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Fine Dining und die Corona-Epidemie

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  • #76
    Es muss ja immer beides zusammenkommen: Es muss halbwegs sicher sein und von den Kunden angenommen werden.
    Meine Zweifel zu Kellner mit Mundschutz und Handschuhen direkt am Tisch beziehen sich vor allem auf die Sicherheit. Und so einen Teller kriegt man doch ein paar Meter selber ganz gut getragen. Die Tellerkunstwerke dürften ja eh etwas weniger komplex sein in der Zukunft, denn 6 Mann mit Pinzette um einen Teller wird es wohl nicht geben.

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    • #77
      Zitat von glauer Beitrag anzeigen
      Es muss ja immer beides zusammenkommen: Es muss halbwegs sicher sein und von den Kunden angenommen werden.
      Meine Zweifel zu Kellner mit Mundschutz und Handschuhen direkt am Tisch beziehen sich vor allem auf die Sicherheit. Und so einen Teller kriegt man doch ein paar Meter selber ganz gut getragen. Die Tellerkunstwerke dürften ja eh etwas weniger komplex sein in der Zukunft, denn 6 Mann mit Pinzette um einen Teller wird es wohl nicht geben.
      Ich denke, das dies logistisch schwer umsetzbar ist. Wenn wir die Abstandsregelungen einhalten wollen, dann muss dieses Objekt (Tisch , Durchreiche etc.) in einem Radius von 2 m von den nächsten Tischen stehen. Ausserdem müsste gewährleistet sein, das der Gast in einem Abstand von 2 m an anderen Gästen vorbei gehen kann. Ferner müsste der Gast durch irgendjemanden darauf aufmerksam gemacht werden, das dies sein Teller ist. Da hat man entweder wieder den Service am Tisch oder es wird mit einer technischen Ausstattung gesteuert. Dann ist es ja eigentlich üblich, das der Teller warm ist und ab und zu gibts nun auch nicht nur ein "Tellergericht" sondern auch noch etwas rechts und links dabei. Da läuft der Gast dann mit Serviertablett durch die Gegend und wie bekommt er den heissen Teller, ohne sich die Finger zu verbrennen oder den Tisch voll zu kleckern, vom Tablett? Und was macht er dann mit dem Tablett. Zurück bringen oder auf den Fussboden abstellen? Und dabei stellt sich dann die Frage für den Gastwirt, wer schliesst denn aus, das danach der Tisch, das Tablett etc. nicht mit Viren des Gastes kontaminiert waren und jetzt womöglich in die Küche etc. gelangen? Und zumindest in der Gastronomie, in der sich das "Alter" tummelt, das zwar noch geradeaus gehen kann, aber schon Problem hat, die Kaffeetasse schüttelfrei zu halten, stösst man damit an gutgemeinte Grenzen.

      Ich kann aber auch mit dem "Selbstabholer" Teller leben, daran wird mein Besuch nicht scheitern. Aber bitte dann mit Tablett, denn wenn ich eins wirklich hasse, sind es kalte oder nur lauwarme Teller für warme Speisen.

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      • #78
        und es bewegt sich etwas und wesentlich schneller als heute morgen noch die meisten Schweizer Gastronomen es angenommen haben

        Maximal vier Gäste pro Tisch


        Berset erklärt die Regeln für die Gastronomie ab dem 11. Mai. Maximal vier Personen pro Tisch sind erlaubt, Ausnahmen gibt es für Eltern und Kinder. Der Bundesrat habe sich bewusst gegen ein Unterscheiden zwischen Bars und Restaurants entschieden – spezielle Regelungen wären in diesem Detail nicht umsetzbar. Allerdings betont Berset, dass die neuen Regeln für Tische und damit sitzende Gäste gelten.

        eine Blaupause für Deutschland?

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        • #79
          Möglicherweise. Es irritiert mich doch sehr, dass die Länder derzeit mehr über Daten, als über Umstände, sprich Konzepte diskutieren.

