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Türkische Vielfalt in Hannover - Viel mehr als nur Döner

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  • Türkische Vielfalt in Hannover - Viel mehr als nur Döner

    Hallo Leute,

    ich habe mal ein wichtiges Anliegen und möchte dieses echt dringend vortragen:

    Wenn ich jemandem sage: "Komm, wir gehen jetzt richtig schön türkisch essen", dann bekomme ich meist nur zu hören: "Hey, ich bin dir nur 3,50€ für einen Döner wert?" oder "Nee, ich hatte letzte Woche schon einen Dürüm".

    Und das kann es nicht sein!
    Vor Allem in größeren Städten wie Hannover gibt es so viele unfassbar gute türkische Restaurants, die vom Ruf der Imbissbuden in Mitleidenschaft gezogen werden. Da muss sich was ändern!
    Meine Empfehlungen:

    - Das Restaurant ADANA, in der Roscherstraße nahe dem Hauptbahnhof. Erstklassiger Lehmofen, Spezialisierung auf diese Gerichte, schönes gedämpftes Licht für angenehm ruhiges Ambiente. Die Weine sind genial; erst dort habe ich meine Vorliebe für Rotwein entdeckt.
    Lieblingsgericht dort: ADANA Kebab. Und nein, nicht dieser Fraß den man an Imbissbuden bekommt. Es gibt nicht umsonst den riesen Kostenunterschied: Während im Schnellrestaurant der ADANA Kebab etwa 7€ kostet, sind wir im Restaurant ADANA schon bei etwa 15€ (Beilagen inbegriffen).
    Das Restaurant ist schon sehr edel, was Service und Preise anbelangt. Aber man bekommt für sein Geld wohl mit die beste Qualität was Fleisch, Fisch und Gemüse angeht. Hier wird sehr penibel darauf geachtet, wie ich mitbekommen habe.

    - Das Restaurant SELALE, in der Lister meile direkt in der Fußgängerzone hinterm Hauptbahnhof. Das Konzept des Ladens gefällt mir sehr. Früher hieß es "HELAL" was soviel bedeutet wie religionskonforme Zubereitung aller Speisen und kein Alkohol.
    Mittlerweile haben sie sich allerdings angepasst und alkoholische Getränke mit auf die Karte genommen. Grund dafür war der Anstieg deutscher Gäste, die das nicht ganz so recht verstehen konnten warum es denn kein Bier zum Gericht gibt, aber dennoch so neugierig auf die türkische Küche sind, dass sie immer wieder kommen.
    Auch hier ist der ADANA Kebab absolutes optimum was den Fleischgenuss angeht, aber auch die Pfannengerichte wie überbackenes Lamm sind unvergleichlich. Der Koch sagte mir einmal, er probiere immer mal wieder was neues aus, damit seinen Gästen nicht langweilig wird. Vor Allem, wenn er schon sieht, wer da bestellt und es handelt sich dabei um Kunden die er bereits kennt, dann macht er mal was neues oder passt das jewielige Gericht dem entsprechenden Kunden an.
    Das ist nämlcih ein riesiger Pluspunkt: Der Koch geht ab und an zu den Gästen und fragt, ob denn alles in Ordnung war. So lernt er seine Gäste kennen, kommt mal aus der Küche und holt sich Tipps zur Verbesserung seiner Gerichte. Also nicht nur ein Koch im eigentlichen Sinne, also ein "Handwerker", sondern ein wahrer Künstler in der Küche, den man unbedingt mal besucht haben sollte.
    Fragen Sie im Selale also nach Ercan Genc und seinen legendären Fleischgerichten. Ich habe selten so gut gegessen.

    - Zu guter Letzt den Sultan Palace am Schwarzen Bären, einem Viertel in Hannover, etwa 15 Minuten mit der Bahn vom Hauptbahnhof entfernt. Auch dieser laden besticht durch einzigartige Küchengerichte, was hier aber noch hinzukommt, ist, dass großer Wert auf ein unvergessliches Ambiente gelegt wird. Die Kellner haben spezielle Kostüme an, die einem Sultanspalast gerecht werden und sobald man über die Türschwelle geht, kommt man sich vor wie in Walt Disney's Aladin.
    Einfach fanstastisch.

    Soweit von mir und auch für die Zukunft: Hört auf an "Extra viel Scharf und mit allem" zu denken, wenn ihr "türkisches Restaurant" hört.

    Grüße
    Zuletzt geändert von Hannes Buchner; 17.06.2013, 13:59.

