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Gusto 2012 Deutschland

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  • brigante
    antwortet
    Natürlich weiß man bei den "Koryphäen" trotz kurzem Text, dass sie gut sind. Bei 2 unbekannteren Restos in einer Stadt, wird man bei gleicher Wertung im Zweifel jenes wählen, das den Megatext hat und x Bilder dazu. Da wird es dann problematisch. Und selbst wenn man rational erfasst hat, wo die Gründe liegen, funktioniert die Psychologie des Menschen einfach anders.

    Noch einmal: mich persönlich stört nicht die Gebühr. Man sollte imho nur die damit verbundene Hervorhebung allein über Fotos laufen lassen, nicht über die Textlänge (zumindest nicht im aktuellen Maß).

    Grüße
    b.

    PS: Gab/gibt es eigentlich einen Fall, wo ein bezahlendes Resto negativ bewertet oder stark kritisiert wurde? Bzw.: wie verfährt man in solch einem Fall?

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  • municgourmet2
    antwortet
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    Vermutlich haben sie das (im Moment) auch nicht.
    Ich glaube, man sollte auch nicht vergessen, dass der Gusto sich über lange Zeit hinweg auf Bayern und BW konzentriert hat. Ich kann mir vorstellen, dass er jenseits dieser Bundesländer noch längst nicht so bekannt ist und sich da erst etablieren muss.
    Ja, da haben Sie natürlich recht. Um so schöner wäre es für alle Leser des Gustos, wenn sich vielleicht dann im nächsten Buch gerade die ganz hochbewerteten Restaurants aus purem Eigennutzen beteiligen würden. Denn wie passepartout schon sagt:
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    159€ (abzüglich der Marge des nachweislich erfolgten Testessens), für den gebotenen Mehrwert, in einem jährlich erscheinedem Printmedium(noch ein Komma?) peanuts sind.

    Gute Nacht

    Passepartout
    Zuletzt geändert von municgourmet2; 16.02.2012, 11:24.

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  • Morchel
    antwortet
    Zitat von municgourmet2 Beitrag anzeigen
    Es entsteht bei mir persönlich eher der Eindruck, die sind halt der Auffassung, sie haben das nicht nötig.
    Vermutlich haben sie das (im Moment) auch nicht.
    Ich glaube, man sollte auch nicht vergessen, dass der Gusto sich über lange Zeit hinweg auf Bayern und BW konzentriert hat. Ich kann mir vorstellen, dass er jenseits dieser Bundesländer noch längst nicht so bekannt ist und sich da erst etablieren muss.

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  • municgourmet2
    antwortet
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    Umsonst ist nur der Tot und selbst der kostet das Leben... sagt man!!! Zudem sei gebetsmühlenartig wiederholt, dass 159€ (abzüglich der Marge des nachweislich erfolgten Testessens), für den gebotenen Mehrwert, in einem jährlich erscheinedem Printmedium(noch ein Komma?) peanuts sind.

    Gute Nacht

    Passepartout
    Die Gebühr an sich stand doch in der Diskussion eigentlich gar nicht mehr wirklich in Frage, oder? Ich glaube auch, daß sich kein Leser wirklich daran stört und, wie Küchenreise es ja auch gesagt hat, eher gut findet, wenn sowas dann auch offen dargestellt wird. Ich meine eigentlich auch, daß man sich da mit gesundem Menschenverstand wirklich nicht ins Boxhorn jagen lässt. Auch unbestritten ist hier ja anscheinend, daß der Gusto grundsätzlich gute Arbeit leistet. Und auch, daß jeder Leser es besser fände, wenn alle Texte lang wären. Da kommt es mir als Leser viel eher befremdlich vor, wenn gerade Koryphäen wie Wissler oder Erfort oder populäre Fernseh-Köche wie Lafer oder Hermann sich nicht beteiligen. Gerade weil ja die Gebühr wirklich nicht hoch ist und bei solchen teuren Restaurants sowieso durch die Rechnung beim Testen bestimmt wieder alles oder noch mehr reinkommt. Es entsteht bei mir persönlich eher der Eindruck, die sind halt der Auffassung, sie haben das nicht nötig. Dass dort aber, nur weil ein kurzer Text das Restaurant beschreibt, schlechter oder uninteressanter gekocht wird, dieser Eindruck entsteht bei mir jedenfalls nicht. Und wie schon gesagt, gibt es ja schleißlich auch noch die Bewertungen, die mir Aufschluss geben.

