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OAD / Opinionated About Dining

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  • OAD / Opinionated About Dining

    Dieser Tage erhält OAD / Opinionated About Dining wieder eine Menge Medienpräsenz. Ursprünglich entstanden aus dem OAD Forum, dann eine Foodie-"Freak" (im besten Sinne des Wortes)-Liste beginnt sich bzw. möchte sich OAD als Alternative zur World's 50 Best Restaurants Liste zu etablieren. Was halten die werten Forumsteilnehmer von OAD? Endlich eine nicht so kommerziell getriebene Liste, welche die Eindrücke von wahren Foodies aus aller Welt reflektiert? Noch intransparenter als die World's 50 Best? Oder irgendetwas dazwischen?

  • #2
    Als Richtwert sicherlich zu gebrauchen aber aus meiner Sicht schlicht unvollständig.

    Das beste Essen meines Lebens hatte ich bislang im Pariser Epicure - das taucht in der europäischen Top100+ Liste schlicht nicht auf. Stattdessen auf #82 das Pariser Neige d'Été wo ich auch schon gewesen bin und ein Essen ganz auf dem vom Michelin attestieren Ein-Sterne-Niveau erlebt hatte. Ist aufgrund dieser Liste jetzt das Neige d'Été dem Epicure zu bevorzugen? Gilt das selbe für das Ambroisie (taucht ebenfalls nicht in der Liste auf)? Sicherlich nicht!

    Ich halte es so: Wenn das Restaurant in dieser Liste in den Top20 auftaucht wird es sicherlich einen Besuch wert sein. Von einem Vergleich innerhalb dieser Liste (z.B. #15 vs. #22) halte ich aber nichts. Und sicherlich auch nicht vom Gedanken "das Restaurant taucht auf dieser Liste nicht auf und kann daher nicht gut sein". Das selbe gilt für die World's 50 Best.

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    • #3
      Listen, die auf den individuellen Besuchen mehr oder minder berufener Gäste basieren, können natürlich nie die Qualität von Restaurants miteinander vergleichen, sie geben eher Auskunft darüber, was gerade "hot" ist. Immerhin sind bei OAD unsere deutschen Köche nicht ganz so auf verlorenem Posten.

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      • #4
        Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
        Immerhin sind bei OAD unsere deutschen Köche nicht ganz so auf verlorenem Posten.
        Weshalb eigentlich? Bei OAD kann doch jeder seine Wertung abgeben, ohne jegliche Kontrolle, ob er/sie auch im jeweiligen Restaurant Essen war, und ohne jede Guidance, wie die Wertungskategorien zu verstehen sind. Dafür mit einem intransparenten Gewichtungsalgorithmus und der Veröffentlichung der Daten der wichtigsten Bewerter - dies würde im worst case auch unmoralische Angebote erlauben...

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        • #5
          Es ist doch wie mit allen diesen Listen: Es ist ganz kurzweilig, sie durchzuklicken (ab und an sogar ziemlich amüsant, was teilweise doch recht fragwürdige Platzierungen einiger Lokale angeht...), aber was den Aussagewert angeht, tendieren sie doch alle gegen null!

          Solange die Abstimmungsverfahren nebulös und intransparent sind, es keine (relativ) objektiven Bewertungskritieren gibt, die selbsternannten Kritiker nicht kontrolliert werden und man noch nicht einmal sicher gehen kann, ob sie ein von ihnen gehyptes Etablissement überhaupt besucht haben, sollte man diese Listen nicht allzu ernst nehmen. Sie sind eine reine PR-Kampagne in eigener Sache, von denen die Initiatoren (OAD, San Pellegrino, Restaurant-Magazine und wie sie alle heißen...) und die auf den vorderen Plätzen zu findenden Restaurants profitieren, die aufgrund des um sie veranstalteten Hypes für Monate ausreserviert sind!

          Deswegen mein Fazit: Für eine kurzweilige und amüsante "Zurkenntnisnahme" durchaus in Ordnung, solange man diesen Rankings keine darüber hinausgehende Relevanz beimisst!

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          • #6
            Die einzig wahren Listen finden Sie natürlich hier:
            https://www.restaurant-ranglisten.de...nts/ranglisten

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            • #7
              Zitat von Hannes Buchner Beitrag anzeigen
              Die einzig wahren Listen finden Sie natürlich hier:
              https://www.restaurant-ranglisten.de...nts/ranglisten
              In jedem Fall die informativsten und reliabelsten...!

