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  • Kulinarisches in der Zeitung

    Da es diese Kategorie ja schon im alten Forum gab, will sie dann auch hier einmal eröffnen.

    Direkt eine Frage. Kennt jemand die Zeitschrift "Häuptling" (Auflage nur rund 2000 Stück) von Vincent Klink und Wiglaf Droste ?

    Da VK ein neues Buch mit dem Namen "Sitting Küchenbull - Gepfefferte Erinnerungen eines Kochs" herausgebracht hat, wird in den letzten Tagen auch immer wieder diese Zeitschrift erwähnt. Daher würde mich schon interessieren, ob sie amüsant zu lesen oder eher doch sehr speziell ist.

    PS
    Amüsant: Gerichtsstand im Impressum "Timbuktu" es gilt "Mutterrecht und Blutrache".
    Zuletzt geändert von Kimble; 10.02.2010, 16:16.

  • #2
    Ich habe nicht alle, aber immerhin einige Hefte gelesen. Der Ansatz ist sehr schön: etwas literarisches und feuilitonistisches rund um Essen und Trinken und der ein oder andere prosaische Text zu einem Oberthema. Am Ende sind noch ein paar passende, eher einfache Rezepte. Die Qualität der Texte ist sehr unterschiedlich, aber vieles finde ich lesenswert, weil es inhaltlich doch deutlich tiefer geht, als man es etwa vom Feinschmecker gewohnt ist.

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    • #3
      Ein bisschen erstaunt bin ich schon, lieber Kimble, dass Sie den Häuptling eigener Herd nicht kennen.
      Jedenfalls bringt QWERTZ es auf den punkt: zumeist interessante texte von stilistisch unterschiedlicher qualität (jene von W. Droste meist unerträglich bräsig). Meist folgt jedes heft einem übergeordneten thema.

      So oder ein interessantes und originelles projekt, das eine lücke auf dem deutschen kulinarisch-literarischen markt füllt. Zumal, seit es Cottas kulinarischen Almanach nicht mehr gibt.

      Einfach mal bestellen!

      grüße
      b.

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      • #4
        Danke für das Feedback, denn auch ich kenne nicht alles (aber ich arbeite dran )

        Dann werde ich mir wohl einmal in der nächsten Woche in der Buchhandlung meines Vertrauens ein Exemplar besorgen.

        PS
        Hat denn schon jemand das Buch gelesen ?

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        • #5
          Der Untertitel des Buches lautet: gepfefferte Erinnerungen eines Kochs. Und tatsächlich beschreibt Klink Teile seines Lebens, meist aus kulinarischer Sicht und übrigens nur bis ca 1980, die restlichen Jahre mit dem Umzug nach Stuttgart werden in wenigen Sätzen abgehandelt.
          Aus seiner Kindheit lesen wir Erinnerungen wie z.B. an das Schlachten: "So habe sein Vater den Schweinen vor dem Abstechen ein Tuch vor die Augen gebunden und sich bekreuzigt. Auch dürfe das Tier kein Mitleid spüren, sonst gebe es zu wenig Blut. Er selbst murmelte dem Schwein noch zu, er handle um der Nahrung willen, nicht aus Hass. Hartleibige Vegetarier bezeichnen Tierschlachten als Mord. Davon wußte man damals nichts..."
          Dann schildert K. seine Kochwerdung, dann Bundeswehr, schließlich Wanderjahre - z.B. bei Katzenberger in Rastatt, den fast der Schlag getroffen habe, als er, Klink, für den Spätzleteig pro Kilo Mehl zehn Eier genommen habe. Selbst bei zwei Eiern/kg Mehl habe sich Katzenberger noch Sorgen um den Gewinn gemacht; diese Stelle beschreibt K. sehr charmant und ohne jede Häme.
          Dann der Postillion in Gmünd, dort zunächst noch Kotelett Zigeuner Art, dann allmähliche Verfeinerung, immer jedoch der schwäbischen Heimat verbunden bleibend. Beginn der Nouvelle Cuisine, Einfluß von Guérard, Chapel, Witzigmann, Bocuse und 1978 der Stern.
          "Ich fragte mich aber, wie ökologisch sinnvoll es sei, die Dinge von weither (gemeint ist Paris/Großmarkt/Rungis) anzukarren. Es musste doch auch bei uns ebenbürtige Ware geben. Ich war nicht der einzige, der sich für regionale Produkte stark machte. Es gab da noch Hermann Pflaum in Pegnitz, Manfred Kurz in Blaufelden und die bis heute astreinen Puristen, die Bauers vom "Adler" in Rosenberg."

