Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Literatur

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #16
    Es past jedenfalls dazu, dass Herr Wissler zusammen mit Herrn MC nun eine Ich-AG ist:

    http://www.joachimwissler.com/

    Nicht nur das hochpreisige Kochbuchkonzept, wenn man dazu dann die Idee der weltweiten Restaurants unter der Marke Wissler liesst, scheinen Ähnlichkeiten mit Ducasse durchaus beabsichtigt
    Zuletzt geändert von Kimble; 14.06.2010, 02:09.

    Kommentar


    • #17
      Aus dem Handelsblatt, ein Interview mit Thomas Althoff

      http://www.handelsblatt.com/thomas-a...schaft;2590041

      Kommentar


      • #18
        Viele haben es vielleicht schon gelesen, aber weil noch niemand darauf hingewiesen hat, will ich es tun: in der FAZ und auf faz.net hat sich Herr Dollase ausführlich und sehr lobend zu dem Wissler Kochbuch geäußert.

        http://www.faz.net/s/Rub140A22C7E81E...~Scontent.html

        Ist das ein Grund unsere Skepsis zu überdenken?

        Kommentar


        • #19
          Buchtipp: "Den Tagen mehr Leben geben" von Dörte Schipper - Lübbe Verlag

          Hallo Alle!

          Es ist ein besonderes Buch: "Den Tagen mehr Leben geben", handelt von einem außergewöhnlichen Hospizkoch und seinen sterbenskranken Gästen.

          Im Foyer des Hospizes "Leuchtfeuer" hängt der Leitspruch des Hauses: "Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben." Ruprecht Schmidt, früher Küchenchef in einem Nobelrestaurant, hat diese Maxime zutiefst verinnerlicht. Er weiß, dass er das Leben der Sterbenden nicht verlängern kann, aber er kann es lebenswerter machen. Der Hospizkoch erfüllt jeden kulinarischen Wunsch und schenkt seinen Gästen nicht nur Geschmackserlebnisse, sondern auch Erinnerungen an glücklichere Zeiten.

          Der erfolgreichen Fernsehjournalistin und Autorin Dörte Schipper ist ein bemerkenswert spannendes und überraschendes Buch gelungen über das Sterben – und das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Dem Buch vorausgegangen ist eine Fernsehdokumentation in der ARD, für die die Autorin mit dem Erich-Klabunde-Preis ausgezeichnet wurde.

          Dörte Schipper
          DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN
          Vorwort von Udo Lindenberg
          Über Ruprecht Schmidt, den Koch, und seine Gäste

          Bastei-Lübbe Verlag
          253 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
          ISBN 978-3-7857-2385-2

          "Ich definiere mich als Koch nicht mehr darüber, wie viel gegessen wird, sondern, ob ich die Menschen damit erreiche." Früher war Ruprecht Schmidt Küchenchef in einem Nobelrestaurant. Heute kocht er im "Leuchtfeuer", einem Hamburger Hospiz. Die meisten seiner Gäste haben Krebs im Endstadium.
          Ob Steak, Labskaus, Coq au Vin oder eine aufwändige Torte, Ruprecht, der Koch, erfüllt jeden kulinarischen Wunsch. Tagtäglich erlebt er aufs Neue, wie wichtig es den Bewohnern im Hospiz ist, noch einmal ihre Lieblingsgerichte genießen zu können. Kräuter, Gewürze, den individuellen Geschmack zu treffen, ist für den Koch nicht immer leicht. Oft geht es nur um Nuancen, und er braucht mehrere Anläufe.
          "Wenn ich es schaffe, ein Essen genau so zu kreieren, wie ein Sterbenskranker sich das vorgestellt hat, kann ich mich jedes Mal aufs Neue darüber freuen."

          Seit der Gründung des Hospizes vor elf Jahren ist Ruprecht Schmidt sein eigener Chef de Cuisine in einem Zuhause für Todkranke. Mitten in St. Pauli bietet das Hospiz Platz für elf Bewohner. Die meisten leben hier nicht länger als ein paar Wochen. In der Eingangshalle hängt in großen Buchstaben der Leitspruch des Hauses: "Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben." Diese Worte hat der Koch verinnerlicht. Das Leben der Kranken verlängern kann er nicht, es versüßen schon. Als Ruprecht Schmidt vor elf Jahren den Job annahm, wurde er öfters gefragt, ob es nicht absurd sei, für Todkranke zu kochen. Er selbst hat sich diese Frage nie gestellt. Die Bedeutung, die Essen haben kann, ist ihm durch die Arbeit im Hospiz immer klarer geworden. Seine Erkenntnis klingt so einfach, fast banal: "Essen heißt, ich lebe noch!"
          Der Job von Ruprecht Schmidt ist einzigartig, seine Motivation auch. Viele Jahre hat er in der gehobenen Gastronomie gearbeitet. Als Spitzenkoch hätte er weiter Karriere machen können ... Doch seine Arbeit hat ihn nicht befriedigt, er vermisste den Kontakt zu den Menschen, die er bekochte. Im Hospiz zu arbeiten ist für ihn wie ein Sechser im Lotto – nicht finanziell, aber menschlich betrachtet.