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          • #80
            Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
            Möglicherweise. Es irritiert mich doch sehr, dass die Länder derzeit mehr über Daten, als über Umstände, sprich Konzepte diskutieren.
            Aber der Frank hat doch ein Konzept mit der Metro und Unterstützer erarbeitet, das kann der Laschet doch übernehmen

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            • #81
              In Niedersachsen wird ab Montag geöffnet

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              • #82
                Zitat von wombard Beitrag anzeigen
                In Niedersachsen wird ab Montag geöffnet
                Richtig und es hat eine Weile gedauert bis bei mir der Groschen endlich gefallen ist....Niedersachsen Jetzt hab ich aber natürlich sofort reserviert.

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                • #83
                  In der Schweiz gab es die ganze Zeit ein gastronomisches Angebot. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern mussten Hotels nicht schliessen und durften auch Privatpersonen empfangen und bewirten. Davon machten am Anfang des Lockdown nicht viele Gebrauch , im Laufe des Aprils öffneten dann einige Hotels mehr. Einen grösseren Schub gab es am 27. April, da durften die Hotels auch wieder Teile ihres Wellness-Bereiches öffnen.

                  Ich habe die Hotelangebote für 2 Kurzurlaube genutzt. Die grosse Kulinarik habe ich nicht gefunden und war wohl auch nicht im Angebot. Einfach mal eine andere schöne Aussicht, bevor mir die Decke auf den Kopf fiel. Wanderungen in schöner Gegend und am Abend wieder einmal an einen gedeckten Tisch sitzen und ein schmackhaftes Essen serviert bekommen. Corona lies mich etwas bescheidener werden. In dem Beitrag geht es ja aber eher darum wie ein Restaurantbesuch währen der Pandemie ablaufen kann.

                  Hotel de l‘ Aigle in Couvet, Val de Travers
                  Check-In gab es keinen, Zimmerschlüssel lag im Eingangsbereich auf einem Tisch bereit, mit einem Willkommensschreiben und den nötigen Angaben für Aufenthalt und Abendessen. Es gab ein festes 3-Gang Menu das gemeinsam serviert werden sollte. Der Schreibende kam allerdings am 1. Abend eine Stunde zu spät, weil sein I-Pad noch nicht in der Sommerzeit angekommen war. Das war aber kein Problem . Es waren etwa 8 Personen. 3 die zusammen reisten sassen auch zusammen, die anderen alle an Einzeltischen in gebührendem Abstand. Küche und Service war ein Einmannbetrieb, der Koch hat die Teller selber an den Tisch gebracht. Der Wein wurde am Buffet entkorkt und dann zum probieren an den Tisch gebracht, nach dem ok nachgefüllt und mit der Flasche auf meinen Tisch gestellt. Das weiter Nachfüllen habe ich dann selbst übernommen. Recht lockere Atmosphäre mit Gesprächen auf Distanz.

                  Kartause Ittingen:
                  Auch hier gab es für die Hotelgäste ein Halbpensionsangebot mit 3-Gang Menu mit einer vegetarischen Alternative beim Hauptgang. Wären am Eingang nicht Verhaltensplakate und Desinfektionsmittel gewesen, hätte ich kaum bemerkt, dass Seuchenzeit ist. Höchstens daran, dass die Tische etwas weiter auseinander standen oder das freundliche Servicepersonal und der Küchenchef auf seiner Runde etwas mehr Abstand hielten. Auch hier wurden Essen und Getränke direkt an den schön gedeckten Tisch gebracht. Nur die Auswahl der Digestifs wurde zum Tisch gefahren, aber das war vermutlich früher nicht anders. Das Frühstück wurde serviert und nicht in Buffet-Form offeriert.

