Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Wasserpreise

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #16
    Über Marken möchte ich mich nicht auslassen, auch wenn ich mich über jede Kritik am genannten Wasser freue.

    Dominant ist die Marke ausschließlich wegen ihrer aggressiven Vertriebsstrategie, das Wasser soll in den Gourmetmarkt. Der Hebel, um dies zu bewerkstelligen, wird nicht bei den einzelnen Gastronomen, sondern den großen Verlegern angesetzt, die in Folge dessen keine echten Alternativen anbieten, sich zum Teil weigern faktisch bessere Produkte (Geschmack, Mineralisierung, Image, Preis) ins Sortiment aufzunehmen. Ich habe dieses Spiel zwei Jahre gespielt, nicht weil es nötig gewesen wäre, ich hatte Lust auf ein gutes Wasser und war bereit einen gewissen Preis zu zahlen.

    Viele regionale Wasser schmecken mir nicht und haben zudem ein Imageproblem. Während in Italien oder Frankreich selbst kleinste Quellen in die Wertigkeit ihres Auftrittes investieren, schläft der Markt hier noch ein Weilchen und es gibt kaum eine Flasche, die ich in meiner Kneipe auf dem Tisch sehen wollte.

    Wasser "umsonst" oder eine flach kalkulierte Flat funktioniert nur in Betrieben mit sehr kultivierten Gästen. In allen anderen würde das Konsumverhalten einiger Gäste, dem Gastgeber den "Spaß" an diesem Konzept verderben. Leider Deutsch.

    Die Preispolitik ist schlicht eine Frage der Perspektive.

    Deutschlands Gastronomie ruft im europäischen Durchschnitt die höchsten Getränkepreise sowie die niedrigsten Speisenpreise auf.

    Im Grundsatz sind 13€ für eine Flasche Wasser absurd viel Geld. Braucht man aber dieses absurd viele Geld, um Kosten zu decken, lassen sich durchaus einleuchtende Argumente finden.

    Ein Gästepaar (Gastronomen, 16 GMP, GM Mich, ect) fragte kürzlich, warum unser Wasser so Preiswert sei und argumentierte, wir hätten (was falsch ist) den selben Serviceaufwand wie bei einer Flasche Wein und würden folglich allen Gästen, die vornehmlich Wasser tränken, etwas schenken. Darüber hinaus sollte der Wasserpreis am Durchschnittspreis äquivalenter Betriebe orientiert sein. Man müsse mit dem Küchenumsatz die Küche finanzieren und mit dem Getränkeumsatz den Service. Betriebswirtschaftlich nachvollziehbar.

    Der Durchschnittspreis für 0,75l einer einfachen Sorte, serviert in einfacher bis mittlerer Gastronomie in Hannover- was anderes haben wir mittags leider nicht, liegt aktuell bei 6€.

    Es gibt fürchterliche Läden die 8€ aufrufen und in einem wurde auf die freundliche Nachfrage ob das ihr Ernst sei, mit schlechten, geizigen Gästen argumentieren. Viele würden schlecht essen und zu zweit, in zu langer Zeit, nur eine Flasche Wasser trinken- daran herumnuckeln. Wir brauchen mittags 2-3 Flaschen und wurden "bestraft", obwohl wir- zwar auch nicht gut aßen, aber viel bestellten. Einmalig. Etwas polemisch formuliert aber das hintergründige Argument, ein zu günstiger Wasserpreis würde die Nachfrage nach anderen, Marge bringenden Getränken negativ beeinflussen, ist ebenfalls nachvollziehbar.

    Aus der Perspektive von unten, sind 13€ an einem perfekten Tisch mit ebensolchem Essen wie Service ein Schnapper

    Viele Grüße

    Passepartout

    Kommentar


    • #17
      10 Franken für Leitungswasser ist ja schon ...
      ... frech.

      Eine Unsitte ist für mich auch, dass ungefragt immer wieder neue Flaschen an den Tisch gebracht werden. Eine kurze Kontaktaufnahme des Service erachte ich eigentlich für eine Selbstverständlichkeit.


      Gruß!

      Kommentar


      • #18
        Lieber Passepartout nach welchen Kriterien unterscheiden sie schlechtes und gutes Mineralwasser?
        Ich kenne jetzt zwar kein regionales Wasser aus Ihrer Ecke, aber eigentlich habe ich bisher mit regionalem Wasser nur positive Erfahrungen.
        Was ich absolut nicht mag ist salziges Wasser, da bin ich etwas empfindlich.


        Gruß!

        Kommentar


        • #19
          Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
          Lieber Passepartout nach welchen Kriterien unterscheiden sie schlechtes und gutes Mineralwasser?
          Was zählt ist vor allem der Geschmack, die Mineralisierung, der Kohlensäuregehalt und auch die Art, die Größe der "Blubber" der zugefügten Kohlensäure.
          Der Primärzweck allen Wassers ist sicherlich die medizinisch notwendige Wasseraufnahme. Ein gutes Wasser ist darüber hinaus ein Genuss, es passt in meinen Körper, es sättigt nicht den Durst, es befriedigt.

          Kommentar


          • #20
            In arabischen oder sonstwie wassermangelnden Ländern (ich erinnere übrigens im Pellegrino-Zusammenhang an die Reportage, wie Nestle in einem Drittweltland den Anwohnern das Wasser abgräbt und exportiert) kann ich hohe Wasdserpreise nachvollziehen. Ich finde es halt etwas absurd, eine Mischkalkulation durch hohe Wasserpreise zu erzielen.
            Dann lieber das Menue 10-15€ teurer, das ist für mich nachvollziehbarer.