          Rolf Führing hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nach wochenlanger Appetitlosigkeit im Krankenhaus, wird er schon am ersten Tag im Hospiz Ruprechts hungrigster Gast.
          Seitdem Horst Reckling im Hospiz ist, möchte er immer nur seinen Lieblingsquark. Erst seit neun Jahren ist er mit seiner geliebten Beate verheiratet. Die Beiden hätten sich so gerne noch etwas mehr Zeit miteinander gewünscht.
          "Es mag verrückt klingen", sagt Gudrun Fischer, "aber ich verbringe jetzt am Ende meines Lebens Ferien wie in einem Grandhotel. Mit fast allem, was Freude bereitet." Ausgerechnet ihr, die sie ihr Leben lang gut und gerne aß, drückt ein riesengroßer Tumor auf den Magen.
          Vor vier Monaten zog es Renate Sammer den Boden unter den Füßen weg: Lungenkrebs im Endstadium. Ihr Leben lang hatte sie sich alleine durchgeboxt, jetzt plötzlich ist sie von anderen abhängig. Den Koch schließt sie ins Herz. Sein Steckrübenmus ist ein Gedicht.
          Für eine kurze Zeit werden die Todkranken für den Hospizkoch vertraute Gesichter.
          Er erfährt einen kleinen und gleichzeitig letzten Ausschnitt ihres Lebens. Die Bewohner erzählen von sich, ihrer Vergangenheit, ihrem Umfeld, ihren Sorgen, Ängsten und Freuden. Über das Essen wird Ruprecht Schmidt ihr Vertrauter, ein außergewöhnlicher Sterbebegleiter.

          Mit dem Einzug ins Hospiz rückt für die sterbenskranken Menschen das Endgültige immer näher. Vorbei mit: "Das kann ich noch nächstes Jahr machen." Es gilt nur noch das Heute und Jetzt. So unterschiedlich, wie sie gelebt haben, gehen die Menschen auch mit der Gewissheit um, bald sterben zu müssen.
          Viele fühlen sich wie zu Hause und gut aufgehoben in der familiären Atmosphäre des Hospizes. Einige fühlen sich abgeschoben und lassen ihren Frust genau an den Menschen aus, die sie am meisten lieben. Für die einen ist der Tod ein Tabu, andere reden pausenlos über das Sterben – mit schwarzem Humor, Ironie, oder abgeklärt und nüchtern. Manche finden Trost in der Religion, manche im Sarkasmus.
          Begriffe wie Harmonie und Dankbarkeit werden plötzlich wichtig. Zwischenmenschliche "Baustellen", die schon seit Jahren gären, sollen unbedingt noch schnell bereinigt werden. Es können sich aber auch neue auftun.
          Verhalten, Wünsche und Gedanken der Menschen verändern sich, je näher der Tag rückt. Wer heute noch Scherze macht, kann morgen unendliche Angst haben, verbittert sein oder umgekehrt.
          Trotz der extremen Gefühlsschwankungen, zeigt sich bei den Bewohnern eines durchgehend: Auch wer unwiderruflich weiß, seine Tage sind gezählt, kann noch genießen, lachen und Momente des Glücks erleben.

          Lebensbejahend, wie die Atmosphäre im Hospiz, ist auch das Buch. Es erzählt über einen außergewöhnlichen Koch und die Lebensgeschichten seiner Gäste.
          Angehängte Dateien

          Kommentar


          • #20
            Werter falk,
            die Inhaltsangabe klingt ja ganz interessant. Könnten Sie mir noch verraten, mit welcher Intention Sie hier dieses Werk vorstellen? Sind Sie selbst Betroffener oder sind Sie Verleger o.ä.?
            Gruß s.

            Kommentar


            • #21
              Buchtipp

              Hallo S,

              ich kenne das betroffene Hospiz Leuchtfeuer (Hamburg), den Koch sowie die Buchautorin sehr gut und bin von deren Leistungen begeistert.

              Gruss, Falk

              Kommentar


              • #22
                Bordeaux: Ein Roman in vier Jahrgängen, Paul Torday

                Für Hardcore-Forumianer sicher eine interessante Lektüre.

                Kommentar


                • #23
                  Zitat von cynara Beitrag anzeigen
                  Für Hardcore-Forumianer sicher eine interessante Lektüre.
                  Könnten Sie vielleicht kurz beschreiben, um welche Art Lektüre es sich dabei handelt?

