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Gusto 2017

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  • #2
    Also so ganz angenehm ließt sich das Interview mit Herrn Oberhäußer ja nicht. Seine Texte nennt er brauchbar, eben kein oberflächliches Blabla, auch wolle er nicht mit Effekthaschereien arbeiten. Soll dies etwa der Unterschied zu den anderen Restaurantführern sein? Von denen es ohnehin zu viele gibt. Ganz schön selbstbewußt für einen Führer, der so ziemlich als letzter auf den Plan getreten ist.

    "Zum Beispiel ist die ausschließliche Verwendung regionaler oder lokaler Produkte auch schon zum Mainstream geworden."
    Ob das nun Main-stream oder Elbe-stream geworden ist ist mir eigentlich egal. Ich möchte auf Usedom nicht dringend mediterran essen; daß die Hochküche jedoch mit Zutaten aus aller Welt arbeitet, leuchtet mir schon ein. Daß sich Berufsesser, die sich das ganze Jahr durchs Land spachteln, irgendwann anfangen zu langweilen, o weia, schon wieder regional, leuchtet mir auch ein, den Großteil der Leser betrifft das jedoch gar nicht. Im GauMi beklagt man sich, daß immer die gleichen Gemüse auftauchen. Nur, so groß ist die Auswahl eben gar nicht, und erst recht nicht im Bio-Jahreskreis. Und nur, weil ihr Ständig-Essengeher Wiederholungsödnis erlebt, mag ich nicht -oh wie abwechslungsreich - auf zähen grasigen Farnen und Flechten rummümmeln.

    "... die immer drastischeren Einschränkungen der Service- und Öffnungszeiten mancher Restaurants ansprechen ... es kann nicht Sinn und Zweck sein, ein Restaurant nur noch an zwei oder drei Abenden zu öffnen ..."
    Für mich geht das nun eindeutig zu weit. Wann, wie oft und wie lange ein Restaurant geöffnet hat, das fällt sicherlich nicht in des Kritikers Konferenz.

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    • #3
      Werter Schlaraffenland,

      auch wenn Sie es für verzichtbar halten werden und ich vielleicht wieder schlafende Hunde wecke, drängt es mich, meine Zustimmung zu Ihrem Beitrag zu bekunden.

      bst

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      • #4
        Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
        Wann, wie oft und wie lange ein Restaurant geöffnet hat, das fällt sicherlich nicht in des Kritikers Konferenz.
        Das wird ja offenbar auch in keiner Kritik stehen, sondern, wie aus dem Interview klar hervorgeht, im Vorwort. Und warum, lieber Schlaraffe, sollte der Gusto nicht selbstbewusst auftreten? (Immerhin ist er bereits, trotz seiner Jugend, die klare Nr.2 im Land.)

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        • #5
          Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
          Immerhin ist er bereits, trotz seiner Jugend, die klare Nr.2 im Land.
          Nun, ganz so "klar" finde ich diese Positionierung nicht. Zwar wirbt der Gusto auf seiner facebook-Seite sehr offensiv mit dem Siegertreppchen der "Sternklasse"-Befragung, doch zwischen zweiten un drittem Platz sehe ich gerade mal einen Punktunterschied von 0,74 Punkten - zum Platz eins sind es hingegen satte 15 Punkte Abstand. Und in Sachen Verbreitung denke ich, dass er noch deutlich unter den Zahlen der anderen Publikationen liegt. Kurzum, beides lässt mich an der klaren Positionierung noch etwas zweifeln...
          Zuletzt geändert von malbouffe; 15.11.2016, 15:31.

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          • #6
            Aber, liebes mk, auch im Vorwort schlägt es, ich muß micht da verbessern, schlägt, nicht fällt, schlägt es also nicht in seine Konferenz. Und wenn ein Wirt sein Lokal genau an einem Tag im Jahr öffnet, ist das immer noch seine Angelegenheit. Ob der Gourmetführer dann darüber berichtet oder nicht, das ist dann wiederum dessen Angelegenheit.
            Insgesamt hätte ich mir den Grundsound des Interviews etwas bescheidener gewünscht; aber Klappern gehört wohl auch hier zum Handwerk.
            Und noch insgesamter gefällt mir das Wirken Hernn O.s recht gut. Immerhin besitze ich sogar sein Frühwerk Gusto Schwaben 2004/2005!
            s.
            PS: @mk: bei dem Interview mußt' ich tatsächlich einmal an Sie denken. Neinnein, nicht wegen der Unbescheidenheit, da sind Sie doch aus ganz anderem Holze ... Sondern bei der Regional-Mainstream-Geschichte. Sieh da, dacht ich, da denkt Herr O. ja fast so wie unser moonshadow
            PS II: Rätsel: wer war in diesem 2004/05 Gusto Koch des Jahres? (damit klärt sich dann auch die an anderer Stelle noch ungelöste Frage: von wem bezieht Amador in Wien immer wieder den rohen Schinken, Culatello, um genau zu sein?)