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  • passepartout
    antwortet
    Zitat von kuechenreise Beitrag anzeigen
    Leider kann nur selten der Leser alleine einen Guide ernähren, es braucht wohl mehr; diesbezügliche Transparenz ist mir grundsätzlich sympathisch...
    Umsonst ist nur der Tot und selbst der kostet das Leben... sagt man!!!

    Geht man von denkeden Menschen aus, kann man davon ausgehen, dass die unterschiedliche Beschreibungstiefe des Gusto verstanden wird.
    Wer sich daran stört, störe sich bitte auch an den Restaurantranglisten und an diesem Forum, denn auch hier genießen zahlenden Individuen und Unternehmen Vorteile...
    http://www.restaurant-ranglisten.de/...Preisliste.pdf
    ... und kritische Beiträge über Werbepartner werden [sogar(gern nachweislich)] gelöscht.

    Zudem sei gebetsmühlenartig wiederholt, dass 159€ (abzüglich der Marge des nachweislich erfolgten Testessens), für den gebotenen Mehrwert, in einem jährlich erscheinedem Printmedium(noch ein Komma?) peanuts sind.

    Gute Nacht

    Passepartout

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  • kuechenreise
    antwortet
    Zu Beginn des Büchleins wird unter "Das sollten Sie wissen" die Methodik genau erklärt. Aber natürlich liest das auch nicht jeder immer so ganz genau, noch schöner wäre vielleicht ein Hinweis direkt bei einem Bericht, ob das Restaurant dem Gusto die EUR 159 überweist oder nicht.

    Auch bei anderen Führern gibt es natürlich immer eine Schnittstelle zwischen Unabhängigkeit und Kommerz; Werbung ist in den meisten Führern (wenn's auch unabhängig sein soll von der Redaktion) ein wichtiger Teil der Finanzierung, und der GM Weinguide hat ja auch mal die Winzer zu einer Zahlung von EUR 195 eingeladen (für das Recht, die Testberichte zu verwenden und anderer GM Marketingmaterialien).

    Leider kann nur selten der Leser alleine einen Guide ernähren, es braucht wohl mehr; diesbezügliche Transparenz ist mir grundsätzlich sympathisch. Wer keine guten Inhalte liefert, wird trotzdem wieder verschwinden - seien wir gespannt, wie sich Gusto, aber auch GM, Michelin & Co hier entwickeln...

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  • municgourmet2
    antwortet
    Stimmt schon, brigante. Aber weil ich ja als Leser weiß, daß es zwei unterschiedliche Textvarianten gibt, und warum das so ist, weiß ich doch als Gustoleser auch, wie ich die beiden Versionen zu gewichten habe, und daß der Text nicht deswegen kürzer ist, weil die Küche nicht so toll ist. Außerdem gibt es ja noch die Bewertungen, und da hab ich nicht das Gefühl, daß mit zweierlei Maß gemessen wird. Und daß die längere Kritik automatisch einen stärker werbenden Charakter hat, wie Sie sagen, das ist natürlich wahr. Was sicher auch Anreiz "pro Gebühr" sein soll. Welchen Grund sollte es sonst für ein Restaurant geben, die Gebühr zu zahlen, wenn es keinen Vorteil bietet? Besser ists doch so, als wenn nur die zahlenden Restaurants drin wären, finde ich.
    Zuletzt geändert von municgourmet2; 15.02.2012, 11:54. Grund: Ergänzung

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  • brigante
    antwortet
    Das mag theoretisch stimmen, lieber municgourmet2, aber in der Praxis sieht es so aus, dass ein längerer Text automatisch einen stärker werbenden Charakter hat. Das liegt in der Natur der Sache und deshalb haben zahlende Restos ja auch einen längeren Text (warum sonst?).
    Umgekehrt suggeriert ein sehr kurzer Text immer: naja, ganz gut, aber da gibts nicht viel zu sagen, denn so doll isses dann doch nicht.

    Wenn nur wegen des Geldes ein spannendes Restaurant knapp besprochen wird bzw. ein vielleicht nicht ganz so spannendes sehr groß, nervt das auf Dauer mich als Leser und Nutzer. Ich dachte, die Gebühr" (gegen die ich grundsätzlich nichts habe!) hätte lediglich eine Fotostrecke zur Folge, würde sich aber nicht oder nur marginal auf die Textlänge auswirken. Und wie gesagt, manchmal kann das schon zu einer geradezu lachhaften Verzerrung in der Gewichtung/Relevanz führen, siehe obiges Beispiel/Vergleich Weinsinn/Schaumahl.

