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  • #31
    Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
    Ich war heute in einer deutschen Kleinstadt (250T Einwohner) und wollte zum Gemüse das passende Fleisch kaufen (Fisch war mir zu risikoreich).
    Heute ist Sonntag. Wo hatte denn was auf?

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    • #32
      Sie haben natürlich (wie immer) recht, es war gestern

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      • #33
        Danke, jetzt kann ich beruhigt ins Bett gehen.

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        • #34
          "und auch von diesem Tier gibt es Ribeye, T-Bone, Strip-Loin, etc. und nicht nur Tenderloin"
          Und was es von diesem Tier noch alles gibt, was man in vielen *Lokalen auch nicht bekommt, und zwar nicht des Budgets wegen, vielmehr in vorrauseilendem Gehorsam, unsere Kunden wollen so was nicht essen, darüber will ich bald berichten (ich muß nur noch die Scheu ablegen, über ein Menü in einem Lokal, mit dessen Wirt ich befreundet bin, zu schreiben

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          • #35
            Wertes Schlaraffenland, wenn es um ein Innereien-Menü gehen sollte, so verweise ich auf die effilee #22

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            • #36
              Ich nenne Ihnen schon mal die Fleischstücke, genauerer Bericht dann aber ein anderes Mal.
              Überschrift war: Limpurger Wede-Ochse (läßt sich gut googeln)
              Kronfleisch, Brust, Falsches Filet (mit schöner Mittelsehne/faszie; Sie erinnern sich?), Bürgermeisterstück, Niere, Leber, Sauerbraten (Bug), Roulade.

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              • #37
                Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen

                .... Ich war heute in einer deutschen Kleinstadt (250T Einwohner) und wollte zum Gemüse das passende Fleisch...

                Also in die erste Metzgerei und gefragt, welche Sorten Rinderfilet sie denn hätten. Ein vollkommen verwirrter Blick begegnete mir (Welche, gibt es verschiedene
                ... Rinderfilet gab es dort laut Preisschild für 50 € / kg. Auf Nachfrage kam diese aus Argentinien, es war nur noch ein Reststück und Biohuhn hatten sie auch nicht... Fündig wurde ich letztendlich im Rewe... ordentlich Bio-Hähnchenbrust ... ebenso wie ein Almochs-Filet...
                Sie werter MV sind der Kern des Problems. Sie fordern verschiedene Rinderfilets auch aus des Region, sowie BioHuhnfilet.

                Damit eine Fleischerei Rinderfielt aus der Region anbieten kann, muss sie ganze oder halbe Viecher kaufen und diese bestehen zu einem recht großen Teil nicht aus Filet.

                Hat also eine Fleischerei nicht ausreichend Nachfrage nach den ekligen Stücken, weil ihresgleichen nur die feinen Bratstücke fordern, gibt es Garnichts Gutes.

                Mein Fleischer ist in einer 25k Stadt ansässig und ich reise aus meiner 500k Heimat dorthin um die besten Steaks der Region zu kaufen. Fetttriefende 6 Wochen trocken gereifte, 1000g Cote de Boeufs, fieseste Bistecca Fiorentina und die besten Kalbskoteletts Norddeutschlands. Leider gibt es, eben weil man von diesen wirklich guten Tieren immer ein ganzes kaufen muss, nie verlässlich alles und auch mal eine Weile nichts. Zudem bekommt man die Besten Stücke nur, wenn man bereit ist zusätzlich einen guten Teil der Teilstücke zu verbrauchen, die in der Fleischerei nicht nachgefragt werden.

                Würden sie also in eine der besten Fleischereien der Region kommen und nach Filet fragen, würden sie vom Hof gejagt oder müssten mit Großhandelsware leben.

                Wegen Menschen ihres Schlages wurde das Brät erfunden, versuchen sie doch einfach mal aus der akzeptablen Reweauslage ein Tier zusammen zu setzen.

                Schönen Feierabend

                Passepartout.

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                • #38
                  Lieber passepartout, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.

                  Zum Thema Maultaschen: am Sonntag war ich auf Zwischenstopp in Tübingen und bin in der Nähe des Schlosses eingekehrt. Die Maultaschen waren keine Offenbarung, kein sichtbarer Spinat drin. Die Bubespitzle sahen viel besser aus.

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                  • #39
                    Zitat von rocco Beitrag anzeigen
                    Zum Thema Maultaschen: am Sonntag war ich auf Zwischenstopp in Tübingen und bin in der Nähe des Schlosses eingekehrt. Die Maultaschen waren keine Offenbarung, kein sichtbarer Spinat drin. Die Bubespitzle sahen viel besser aus.
                    Mein Beileid. Die Innenstadt von Tuebingen ist inzwischen auf Mittagstisch-fuer-2-Euro-fuffzich-Etablissements reduziert. Schlimmer isst man in der Gegend fast nirgends. Selbst die vormals vortreffliche Weinstube Forelle wohl nur noch ein Schatten ihrer selbst.

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                    • #40
                      Gut, dass Sie das sagen. Ich dachte schon nach längerem Rumwandern an den Neckar und zurück, in jedes Seitengässle und sogar in die vermeintlich hässlicheren Gegenden, ich bin zu blöd, um in der Tübinger Innenstadt ein Sonntag-Mittag-Lokal zu finden. Ich war dann im Mauganeschtle beim Schloss, ein für Uneingeweihte schwer verständlicher Singsang aus Oi- und Sch-Lauten aus der Gaststube versprach ein gewisses lokales Flair...