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            • #7
              Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
              PS II: Rätsel: wer war in diesem 2004/05 Gusto Koch des Jahres? (damit klärt sich dann auch die an anderer Stelle noch ungelöste Frage: von wem bezieht Amador in Wien immer wieder den rohen Schinken, Culatello, um genau zu sein?)
              Der nördlinger Kellerwirt über den sie sich beharrlich weigern zu berichten. Bekomm ich jetzt einen Keks? :-D

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              • #8
                Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
                Und in Sachen Verbreitung denke ich, dass er noch deutlich unter den Zahlen der anderen Publikationen liegt.
                OK, zugegeben habe ich nicht an die Verbreitung gedacht als ich "klare Nr.2" schrieb.
                Zuletzt geändert von Mohnkalb; 15.11.2016, 21:46.

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                • #9
                  Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                  auch im Vorwort schlägt es... nicht in seine Konferenz.
                  He? Solche Vorworte sind doch, wenn ich das nicht ganz falsch sehe, genau der Ort, an dem allgemeine Gastrotrends (oder meinetwegen auch vermeintliche) aufgegriffen und betratscht werden. Und wenn nun die Verknappung der Öffnungszeiten so ein Trend ist, dann gehört er genau da auch besprochen. Oder, lieber Schlaraffe, möchten Sie etwa das Thema Öffnungszeiten generell nicht öffentlich diskutiert sehen? Man stelle sich vor, was hier im Forum in einem vom Merlan mit klugen und wohlabgewogenen Worten eröffneten Thread "Neue Öffnungszeiten" los wäre, wenn z.B. alle Sternerestaurants in Deutschland plötzlich nur noch samstags geöffnet hätten!

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                  • #10
                    Sehe ich auch so wie Mohnkalb. Zumal es ja auch um in dem Zusammenhang stand, dass es nach seiner Einschätzung Betriebe gibt, die sich die Sterne-Abteilung halten, um den entsprechenden PR-Effekt zu haben, statt zu überlegen, wie man Fine Dining in der heutigen Zeit so positioniert, dass es funktioniert, oder es eben lässt.

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                    • #11
                      Lieber Herr aus dem Schlaraffenland,

                      ich habe mich zuerst von dem Geschmäckle, welches der Theaser zu diesem Interview bei mir hinterließ, abhalten lassen es in Gänze zu lesen und erst nach etwas Bedenkzeit und der nötigen Ruhe darauf geklickt. In meiner Betrachtung ist der Markt die Größe, auf welche ich als Teilnehmer keinen Einfluss habe.

                      Zitat Mr. Brooks:
                      Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
                      den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
                      und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.


                      Zur Führerlandschaft... nettes Wort :-))... sollte ein Gourmetführerchefredakteur nicht unbedingt Stellung nehmen müssen, hier kann zu viel falsch verstanden werden. Macht es aber sonst wer? Ich werde mich durch egoistischen Motive motiviert, nicht sonderlich weit aus dem Fenster lehnen, doch auch mir sind Publikationen aufgefallen, die sich sehr auf die Spitze konzentrieren aber die Breite, als das was wirklich Arbeit macht, fällt eher dünn aus. Es gibt eine Gala auf der die 50 oder 100 Besten freundlich lächeln, ein wenig Presse für den Verlag, etwas Social Media aber einen wirklicher Mehrwert über das längst Bekannte hinaus, existiert nicht. Sicherlich beklage ich mich nicht über Hupen, Tulpen oder Bestecke aber da ich in einigen Fällen sämtliche Inhalte eigenhändig hinterlege, sehe ich keinen redaktionellen Wert und kann nur schwer nachvollziehen, warum ausgerechnet mein Betrieb geführt ist und wie die Wertung begründet ist. Ich denke dieser Umstand macht es auch für den potentiellen Leser schwer bis unmöglich, jenseits der absoluten Spitze eine jeweilig passende Wahl zu treffen.