    Das ist sehr bedauerlich, denn ich stimme Ihnen zu, municgourmet2, dass die Texte insgesamt sehr fundiert wirken (wenn auch, wie gesagt, insgesamt ein bissl zu unkritisch).

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  • municgourmet2
    antwortet
    Mein erster Eindruck über die unterschiedllichen Textlängen war genau wie brigantes. Ich muss aber sagen, daß sich das hat sich während eines eingehenderen Studiums des neuen Gusto geändert hat. Klar wärs besser wenn alle Texte ganz lang wären, aber unter den gegebenen Umständen find ich das ok so. Ich finde es auch ganz im Gegenteil zu brigante überhaupt nicht manipulierend, weil ich als Leser genau weiß, daß es eben zwei unterschiedliche Textarten gibt, und warum das so ist. Das wird ja im Vorwort, in dem es genau um diese Redaktionsgebühr geht, und auch in der Legende, genauestens beschrieben. Deshalb weiß ich doch gerade als Leser ganz genau, warum es zwei unterschiedliche Varianten gibt und fühle mich nicht manipuliert. Schauen sie sich doch als Vergleich mal den Gault Miault an, da gibt es auch aber sowas von unterschiedlich lange Texte bei gleichen Bewertungen, aber da weiß ich als Leser nicht, warum das so ist. Und beim Gusto haben ja selbst die meisten (nicht alle) kurzen Texte noch mehr Informationsgehalt als bei gewissen anderen Führern, speziell denen, die Texte abliefern wie "sehr gut geschmeckt hat uns auch das Rinderfilet", "lecker war der Steinbutt". Unter dem Aspekt der Gebühr gefällt mir die Umsetzung eigentlich gut, weil ich auch beim Vergleichen der langen und kurzen Texte nicht das Gefühl habe, daß bei den Bewertungen mit zweierlei Maß gemessen wird. Außer mit zweierlei Längen-Maß

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  • Morchel
    antwortet
    Zitat von brigante Beitrag anzeigen
    Dieses Prinzip zieht sich durch das ganze Buch und ich fühle mich da manipuliert, zu Gunsten der zahlenden Restaurants. Das kann nicht Sinn der Sache sein.
    Guten Morgen!
    Eine Frage dazu: Wird im Gusto selbst an prominenter Stelle erklärt, warum die Texte diese unterschiedliche Länge haben? Wenn man als Leser nicht weiß, warum das so ist, kann es wirklich stark manipulativ wirken.

    M.

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  • brigante
    antwortet
    Ich wollte mir den Gusto eigentlich auch kaufen, aber gerade aus den von Ihnen genannten Gründen, liebe küchenreise, habe ich es nicht getan. Die Diskrepanz der Textlängen ist mir einfach zu absurd. Da werden manche Restaurants, wohl jene, die gezahlt haben, ellenlang beschrieben, während andere mit vergleichbarem Küchenniveau eine Mini-Kritik erhalten. Ich sehe den Hintergrund, aber für mich als Nutzer ist das einfach schlecht.
    Ein Beispiel: Das Weinsinn in Frankfurt bekommt mit Bildern 2-3 volle Seiten, das Schaumahl in Offenbach hingegen gerade mal 1/2 Spalte. Natürlich ist das Weinsinn große klasse! Aber der schiere Umfang (gepaart mit der doch arg lobhudelnden Kritik, da musste wohl einer Zeilen schinden...) kommt automatisch einer Wertung nach oben gleich, die es von anderen Restaurants klar abhebt, die ebenso viele Pfannen haben. Man meint, hier ein 3*-Lokal besprochen zu sehen.

    Dieses Prinzip zieht sich durch das ganze Buch und ich fühle mich da manipuliert, zu Gunsten der zahlenden Restaurants. Das kann nicht Sinn der Sache sein. Insgesamt sind mir die Wertungen auch zu hoch und die Texte tendenziell zu unkritisch.

    Positiv anzumerken sind die insgesamt sehr fundiert und sachlich wirkenden, angenehm zu lesenden Texte.

    Grundsätzlich ist das Potential zu einem wirklich guten Guide gegeben, und vielleicht sollte man das Projekt durch einen Kauf in jedem Fall fördern. Aber die Umsetzung gefällt mir aktuell eigentlich noch nicht.

    Grüße
    b.
    Zuletzt geändert von brigante; 14.02.2012, 22:51.