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              • #8
                Die "Restaurant-Ranglisten" habe ich natürlich wohlweislich aus meiner Generalkritik ausgeklammert

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                • #9
                  Zitat von Frab Beitrag anzeigen
                  Ich halte es so: Wenn das Restaurant in dieser Liste in den Top20 auftaucht wird es sicherlich einen Besuch wert sein.
                  Das sehe ich ähnlich. Und man stößt in diesen Listen auf interessante Restaurants, auf die man sonst nie gekommen wäre. Das gilt auch für eher umstrittene Bewertungsplattformen wie Yelp oder Tripadvisor.

                  Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                  Listen, die auf den individuellen Besuchen mehr oder minder berufener Gäste basieren, können natürlich nie die Qualität von Restaurants miteinander vergleichen, sie geben eher Auskunft darüber, was gerade "hot" ist. Immerhin sind bei OAD unsere deutschen Köche nicht ganz so auf verlorenem Posten.
                  Ein ähnliche Bewertungsplattform gibt es mit Ratebeer für Biere, dort kann auch jeder seine Bewertung abgeben. Von dort „gehypten“ Bieren bin ich allerdings noch nie enttäuscht worden, als Auswahlkriterium für „Bierfreaks“ ist das optimal. Deutsche Biere spielen dort kaum eine Rolle, „Fernsehbiere“ schon gar nicht. Nur wenige deutsche Brauereien wie Schneider oder Ayinger erreichen dort Top-Platzierungen.

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                  • #10
                    Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
                    Ein ähnliche Bewertungsplattform gibt es mit Ratebeer für Biere, dort kann auch jeder seine Bewertung abgeben. Von dort „gehypten“ Bieren bin ich allerdings noch nie enttäuscht worden, als Auswahlkriterium für „Bierfreaks“ ist das optimal. Deutsche Biere spielen dort kaum eine Rolle, „Fernsehbiere“ schon gar nicht. Nur wenige deutsche Brauereien wie Schneider oder Ayinger erreichen dort Top-Platzierungen.
                    Einerseits ist es schon richtig dass im Craft Beer Bereich ausserhalb Deutschlands enorm viel gutes passiert. Aber die meisten der auf ratebeer "gehypten" Biere sind eher das Equivalent zu den von Robert Parker getypten Monsterkaliforniern. Unter 7-8% Alkohol ist da wenig zu finden, und oft werden auch zweistellige Werte erreicht. Daran kann man mal nippen, aber zum Trinken würde ich dann sogar eines der besseren deutschen Fernsehbiere vorziehen.
                    Es funktioniert also nur wenn man gewisse Vorlieben mit den anderen Teilnehmern teilt, so wie das ja auch bei den kulinarische Foren und Listen der Fall ist.

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                    • #11
                      Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                      Es funktioniert also nur wenn man gewisse Vorlieben mit den anderen Teilnehmern teilt, so wie das ja auch bei den kulinarische Foren und Listen der Fall ist.
                      Ja, die Listen sind für Leute, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigen.
                      Von den „Top 100 European Restaurants 2016“ kannte ich vom Namen her 44, besucht habe ich bisher 19. Ein Kollege von mir kennt da sicher keinen einzigen, sein kulinarischer Horizont hört bei McDonalds auf, die Liste ist für ihn auch nicht gemacht.
                      Ich würde mich schon als Bierfreak bezeichnen, von den Ratebeer „Top 100 Best Brewers In The World 2016“ habe ich schon von 36 Brauereien Biere getrunken.

                      Für mich ist Bier ein reines Genußmittel, gegen Durst trinke ich Wasser. Ich trinke Wein (speziell Bordeaux) und Bier gleichermaßen gerne, sowohl von Bordeaux als auch von Bier habe ich auch schon die weltbesten getrunken.

                      Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                      Aber die meisten der auf ratebeer "gehypten" Biere sind eher das Equivalent zu den von Robert Parker getypten Monsterkaliforniern. Unter 7-8% Alkohol ist da wenig zu finden, und oft werden auch zweistellige Werte erreicht.
                      Es gibt in Ratebeer unterschiedliche Kategorien, auch für alkoholarme Biere. Im Prinzip gebe ich Ihnen aber Recht. In den USA ist die Craftbeerszene ja auch als Alternative zu den dünnen Industriebieren entstanden. Für viel Geschmack braucht man halt viel Malz und viel Hopfen.

