Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Der Feinschmecker

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Der Feinschmecker

    Werte Forumianer,

    hat eine(r) von Ihnen eine Hintergrundinformation zu der durchaus sehr beachtlichen Preissteigerung des Feinschmeckers von 6 € auf 9,95 € pro Heft?
    Liegt das möglicherweise an den beigefügte "Zusatzheften" oder ist das eine Dauereinrichtung? Worin diese aus meiner Sicht exorbitante Preissteigerung begründet sein soll, erschließt sich mir nicht.
    Für mich sieht das ein wenig nach dem Anfang vom Ende aus.

    Beste Grüße,
    Gelegenheitsgourmet

  • #2
    Ich kaufe den F. zwar schon länger nicht mehr, aber soweit ich erinnere gab es diese deutlich erhöhten Preise nur, wenn Extrahefte beigefügt waren. Scheint diesmal auch so zu sein.

    Grüße
    b.

    Kommentar


    • #3
      Vor zwei Jahren gab's die Zusatzhefte meist gratis dazu (sehr gut war die Südtirol-Beilage), anscheinend ist das jetzt die dauerhafte Preispolitik, wenn Gimmicks dabei sind. Aber ein Käse-Spezial find ich ehrlich gesagt....Käse.

      Grüße,
      Bar

      Kommentar


      • #4
        Ich finde dieses Geschäftsgebahren des FS nicht in Ordnung!

        Vor einiger Zeit war einer Ausgabe schon einmal eine "Zugabe" beigefügt, die zu einer deutlichen Verteuerung des Heftes geführt hat. Ich habe das an der Kasse gar nicht bemerkt und erst zu Hause auf dem Kassenzettel festgestellt, was ich bezahlt hatte. Richtig geärgert habe ich mich, dass ich so hinters Licht geführt worden bin.

        Andererseits gibt es beim FS Beilagen, die kostenlos beigefügt werden. So wird seitens des Verlages die Arglosigkeit seiner Leser ausgenutzt, die auf eine Preisstabilität setzten, die erst durch eine entsprechende Ankündigung im Heft durchbrochen werden sollte (so wie das seriöse Zeitungen und Zeitschriften machen!). Einfach zwischendurch mal ein Heft um 66% zu verteuern, nur weil man eine Beilage mitgibt, die weder als Teuerungsfaktor angekündigt noch von den meisten Lesern gegen Entgelt gewünscht ist, ist schlicht und ergreifend dreist!

        Mit dem Dezember-Heft 2010 habe ich meine jahrzehntelange Treue zu dieser Gazette aufgekündigt! Der Markt bietet inzwischen Besseres und Seriöseres!

        Beste Grüße, Merlan

        Kommentar


        • #5
          Zitat von merlan Beitrag anzeigen
          Der Markt bietet inzwischen Besseres und Seriöseres!
          In der Tat, zumal mein Eindruck ist, dass nach der letzten Änderung des Layouts und den Einsparungen bei der Redaktion der inhaltliche Gehalt noch weiter eingedampft wurde.

          Kommentar


          • #6
            9,95 EUR für eine Gourmetzeitschrift erscheint recht günstig und eigentlich nicht kritikfähig Für was "man" sonst alles Geld ausgibt ...

            KG
            Chess

            Kommentar


            • #7
              Wenn es ein journalistisch hochwertigeres und layout-technisch deutlich moderneres Magazin schon für 6,80 EUR zu kaufen gibt, dass sich darüber hinaus nicht nur als pseudo-elitäres Gourmet-Magazin versteht, dann weiß ich schon seit nun ziemlich genau zwei Jahren, warum ich den Feinschmecker nicht mehr brauche.

              Kommentar


              • #8
                Diese fixe Kopplung, der Leser kann ja nicht entscheiden, ob er das Zusatzheftchen überhaupt will, ist sicher nicht korrekt.
                Aber deswegen trinke ich heute Abend trotzdem ein Viertele, hoffentlich ist der Wein auch trinkfähig.
                Gruß s.

                Kommentar


                • #9
                  Werter Schlaraffe,

                  ich wünsche Ihnen Ihre gewohnte Trinkfähigkeit und eine nie nachlassende Kritikfähigkeit!

                  Ihr Louis

                  Kommentar


                  • #10
                    Auch wenn ich in einem Anfall von Schwäche den FS manchmal noch kaufe, halte ich z. B. ein Magazin wie das "effilee" für deutlich gelungener, weil journalistisch anspruchsvoller, weniger bis gar nicht elitär und inhaltlich bei Weitem interessanter. Die Oberflächlichkeit des FS und dessen nervtötende Orientierung am Marketing finde ich immer ärgerlicher und letztlich unseriös, weil man außerdem vermuten muss, dass auch die Bewertungen nicht ganz hasenrein sind, sondern zu sehr auf persönlichen Vorlieben basieren (was man natürlich auch dem Gault Millau nachsagen könnte) oder gar ebenfalls mit der Verkaufe der kulinarischen Produkte zusammenhängen.

