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  • #46
    Stefan Wiesner im Schweizer "Gasthof Rössli": ]Der Name des Restaurants lässt eher etwas Bodenständiges, Traditionelles erwarten, doch weit gefehlt! In der heutigen Ausgabe der FAZ stellt Jürgen Dollase das neue Kochbuch Stefan Wiesners vor, und was darin "aufgetischt" wird, macht mich kopfschüttelnd. So werden beispielsweise mit Karamell überzogene Weidenzweige, Rottannenschwarte, Joghurt-Eisenrost-Eis (mit extra dafür hergestelltem Rost) u.v.m. eingesetzt. Ich zitiere nur den letzten Absatz von JDs Gedanken dazu: "Dass Wiesner konsequent mit mehreren, jeweils ein wenig vom Üblichen abweichenden Elementen arbeitet, ergibt dabei ausgesprochen viel Sinn. Ein oder zwei dezente Hintergrundaromen werden kaum eine große Wirkung entfalten. Sind es aber sechs, acht oder mehr, ergibt sich oft ein deutlich verändertes Geschmacksbild. Und weil dies zu solch bemerkenswerten Ergebnissen führt, haben auch exaltiert erscheinende Zutaten wie die tatsächlich frisch gerosteten Nägel oder die Steine in der Suppe unter Umständen eine klare kulinarische Funktion."

    Wohin soll das noch führen!?

    Gruß, Garnelchen
    Zuletzt geändert von QWERTZ; 27.11.2011, 14:53.

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    • #47
      Zitat von cynara Beitrag anzeigen
      Wenn Sie für das recht viele Geld Schnurr auf den Wunschzettel setzen wollen, würde ich unbedingt die 48 EUR für Bau daneben schreiben. Guter Aufbau, in der Gliederung ähnlich Elverfeld und wirklich appetitanregende Fotos.
      An diesen Rat, liebe Cynara, habe ich mich nicht gehalten, sondern mit das Buch gleich mal selbst gekauft.
      In den vergangenen Tagen habe ich es mir etwas genauer angesehen. Wie Sie schreiben, sind die Fotos sehr schön, vor allem aber die Texte, die jedes Bericht begleiten bieten doch einen enormen Mehrwert, wie man es selten in Kochbüchern überhaupt findet.
      Etwas schade finde ich, dass die grundsätzliche Buchgestaltung sich stark an die Port Culinaire-Hefte anlehnt, die ich auch nicht gerade als ein Meisterwerk der Layoutkunst empfinde. Aber inhaltlich ist es wirklich eines der gelungensten und richtig gut gemachten Kochbücher der letzten Zeit - zumal für den Preis. Dafür gibt es ganz klar ein .

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      • #48
        Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
        Etwas schade finde ich, dass die grundsätzliche Buchgestaltung sich stark an die Port Culinaire-Hefte anlehnt, die ich auch nicht gerade als ein Meisterwerk der Layoutkunst empfinde.
        Lieber Herr Qwertz,

        mir kommt es sehr entgegen, wenn die Layouts nicht mit dem Rest der Kochkunstentwicklung Schritt halten. Ich hasse z.B. die Gourmetvisionen. Ich glaube bei Herrn Lingelser ist der Text spiralenförmig. Da könnte ich platzen, weil das Format an sich schon genug Platz wegnimmt; und dann muss man mit teigverschmierten Fingern auch noch drehen, wenn man die Rezeptur nicht vorher auswendig gelernt hat. Überhaupt erfordern viele neue Formate und deren Gewicht ein vom Schreiner gefertigtes Regal. Billy funktioniert dann nicht mehr. Regt mich das alleine auf? LG. Cynara.

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        • #49
          Liebe Cynara, Sie nennen ja nun wirklich das negativste Beispiel der vergangenen Jahre. In der Tat überschreitet manches Buch auch die Grenzen der Handhabbarkeit. Ich schreibe mir die Rezepte aber immer vorher ab, damit ich die Bücher nicht bekleckere und für die schönsten Bücher habe ich mir ein Spezialregal zugelegt (ganz ohne Schreiner).
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          • #50
            Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
            Ich schreibe mir die Rezepte aber immer vorher ab, damit ich die Bücher nicht bekleckere und für die schönsten Bücher habe ich mir ein Spezialregal zugelegt (ganz ohne Schreiner).
            Ich weiss, ich weiss...wir sollen hier keine klinischen Ferndiagnosen stellen...aber der eine oder andere Code würde mir hier schon einfallen.

            Ich gehöre ja zur Gegenschule. Ein Kochbuch lebt erst mit ausreichenden Gebrauchsspuren.

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            • #51
              Zitat von glauer Beitrag anzeigen
              Ich gehöre ja zur Gegenschule. Ein Kochbuch lebt erst mit ausreichenden Gebrauchsspuren.
              Darf ich noch eine dritte Schule eröffnen? Ich lese zwar Kochbücher, und das auch gern, aber ich koche nie danach. Und ein Kochbuch, das spiralförmig geschrieben ist, würde ich noch nicht mal erwerben. Da kriegt man ja schon beim Lesen einen Knall - ist ja für ein BUCH irgendwie auch ein systemimmanenter Widerspruch.