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  • kuechenreise
    antwortet
    Gerade halte ich zum ersten Mal in meinem Leben den Gusto in meinen Händen, und ich muss sagen, ich bin eigentlich wohltuend überrascht. Wodurch unterscheidet er sich von den Konkurrenten? Der Michelin hat minimalistisch kurze Kommentare, der Gault Millau neigt manchmal zu bewusst "reisserischer" Schreibweise. Der Gusto schreibt ausführlich (bei jenen, welche auch ihren finanziellen Beitrag leisten, bei den anderen nur in sehr gekürzter Version), er scheint mir damit eine sehr interessante Alternative und Ergänzung zu den "Platzhirschen".

    Konkurrenz belebt das Geschäft und ist auch für die etablierten Führer ein Anreiz, immer besser zu werden... Daher viel Erfolg dem Gusto und natürlich auch seinen Konkurrenten!

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  • wombard
    antwortet
    Zitat von Rouget Beitrag anzeigen
    Diesen Einruck habe ich auch. Gerade hier in Berlin versuchen einige Journalisten, die teils auch für andere Guides schreiben, den Gusto schlecht zu machen. In meinen Augen ein Zeichen, wie weit es dieser Führer bereits gebracht hat. Und wenn ich mir dann die neue Ausgabe ansehe, haben Konkurrenten und Neider auch allen Grund, argwöhnisch zu sein.
    Rouget
    WEnn man Halbgöttern auf die Füsse tritt, reagieren Sie nun mal so. Und da der Kuchen verteilt ist, haben die Etablierten ein dickes Problem. Also versucht man mit seinen Verbündeten die Konkurrenz schlecht zu reden.

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  • Rouget
    antwortet
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    Ich habe als völlig unbepfannter Außenstehender den Eindruck, dass einige den Gusto gern scheitern sehen würden.
    Diesen Einruck habe ich auch. Gerade hier in Berlin versuchen einige Journalisten, die teils auch für andere Guides schreiben, den Gusto schlecht zu machen. In meinen Augen ein Zeichen, wie weit es dieser Führer bereits gebracht hat. Und wenn ich mir dann die neue Ausgabe ansehe, haben Konkurrenten und Neider auch allen Grund, argwöhnisch zu sein. Vor allem die von J.D. in der FAZ angesprochene Glaubwürdigkeit ist in meinen Augen nicht beeinträchtigt. So kann ich zum Beispiel nicht erkennen, dass zwischen Zahlern und Nichtzahlern mit zweierlei Maß bewertet wird. Auf beiden Seiten gibt es auf- und abwertungen, Lob und Kritik. Das Argument mit den Inflationären Höchstbewertungen kann ich auch nicht nachvollziehen. Wenn schon immer mehr Köche in D auf Top-Niveau kochen, kann es doch auch langsam immer mehr Köche mit höchster Bewertung geben. Da finde ich es viel fragwürdiger, die Anzahl der Spitzenköche bewusst klein zu halten, nach dem Motto, es darf nur maximal soundsoviele Höchstbewertungen geben. Das ist doch Quatsch. Das Top-Niveau wächst, und es gibt mit der Zeit mehr Top-Köche. Auch in Deutschland. Das finde ich glaubwürdiger, als den erlauchten Kreis künstlich klein zu halten.

    Rouget

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  • passepartout
    antwortet
    Ich habe als völlig unbepfannter Außenstehender den Eindruck, dass einige den Gusto gern scheitern sehen würden.

    Die letzten drei vorgetragenen Argumente

    Schlechte Logistik bzw mangelde Verfügbarkeit, könnten den Rückschluss auf inkompetente Tester zulassen? Die Beste Logistik hat die Bild, ein Rückschluss auf die inhaltliche Kompetenz?

    Immer wieder die 159€ Startgeld. Diese sind für die erbrachte Leistung wirklich Peanuts. Eine viertel Seite in einem mittelmäßigen, monatlich erscheinende Stadtmagazin, kostet 600-850€ netto pro Ausgabe.

    11 Spitzenbewertungen sind zuviel? Ich persöhnlich empfinde es als glaubwürdig, wenn die Höchstnote für höchste Leistungen in dem Moment verliehen wird, in dem diese erbracht werden.

    Vielleicht sind 10 Pfannen mit etwas weniger Glück als *** und mit etwas weniger Politik als 19,5 Punkte zu erobern, sicherlich nicht mit weniger Können und Disziplin. Der Fähigkeit perfektes zu schaffen und die Disziplin es kontinuierlich zu tun.

    Allen Lesenden, Schreiben und vor allem Kochenden einen guten Rutsch in ein großartiges Jahr 2012

    Passepartout

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