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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von glauer Beitrag anzeigen
    Präzise bestreite ich gerne und zur Not reppetitif. In der Komfortzone unter dem röhrenden Hirsch gibt es einen Unterschied zwischen präzise und mariniert sprachcodiert.
    Lieber Hirsch, Sie wollen uns wohl ein f für ein v vorröhren ;D
    Unterschied natürlich, aber beides kann ja nebeneinander in seiner Stilistik existieren...

    MkG,S.

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    es nur einen von seiner Wortgewalt und Analysefähigkeit gibt. ................. dass er präzise Gerichte beschreiben kann .........., wie kaum ein anderer kann, man wohl kaum bestreiten.
    Präzise bestreite ich gerne und zur Not reppetitif. In der Komfortzone unter dem röhrenden Hirsch gibt es einen Unterschied zwischen präzise und mariniert sprachcodiert.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Ich sage, was ich hier schon oft gesagt habe: wenn jede große Zeitung einen solchen Kritiker dieses Kalibers wäre es nicht nur um die Kritik besser bestellt, es gäbe vielleicht ein kulinarisches Quartett statt eine Kochsendung im Fernsehen und die Meinungsgewaltigkeit von JD wäre einfach nicht so groß, weil es gleichwertige Gegengewichte gäbe. Man stelle sich die deutsche Literaturkritik vor, wenn es MRR gegeben hätte... Deswegen ist nicht JD das Problem, sonder das es nur einen von seiner Wortgewalt und Analysefähigkeit gibt. Man muss ja nicht seiner Meinung sein, aber dass er präzise Gerichte beschreiben kann und vieles kulinarisch hinterfragt, wie kaum ein anderer kann, man wohl kaum bestreiten.

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  • Sphérico
    antwortet
    Kurz noch OT zum repettitiven langweilig-spießigen Dollase-bashing:
    Ich persönlich kann der Argumentation von Jürgen D meist gut folgen. Ich finde auch nichts verwerflich daran, einen elaborierten, bisweilen vielleicht manirierten Sprachcode als eigenes Stilmittel zu verwenden.
    Wer würde JD lesen, wenn er nur schriebe "Wissler toll, Wohlfahrt auch aber nicht so spannend, xy kannst´ knicken..." ? Aber in der bürgerlichen Komfortzone mokiert man sich natürlich gern über JD als schreibenden Sonderling.
    Übrigens, 1. lesen ist ja (leider) freiwillig und 2. sind Geschmäcker ja verschieden.

    back to topic, gibt es denn inhaltlich Interessantes im Aufsteigerbereich des Gusto ?

    MkG, S.
    Zuletzt geändert von Sphérico; 25.11.2014, 17:36.

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  • QWERTZ
    antwortet
    vielleicht wurde es auch mal etwas stärker redigiert...

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    Inzwischen ist der Text von Dollase auch online verfügbar.
    Hat das seine Frau geschrieben (oder gar der Hund)?
    Ganz normales Deutsch und auch eine vollkommen vernünftige und nachvollziehbare Argumentation.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Inzwischen ist der Text von Dollase auch online verfügbar.

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  • fragolini
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    Dollase hatte sich übrigens in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dem Thema auch gewidmet. Er meint, bei Blindverkostungen von Gerichten kämen sicher erstaunliche Ergebnisse heraus. Er spricht von einer zunehmenden Zweiteilung zwischen der "bürgerlichen Gourmetküche", die an Vorerfahrungen der Gäste anknüpft und wenig völlig neues bietet und der "kreativen Gourmetküche", verblüffen und auch mal irritieren will.
    Das ist schon lange meine "interne" Zweiteilung.
    Ich bin aber der Meinung, dass eine "bürgerliche" Gourmetküche, ich verwende lieber das Wort "zugängliche" Gourmetküche, eben keine Vorerfahrung voraussetzt.

    Ins Tantris kann ich mit jedermann gehen, es wird selten jemand überfordern.
    Wenn ich ich zu Herrn Bühner gehe, dann werden viele mit dieser Küche Schwierigkeiten haben, da sie Voraussetzungen erfordert.
    Und dann gibt es auch die Küche von Herrn Jürgens, die oft spektakulär daher kommt und damit wiederum auch den unerfahrenen Esser anspricht, aber doch auch sehr wiedersprüchlich sein kann.

    Natürlich sind die Übergänge fließend. Neben schwarz und weiß gibt es viele Grautöne.


    Gruß!

