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    Mit der neuen Zeitschrift "Foodie" wendet sich Der Feinschmecker gezielt an ein junges Publikum.
    Hätten Sie, werter Junggaumen, - bzw natürlich auch jeder andere Jungfeinschmecker, bzw natürlich auch jung gebliebene Altfeinschmecker - Lust, Sich dieses Blatt anzusehen, um es hier kurz zu kommentieren?
    MkG
    s.

  • #2
    Ist das jetzt casual fine reading?

    Der Werbetext spricht mich in keiner Weise an, wer oder was ist Homeland und Rezepte aus Wartezimmern? geht's noch?... mit bald 36 fühle ich mich dennoch jung genug, um einen Blick hinein zu wagen.

    Viele Grüße vom Berg

    Passepartout

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    • #3
      Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
      Hätten Jungfeinschmecker...bzw. natürlich auch jung gebliebene Altfeinschmecker - Lust, Sich dieses Blatt anzusehen, um es hier kurz zu kommentieren?
      Dann zähle ich mich mal zu den letzteren und habe Lust!

      So, "Foodie" im Supermarkt mit dem Daumen durchgeblättert, Thema "vegan" fällt direkt auf - muss wohl sein, ganz lecker fotografiert, viele Rezepte, Schritt-für-Schritt-Erklärungen, modernes Layout, für 4,95 € erstanden.

      Zu Hause gemütlich gemacht und erst einmal - wie es sich gehört - das Editorial gelesen. Ups, die duzen mich ja! Und was schreiben die da für ein Zeug? Nicht meins! Ich teile den befremdlichen Eindruck von Passepartout.

      Ich blättere weiter und meine Stimmung bessert sich. Im Gegensatz zum "Feinschmecker" ist "Foodie" ein Zeitschrift mit Rezepten und ein bisschen "Lifestyle"; beim Klassiker ist es umgekehrt. Die Rezepte sind eher einfach und eigentlich für jeden gut nachkochbar, das reicht von Pasta, über Suppen bis zu Krustenbraten und Frikadellen, aber auch Feineres ist vertreten, z.B. Lachstatar mit Avocado und Apfel.

      Das ist alles ganz nett gemacht und regt durchaus zum Nachkochen an. Den Rest kann man eher vergessen, insbesondere die Seiten über Wein und hippem Gedöns.

      Wenn auf diesem Wege aber "Jungfeinschmecker" zum Selberkochen angeregt werden, hat "Foodie" schon seinen Zweck erfüllt. Inwieweit sich dieses Heft angesichts der Flut von einfach gestrickten Ess-Zeitschriften wirtschaftlich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

      Und der "Altfeinschmecker"? Ach, er zuckt hie und da ob der merkwürdig trendigen Ansprache zusammen, muss aber gestehen, dass er bei dem einen oder anderen Rezept doch mal genauer hingeschaut hat und verführt ist, es sich am nächsten Samstag doch mal ein bisschen leichter mit der Kocherei zu machen.

      Schönen Gruß, Merlan

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      • #4
        Danke für Ihre Eindrücke. Ich muß gestehen, das dem Feinschmecker beigelegte Exemplar schaffte es aufgrund der Titelseite nur vom Briefkasten in den Papiermüll, also nichtmal ins Haus. Zumal ich ja unhipp nicht von Unbekannten geduzt werden möchte... Vielleicht nehme ich mal ein Exemplar vom Zeitschriftenregal mit, wenn mich der Titel anlacht.

        MkG, S.

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        • #5
          Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
          Mit der neuen Zeitschrift "Foodie" wendet sich Der Feinschmecker gezielt an ein junges Publikum.
          Hätten Sie, werter Junggaumen, - bzw natürlich auch jeder andere Jungfeinschmecker, bzw natürlich auch jung gebliebene Altfeinschmecker - Lust, Sich dieses Blatt anzusehen, um es hier kurz zu kommentieren?
          MkG
          s.
          ...wird alsbald gemacht! Zum Kochen muss man mich aber schon längst nicht mehr animieren - ich bin gespannt.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von merlan Beitrag anzeigen

            Das ist alles ganz nett gemacht und regt durchaus zum Nachkochen an. Den Rest kann man eher vergessen, insbesondere die Seiten über Wein und hippem Gedöns.
            Witzig, das sehr ich genau andersrum! Die Rezepte finde ich interessant, zum Teil aber auch etwas brav - kann ja aber noch kommen. Bei den Weintipps fand ich einige Sachen dabei, die ich kenne und mag, z.B. Charles Dufour, Eric Bordelet oder der Maische-WB von Tschida - da fühle ich mich abgeholt von der 'Weintante'. Und wenn für Sie das „hippe Gedöns“ die Tour mit Jochen Kreppel vom „Upper Eat Side“ durch 'sein München' ist, muss ich für mich sagen: Bitte mehr davon! Und zwar nicht nur München-Hamburg-Berlin, sondern auch mal herausfordernd Münster oder Regensburg.

