sind. Erläutert wurde dies am Beispiel von (man ahnt es) Tim Raue. Insgesamt fanden sich für alle Konzepte von Erfort bis Becker sehr lobende Worte, die inhaltlich aber nicht mehr als Google-Wissen wiedergaben.

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    • Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
      die inhaltlich aber nicht mehr als Google-Wissen wiedergaben.
      Tja, welche Laus ist Ihnen über die Leber gelaufen? Der Artikel ist jedenfalls sehr lesenswert, voller Hintergrundinformationen und O-Tönen und keinesfalls, wie Sie nahelegen, zusammengegoogelt.

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      • Na der Artikel klärt leider nicht so richtig, wie stark sich die Erst- und Zweitrestaurant voneinander unterscheiden müssen, damit dies geschäftlich aufgeht und nicht etwa gegenseitig die Kunden wegnimmt.

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        • Eine Aufzählung von Zweitrestaurants der deutschen Sterneköche ist wohl eher kein Hintergrundwissen. Bei den Zitaten geht es zu 90% um Tim Raue, was ja auch legitim ist. Letztendlich hat seine PR-Agentur eine sehr gute Arbeit geleistet, denn der Text ähnelt eher eine Pressemitteilung als einem journalistischen Artikel

          Für das neue Sra Bua (Thai für Lotusteich) definiert er das kulinarische Konzept so: 'thailändische Würze, kombiniert mit japanischem Purismus'. 400 Gäste sind zur Küchenpremiere in der kommenden Woche geladen, immerhin gilt es, eine der interessantesten Eröffnungen des Jahres zu beklatschen. Das hat mehrere Gründe: Zum einen gilt Tim Raue vielen als talentiertester Küchenchef an der Spree. Zum anderen hat er für das neue Projekt einen Partner an seiner Seite, der auch in Sachen Marketing möglichst nichts dem Zufall überlässt: die Luxushotelgruppe Kempinski mit dem Adlon als deutsches Flaggschiff, zu dem das Sra Bua gehört

          Raue selbst beschreibt die Linie im neuen Lokal so: 'unkompliziert, sehr lecker, sehr gute Produkte'. Die Betonung liegt hier auf 'unkompliziert', das Sra Bua soll sich bei Atmosphäre, Preisstruktur und Stilistik in betont lässiger Form vom Gourmetrestaurant Tim Raue absetzen. Vor allem Salate und Currys werden von der Thai-Küche geprägt sein, denn darin liegen deren Stärken. Beim Som Tam, dem traditionellen Thai-Salat mit grüner Papaya und Fischsauce ersetzt Raue die getrockneten Garnelen der Originalversion durch rohe Eismeergarnelen mit delikatem Biss. Auch die Currys verfeinert er raffiniert: In der roten Version mit Hummer sorgen exotische Früchte für Frische, das duftende Massaman Curry enthält Trauben, Rosinen, Süßkartoffeln und butterzart gegarte Taubenbrust. Beim Fisch wird es eher japanisch zugehen. Die Gäste erwartet zum Beispiel Kabeljau mit Yuzu-Marmelade, Pak Choi und einer zehn Jahre gereiften Soya-Sauce.

          Raue forciert mit dem Sra Bua ein neues deutsches Verständnis vom Zweitlokal, das bislang bloß mehr oder weniger gute Resteverwertung oder schlichtere Gerichte bot, aber kein eigenes kulinarisches Konzept. Dabei kommt ihm zugute, dass er viel von Teamwork hält: 'Du musst Menschen an deiner Seite groß werden lassen', findet er.
          Statt eines PR-Berichtes zur Eröffnung des Sra Bua hätte mich ebenso wie QWERTZ interessiert, warum genau Zweitrestaurants jetzt super funktionieren (sollen), wo es in der Vergangenheit ja recht häufig nicht so erfolgreich war. Nicht, dass ich das grundsätzlich in Abrede stellen möchte, aber inhaltlich sagt der Artikel dazu kaum etwas.

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          • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
            Na der Artikel klärt leider nicht so richtig, wie stark sich die Erst- und Zweitrestaurant voneinander unterscheiden müssen, damit dies geschäftlich aufgeht und nicht etwa gegenseitig die Kunden wegnimmt.
            Das ist auch nicht die Aufgabe der Journalisten (sondern der Gastronomen). Eine allgemeine Antwort ist zudem unmöglich, da solche Details natürlich von den konkreten Bedingungen vor Ort abhängen.

