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  • Zitat von glauer Beitrag anzeigen
    Mythos oder nicht Mythos, das ist ein simpler Conflict of Interest. Ob das dann so tatsaechlich passiert oder nicht, ist doch zunaechst unerheblich. Was klar ist: Wo solche Konflikte bestehen, kommt es eben haeufiger zu Gefaelligkeitsurteilen. Ob das Gastronomie ist oder die pharmazeutische Industrie. Und deshalb vertraut man voellig zu Recht jenen mehr, die diese Konflikte vermeiden.
    Interessant zu diesem Thema: Die aktuelle Sternklasse-Ausgabe. Ende des letzten Jahres wurde von dem Magazin eine Umfrage unter den besten Köchen gemacht, welche Bewertungen sie welchen Restaurantführern denn geben würden. In der neuen Ausgabe sind jetzt allerhand Leserbriefe dazu abgedruckt, in der u.A. Anekdötchen über das Verkaufsgebahren der einzelnen Gourmetführer zum besten gegeben werden. Vom Aral-Anzeigenverkäufer, der im Gegensatz zum Aral-Tester jedes Jahr zuverlässig vorbeikommt, bis zum Gault Millau-Tester, der die zu überprüfenden Restaurants rein zufällig auch mit Wein beliefert. Und ein wutschäumender ex-Feinschmecker-Chefredakteur, der sich das "Geschwätz eines Robert Lücke" verbittet, der von "Mauscheleien beim Feinschmecker" berichtet, ist auch unter den Schreibern. Sehr unterhaltsam :cheers:!!!

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    • Sehr geehrte Forumsteilnehmer,
      liebe Feinschmecker, liebe Gastronomen,

      als Gründer und Redaktionsleiter von Gusto habe ich mich sehr gefreut, hier die zahlreichen positiven Stimmen über unseren Guide zu lesen. Schön, dass es Leute gibt, die sich differenziert mit der Thematik auseinandersetzen und die Dinge kritisch hinterfragen.

      Was die in den letzten Beiträgen thematisierte finanzielle Unabhängigkeit von der Gastronomie angeht, steht es ganz klar außer Frage, dass der konsequente Verzicht auf jedwede Akqusition bei den zu beurteilenden Betrieben der optimale Weg ist.

      Ich möchte aber in dem Zusammenhang auch zu bedenken geben, dass sich KEIN seriös recherchierter Restaurantführer auch nur annähernd allein durch Buchverkäufe und Marken-Anzeigenwerbung vernünftig refinanzieren lässt. Zumindest heutzutage nicht mehr.

      Wir haben bis dato dennoch versucht, diesen Weg zu gehen - zunächst nur in Süddeutschland und seit vergangenem Jahr erstmals bundesweit. Mit sehr großem Zuspruch innerhalb der "Szene", aber ohne wirtschftliche Perspektiven - trotz guter Platzierungen in den Verkaufsrankings.

      Wir haben hierbei auf die freiwillige Unterstützung seitens der Gastronomie gesetzt und gehofft, dass zahlreiche Häuser - zumindest jene, die mit ihren Bewertungen zufrieden sind - einige Bücher bestellen und zum Weiterverkauf an Ihre Gäste anbieten. Schließlich spricht man ja eine gemeinsame Zielgruppe an. Leider blieb dieser Kreis der freiwilligen Unterstützer in den letzten Jahren äußerst überschaubar und ein aktives Verkaufen (Überreden) in Form von persönlicher Kontaktaufnahme entspricht in keiner Weise unserer Auffassung der nötigen Distanz, die zwischen Restaurantführer und Gastronomie stets gewahrt werden sollte.

      Da wir weder einen Großkonzern im Rücken haben, der gewillt ist, das defizitäre "Geschäft" aus Imagegründen aufzufangen, noch irgendein größerer Verlag daran interessiert war, das Projekt auf diese redaktionell ambitionierte, unabhängige Weise weiterzuführen, waren auch wir nun gezwungen, uns zu überlegen, wie man die immensen Kosten kompensieren könnte.

      Ganz bewusst haben wir von Anfang an zahlreiche Gastronomen in die konstruktiven Gespräche mit einbezogen und gemeinsam Möglichkeiten eruiert, Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle gegeneinander abgewogen und versucht, eine für alle Beteiligten transparente Lösung zu finden.

      Einheitlicher Wunsch der Gastronomen bzw. deren Erwartungshaltung gegenüber eines wirklich guten Restaurantführers war, dass dieser nachweislich regelmäßig testet und die tatsächlich erbrachte Leistung kritisch aber sachlich beurteilt. Und genau jene Eigenschaften erwarten schlussendlich auch die Leserinnen und Leser, für die ein guter Restaurantführer ja konzipiert sein sollte. Um dies zu gewährleisten, wären sehr viele Gastronomen bereit, einen Unkostenbeitrag zu leisten, so der allgemeine Tenor.

      Um auch weiterhin auf dem bisherigen Niveau arbeiten zu können, bzw. um zu erreichen, dass wir uns künftig weiter verbessern und unsere Einschätzungen noch verlässlicher werden, haben wir uns in diesen Tagen (schweren Herzens!) dazu entschlossen, diese Idee zu verwirklichen und künftig eine einheitliche Unkostenpauschale zu erheben, die nachweislich in die Testbesuche investiert wird. Alle Gastronomen, die sich beteiligen, erhalten nach Erscheinen der Ausagbe neben Freiexemplaren auch die Kopien der Rechnungsbelege... Alle weiteren Infos zum neuen Prozedere finden sich auch auf unserer Internetseite gusto-online.de

      Das ganz besonders Erfreuliche: Bereits zwei Tage nach Bekanntmachung des neuen Prozedere und dem Versand der Erhebungsbögen zeichnet sich eine für uns überraschend hohe Beteiligung ab, die wir in diesem Umfang nicht für Möglich gehalten hätten und die wir als Wertschätzung unserer bisherigen Arbeit werten. Dieses entgegengebrachte Vertrauen ehrt uns, denn nicht zuletzt steht auch in unseren Reihen die kulinarische Sache - die Gourmandise (sorry!) - im Vordergrund, und nicht das wirtschftliche Ergebnis. Aber nichts desto trotz muss so ein Konzept ja irgenwann tragfähig sein.

