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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Diese Diskussion hatten wir schon einmal, damals unter der Rubrik "Placebo-Effekt". Es konnte damals keine Einigung erziehlt werden, nur Herrr Zeitblom schreibt seither hier nicht mehr mit.
    Nach wie vor denke ich, daß es naiv ist zu glauben, ausgerechnet man selbst unterliege nicht den in tausenden von Studien nachgewiesenen Kollateraleffekten (um das Wort Placebo zu vermeiden). Ich verstehe nicht einmal, weshalb manche Leute so erpicht darauf sind, sich in keinem Falle von was -auch -immer ablenken zu lassen. Mit meinen zwei Frauen am Tisch wird mir ein und dasselbe Gericht von Herrn Thieltges zubereitet viel besser schmecken als in Begleitung von irgendeiner Zwiderwurzn. Und wem das nicht so geht, also der hat für mich 'ne Meise.
    Aber in einigen Punkten kann ich dem Professor nicht folgen. Gerade dem schlichten weißen Porzellanteller, der kaum noch anzutreffen ist, dem weine ich nach. Ich habe es satt, mit spitzen Fingern gerade noch das Besteck halten könnend, irgendwelche Köstlichkeiten aus zylindrischen Gefäßen, gleich welcher Farbe, zu picken. Auch diese grauen oder kackbraunen pseudominimaloistischen Tellerchen brauche ich nicht. Ich mag auch nichts mehr von Steinen oder Hölzern kratzen müssen. Und Laborutensilien als Geschirr lösen bei mir Unterbauchkrämpfe aus. Weisses Porzellan ... oder der Töpfer ist ein echter Könner
    Gruß
    s.
    PS: auch wenn Sie hier m.E. haushoch daneben liegen, ich lese Ihre Texte, werter soriso, gerne

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  • QWERTZ
    antwortet
    Dass Sie Thieltges-Küche auch vom Plastikteller essen würden, überrascht mich nicht. Aber die Versuchsanordnung ist doch so: einmal das gleiche Thieltgesgericht von einem weißen und einmal von einem, sagen wir, schwarzen Teller. Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Menschheit eines der beiden Essen als besser bewerten würde.
    Dieses verdammte Unterbewusstsein...

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  • soriso
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    Warum denn, werter Soriso? Man kann sicher darüber streiten, wie groß der Einfluss von Optik auf den Eindruck, den ein Essen auf uns hinterlässt, aber dass es einen Einfluss gibt, ist doch gut nachvollziehbar, oder?
    Werter OWERTZ:
    Letzeres hat soeben meine Frau bestätgt....

    Die Bilder zeigen einen farbigen Teller (Hersteller - Haviland) Loup in Fenchel (nach Witzigmann zubereitet)
    und einen weißen Teller von KPM: Rehrücken und Beilagen (nach Haeberlin zubereitet)

    Mir ist das eigentlich völlig egal.
    Bevorzuge allerdings immer den größeren weißen KPM Teller.

    Was für mich zählt ist nicht die Farbe des Porzellans....
    Was für mich zählt ist allein die Kochkunst und ein perfekter Service in einem Restaurant.

    Das vor einigen Tagen genossene Menü bei Herrn Thieltges, würde ich auch dann genussvoll verspeisen,
    wenn man es auf Plastik-Tellern serviert hätte.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von soriso; 03.06.2015, 21:39.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Warum denn, werter Soriso? Man kann sicher darüber streiten, wie groß der Einfluss von Optik auf den Eindruck, den ein Essen auf uns hinterlässt, aber dass es einen Einfluss gibt, ist doch gut nachvollziehbar, oder?

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  • soriso
    antwortet
    Der Herr Professor Charles Spence hat eine Meise.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Charles Spence im Interview. http://sz-magazin.sueddeutsche.de/te...hat-ausgedient

    Leider hat er noch keinen Sternekoch für das Papptellerexperiment gefunden... Das Ergebnis wäre aber wohl vorhersehbar. Ich denke, die Thesen des Professors kann eigentlich jeder intuitiv gut nachvollziehen.

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  • kuechenreise
    antwortet
    "Meister"

    An diesem Begriff lässt sich die Zielgruppe eines Artikels treffen einordnen:

    Gourmet-"Freaks": "Chef", "Koch", "Küchenteam", ...