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  • Muck
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    Er spricht von einer zunehmenden Zweiteilung zwischen der "bürgerlichen Gourmetküche", die an Vorerfahrungen der Gäste anknüpft und wenig völlig neues bietet und der "kreativen Gourmetküche", verblüffen und auch mal irritieren will.
    Genau das finde ich schwierig und zu einfach gedacht. Klar, wenn man an die "extreme" der zwei Lager denkt mag das stimmen. Haeberlin oder Thieltges perfektionieren die "bürgerliche Gourmetküche" und Wissler oder Schnurr die "kreative Gourmetküche" und verdienen sich in ihren Lagern sehr hohe Bewertungen. Aber was ist mit den restlichen gefühlt 80% der Restaurants? Wohin ordnet man Tanja Grandits, Nils Henkel? Was ist mit nicht-französischen Länderküchen? Tim Raue ist kreativ aber einzelne Gerichte fast schon chinese street food... Was ist mit den vielen japanischen Kaiseki Restaurants? "Bürgerlicher" und "traditioneller" geht es nicht mehr, aber ist das jetzt "bürgerliche Gourmetküche" bzw. einfacher vergleichbar mit Thieltges et al. als die anvantgardistische Küche?

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  • QWERTZ
    antwortet
    Dollase hatte sich übrigens in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung dem Thema auch gewidmet. Er meint, bei Blindverkostungen von Gerichten kämen sicher erstaunliche Ergebnisse heraus. Er spricht von einer zunehmenden Zweiteilung zwischen der "bürgerlichen Gourmetküche", die an Vorerfahrungen der Gäste anknüpft und wenig völlig neues bietet und der "kreativen Gourmetküche", verblüffen und auch mal irritieren will. Es helfe da nichts, mit den Regeln des einen Lagers das andere zu kritisieren.
    Grundsätzlich kritisiert Dollase, dass den Führern nicht gelinge, die Leistung eines Restaurants zu analysieren und jedes Restaurant mit dem passenden Publikum zusammenzubringen und statt dessen kulinarische Politik betreiben.

    Ja, man kann dem Gusto vorwerfen, mit den Abwertungen Politik zu betreiben. Aber wenn man die Texte liest, dann bleibt von diesem Vorwurf nicht viel übrig, meine ich.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Aber da ist doch gerade der Gusto transparenter und ausführlicher als die anderen Guides.

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  • Muck
    antwortet
    Auch wenn sicher einige der hier diskutierten Abstufungen bzw. Aufwertungen nachvollziehbar erscheinen, stelle ich mir bei einem Bewertungssystem mit Punkteskala (inkl. Höchstnote) immer eine ganz grundsätzliche Frage: Muss man als Evaluator nicht unabhängig einzelner Eindrücke definieren, was Perfektion im Sinne der Bewertung ist? Wenn ich das definiert habe zu einem Zeitpunkt und z.B. einem Restaurant die Höchstpunktzahl gebe, über die Jahre verändert sich aber meine Definition von Perfektion, dann muss ich aber konsequenterweise dies offenlegen und entsprechend abwerten. Wenn ich das nicht machen will, muss ich zwangsläufig meine Gesamtbewertung in Unterkategorien herunterbrechen, z.B. Qualiät der Zutaten, Innovation etc. Das wäre fair, objektiv und für den Leser viel hilfreicher.

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Ich glaube wie Schlaraffe, das die Schubladerei nicht ziel- sondern irreführend ist.
    Ich auch, lieber Sphérico! Ich versuchte nur die Konsequenzen der hiesigen Diskussion aufzuzeigen.

    Schönen Gruß, Merlan

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    Wenn es offenbar zwei Kategorien "Gourmetküche" gibt, nämlich die klassisch-traditionelle und die avantgardistisch-kreative, die man vermeintlich nicht miteinander vergleichen kann, dann muss es eben zwei getrennte Rankings geben, eins für die klassische und eins für die kreative Küche.

    Schönen Gruß, Merlan
    Hatten wir das nicht schonmal? Der GoMio unterschied doch (oder tut er's noch?) immer zwischen schwarzen und roten Hauben. Das war gar nicht so dumm.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Lieber Wombard,
    jeder kann ja einen anderen der Guides für sich als denjenigen erachten, der einem in seinem Urteil die größte Hilfe ist. Ich stelle jedenfalls fest, dass ich mit meinen Einschätzungen meistens mit dem Gusto mehr auf einer Linie liege, als mit den anderen Guides, teilweise sogar was die Einstufung einzelner Gänge betrifft. Insofern vertraue ich dem Guide natürlich, wenn ich mich über ein mir unbekanntes Restaurant informieren will.

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