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                      • #41
                        Zitat von rocco Beitrag anzeigen
                        Gut, dass Sie das sagen. Ich dachte schon nach längerem Rumwandern an den Neckar und zurück, in jedes Seitengässle und sogar in die vermeintlich hässlicheren Gegenden, ich bin zu blöd, um in der Tübinger Innenstadt ein Sonntag-Mittag-Lokal zu finden. Ich war dann im Mauganeschtle beim Schloss, ein für Uneingeweihte schwer verständlicher Singsang aus Oi- und Sch-Lauten aus der Gaststube versprach ein gewisses lokales Flair...
                        Besser vorher nachfragen wenn Sie das naechste Mal in die Gegend kommen. Da gibt es schon einiges zu entdecken, bloss kaum in Tuebingen proper.

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                        • #42
                          Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen

                          Also in die erste Metzgerei und gefragt, welche Sorten Rinderfilet sie denn hätten. Ein vollkommen verwirrter Blick begegnete mir (Welche, gibt es verschiedene ?) und die Verkäuferin war ganz stolz, mir ein Stück totes Rind zu präsentieren. OK, Filet war es nicht, wie sie einräumen mußte aber Hüfte ist ja „im Grunde auch besser“. Die Frage nach Bio-Hühnchen sparte ich mir angesichts der Auslage- Also in die nächste Metzgerei, immerhin eine Kette mit ein Dutzend Filialen. Rinderfilet gab es dort laut Preisschild für 50 € / kg. Auf Nachfrage kam diese aus Argentinien, es war nur noch ein Reststück und Biohuhn hatten sie auch nicht, dafür aber Hühnchenbrust ohne Herkunft für 18 € / Kg. Die nächsten 2 Versuche in anderen Metzgereien waren ebenso frustierend. Fündig wurde ich letztendlich im Rewe. Dort gab es eine recht ordentlich Bio-Hähnchenbrust (für 29 €/kg) die nicht nach Styropor schmeckte ebenso wie ein Almochs-Filet (für 45 €/kg), das einem sehr guten American Beef nur wenig nachstand.
                          Vermutlich glauben Sie bei Ihrem Rewefleisch auch noch an freilaufende Tiere mit gutem Futter. Zum Rest ist genug gesagt.

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                          • #43
                            Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
                            Sie werter MV sind der Kern des Problems. Sie fordern verschiedene Rinderfilets auch aus des Region, sowie BioHuhnfilet.
                            Sorry, aber was für ein Unfug. Abgesehen davon, daß Sie selbst stolz erzählen, die besten Fleischstücke Norddeutschlands zu kaufen (das dürften sie ja nach ihrer eigenen Logik nicht), kauft der Metzger doch keine Rinderhälften, wenn er Irish oder American Beef in der Auslage hat. Das bezieht er vom selben Großhändler vakuumiert, wie Sie und ich. Ebenso weiß ich nicht, was daran verwerflich sein soll, Biohuhn zu kaufen.

                            Und die Idee, aus Solidarität am besten Hufe und Augen zu kaufen, da der arme Metzger ja sonst nicht weiß, wohin damit, finde ich einfach nur albern. Machen wir es dann wie bei den Top-Weingütern, wer ein Tenderloin haben will muß die dreifache Menge Knorpel nehmen ? Abgesehen davon, gibt es genug Leute, die lieber wie Sie ein Rib-Eye oder T-Bone haben wollen, so daß die Nachfrage nach Tenderloin gar nicht so hoch ist. Und andere vergöttern das Brät und sind auch glücklich- Abgesehen davon gibt es von Wurst bis Hackfleisch so viele Möglichkeiten, diverse Fleischstücke zu verwenden, daß ich mir das sicher nicht um die Metzger sorgen machen muß.

                            Daß Biohuhn und regionales Rinderfilet nicht in der Auslage zu finden sind, liegt schlicht und einfach daran, daß die Nachfrage fehlt und die Leute nicht bereit sind, soviel Geld auszugeben. Es ist also im Gegenteil so, daß es gut wäre, wenn mehr Leute solche Produkte kaufen würden, denn mit der Nachfrage könnte es auch ein besseres Angebot geben.

                            PS
                            @Schnecke: Ja, das glaube ich, da der Metzger im Rewe einen Herkunftsnachweis für das Rindfleisch ausliegen hatte.

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                            • #44
                              Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
                              wenn er Irish oder American Beef in der Auslage hat. Das bezieht er vom selben Großhändler vakuumiert, wie Sie und ich.
                              Ich bin erstaunt.
                              Ich beziehe ganz sicher weder Irish noch American Beef im Vacuumpack. Dann lieber Brät vom Metzger meines Vertrauens.

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                              • #45
                                Dass es fuer ein Restaurant durchaus moeglich ist, einen ganzen Ochsen zu kaufen, hat ein hier im Forum nicht ganz unbekannter Koch hier beschrieben:

                                http://blog.zeit.de/nachgesalzen/201...r-ochse-i_5778

                                Wenn Mittermeier aus den weniger "beliebten" Fleischstuecken Gerichte fuer seine Gaeste machen kann, wird ein Profi wie passepartout das doch auch hinbekommen - insofern verstehe ich, werter MV, Ihre Reaktion nicht.

                                Dass der Kauf eines ganzen Tieres hier fuer die meisten Forumsmitglieder nicht in Frage kommt, ist klar.

                                Allerdings wuerde ich mich freuen, wenn wir nicht dazu beitragen wuerden, die Nachfrage nach Huehnerbrustfilets (egal ob Bio oder nicht) zu erhoehen - ein ganzes Huhn zu verarbeiten sollten die meisten hier hinbekommen. Wenn wir nur die Filets essen, ruinieren wir Huehnerzuechter in Afrika.

                                http://www.heise.de/tp/artikel/18/18872/1.html

                                Zeitblom

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