    Breites Publikum: "Der Meister hobelt selbst die weissen Trüffel...", "Wohlfahrt, kunzhämdsärelig in weisser Meisterkochjacke", "Riecht es hier irgendwie nach Meisterküche?"


    So schlecht ist der Artikel (mal abgesehen vom Einstieg) für das Medium nicht.. Doch beim Meister empfehlen ich stattdessen "Der Meister und Margarita" von Bulgakow - klingt nach sperriger russischer Literatur, ist aber höchst unterhaltend... ;-)

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  • brigante
    antwortet
    Diese Aufregung verwundert mich. Klar ist das nicht die FAZ, aber das meine ich mit "Zielgruppe" – man muss den kleinsten gemeinsamen Nenner für eine enorm breit gefächerte Leserschaft finden, von denen der Großteil Baiersbronn bestenfalls vom Hörensagen kennt. Das gelingt ihm doch. Ich finde z.B. die Skizzierung des Orts sehr treffend.
    Und auch wenn der erste Abschnitt peinlich ist, verstehe ich nicht, über was genau man sich im weiteren Text so aufregen soll.
    Aber so wichtig isses jetzt auch nicht.

    Grüße
    b.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    " ... man muss ja auch immer bedenken, für wen da geschrieben wird."

    Das, lieber brigante, meinen Sie doch hoffentlich nicht Ihr'n Eanst.
    Egal für wen oder was, ein guter Dschurnalist (wie es seit einiger Zeit, überaus dämlicherweise, heißt) schreibt gut, ein mittelmäßiger mittelmäßig, ein schlechter schlecht.
    s.

    PS:
    "Mit Blick auf das Medium und die anzunehmende Leserschaft finde ich das in Ordnung"
    nein, nein und dreimal nein

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  • cynara
    antwortet
    Lieber Brigante,

    Die anzunehmende Leserschaft besteht aus einigen Hunderttausend Bahnfahrern, die irgendwann bei einsetzender Langeweile zu dem in jedem ICE ausgelegten Heftchen greifen. Bei mir geschieht das spätestens bei der Zockelei durch die Pfalz und mangelndem WLAN.

    Zuerst erfreut, dass es mal ein interessantes Thema geben sollte, war ich nach Lektüre nur noch ärgerlich über so viel geschriebenen Stuss. LG Cynara

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  • brigante
    antwortet
    Ja, okay, da haben Sie recht. Das ist grauslich. Das ganze Intro ist schlimm. Ich meinte eher, wenn es um die Stadt und die Küchen/Köche geht. Mit Blick auf das Medium und die anzunehmende Leserschaft finde ich das in Ordnung und teils auch amüsant.

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  • malbouffe
    antwortet
    Zitat von brigante Beitrag anzeigen
    Ein paar hübsche Beobachtungen sind drin, finde ich. Und so ein großer Unterschied zum Stil des "Feinschmecker" besteht auch nicht.
    Ich finde, da tun Sie den „Feinschmecker“ unrecht; eine solch gnadenlos alberne Selbststilisierung („Aubergine“-Gast als Teenager! Erfahrener Restaurantkritiker! Raue-Freund!) liest man dort nicht. Aber apropos: Wo kritisierte der Herr eigentlich jahrelang - in der „Park Avenue“, oder gar für's Gourmet-Organ „B.Z.“?!

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  • brigante
    antwortet
    Ach naja, man muss ja auch immer bedenken, für wen da geschrieben wird.
    Ein paar hübsche Beobachtungen sind drin, finde ich. Und so ein großer Unterschied zum Stil des "Feinschmecker" besteht auch nicht.

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  • malbouffe
    antwortet
    Zitat von cynara Beitrag anzeigen
    Das Meisterwerk eines "Gourmet-Journalisten" aus der aktuellen DB-Zeitschrift.
    Bratwurstjournalismus gibt's auch im Gourmetregal.

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  • cynara
    antwortet
    Das Meisterwerk eines "Gourmet-Journalisten" aus der aktuellen DB-Zeitschrift. Viel Spaß.

    http://mobil.deutschebahn.com/reise/...-dorf-de-luxe/

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