                    Kommentar


                    • #11
                      Beispielhaft für diese Diskussion und dem letzten Post von Tobler unterstützend, eine erfolgreiche Klage eines Gastwirts gegen den Feinschmecker aus diesen Tagen:

                      http://meedia.de/print/wirt-siegt-vo...011/05/20.html

                      Dazu stellen sich mir zwei Fragen:

                      1. Überdenken die Herren des Feinschmeckers nun Ihre Vorgehensweise und werden in Zukunft vorsichtiger mit Ihrer subjektiven Berichterstattung?

                      und

                      2. Wird diese erfolgreiche Klage nun eine Lawine lostreten ? Werden sich auch andere, durch unsere renomierten Guides, falsch und zu unrecht abgestraften Unternehmer und Köche, teilweise vielleicht zu recht, gegenüber schlechter Beurteilung zur Wehr setzen?


                      Schmackofatz
                      Zuletzt geändert von Schmackofatz; 25.05.2011, 09:13.

                      Kommentar


                      • #12
                        Das Urteil halte ich für problematisch.
                        Meiner Ansicht nach könnte man dann ein Großteil aller Kritiken gerichtlich überprüfen lassen.

                        Einerseits darf die Presse bei uns sehr viel (manchmal zu viel?), andereseits versucht man die Presse , die begründete und teils auch nachvollziehbare Kritik äußert, zum Schweigen zu bringen.

                        Dieses Urteil könnte ja eine Lawine, auch abseits der Gastronomie, loslösen.


                        Gruß!

                        Kommentar


                        • #13
                          Ich finde das Urteil sogar extrem kritisch. Die inkriminierte Textstelle (hier zu finden: http://www.jalag.de/1208.0.html) finde ich fast harmlos. Wenn nun jeder Restaurant-Guide bei negativen Erfahrungen genötigt wäre, noch ein zweites Mal zu kommen, würde das die Arbeit erheblich beschweren. Überspitzt gesagt (Vergleich passt zugegebenermaßen nicht ganz) müsste dann auch jeder Theaterkritiker ein Stück zweimal besuchen, bevor er es verreißt. Aktualität nach der Premiere kann man dann vergessen.

                          Wenn das OLG Köln sagt, die Kritik müsse "neutral, sachkundig und im Bemühen um Richtigkeit vorgenommen sein", geht das m.E. in Bezug auf "neutral" und "im Bemühen um Richtigkeit" kaum bis gar nicht. "Neutral" soll wahrscheinlich unvoreingenommen heißen. Aber Unvoreingenommenheit lässt sich gerichtlich kaum überprüfen. Und um Richtigkeit bemüht dürften die Kritiker des FS gewesen sein, es sei denn sie haben tatsächlich z.B. statt Hummer mit Kalbskopf Kaisergranat mit Kalbsbries gegessen.

                          Und wenn das OLG Köln sagt, es hätte eine weitere Überprüfung durch den Jahreszeiten-Verlag geben müssen, "ob die bereits vorliegende Kritik nicht lediglich das Ergebnis einer womöglich sogar noch durch subjektive Befindlichkeiten der Testesserin beeinflussten Momentaufnahme widerspiegelt", so bleibt zu konstatieren, dass Testesser doch immer subjektive Befindlichkeiten wiedergeben. Dem einen sagt ein Essen zu, dem anderen nicht. Das stellen wir doch hier im Forum Tag für Tag fest.

                          Ich glaube übrigens nicht, dass das Urteil große Wellen schlagen wird. Die Guides machen vielleicht einen Disclaimer à la "Jedes Restaurant nur einmal besucht... Momentaufnahme... subjektiv geprägt... kein Anspruch auf objektive Wahrheit... usw." in das Vorwort. Und Restaurants, die gegen Restaurant Guides wegen negativer Bewertungen klagen, stellen sich ehrlich gesagt auch nicht gerade ins beste Licht. Insofern wird diese Klage m.E. nicht viele Nachahmer finden.

                          Kommentar


                          • #14
                            Schaunmermal wie der BGH dazu urteilt.
                            Gegen dieses absurde Urteil des OLG dürfte der Verlag (falls möglich) in Revision gehen.

                            Armin Diehl schrieb einst über den "Westfälischen Frieden" in Münster ua. über ein Fischgericht:
                            Vermutlich hatte der arme Fisch den Weg von der Küste nach Münster mit dem Fahrrad bewältigt
                            Das war heftig und dagegen klagte der Wirt in zweiter Instanz vor dem OLG Düsseldorf vergeblich.

                            Kommentar


                            • #15
                              Hallo,

                              dann hätten wir hier mal eine handfeste Parallele zum "Kochen ist Kunst"- Threat. Es scheint mir unwahrscheinlich und auch absurd, dass ein kritisierter Künstler juristisch gegen einen Kritiker vorgeht. Thomas Mann hat Zeitungen vor der Lektüre vernichten lassen, Max Reger hat Kritiken auf dem stillen Örtchen gewinnbringend genutzt, geklagt hat aber niemand. Eine Branche. die klagt, kann also keine Kunst produzieren .

                              Beste Grüße
                              Daurade

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X