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            • #7
              Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
              Bei den Weintipps fand ich einige Sachen dabei, die ich kenne und mag, z.B. Charles Dufour, Eric Bordelet oder der Maische-WB von Tschida - da fühle ich mich abgeholt von der 'Weintante'.
              So, so, da fühlen Sie sich abgeholt: Die "Weintante" ("Bullerei" von Tim Mälzer) empfiehlt den Dufour fürs "Erste Date" ("Ideal fürs Warming-up am Anfang") und den Bordelet zum "Mädelsabend" ("etwas, das nicht so knallt").

              Ach, noch zwei schöne Zitate zum Thema Wein:

              - "Wumms für die Party bringt der Black Gorilla mit."
              - "Manche machen gern auf dicke Hose - denen empfehle ich ..."

              Also, ganz ehrlich, da fühle ich mich nicht abgeholt. Und auch das ist das, was ich hippes Gedöns nenne, werter malbouffe!

              Schönen Gruß, Merlan

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              • #8
                Ach kommen Sie, Sie wollen mich missverstehen, oder? Mir geht's um die Produkte, das habe ich oben glaube ich deutlich gesagt.

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                • #9
                  Heieiei, jetzt kommt mir Herr Drecksfraß persönlich in die Quere. Egal, ich schreib' trotzdem, was ich schreiben wollte.

                  Irgendwie, lieber Merlan, sind Sie heute mal wieder etwas merlanig. Malbouffen war es doch um die Empfehlungen an sich gegangen, die Sprache und Ausdrucksweise der Weintante schien ihn nicht weiter zu berühren. Mir haben die Getrränkevorschläge - witzigerweise hab' ich gerade einen Riesling vom Gut Hermannsberg im Glas - dieser taffen Tante übrigens auch sehr gut gefallen, und sollte sich eine Jungleserin dadurch animiert fühlen, tant mieux. Mit dem duzen hab' ich auch gewisse Probleme, aber diese Zeitschrift ist ja auch nicht für uns Friedhofsgemüse geschrieben. "was nicht so knallt" bedeutet übrigens so ungefähr: was einem nicht augenblicklich die Birne vernebelt. Und zum Gorilla mit Wumms fällt mir gerade ein, daß es diese (De)Generationskonflikte, die Sprache betreffend, schon immer gab. Tout Paris war entsetzt über den jungen G.Brassens, als der, Anfang der 50ger Jahre, in seinem Gorillalied folgenden Text - ich wähle gleich mal die deutsche Übersetzung - sang: ... denn ohne Scham bestarrten alle jenes Gerät, das manchmal ragt, das ich leider in keinem Falle nennen darf (hat Mama gesagt). Vorsicht, Gorilla!

                  Ich hab' übrigens schon eine Junggaumin, die dieses Heft überflogen hat, nach ihrem Urteil befragt, cool, war die Antwort. Und was sie von dieser einen Stelle halte, Quatsch, so die wiederum einsilbige Antwort. Welche Stelle ich meine? Da wird tatsächlich eine Benimm-Expertin befragt, ob man Gäste bitten dürfe, die Schuhe auszuziehen. Mit Quatsch ist Junggaumins Antwort recht freundlich beschrieben. Mich verblüfft das schon, wie frau hier Jungfeinschmeckern mit verhärmtem Etikettegeknigge versucht, die fröhliche Spontaneität zu coupieren.
                  MkG
                  schlaraffenland

                  PS: einen von Frau Bonneau (Universitätsdozentin) hab' ich noch: ... ja, sie haben richtig gehört, sie lassen auch als Mitarbeiterin ihrem Vorgesetzten beim Betreten des Aufzugs den Vortritt. Verzichtet der Herr nun auf sein Vorrecht ...
                  a) nein, dieser Text stammt nicht aus der Zeit Otis Elevator 1853, sondern aus dem Jahre 2013
                  b) ob Frau B. auch Empfehlungen erteilt, wie sich Mitarbeiter ihrer Vorgesetzten gegenüber zu verhalten haben, ist mir nicht bekannt
                  c) will unsere heranwachsende kulinarische Elite wirklich mit einer solchen cerebralen Diarrhoe berieselt werden?

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                  • #10
                    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                    "was nicht so knallt" bedeutet übrigens so ungefähr: was einem nicht augenblicklich die Birne vernebelt.
                    Eine kleine Anekdote gehört vielleicht nicht in diesen Thread, paßt aber dennoch gut:
                    Die liebe Gattin eines sehr guten Freundes, ergo sie auch gute Freundin, ließ dem Sommelier im besternten Hause auf die Frage nach der Weinbegleitung anläßlich ihres Geburtstagsdiners freie Hand mit den Worten "Egal, Hauptsache es knallt." Die Dame ist knapp in meinem Alter (also biologisch 30 und geistig 90, kalendarisch dazwischen...naja, vielleicht auch umgekehrt).

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                    • #11
                      Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
                      "Egal, Hauptsache es knallt."
                      Das kennen Sie ja vermutlich: http://www.inkognito.de/postkarten/n...e/6596/ballern

                      Viele Grüße
                      Q.

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                      • #12
                        Kannte ich nicht, herzlichen Dank für den fröhlichen Abendeinstieg !

                        MkG, S.

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