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Gusto 2012 Deutschland

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  • #31
    Das mag theoretisch stimmen, lieber municgourmet2, aber in der Praxis sieht es so aus, dass ein längerer Text automatisch einen stärker werbenden Charakter hat. Das liegt in der Natur der Sache und deshalb haben zahlende Restos ja auch einen längeren Text (warum sonst?).
    Umgekehrt suggeriert ein sehr kurzer Text immer: naja, ganz gut, aber da gibts nicht viel zu sagen, denn so doll isses dann doch nicht.

    Wenn nur wegen des Geldes ein spannendes Restaurant knapp besprochen wird bzw. ein vielleicht nicht ganz so spannendes sehr groß, nervt das auf Dauer mich als Leser und Nutzer. Ich dachte, die Gebühr" (gegen die ich grundsätzlich nichts habe!) hätte lediglich eine Fotostrecke zur Folge, würde sich aber nicht oder nur marginal auf die Textlänge auswirken. Und wie gesagt, manchmal kann das schon zu einer geradezu lachhaften Verzerrung in der Gewichtung/Relevanz führen, siehe obiges Beispiel/Vergleich Weinsinn/Schaumahl.

    Das ist sehr bedauerlich, denn ich stimme Ihnen zu, municgourmet2, dass die Texte insgesamt sehr fundiert wirken (wenn auch, wie gesagt, insgesamt ein bissl zu unkritisch).

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    • #32
      Stimmt schon, brigante. Aber weil ich ja als Leser weiß, daß es zwei unterschiedliche Textvarianten gibt, und warum das so ist, weiß ich doch als Gustoleser auch, wie ich die beiden Versionen zu gewichten habe, und daß der Text nicht deswegen kürzer ist, weil die Küche nicht so toll ist. Außerdem gibt es ja noch die Bewertungen, und da hab ich nicht das Gefühl, daß mit zweierlei Maß gemessen wird. Und daß die längere Kritik automatisch einen stärker werbenden Charakter hat, wie Sie sagen, das ist natürlich wahr. Was sicher auch Anreiz "pro Gebühr" sein soll. Welchen Grund sollte es sonst für ein Restaurant geben, die Gebühr zu zahlen, wenn es keinen Vorteil bietet? Besser ists doch so, als wenn nur die zahlenden Restaurants drin wären, finde ich.
      Zuletzt geändert von municgourmet2; 15.02.2012, 11:54. Grund: Ergänzung

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      • #33
        Zu Beginn des Büchleins wird unter "Das sollten Sie wissen" die Methodik genau erklärt. Aber natürlich liest das auch nicht jeder immer so ganz genau, noch schöner wäre vielleicht ein Hinweis direkt bei einem Bericht, ob das Restaurant dem Gusto die EUR 159 überweist oder nicht.

        Auch bei anderen Führern gibt es natürlich immer eine Schnittstelle zwischen Unabhängigkeit und Kommerz; Werbung ist in den meisten Führern (wenn's auch unabhängig sein soll von der Redaktion) ein wichtiger Teil der Finanzierung, und der GM Weinguide hat ja auch mal die Winzer zu einer Zahlung von EUR 195 eingeladen (für das Recht, die Testberichte zu verwenden und anderer GM Marketingmaterialien).

        Leider kann nur selten der Leser alleine einen Guide ernähren, es braucht wohl mehr; diesbezügliche Transparenz ist mir grundsätzlich sympathisch. Wer keine guten Inhalte liefert, wird trotzdem wieder verschwinden - seien wir gespannt, wie sich Gusto, aber auch GM, Michelin & Co hier entwickeln...

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        • #34
          Zitat von kuechenreise Beitrag anzeigen
          Leider kann nur selten der Leser alleine einen Guide ernähren, es braucht wohl mehr; diesbezügliche Transparenz ist mir grundsätzlich sympathisch...
          Umsonst ist nur der Tot und selbst der kostet das Leben... sagt man!!!

          Geht man von denkeden Menschen aus, kann man davon ausgehen, dass die unterschiedliche Beschreibungstiefe des Gusto verstanden wird.
          Wer sich daran stört, störe sich bitte auch an den Restaurantranglisten und an diesem Forum, denn auch hier genießen zahlenden Individuen und Unternehmen Vorteile...
          http://www.restaurant-ranglisten.de/...Preisliste.pdf
          ... und kritische Beiträge über Werbepartner werden [sogar(gern nachweislich)] gelöscht.