                  Beide Aufenthalte haben meine etwas bescheideneren Wünsche gut erfüllt. Ich werde auf alle Fälle diese Orte wieder besuchen, schon nur wegen der Erinnerung an schöne Aufenthalte in komischer Zeit. Die Kartause ist für mich eines der gelungensten Hotels, modernes Seminarhotel integriert in klösterlicher Tradition. Gourmets könnten es verbinden mit einem Abstecher ins nahe Wigoltigen in die Taverne zum Schäfli**.


                  Inzwischen wurde auch das Schutzkonzept für die Öffnung der Restaurants bekannt: max, 4 Personen am Tisch, 2 Meter Abstand zwischen den Tischen oder eine Trennwand, es müssen alle Kontaktdaten mit Adressen und Telefonnummer aufgenommen und für 14 Tage aufbewahrt werden. In der Küche gelten auch 2 m Abstand, sonst Schutzmaske. Für mich als Gast keine Hindernisse,. meine Kontaktdaten gebe ich bei der Reservation auch sonst bekannt.

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                  • #84
                    Zitat von hatho Beitrag anzeigen
                    In der Schweiz gab es die ganze Zeit ein gastronomisches Angebot. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern mussten Hotels nicht schliessen und durften auch Privatpersonen empfangen und bewirten. Davon machten am Anfang des Lockdown nicht viele Gebrauch , im Laufe des Aprils öffneten dann einige Hotels mehr. Einen grösseren Schub gab es am 27. April, da durften die Hotels auch wieder Teile ihres Wellness-Bereiches öffnen.

                    Ich habe die Hotelangebote für 2 Kurzurlaube genutzt. Die grosse Kulinarik habe ich nicht gefunden und war wohl auch nicht im Angebot. Einfach mal eine andere schöne Aussicht, bevor mir die Decke auf den Kopf fiel. Wanderungen in schöner Gegend und am Abend wieder einmal an einen gedeckten Tisch sitzen und ein schmackhaftes Essen serviert bekommen. Corona lies mich etwas bescheidener werden. In dem Beitrag geht es ja aber eher darum wie ein Restaurantbesuch währen der Pandemie ablaufen kann.

                    Hotel de l‘ Aigle in Couvet, Val de Travers
                    Check-In gab es keinen, Zimmerschlüssel lag im Eingangsbereich auf einem Tisch bereit, mit einem Willkommensschreiben und den nötigen Angaben für Aufenthalt und Abendessen. Es gab ein festes 3-Gang Menu das gemeinsam serviert werden sollte. Der Schreibende kam allerdings am 1. Abend eine Stunde zu spät, weil sein I-Pad noch nicht in der Sommerzeit angekommen war. Das war aber kein Problem . Es waren etwa 8 Personen. 3 die zusammen reisten sassen auch zusammen, die anderen alle an Einzeltischen in gebührendem Abstand. Küche und Service war ein Einmannbetrieb, der Koch hat die Teller selber an den Tisch gebracht. Der Wein wurde am Buffet entkorkt und dann zum probieren an den Tisch gebracht, nach dem ok nachgefüllt und mit der Flasche auf meinen Tisch gestellt. Das weiter Nachfüllen habe ich dann selbst übernommen. Recht lockere Atmosphäre mit Gesprächen auf Distanz.

                    Kartause Ittingen:
                    Auch hier gab es für die Hotelgäste ein Halbpensionsangebot mit 3-Gang Menu mit einer vegetarischen Alternative beim Hauptgang. Wären am Eingang nicht Verhaltensplakate und Desinfektionsmittel gewesen, hätte ich kaum bemerkt, dass Seuchenzeit ist. Höchstens daran, dass die Tische etwas weiter auseinander standen oder das freundliche Servicepersonal und der Küchenchef auf seiner Runde etwas mehr Abstand hielten. Auch hier wurden Essen und Getränke direkt an den schön gedeckten Tisch gebracht. Nur die Auswahl der Digestifs wurde zum Tisch gefahren, aber das war vermutlich früher nicht anders. Das Frühstück wurde serviert und nicht in Buffet-Form offeriert.