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            • Es wäre durchaus die Aufgabe eines Journalisten beiden denkbaren Thesen (Zweitrestaurant stützt die Wirtschaftlichkeit des Sternerestaurants bzw. Zweitrestaurant kannibalisiert das Sternerestaurant) nachzugehen bzw. in Erfahrung zu bringen, wie sich die betreffenden Köche vor dieser Gefahr schützen bzw. sie einschätzen. Amador wäre ja ein Beispiel, bei dem es seinerzeit in Wiesbaden eher nicht so geklappt hat. So ist leider der Artikel einer aus der "immer mehr"-Kategorie, die leider oft falsche Trendeindrücke in die Welt setzt.

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              • Wenn man den Artikel liest, den Verfasser nicht kennt, fragt man sich unweigerlich, was hat ,der oder die, dafür bekommen. Es ist doch nicht anderes als das PR Geplapper für ein neues Produkt, wie es uns täglich bei der Vorstellung von neuen Büchern oder Filmen in den "Nachmittags Kaffee und Kuchen ab vier" oder so ähnlich in den dritten Fernsehprogrammen ach so beliebten Talksendungen vorgestellt wird.
                Von einer Gault Millau Chefin kann und muss ich erwarten, das über dieses Thema differenziert berichtet wird.

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                • Zitat von wombard Beitrag anzeigen
                  Es ist doch nicht anderes als das PR Geplapper für ein neues Produkt, wie es uns täglich bei der Vorstellung von neuen Büchern oder Filmen in den "Nachmittags Kaffee und Kuchen ab vier" oder so ähnlich in den dritten Fernsehprogrammen ach so beliebten Talksendungen vorgestellt wird.

                  Dieser "Qualitätsjournalismus" wurde in der letzten extra3 Sendung sehr treffend persifliert
                  http://www.ndr.de/fernsehen/sendunge...alulis113.html

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                  • Zitat von wombard Beitrag anzeigen
                    Wenn man den Artikel liest, den Verfasser nicht kennt, fragt man sich unweigerlich, was hat ,der oder die, dafür bekommen. Es ist doch nicht anderes als das PR Geplapper
                    Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                    "Qualitätsjournalismus"
                    Ich möchte den Bröhm-Artikel jetzt gar nicht weiter verteidigen, wundere mich aber ein wenig über die hohen Erwartungshaltungen und den rasch abqualifizierenden Tonfall hier. Die SZ-Freitagsküche ist doch schließlich noch nie durch kritischen Journalismus aufgefallen.

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                    • Es geht nicht um kritischen Journalismus (die investigative Abteilung ist momentan vermutlich auch eher mit Panama beschäftigt), sondern darum, dass man eine gewisse Erwartungshaltung haben darf, wenn die Chefredakteurin eines großen Gastroführers viermal im Jahr einen Gastbeitrag schreibt. Wenn sich das am Ende so liest, als habe der Volontär einen PR-Artikel aufbereitet und jeglicher Tiefgang im Thema fehlt, ist das eben nicht das, was man erwartet. Dass es solche Artikel in fast jeder Zeitung als Lückenfüller gibt und geben muss ist für sich genommen nichts Neues, dazu braucht man dann aber keinen Gastautor sondern druckt dann konsequent auch direkt die Pressemitteilung.

                      Darüberhinaus finde ich solch eine "ultimative Lobhudelei" gerade im Falle eines Gastroführers auch mehr als grenzwertig. Ich schätze Tim Raue sehr, aber wie kann man denn die Glaubwürdigkeit eines Gault Millau (so er überhaupt eine hat) einschätzen, wenn man solchermassen unkritisch Pressearbeit leistet.

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                      • Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                        (so er überhaupt eine hat)
                        Wenigstens in dem Punkt, lieber Max, sind wir wieder ganz beisammen.

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                        • Spiegel-Online schreibt über die Kräuterwanderung eines Kochs namens Klumpp (kein Scherz, der Name ist echt) in Baiersbronn:

                          http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-894087.html

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                          • Mal was Neues von einem der Stillen im Lande...

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                            • Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                              Mal was Neues von einem der Stillen im Lande...

                              Bild
                              .....ouch.....

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                              • Also ich könnte mir da schon so eine Art intergalaktisches Duo, gemeinsam mit Frank Rosin, vorstellen.

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