          Zudem sei gebetsmühlenartig wiederholt, dass 159€ (abzüglich der Marge des nachweislich erfolgten Testessens), für den gebotenen Mehrwert, in einem jährlich erscheinedem Printmedium(noch ein Komma?) peanuts sind.

          Gute Nacht

          Passepartout

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          • #35
            Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
            Umsonst ist nur der Tot und selbst der kostet das Leben... sagt man!!! Zudem sei gebetsmühlenartig wiederholt, dass 159€ (abzüglich der Marge des nachweislich erfolgten Testessens), für den gebotenen Mehrwert, in einem jährlich erscheinedem Printmedium(noch ein Komma?) peanuts sind.

            Gute Nacht

            Passepartout
            Die Gebühr an sich stand doch in der Diskussion eigentlich gar nicht mehr wirklich in Frage, oder? Ich glaube auch, daß sich kein Leser wirklich daran stört und, wie Küchenreise es ja auch gesagt hat, eher gut findet, wenn sowas dann auch offen dargestellt wird. Ich meine eigentlich auch, daß man sich da mit gesundem Menschenverstand wirklich nicht ins Boxhorn jagen lässt. Auch unbestritten ist hier ja anscheinend, daß der Gusto grundsätzlich gute Arbeit leistet. Und auch, daß jeder Leser es besser fände, wenn alle Texte lang wären. Da kommt es mir als Leser viel eher befremdlich vor, wenn gerade Koryphäen wie Wissler oder Erfort oder populäre Fernseh-Köche wie Lafer oder Hermann sich nicht beteiligen. Gerade weil ja die Gebühr wirklich nicht hoch ist und bei solchen teuren Restaurants sowieso durch die Rechnung beim Testen bestimmt wieder alles oder noch mehr reinkommt. Es entsteht bei mir persönlich eher der Eindruck, die sind halt der Auffassung, sie haben das nicht nötig. Dass dort aber, nur weil ein kurzer Text das Restaurant beschreibt, schlechter oder uninteressanter gekocht wird, dieser Eindruck entsteht bei mir jedenfalls nicht. Und wie schon gesagt, gibt es ja schleißlich auch noch die Bewertungen, die mir Aufschluss geben.

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            • #36
              Zitat von municgourmet2 Beitrag anzeigen
              Es entsteht bei mir persönlich eher der Eindruck, die sind halt der Auffassung, sie haben das nicht nötig.
              Vermutlich haben sie das (im Moment) auch nicht.
              Ich glaube, man sollte auch nicht vergessen, dass der Gusto sich über lange Zeit hinweg auf Bayern und BW konzentriert hat. Ich kann mir vorstellen, dass er jenseits dieser Bundesländer noch längst nicht so bekannt ist und sich da erst etablieren muss.

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              • #37
                Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                Vermutlich haben sie das (im Moment) auch nicht.
                Ich glaube, man sollte auch nicht vergessen, dass der Gusto sich über lange Zeit hinweg auf Bayern und BW konzentriert hat. Ich kann mir vorstellen, dass er jenseits dieser Bundesländer noch längst nicht so bekannt ist und sich da erst etablieren muss.
                Ja, da haben Sie natürlich recht. Um so schöner wäre es für alle Leser des Gustos, wenn sich vielleicht dann im nächsten Buch gerade die ganz hochbewerteten Restaurants aus purem Eigennutzen beteiligen würden. Denn wie passepartout schon sagt:
                Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
                159€ (abzüglich der Marge des nachweislich erfolgten Testessens), für den gebotenen Mehrwert, in einem jährlich erscheinedem Printmedium(noch ein Komma?) peanuts sind.

                Gute Nacht

                Passepartout
                Zuletzt geändert von municgourmet2; 16.02.2012, 11:24.

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                • #38
                  Natürlich weiß man bei den "Koryphäen" trotz kurzem Text, dass sie gut sind. Bei 2 unbekannteren Restos in einer Stadt, wird man bei gleicher Wertung im Zweifel jenes wählen, das den Megatext hat und x Bilder dazu. Da wird es dann problematisch. Und selbst wenn man rational erfasst hat, wo die Gründe liegen, funktioniert die Psychologie des Menschen einfach anders.

                  Noch einmal: mich persönlich stört nicht die Gebühr. Man sollte imho nur die damit verbundene Hervorhebung allein über Fotos laufen lassen, nicht über die Textlänge (zumindest nicht im aktuellen Maß).

                  Grüße
                  b.

                  PS: Gab/gibt es eigentlich einen Fall, wo ein bezahlendes Resto negativ bewertet oder stark kritisiert wurde? Bzw.: wie verfährt man in solch einem Fall?

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