                      Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                      Unter 7-8% Alkohol ist da wenig zu finden, und oft werden auch zweistellige Werte erreicht. Daran kann man mal nippen, aber zum Trinken würde ich dann sogar eines der besseren deutschen Fernsehbiere vorziehen.
                      Sie haben doch sicher kein Problem Abends „vor dem Kamin“ eine halbe Flasche Wein zu trinken mit 10 – 14 % Alkohol. Warum ist das dann bei Bier ein Problem, weil man es nicht gewohnt ist?

                      Gruß
                      Jürgen

                      PS: Bei mir gibt es heute Abend (nach dem Essen) ein Imperial IPA von Magic Rock Brewing mit 9,2 % Alkohol.

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                      • #12
                        Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
                        Es gibt in Ratebeer unterschiedliche Kategorien, auch für alkoholarme Biere. Im Prinzip gebe ich Ihnen aber Recht. In den USA ist die Craftbeerszene ja auch als Alternative zu den dünnen Industriebieren entstanden. Für viel Geschmack braucht man halt viel Malz und viel Hopfen.
                        Das ist der gleiche Irrtum den man bei vielen "parkerisierten" Weinen und für viele Jahre auch beim deutschen Spätburgunder der gehobenen Kategorie beobachten konnte. Dass viel Geschmack viel Malz, viel Hopfen, viel Reife, viel Alkohol, viel neues Holz brauche. Mit der Zeit werden aber Gottseidank viele doch schlauer und so gibt es jetzt auch in den Staaten bei den Craft Beers erste Anzeichen dass Balance und Frische als erstrebenswert gelten. Ein gutes und süffiges bayerisches Helles ist eher schwerer zu machen als eines dieser Kawummbiere mit 11% bei denen man sich zu zweit an einer Flasche (für 20 Euro) abmüht.

                        Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
                        Sie haben doch sicher kein Problem Abends „vor dem Kamin“ eine halbe Flasche Wein zu trinken mit 10 – 14 % Alkohol. Warum ist das dann bei Bier ein Problem, weil man es nicht gewohnt ist?
                        Weil es mir nicht schmeckt. Ich trinke auch 3 Gläser Armagnac und käme trotzdem nie auf die Idee nach Wein mit 42% zu suchen....

                        Generell trinke ich nur Sachen bei denen ich nach dem ersten Glas noch Lust auf ein zweites oder gar drittes habe (und das hat mit Durst nichts zu tun). Und diese Lust habe ich weder bei Bier mit 10% noch bei gepimptem Bordeaux mit 14,5%.

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                        • #13
                          Zitat von Hannes Buchner Beitrag anzeigen
                          Die einzig wahren Listen finden Sie natürlich hier:
                          https://www.restaurant-ranglisten.de...nts/ranglisten
                          Die hab ich auch mal aussen vor gelassen, die sind ja unbestritten und ausserdem ist die Methodik klar..

                          Bei World's Best 50, OAD & Co: Interssant finde ich immer - am Anfang entsteht vieles davon ja eher zufällig. Die neueren Listen kritisieren dann die alten, wie kommerziell diese seien, dass die Juroren von den Restaurants eingeladen werden könnten, die Abstimmungskriterien nicht klar sind (was ist bloss das "beste" Restaurant) und ein Juror nicht mal beweisen muss, dass er jemals im Restaurant war.

                          Und doch, jetzt am Beispiel OAD, wird alles wieder genauso gemacht. Aus der anfänglichen Foodie-Freak-Liste entsteht jetzt etwas mit Sponsoring & Co. Bewerten kann jeder auf einem Formular, welches in keiner Weise einen Rahmen gibt, für was genau die Bewertungskriterien stehen. Nachweis, dass der Bewerter jemals dortgewesen ist - völlig unnötig. Der Algorithmus, wie aus den Bewertungen das Ranking errechnet wird - "proprietär" mit ein paar Andeutungen (und wenn's anders wäre, dann wäre es halt anders). Die Liste der wichtigsten Bewerter auf der Website veröffentlicht - ein Schelm, wer denkt, dass jetzt, wo OAD an Medienpräsenz und damit wirtschaftlicher Relevanz für die Restaurants gewinnt - ein Restaurant auf die Idee kommen könnte, die dortigen "Top-Shots" einzuladen und zu umschmeicheln...

                          (Disclaimer: Ich habe dort auch schon Wertungen abgegeben. Und bin verwundert)

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