            Ich finde im übrigen das Lunchangebot im Vendome auch sensationell gut, wir hatten es im April genossen.

            P.S. Das mit der Mischkalkulation geht ja auch anders, wie kürzlich erfahren. Wir wollten für den Dreijährigen eine halbe Portion Risotto im ***, der Service bestand darauf, daß die Portion so klein sei, also bestellten wir ein volles Gericht. Selbstredend blieb die Hälfte der knapp-50€-Portion ob der Menge liegen...
            P.P.S. Danke für Ihre Reaktionen, das Forum lebt doch !

            Kommentar


            • #21
              Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
              .

              P.S. Das mit der Mischkalkulation geht ja auch anders, wie kürzlich erfahren. Wir wollten für den Dreijährigen eine halbe Portion Risotto im ***, der Service bestand darauf, daß die Portion so klein sei, also bestellten wir ein volles Gericht. Selbstredend blieb die Hälfte der knapp-50€-Portion ob der Menge liegen...
              Das ist eine absolute Frechheit. Finde ich viel schlimmer wie überteuertes Mineralwasser. Da würde ich wohl nicht mehr hingehen.
              Kann mich nicht erinnern für meinen Sohn in diesem Alter einmal so viel Geld ausgegeben zu haben. Meist gab es auch ganze Menü für nullkommanix.


              Gruß!

              Kommentar


              • #22
                Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
                P.S. Das mit der Mischkalkulation geht ja auch anders, wie kürzlich erfahren. Wir wollten für den Dreijährigen eine halbe Portion Risotto im ***, der Service bestand darauf, daß die Portion so klein sei, also bestellten wir ein volles Gericht. Selbstredend blieb die Hälfte der knapp-50€-Portion ob der Menge liegen...

                Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
                Das ist eine absolute Frechheit ... Da würde ich wohl nicht mehr hingehen.
                Das ist etwas Off Topic aber Fragolini begründet ganz wunderbar, warum die "Kinderportion" nicht möglich war. Sie sollen nicht wiederkommen, nicht mit Kindern!

                Ein probates und oft erlebtes Mittel.

                Viele Grüße

                Passepartout

                Kommentar


                • #23
                  Was soll das für einen Sinn machen?
                  Eltern gehen nur dahin, wo sich ihre Kinder wohlfühlen. Und wo gehen die Kinder wohl hin, wenn sie älter werden?
                  Kinder sind die Gäste für morgen.

                  Ich hab bisher so etwas nur ein einziges mal erlebt.


                  Gruß!

                  Kommentar


                  • #24
                    Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
                    Was soll das für einen Sinn machen?
                    Man hat seine Ruhe und wenn die Trauerfeiern der vermeintlich ruhebedürftigen Stammgäste abgefrühstückt sind, kann man guten Gewissens für immer zusperren. ;-)

                    Kommentar


                    • #25
                      Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
                      Man hat seine Ruhe und wenn die Trauerfeiern der vermeintlich ruhebedürftigen Stammgäste abgefrühstückt sind, kann man guten Gewissens für immer zusperren. ;-)
                      Ist ein Argument ...


                      Gruß!

                      Kommentar


                      • #26
                        Das alles schreit doch nach einer Karaffe Leitungswasser. Im Süden ja durchaus üblich.

                        Kommentar


                        • #27
                          Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
                          ...Karaffe Leitungswasser. Im Süden ja durchaus üblich.
                          Auch im Norden, werte schnecke! Wir waren gerade ein paar Tage in Stockholm und bekamen mit großer Selbstverständlichkeit stets eine Karaffe mit kühlem Wasser auf den Tisch gestellt. Selbst als wir einmal keinen Wein getrunken haben und ich ausdrücklich nur ein Wasser bestellte, wurde dies nicht berechnet. Auf mein erstauntes Nachfragen bekam ich mit einem Lächeln zur Antwort, dass man doch für einfaches Wasser nichts bezahlen müsse.

                          Schönen Gruß, Merlan

                          Kommentar


                          • #28
                            Das scheint sich zumindest in Teilen Österreichs zu ändern:

                            http://www.kleinezeitung.at/freizeit...isier-ak.story

                            Übrigens ist unter dem Link auch sonst netter Lesestoff zu finden.

                            Kommentar


                            • #29
                              ... wir ärgern uns auch über die ausufernden Wasserpreise.

                              Wenn ich alte Bewirtungsbelege anschaue sehe ich, dass eine Preissteigerung um jährlich 1- 2 euro pro Flasche selbst in der mittleren Gastronomie üblich ist. Allerdings muss ich auch feststellen, dass bei einem Geschäftsessen mittlerweile fast alle am Tisch (zwanghaft) nur noch Wasser trinken! Das war vor 15 Jahren noch anders.

                              kG alex

                              Kommentar


                              • #30
                                Ich behaupte: wenn man Wein trinkt, zumal bei einer Weinbegleitung, wird wahrscheinlich nur selten mehr als eine 0,75 l. Flasche pro Person den Abend über getrunken. Über eine Wasser-Flatrate von 12 EUR pro Person würde man sich wahrscheinlich weniger ärgern, als über den Preis einer Flasche in dieser Höhe, auch wenn man am Ende wahrscheinlich nicht viel mehr Wasser trinkt, als 0,75 Liter. Der Aspekt von passepartout, dass eine Wasserflatrate dazu führt, dass keine anderen Getränke mehr getrunken werden, liesse sich ja auch leicht umgehen, indem es etwa zur Weinbegleitung die Wasserflatrate gäbe. Ich vermute, in der Gesamtsumme der Rechnung würde sich nicht viel verschieben, aber das psychologisch wäre der Effekt ein guter für den Gast.

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X