                      Aus diesem Grund sehe ich die Aussagen Herrn Oberhäusers durchaus postiv, hiermit steigert er die Erwartungshaltung an den Gusto und wir dürfen uns hoffentlich auf ein sehr gutes Buch freuen.


                      Die Aussage, dass der Trend zu saisonalen und regionalen Produkten beklagt wird, lese ich ebenfalls anders als sie. Die leichte Aversion richtet sich meines Erachtens vielmehr gegen deren überproportionalen Kommunikation und teil- sowie möglicher Weise übertriebene Ausgestaltung.
                      Meine Oma kochte saisonal und regional, wenn auch mit schlesischem Einschlag. Manchmal sehr einfach aber es war doch immer gutes, schmackhaftes Essen. Hätte ich aber jeden Frühsommer eingeäscherten Kohlrabi mit Fichtensprossenferment und Malz aus dem Holztrog essen müssen, weil meine Oma ein Hipster war, wie sehr hätte ich mich wohl nach einer einfachen, heiß servierten, ätherischen Kohlrabisuppe gesehnt, einfach in einer Porzellanschale auf den Tisch gestellt, mit einem Löffel als Besteck und ohne Botschaft? In der Einfachheit liegt die Komplexität schreibt Thomas Imbusch, ich gebe ihm Recht.

                      Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                      Für mich geht das nun eindeutig zu weit. Wann, wie oft und wie lange ein Restaurant geöffnet hat, das fällt sicherlich nicht in des Kritikers Konferenz.
                      Das ist ein ganz schwieriges Thema für mich denn als Gastronom profitiere ich sehr, besonders am Sonntag haben wir regelmäßig ein Einzugsgebiet von über 100km für ein Mittagessen und nicht wenige Transitgäste (Berlin - Rheinland, Sylt - FFM) über den Tag verteilt.

                      Als Gast aber stören und irritieren mich zu knappe Öffnungszeiten, in einen Laden der noch Freitag und Samstag von 19:00-21:00 Uhr kocht, kann ich nicht gehen und sehe diesen auch nicht als vollwertigen Restaurantbetrieb an. Hier geht es häufig nicht mehr darum geht Gäste zu bewirten, sondern nur noch darum, die Wertungen der Guides als wünschenswertes Prestige, mit so wenig Verlust wie möglich zu erhalten. Hier böte sich ein absoluter highend Laden mit einem nur Platz, geöffnet nur an einem Tag des Jahres an, dessen Tisch nur dann vergeben wird, wenn die Reservierung aus Karlsruhe kommt. *** die niemals ein normaler Gast zu Gesicht bekommt :-)

                      Hier werden die Guides in gewissem Maßen instrumentalisiert und gleichzeitig ihre Arbeit sabotiert.

                      Sicherlich ist es nicht mein oder unser Problem als Gäste oder auch als Gastronomen, wie viele Besuche ein Tester pro Woche abreißen kann.
                      Für den Chefredakteur einen Gourmetführers jedoch, bedeuten die fast überall verkürzten Öffnungszeiten mit Sicherheit eine enorme logistische Herausforderung, sowie erhebliche wirtschaftliche Mehrbelastungen und da wir uns alle, sowohl als Gäste als auch als Gastronomen möglichst gut recherchierte, aktuelle und breit aufgestellte Guide wünschen, hat Herr Oberhäuser durchaus das Recht auf diesen Umstand aufmerksam zu machen.

                      Viele Grüße

                      Passepartout
                      Zuletzt geändert von passepartout; 16.11.2016, 01:27.

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                      • #12
                        Ich glaube genauso wie Sie es schreiben, lieber passepartout, war es auch gemeint.

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                        • #13
                          Heute um 22 Uhr finden Sie unter den News auf Restaurant-Ranglisten.de alle wichtigen Infos zum neuen Gusto!

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                          • #14
                            Jetzt sind alle Ergebnisse da. Die Sonderauszeichnungen dürften wohl die größten Überraschungen sein...

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                            • #15
                              Naja sie haben das la vie zurück gestuft, das dürften jetzt auch nicht so viele aufm plan gehabt haben.

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