          Ich kann dies in plauderndem Ton geschriebene Buch mit gutem Gewissen empfehlen.
          Gruß s.
          PS: am 21.Feruar lasse ich mir auf keinen Fall eine musikalische Lesung entgehen. V.Klink liest und bringt seine Basstrompete mit, wird am Piano von Patrick Bebelaar begleitet. Dazu kocht J.Kaiser ein fünf Gang Menue im Wirtshaus Meyers Keller in Nördlingen.

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          • #6
            Wird Trüffel bald ein Schnäppchen? Eben gefunden:

            http://www.ftd.de/wissen/natur/:dna-.../50094970.html

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            • #7
              Wenn mich nicht alles täuscht, bezieht sich Siebeck im Zeitmagazin auf die Europa-Rangliste dieser Internetseite

              http://www.zeit.de/2010/13/Siebeck-Rankings

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              • #8
                Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
                Wenn mich nicht alles täuscht, bezieht sich Siebeck im Zeitmagazin auf die Europa-Rangliste dieser Internetseite

                http://www.zeit.de/2010/13/Siebeck-Rankings
                Wie auch immer. Ein weiterer Beweis fuer seine fortschreitende Senilitaet. Hat wohl nicht mitbekommen, dass Veyrat zugemacht hat und Piege das Crillon verlassen. Ist aber auch zuviel verlangt, 10 Minuten fuer einen Artikel zu recherchieren, den man lieber in 5 Minuten runternudelt. Traurig.
                Zuletzt geändert von glauer; 08.04.2010, 20:15. Grund: Bin wohl selber schon senil. Es war natuerlich Piege im Crillon, nicht wie zuerst geschrieben Alleno.

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                • #9
                  Na gut - es ist kein Zeitungsartikel, sondern eine Hörfunksendung, aber ein Porträt über die Michaelin-Chefin Frau Caspar ist zu hören.
                  http://www.inforadio.de/programm/sch...04/140284.html

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                  • #10
                    In der heutigen FAS (16.5.) : Der kleine Haeberlin ist längst ein Großer
                    Sein Vater war eine Kochlegende - doch unter Marc Haeberlin ist die "Auberge de l'Ill" sogar noch besser geworden...
                    Nicht einordnen konnte ich dabei die Bemerkung "wer sahnige Soßen liebt"...
                    Ein netter Artikel.

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                    • #11
                      Reinstoff /FAS

                      Nur wer es noch nicht in anderen Threads mitbekommen hat, in der vorgestrigen FAS ein -ich meine, garnicht verquaster- Dollase-Artikel übers Reinstoff in Berlin. Damit kann ich mich auch bei meiner eigenen Kritik gut anfreunden...
                      :cheers:

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                      • #12
                        Ärgermodus an:

                        Um einen weiteren nicht weiterführenden Kommentar abzugeben:

                        Ich nicht! Ich beiße mir noch immer in den allerwertesten, daß ich nicht das sauerverdiente zu Hoffmann getragen habe.

                        Ärgermodus aus!

                        Schnecke

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                        • #13
                          Liebe Schnecke,

                          freuen Sie sich einfach auf den nächsten Berlinbesuch, da haben Sie dann das Margeaux noch vor sich.

                          Ich habe es am letzten Septemberfreitag auf dem Plan (Daurade ahnt, was wir da in Berlin treiben).
                          :hungry:

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                          • #14
                            In der FAZ wird darüber nachgedacht, ob nach dem Rauchverbot das Alkoholverbot folgt.
                            Zuletzt geändert von Zeitblom; 09.08.2010, 18:51.

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                            • #15
                              Hallo Sphérico,

                              Ich habe es am letzten Septemberfreitag auf dem Plan (Daurade ahnt, was wir da in Berlin treiben).
                              So das Zitat. Was Sie da treiben? Natürlich sich von Herrn Hoffmann verwöhnen lassen. Ist da sonst noch was? Wo werden Sie am Sonntag frühstücken? Länger als das Menü bei Christian Bau wird es hoffentlich nicht werden . Alles Gute
                              Daurade

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