  • #2
    Dieser Post kommt mir irgendwie spanisch vor, oder ist er gar getürkt?

    Naja, jedenfalls scheint hier jemand die Intention dieses Forums noch nicht so ganz verinnerlicht zu haben...

    KG, Jörn

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    • #3
      Getürkt ist fast richtig.
      Ich hab die ein oder andere Richtlinie überlesen und hatte eigentlilch gedacht, dass der Moderator den Post in die Richtige Ecke schiebt.

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      • #4
        Ich fürchte, werter Gunze, Ihr Posting wird auch in anderen "Ecken" dieses Forums keine Heimat finden... Oder wo hätten Sie sich mit Ihrem Beitrag verortet?

        KG

        Tobler

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        • #5
          Ich find zwar die Rubrik "Kuriositäten" nicht ganz passend, da Sie sich in meinen Augen wirklich Mühe gemacht haben mit Ihrem Bericht. Aber irgendwie fiel mir keine passendere Rubrik ein. Zumal es hier im Forum um wirkliche Spitzengastronomie geht.

          M.

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          • #6
            Das mit der Spitze ist ja immer Definitionssache.
            Aber na gut, dann weg damit, bevor man sich hier unnötig den Kopf zerbricht.

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            • #7
              Hier gilt die Definition, dass besprochene Restaurants in gängigen Führern der Spitzengastronomie auftauchen oder kurz davor sind. Also in Guide Michelin, Gault Millau, Gusto etc.

              Erstposter sollten sich vor der "Tat" ein wenig mit dem Thema des Forums vertraut machen.

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              • #8
                Gedanke

                Dieser Tread wirft einen Gedanken auf: Warum gibt es eigentlich sogut wie keine Top/Sterne Restaurants mit 'auslaendischer/exotischer' Kueche. Jetzt nicht Italienisch, Franz. oder Tim Raue!!!!

                Vorallem auf der Insel gibt es besternte Thai, Chinesische, Indische Restaurants. Solche Kuechen finden hier allerdings keinerlei Beachtung (vielleicht gibt es ja auch keine Guten hier!!!??)

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                • #9
                  Das Nagaya in Düsseldorf wäre dann wohl die Ausnahme von der Regel.

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                  • #10
                    Warum eigentlich mit Ausnahme von Tim Raue? Vielleicht ist er ja gerade einer der Vorreiter...

                    Persönlich prognostiziere ich der chinesischen Küche auf Top-Level schon seit 10 Jahren eine grosse Zukunft... Zugegeben, je nach Land war meine Prognose bis jetzt nicht immer so zutreffend...

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                    • #11
                      Zitat von kuechenreise Beitrag anzeigen
                      Warum eigentlich mit Ausnahme von Tim Raue? Vielleicht ist er ja gerade einer der Vorreiter...
                      Das Taku in Köln kocht ebenfalls eher fremdländisch und dies bereits seit einigen Jahren. Damals eröffnet mit Sven Feldmann als Küchenchef und Saucier, einem thailändischen Entremetier, geschult in der königlichen, der großen Kochkunst seiner Heimat (sie unterscheiden dort sehr genau) und dem begnadeten Sushimeister Takashi Nikaido (geben sie ihm einen ganzen Thun, so einen richtig fetten, frischen und weinen sie vor Glück) als Gardemanger. Damals bereits ein Spitzenkonzept aber erst Mirco Gaul als dritter? Küchenchef bekam 2012? den lang ersehnten Stern.

                      Herr Nikaido ist aktuell im in Yu Sushiclub in Bonn, einer weiteren Adresse mit starkem fernöstlichen Einschlag und Topreferenzen.

                      Viele Grüße

                      Passepartout

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                      • #12
                        Werter Zigeuner,

                        in England (dort vor allem in London) oder in Holland (dort vor allem in Amsterdam) gibt es aufgrund der Vergangenheit beider Länder als Kolonialreiche eine ganz andere Tradition hinsichtlich asiatischer Restaurants. Erst einmal sind dort aus ebendiesem Grund z.B. indische oder thailändische Restaurants wesentlich zahlreicher vertreten als in Deutschland, und bei dieser großen Auswahl in Bezug auf diese Länderküchen ist es natürlich auch logisch, dass es auch im gehobenen Segment eine viel größere Anzahl an solchen Lokalen gibt als bei uns. So kommt es, dass bei uns so gut wie keine besternten asiatischen Restaurants zu finden sind (außer den hier im Thread erwähnten Ausnahmen), sie in Städten wie London hingegen in großer Zahl existieren!

                        Mit kulinarischem Gruß, El Grande

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