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              • #52
                Jetzt kommt das medizinische Rätsel, werter glauer: bei "einfacheren" Büchern kleckere ich gern hinein, denn grundsätzlich denke ich auch, ein Kochbuch muss leben.

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                • #53
                  Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                  Darf ich noch eine dritte Schule eröffnen? Ich lese zwar Kochbücher, und das auch gern, aber ich koche nie danach.
                  Hmmm. Wenn ich es genau überlege. Meine Kochbücher benutze ich auch nie (ausser manchmal den alten Grundkochbüchern meiner Omas und Mutter). Nach Rezept backe ich nur. Die Backbücher sehen deshalb schlimm aus.

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                  • #54
                    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                    für die schönsten Bücher habe ich mir ein Spezialregal zugelegt (ganz ohne Schreiner).
                    Beeindruckend, auch die Mischung.

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                    • #55
                      Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                      Nach Rezept backe ich nur. Die Backbücher sehen deshalb schlimm aus.
                      So gern ich koche, so ungern backe ich. Backen macht mich aggressiv. Dieses Grammgedöns ist nicht meine Welt.

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                      • #56
                        Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                        Ich lese zwar Kochbücher, und das auch gern, aber ich koche nie danach.
                        Mir fällt gerade Herr Hoffmann ein, dessen Buch auf Qwertzens Bord steht (bestimmt nicht nur wegen der Tiefe von 295 mm, wie eben nachgemessen). Ich liebe z.B. seine Pommes tapée oder seine Königsberger Klopse. Auf meine eigene Kreativität gestellt, kämen vielleicht vordergründig wohlschmeckende Klopse raus. Der Finesse der Hoffmann-Klopse läßt sich nur annähern, wenn man das Rezept kennt. Die Pommes wären mir so im Traum nicht eingefallen und haben bisher vielen Gästen gefallen. Ein Rezept zu haben, bedeutet aber im Prinzip wenig. Die Kunst liegt in der Anwendung. Darin liegt für mich auch der Kochspaß.

                        Man sollte sich auch nicht zu fein sein, Rezepte zu Rühreiern zu lesen. Dann hätte ich nicht jahrelang Brateier serviert, sondern gewusst, wie man die phantastischen Eier, die es in der Residenz zum Frühstück gibt, auch zu Hause hinbekommt. LG. Cynara.

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                        • #57
                          Zitat von cynara Beitrag anzeigen
                          Man sollte sich auch nicht zu fein sein, Rezepte zu Rühreiern zu lesen. Dann hätte ich nicht jahrelang Brateier serviert, sondern gewusst, wie man die phantastischen Eier, die es in der Residenz zum Frühstück gibt, auch zu Hause hinbekommt.
                          Die hättest Du jetzt nicht erwähnen dürfen. Sehnsucht pur. :heulen:

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                          • #58
                            Zitat von cynara Beitrag anzeigen
                            Mir fällt gerade Herr Hoffmann ein, dessen Buch auf Qwertzens Bord steht (bestimmt nicht nur wegen der Tiefe von 295 mm, wie eben nachgemessen). Ich liebe z.B. seine Pommes tapée oder seine Königsberger Klopse. Auf meine eigene Kreativität gestellt, kämen vielleicht vordergründig wohlschmeckende Klopse raus. Der Finesse der Hoffmann-Klopse läßt sich nur annähern, wenn man das Rezept kennt. Die Pommes wären mir so im Traum nicht eingefallen und haben bisher vielen Gästen gefallen. Ein Rezept zu haben, bedeutet aber im Prinzip wenig. Die Kunst liegt in der Anwendung. Darin liegt für mich auch der Kochspaß.

                            Man sollte sich auch nicht zu fein sein, Rezepte zu Rühreiern zu lesen. Dann hätte ich nicht jahrelang Brateier serviert, sondern gewusst, wie man die phantastischen Eier, die es in der Residenz zum Frühstück gibt, auch zu Hause hinbekommt. LG. Cynara.
                            Das ist auch das beste was man aus den grossen Büchern mitnehmen kann, die kleinen (und auch größeren) Kniffe. Ich koche eigentlich nie etwas genau nach, aber beim Lesen zumindest mancher der grossen Schinken lernt man eine ganze Menge.

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                            • #59
                              Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                              Das ist auch das beste was man aus den grossen Büchern mitnehmen kann, die kleinen (und auch größeren) Kniffe. Ich koche eigentlich nie etwas genau nach, aber beim Lesen zumindest mancher der grossen Schinken lernt man eine ganze Menge.
                              Da bin ich voll und ganz Ihrer Meinung. Auch wenn ich die Rühreier irgendwie verpasst habe. Aber deswegen lese ich im Grund Kochbücher. Und keine Bücher, die irgendwie spiralförmig gesetzt sind.

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                              • #60
                                Ich habe Kochbücher mit und ohne Gebrauchsspuren. Verhältnis 1:9.

                                Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                                So gern ich koche, so ungern backe ich. Backen macht mich aggressiv. Dieses Grammgedöns ist nicht meine Welt.
                                Geht mir genauso. Ist was für Perfektionisten. Zwei Stunden lang Zuckerkristalle abgewogen, einmal durchgequirlt, im Backofen vergessen ... mmh, diese köstliche schwarze Kruste ...

                                Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                                und für die schönsten Bücher habe ich mir ein Spezialregal zugelegt.
                                optisch: WOW!

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