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Gourmetdasein als Diabetiker – geht das?

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  • Churfranken
    antwortet
    Aus meiner Sicht sehr willkommen...auch wenn sich die Erfahrungen bisher auf Schwangerschaftsdiabetis in der Familie beschränken.

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  • Tobler
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • Tobler
    antwortet
    ... und ungemein wohltuend!

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  • QWERTZ
    antwortet
    Tja, hier kann man sein Ge- bzw. Missfallen halt noch in allen in unserer Sprache möglichen Facetten zum Ausdruck bringen. Ganz schön altmodisch, oder?

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  • quartalsesser
    Gourmet aus Leidenschaft

  • quartalsesser
    antwortet
    Wo ist der "Gefällt mir"-Button?

    Beste Grüße
    Q.

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  • Morchel
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • Morchel
    antwortet
    Vielen Dank, werter Tobler, für Ihre Antwort.

    Ich denke, Sie machen anderen Betroffenen damit viel Mut.

    Eine schöne Osterwoche!

    M.

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  • Tobler
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • Tobler
    antwortet
    Werte Morchel,

    das finde ich aber sehr rührend, dass Sie sich dieses Threads und meines Themas noch entsinnen. Vielen Dank der Nachfrage!

    Ich muss sagen: nicht zuletzt auf Grund solidarischen Zuspruchs seitens anderer Forumianer, z. T. ebenfalls Betroffene, und aufgrund einer guten medizinischen Versorgung kann ich sagen, dass es mir insgesamt gut geht. Ich habe meine Ernährungsgewohnheiten im Alltag etwas umgestellt, verzichte im (Sterne-)Restaurant nach wie vor aber auf so gut wie nichts. Auch gebe ich mich dort nicht extra als Diabetiker aus, sodass man darauf Rücksicht nehmen müsste. Nun, da ich medikamentös bestens eingestellt und vor allem darüber aufgeklärt bin, dass ich vor allem mit Kohlenhydraten gut umgehen muss, habe ich mich beruhigt und die Diabetes-Diagnose hat ihren Schrecken verloren. Man weiß mittlerweile außerdem, dass viele Diabetiker keiner gesonderten Diät bedürfen, sondern – sofern sie Maß halten – eigentlich alles essen können. Ich würde sogar sagen, dass gerade die gehobene Gastronomie per se eher diabetikerfreundlich ist, ohne spezifisch darauf ausgerichtet zu sein. Bei Tim Raue etwa wäre ein jeder Diabetiker bestens aufgehoben!

    Kurzum: der lukullischen Freuden muss ich auch weiterhin nicht entsagen, wohl gemerkt aber Acht geben, dass die medizinischen Werte im grünen Bereich bleiben, ich mein Gewicht halte und mir folglich auch nicht gerade täglich ein Spanferkel einverleibe. So gut, wie die Behandlung bei mir anschlägt, erlaubt mir mein Diabetologe auch Sünden – so wünschte ich es allen Betroffenen!

    Beste Grüße

    Tobler

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  • Morchel
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • Morchel
    antwortet
    Werter Tobler,

    immer mal wieder musste ich an Ihr damaliges Thema denken. Bitte erzählen Sie: Wie geht es Ihnen heute damit, und vor allem, wie sind Ihre Erfahrungen in der Sternegastronomie?

    Einen schönen Abend noch,
    M.
    Morchel
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession
    Zuletzt geändert von Morchel; 02.04.2012, 09:44. Grund: Hirnlosigkeit ;-)

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  • Tobler
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • Tobler
    antwortet
    Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
    Lieber Tobler,Aus unserer Erfahrung jedoch, kann ich sagen, dass gerade bei Sternerestaurants meistens wesentlich leichter und Gesundheitsbewusster gekocht wird.
    Genau darin besteht meine Hoffnung – aber auch in zahlreichen aufmunternden Beiträgen von Ihnen allen! Ihr Zuspruch tut ausgesprochen wohl!

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  • glauer
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • glauer
    antwortet
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    In diesem Zusammenhang sollte einem auch klar sein, daß nicht weniges von dem, was von den Koryphäen als für immer war gilt, eine bescheiden kurze Halbwertszeit hat.

    Da die Zuckerkrankheit ein treuer Weggefährte ist, lohnt sich jeder Zeitaufwand, sich mit ihr zu beschäftigen. Es kann nur jedem Betroffenen empfohlen werden, gerade was die Ernährung betrifft selber Spezialist zu werden, sozusagen sein eigener Diabetologe. Er wird dann merken, daß er nach kurzer Zeit schon mehr von der Materie versteht als der Durchschnittsmediziner.

    - dabei unbedingt diese verhärmten Halbanorektiker vermeiden - als Alliierten ...
    Drei Ratschlaege, jeder *** wert.

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  • fragolini
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • fragolini
    antwortet
    Zum Thema kann ich nichts beitragen.

    Allerdings, lieber Tobler, wollte ich Ihnen meine Hochachtung aussprechen, so offen über das Thema zu reden. Dafür bewundere ich Sie.


    Gruß!

