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Brotengpass für Sterneküche abgewendet

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  • Brotengpass für Sterneküche abgewendet

    Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet heute über eine Lebensmittelkontrolle bei einem bedeutenden Bäcker der Stadt: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...ontrolle-dicht

    Eine Sprecherin der Stadt Hannover hat den Bericht bestätigt. Wie es dort heißt, konnten die Mängel am gleichen Tag beseitigt wurden und die Spätschicht wie üblich an die Arbeit aufnehmen. Weitere Konsequenzen gebe es für das Unternehmen nicht.

  • #2
    Ich kenne Herrn Gaues Backstube und ja es sieht dort aus wie in einer Backstube, nicht wie in einer Brotfabrik oder gar einem Backshop.

    Wenn Backmischung und Wasser nicht vollautomatisiert gemischt werden, sondern handwerklich gearbeitet wird, ist es nicht verwunderlich, dass Mehlstaub und verschiedenste Körner auf dem Boden liegen.
    Wenn 20-30 Sorten Brot auf den gleichen Blechen gebacken werden, kann es vorkommen, dass am Kürbiskernbrot einige Sonnenblumenkerne kleben. Ein Handfester Skandal!

    Zudem muss dem Team zu Gute gehalten werden, dass nach den TV-Auftritten des Chefs, die hier unbewertet belieben sollen, die Produktion kaum mit der Nachfrage mithalten kann.

    In nahezu jedem gastronomischen Betrieb, sieht es zur Zeit des Hochbetriebs chaotisch aus. Doch solange der Chef nur Handwerker ist und keine Person des öffentlichen Lebens, zu einer welchen Herr Gaues in letzter Zeit stilisiert wurde, steht darüber wenig in der Zeitung.

    Nächste Woche folgt...

    Sterneküchen dichtgemacht! Lebensmittelverarbeitung ohne Handschuhe! Spitzenköche lagern Jakobsmuscheln im Service bei Zimmertemperatur! Kerntemperaturnachweis bei Taubenbrüsten unvollständig! Alufolie in der Schweinetonne! Lebensgefahr für Schweine, Gäste und unwissende Fleischkonsumenten! Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt unklar!

    Mahlzeit...

    Passepartout

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    • #3
      Wenn ich so was höre, werde ich sowas von wütend. Es ist ja logisch, dass in einem handwerklichen Betrieb nicht die selben, reinraumartigen Bedingungen vorherrschen können wie in einer Backfabrik.

      Die industrielle Lebensmittelproduktion hat zu einem charakter- und geschmackslosen Einheitsbrei geführt. Von München bis Berlin (und noch weiter) bekommt man überall diese zähe, zu harte Einheitsbrezel.
      Mit den Brezen aus meiner Kindheit hat das nichts mehr zu tun. Und nun einem der letzten Handwerker mit dieser industriegepärgten Argumentation das, naja, Handwerk zu legen, halte ich komplett falsch.

      Wenn die Herren, die solch lustige Verordnungen schreiben, an anderer Stelle die gleichen Maßstäbe anlegen würden, hätten wir wohl den ein oder anderen Mastskandal weniger.

      "Mahlzeit" (vgl. passepartout)
      mit korrektem Zitate,
      bar de ligne

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      • #4
        Sorry, aber Mahlzeit - Bekundungen fand ich schon seit meiner Ferienarbeit bei Bosch (Frühschicht Beginn um 5 Uhr, alle Kollegen im Chor: Mahlzeit) komisch...

        Zu Gaues: Vielleicht hat der eine oder andere Gourmet ja die Mare Ausgabe mit Bildern und Bericht über Gaues. Nachdem ich den Verlag darauf hingewiesen habe, dass solche Bilder keinesfalls einen positiven Blick auf das saubere Bäckerhandwerk zeigen, wurden die Bilder aus dem Netz genommen...

        Ansonsten haben wir alle "Werke" von Herrn Gaues eingehend verkostet. Ich bin nahezu entsetzt gewesen ob der Qualität und Geschmack. Nach drei Tagen waren die Brote bereit Nägel in die Wand zu treiben. Wahrscheinlich gibt es da eine Süd-Nord-Geschmacksgrenze in Deutschland. Bei mir kommt nur Brot aus Dachsbach vom Herrn Erbel auf den Tisch.

        Gruß

        Herr Sternentor

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        • #5
          Zitat von sternentor Beitrag anzeigen
          Bei mir kommt nur Brot aus Dachsbach vom Herrn Erbel auf den Tisch.
          Nur würde ich jetzt nicht sagen, da wir ja in Franken generell verwöhnt sind.

          Aber Erbel ist schon genial.
          Und Herr Erbel ist ein sympathisches Orginal.

          "Der Hunger treibts nei", sein Kommentar (auf einer Messe) zum Brot einer bekannten Großbäckerei.


          Gruß!

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          • #6
            Heute hatte das Ergebnis der Lebensmittelkontrolle ein gerichtliches Nachspiel: http://www.ndr.de/regional/niedersac...aecker101.html

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            • #7
              Nach der Lektüre des Artikels scheint die Reaktion der Ordnungsbehörden also doch durchaus nachvollziehbar.

              Entgegen anderer Äußerungen hier im Forum ging es eben nicht nur um Mehlstaub oder Körner auf dem Boden, sondern u.a. um Schwarzschimmel.

              Damit mich keiner falsch versteht: das mag woanders auch nicht besser sein, aber den kleinen Handwerksbetrieb ohne Faktenkenntnis hier pauschal unter "Artenschutz" zu stellen ist in der Sache ebensowenig zutreffend und zielführend wie eine pauschale Verurteilung.

              KG
              Besseresser

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              • #8
                Zitat von sternentor Beitrag anzeigen
                Ansonsten haben wir alle "Werke" von Herrn Gaues eingehend verkostet. Ich bin nahezu entsetzt gewesen ob der Qualität und Geschmack. Nach drei Tagen waren die Brote bereit Nägel in die Wand zu treiben. Wahrscheinlich gibt es da eine Süd-Nord-Geschmacksgrenze in Deutschland. Bei mir kommt nur Brot aus Dachsbach vom Herrn Erbel auf den Tisch.
                Das Nord-Süd-Gefälle scheint vorurteilsbedingt zu bestehen. Ihre Bewertung der Gauesschen "Werke" stellt eine arg tendenziöse Mindermeinung dar.

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                • #9
                  Werter Herr Spießbräter,

                  es freut mich ja aufrichtig, dass Sie sich ein wenig provoziert gefühlt haben...

                  Ganz ehrlich: Wir hatten heute Sesam-Mandelbrot vom Erbel und ein paar Seelchen - so ein Genußniveau der Produkte finden Sie erst wieder in manchen besternten Restaurants. Konsequent auf Geschmack gemacht und höchste Qualität bei den Zutaten. Sie können die Brote mindestens 1 Woche aufheben und werden feststellen sie reifen und werden geschmacklich noch besser. Die Produkte von Herrn Gaues hingegen waren unter gleichen Bedingungen nach 3 Tagen bockelhart. Auch der Geschmack und das Verhalten im Mund war nicht anders als beim Kettenbäcker in der Stadt. Man merkt deutlich ob die Grundzutaten von der Bäko oder handwerklich arbeitenden Bauern und Mühlen kommen.

                  Mindermeinung ja, da kaum ein Deutscher auf Brotqualität achtet und leider auch kaum Referenzqualität auf dem Markt ist. Tendenziös auch gerne ja weil es die Wahrheit ist, die durch reines Probieren verifiziert werden kann.

                  Herr Sternentor

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