                  Kommentar


                  • #24
                    Ich erlaube mir einfach einen link auf die Rezensionsseite (z. B. Mia Wallace)

                    http://www.amazon.de/gp/product/3827...pf_rd_i=301128

                    Kommentar


                    • #25
                      Die "Reise zum Geschmack" von Christian Seiler trägt den Untertitel: Zwölf kulinarische Ausflüge über die Grenze.
                      Neapel, Wien, Kopenhagen, aber auch Istrien und Sardinien werden von dem Autoren besucht; der kulinarische Aspekt steht natürlich im Vordergrund, wobei sich der Bogen vom Pizzaiolo des "Da Michele" bis zu R.Redzepi im "Noma" spannt.
                      Kleine Leseprobe: (wir befinden uns gerade in London)

                      "Der Saal war voll. Es wurde gelacht und getrunken und laut geredet, aber die Stimmung drohte nicht ins Bukolische zu kippen. Keine Tischtücher, nur weißes Papier auf den Tischen. Ein kopiertes Blatt, die Speisekarte.
                      Ich war nicht zufällig ins "St.John" gekommen. Die Philosophie, die in diesem Restaurant gelebt wird, ist mir überaus sympathisch. Sie heißt "Nose to tail eating": Das Tier, das getötet wird, hat das Recht, gegessen zu werden."

                      Der Preis dieses schmalen Bändchens ist mit 27 € hoch angesetzt; rechtfertigend läßt sich vorbringen, dass bald Weihnachten ist, dass die zwölf in Farbe gehaltenen Illustrationen gelungen sind und dass der Echtzeit-Verlag eben ein Schweizer Verlag ist, will sagen, die Käsbohrer haben sich halt auf das wiedieMadeimSpeckleben eingestellt.
                      Gruß
                      s.

                      Kommentar


                      • #26
                        Buch-Rezensionen

                        Hatte jetzt im Herbst endlich Zeit, die eine oder andere gekaufte bzw. geschenkte Lektüre mit "gastronomischen" Hinter- bzw. Vordergrund zu lesen...

                        kurz und Bündig:

                        Martin Suter, "Der Koch"
                        ISBN: 3257067399

                        Gut geschriebene, unterhaltsame Geschichte mit sehr gut recherchierten "Facts" aus der avantgardistischen Gourmandise, gegen Ende hin etwas schwächelnd

                        Jonathan Safran Foer, "Tiere Essen"
                        ISBN: 3462040448

                        Kontroversiell, packend, viele Fakten gemischt mit Subjektivität die der Author nie leugnet, sehr gut geschrieben, regt stark zum Nachdenken an - sehr empfehlenswert!

                        Martin Waker
                        "Bruno, Chef de Police"
                        ISBN: 3257240465
                        "Grand Cru"
                        ISBN: 325706750X

                        Zwei äußerst gelungene Romane die gut geschrieben, "süffig" und inhaltlich ordentlich recherchiert sind. Empfehle das 1. Buch vor dem 2. zu lesen, da teilweise rückverwiesen wird - wenn auch lesetechnisch nicht zwingend erforderlich. Beide Bücher empfehlenswert


                        Peter Mayle, "Ein diebisches Vergnügen"
                        ISBN: 3896674269

                        200 Seiten "Name Dropping", langweilig, schlecht geschrieben, starr ... nicht empfehlenswert
                        bon appetit...
                        twitter.com/cisfotografie

                        Kommentar


                        • #27
                          Ebenfalls empfehlenswert, wenn auch nicht mehr ganz neu:

                          Bill Buford, "Hitze" (ISBN-10: 3446230122, ISBN-13: 978-3446230125). Vergnüglich!

                          Kommentar


                          • #28
                            Tim Raue - Ich weiß, was Hunger ist

                            Kennt jemand zufällig das Buch und kann es empfehlen?

                            Gibt es da interessante Einblicke in die Sternegastronomie oder liegt der Focus eher auf den alten Kreuzberger Straßengangzeiten? (Und mit welchem Grad an Eitelkeit müsste ich als Leser da evtl. rechnen?)

                            Gruß, M.

                            Kommentar


                            • #29
                              Ich habe gestern mit dem Buch begonnen, und bis jetzt liegt der Focus klar auf seiner Gang-Zeit. Allerdings bin ich noch gar nicht zu dem Punkt gekommen an dem er in die Spitzengastronomie geht.
                              Ich werde berichten sobald ich näheres sagen kann.

                              Grüße
                              ossobuco

                              Kommentar


                              • #30
                                Danke, Ossobuco, bin gespannt auf Ihre Eindrücke!

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X