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  • Gast
    Gast

  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Genau so, wie es Frau wi formuliert hat, sehe ich es auch; die Küchen der gehobenen Gastronomie kochen viel eher Geeignetes für Zuckerkranke als das, was in rustikalen Schänken aufgetischt wird. Gebrannte Griessuppe, dann panierter Fettlappen mit Spätzle - halt, keine Soße über die Panade, zu spät - und Kartoffelsalat, schließlich Ofenschlupfer ... dazu ein oder zwei Halbe ... und die Sorgenfalten der Diätberater werden beachtlich sein.
    Da ich des öfteren mit einem Diabetiker auf kulinarischen Reisen war, kann ich Ihnen, werter Tobler, versichern, daß sich das Ausmaß des Verzichtes in engen Grenzen hält.
    Jener hätte - nehmen wir der Einfachkeit halber das vielbeschriebene Mittagsmenü bei Lohse (zumal Sie dann gute Chancen haben, dies auch im Laufe der nächsten zwei Jahre noch serviert zu bekommen) - dort auch das Brot weggelassen, vom persichen Dattelreis bzw vom provencalischen Kartoffelstampf nur eine kleine Portion probiert und dann allerdings das Dessert weggelassen; stattdessen hätte er sich einen ordentlichen Ranken vom Beaufort (Sommermilch) 'runterschneiden lassen. Beim Wein jedoch hätte er sich bestimmt etwas unbescheidener verhalten, was bei der Diätberaterin wieder zu Sorgenfalten geführt hätte.
    Anhand seiner Laborwerte könnte er den Ernährungsberatern und auch dem von glauer empfohlenen *** Ärzteteam beweisen, daß der - und ich spreche jetzt eindeutig nicht vom exzessiven - Weinkonsum, der über dem empfohlenen "ab und zu mal ein Gläschen" liegt, deutlich überbewertet wird.
    In diesem Zusammenhang sollte einem auch klar sein, daß nicht weniges von dem, was von den Koryphäen als für immer wahr gilt, eine bescheiden kurze Halbwertszeit hat.
    Da die Zuckerkrankheit ein treuer Weggefährte ist, lohnt sich jeder Zeitaufwand, sich mit ihr zu beschäftigen. Es kann nur jedem Betroffenen empfohlen werden, gerade was die Ernährung betrifft selber Spezialist zu werden, sozusagen sein eigener Diabetologe. Er wird dann merken, daß er nach kurzer Zeit schon mehr von der Materie versteht als der Durchschnittsmediziner. Und dann noch einen genialen "echten" Diabetologen - dabei unbedingt diese verhärmten Halbanorektiker vermeiden - als Alliierten ... und schon ist das Leben wieder schön.
    Gruß
    schlaraffenland
    Gast
    Gast
    Zuletzt geändert von Gast; 09.08.2011, 09:16.

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  • wi090365
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • wi090365
    antwortet
    Lieber Tobler,

    ich möchte Sie auch beruhigen, wichtig ist es, Maß der Dinge und die einfache Regeln zu beachten. Mein Mann ist Diabetiker, was ihn keineswegs daran hindert, die Gourmetküche zu genießen. Als Regeln gilt für uns:

    - wir verzichten meistens auf das Brot
    - auf Desserts, die auf Teigbasis gemacht sind, wird ebenso verzichtet
    - Alkohol in Maßen

    Aus unserer Erfahrung jedoch, kann ich sagen, dass gerade bei Sternerestaurants meistens wesentlich leichter und Gesundheitsbewusster gekocht wird.

    Wichtigste ist es natürlich, wie Sie sich persönlich fühlen. Und das Wissen über die Krankheit hilft auch. Sie werden sehen, man lebt bewusster, und genießt umso mehr!

    MkG
    wi

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  • Morchel
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • Morchel
    antwortet
    Folgendes hab ich gerade zufällig gefunden. Vielleicht interessiert Sie das, werter Tobler.

    http://www.stern.de/gesundheit/diabe...n-1690591.html

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  • Tobler
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • Tobler
    antwortet
    Lieber glauer,

    vielen Dank für Ihre Aufmunterung. Ich bin bereits bei einem Diabetologen in Behandlung, von dem ich hoffe, dass er entsprechend kompetent ist, der mir aber auch schon Hoffnung gemacht hat, dass ich, bei sonstiger Beachtung der Gebote, auch mal über die Stränge schlagen dürfe - und das würde wohl dem Besuch eines Gourmetlokals entsprechen.
    Meine Furcht wäre ja (gewesen), darauf fürderhin weitgehend verzichten zu müssen, aber offenbar hat man in der Diabetologie mittlerweile umgedacht. Die Hauptfeinde sind ja wohl die "schnellen" Kohlenhydrate, doch denen kann man ja tatsächlich aus dem Wege gehen - oder eben auch mal nicht. Jedenfalls versuche ich derzeit, mir diese Haltung anzugewöhnen.

    Beste Grüße,

    Tobler

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  • glauer
    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession

  • glauer
    antwortet
    Lieber Tobler:

    Der erste (und wie ich meine fast entscheidende) Schritt wird die Wahl eines guten medizinischen Teams aus Aerzten, Diabetesberatern etc sein. Auch wenn es sich beim wohl vorliegenden Typ II Diabetes um eine echte Volkskrankheit handelt und man deshalb gewisse Grundkompetenzen ueberall erwarten wuerde, so ist die Betreuung leider sehr oft mangelhaft. Ein gut eingestellter und gut informierter Diabetiker kann heutzutage sehr, sehr viel machen was frueher undenkbar gewesen waere. Mit einem *** medizinischen Team sollte auch der Besuch im *** Restaurant gut machbar sein.

    Ggl

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