                    Beide Aufenthalte haben meine etwas bescheideneren Wünsche gut erfüllt. Ich werde auf alle Fälle diese Orte wieder besuchen, schon nur wegen der Erinnerung an schöne Aufenthalte in komischer Zeit. Die Kartause ist für mich eines der gelungensten Hotels, modernes Seminarhotel integriert in klösterlicher Tradition. Gourmets könnten es verbinden mit einem Abstecher ins nahe Wigoltigen in die Taverne zum Schäfli**.


                    Inzwischen wurde auch das Schutzkonzept für die Öffnung der Restaurants bekannt: max, 4 Personen am Tisch, 2 Meter Abstand zwischen den Tischen oder eine Trennwand, es müssen alle Kontaktdaten mit Adressen und Telefonnummer aufgenommen und für 14 Tage aufbewahrt werden. In der Küche gelten auch 2 m Abstand, sonst Schutzmaske. Für mich als Gast keine Hindernisse,. meine Kontaktdaten gebe ich bei der Reservation auch sonst bekannt.
                    Vielen Dank für die Eindrücke - klingt erstmal nicht nach größeren Einschränkungen, wenn es hierzulande genauso käme ...

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                    • #85
                      Es geht wieder Los!
                      Der 13.5.20 ist in Rheinland Pfalz und im Saarland wieder der Start in die Normalität !!!

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                      • #86
                        Hallo El Grande,
                        du kleiner Pauker du wirst niemals mein Freund!!!

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                        • #87
                          wie ich finde, ein ganz informativer Bericht aus der Welt der absoluten Spitzenköche in der Schweiz, was man sich teilweise so einfallen lässt, wie man den "Besucherschwund" durch die Auflagen etwas reduzieren kann

                          https://www.gaultmillau.ch/starchefs...tars-legen-los

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                          • #88
                            WIE MUSS MAN SICH DAS RESTAURANT-LEBEN NACH DEM LOCKDOWN VORSTELLEN?

                            Meine Prognose: In den Top-Restaurants zumindest wird es nach der Wiedereröffnung zu einem Grossansturm kommen. Die Feinschmecker haben «ihre» Restaurants sehr vermisst

                            Meine Prognose scheint, zumindest für die Toprestaurants, sich zu bewahrheiten. Die Wochenenden sind, aus eigener Erfahrung, bereits wieder gut gebucht.
                            Es gibt aber auch ein ganz neues Problem, das sich jetzt bei den Tophäusern herausstellt. Die Frage nämlich, wer darf denn und wer darf nicht. Bekanntermassen sind ja viele Restaurants an bestimmten Tagen auf Monate hinaus ausgebucht. Durch die Verringerung der Kapazitäten fallen damit auch massenweise bestätigte Reservierungen flach. Da wird es wohl in Zukunft auch zu der neuen Normalität gehören, das wir in Hotelzimmern speisen werden.
                            Erinnert mich an uralte Zeiten, als wir eine "Bank" Aussenstelle in einem luxemburger Hotel unterhielten.

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                            • #89
                              Zitat von wombard Beitrag anzeigen
                              In der Schweiz hat es einen der Top Chefs erwischt, weil seine Inhaber keinen Bock auf Samaritertum haben.

                              https://www.gaultmillau.ch/starchefs...iardino-zurich
                              das ging aber richtig schnell und toll, auch für die Crew

                              https://www.gaultmillau.ch/starchefs...3d04e-99240229

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                              • #90
                                2 weitere Restaurants, die dem Virus zum Opfer fallen:

                                gerade erst mit einem Stern ausgezeichnet:

                                https://www.parkhoteladler.de/de/kul...e-dining-oscar

                                hier gibt wenigsten noch die Möglichkeit Abschied zu nehmen:

                                https://jakob-rapperswil.ch/de

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