      Jedenfalls ist Dank der hohen Beteiligung und des positiven Zuspruchs ein repräsentativer Gusto-Führer 2012 schon jetzt sichere Sache und wir sind guter Dinge, dass auch unsere Leserschaft das neue, transparente Prozedere akzeptiert und die Vorteile, die sich daraus ergeben, zu schätzen weiß.

      Wir werden jedenfalls mit gleich hohem Anspruch weitermachen und die neuen Ressourcen in noch mehr inhaltliche Qualität und Objektivität investieren.

      In kulinarischer Verbundenheit,
      Markus J. Oberhäußer
      (Herausgeber und Redaktionsleiter, Gusto)

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      • Sehr geehrter Herr Oberhäußer,

        ich empfinde das als sehr interessanten Ansatz und möchte die Gelegenheit nutzen Sie zu fragen, wie man folgenden Passus Ihres Internetauftritts verstehen darf:

        "Nach zahlreichen konstruktiven Gesprächen mit verschiedenen Gastronomen haben wir deshalb beschlossen, künftig für alle Restaurants, die garantiert getestet, bewertet und in der Buchausgabe aufgeführt werden möchten, eine einheitliche Unkostenpauschale von netto 159 Euro zu erheben."

        Trifft diese Garantie nicht letztlich nur die Kandidaten, die Sie (in Konkurrenz zu den anderen Führern) nicht als "must haves" betrachten?

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        • Herr Oberhäußer, sie wandeln auf Herrn Buchners Spuren :-)

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          • Auch ich sehe hier, wie malbouffe es andeutete, ein moralisches Risiko. Unsere Dreisterner haben wohl wenig Anreiz, die Pauschale zu zahlen, da sie wissen, dass Gusto es sich nicht leisten kann, sie nicht zu listen. In dem Bereich ist das wohl eher ein Sache der Fairness gegenüber dem Führer.

            Anders im Schwellenbereich zum ersten Stern : Es gibt Restaurants, auf die wirklich "außer Spesen nichts gewesen" zutrifft und solche Blindgänger sind natürlich mit der Testgebühr vermeidbar.

            Alles in allem wünsche ich viel Erfolg, da ich meinen Gusto gerne durchblättere und die differenzierten und ausgiebigen Berichte gerne lese.

            Beste Grüße
            bar

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            • Zitat von Markus J. Oberhäußer Beitrag anzeigen
              und künftig eine einheitliche Unkostenpauschale zu erheben, die nachweislich in die Testbesuche investiert wird. Alle Gastronomen, die sich beteiligen, erhalten nach Erscheinen der Ausagbe neben Freiexemplaren auch die Kopien der Rechnungsbelege.
              Sehr geehrter Herr Oberhäußer,

              für diesen innovativen - und sicher nicht ganz einfachen - Weg wünsche ich Ihnen viel Erfolg (und uns allen damit den unabhängigen Gusto, den wir schätzen und kaufen)!

              Grüße,
              Mohnkalb

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              • Sehr geehrter Malbouffe,
                sehr geehrter Bar de ligne,

                ich gebe Ihnen beiden Recht, dass dies der heikle Punkt an dem Prozedere ist. Doch hat sich die Sorge schnell als unbegründet erwiesen, denn gerade die Höherbewerteten haben zahlreich schon an den ersten beiden Tagen ihre "Teilnahme" bestätigt und damit ihre persönliche Akzeptanz signalisiert.

                Es zeichnet sich ab, dass gerade die allseits Hochgelobten die Sache unterstützen. Ich finde das großartig und sehr souverän. Immerhin geht es hier ja darum, ein faires, transparentes Modell auf die Beine zu stellen.

                Wir haben bewusst zunächst die ersten Feedbacks abgewartet, und wenn die Akzeptanz seitens der Spitzenrestaurants verhalten gewesen wäre, hätten wir den Versuch schlimmstenfalls irgendwann als gescheitert erklären müssen. Aber es kam ja erfreulichweise ganz schnell ganz anders.

                Herzliche Grüße,
                M. Oberhäußer

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                • Hallo Herr Oberhäußer,

                  zwei Fragen(blöcke) hab ich dazu:

                  Sie reden von einem positiven Feedback. Ich gehe mal davon aus, dass das aber nicht 100 Prozent sind. Nehmen wir mal an, dass 5 *** Ihre Pauschale zahlen, drei nicht. Werden dann diese drei nicht besucht? Und sind Sie dann noch konkurrenzfähig? Das können Sie selbstverständlich auf ** und * runterbrechen. Alle werden nicht mitmachen, da bin ich mir sicher.

                  Deshalb dann:

                  Kann man das Zahlen einer Pauschale fürs Testen als Tester wirklich dahin gehend abstrahieren, dass man nicht im Zweifel wohlwollender berichtet als man eigentlich möchte? Gerade wenn, was passieren wird, nicht alle zahlen? Will man sich dann nicht die zahlende Klientel erhalten? Mal ehrlich, wer zahlt schon, um dann ziemlich schlecht beurteilt zu werden? Das macht man im Zweifel genau einmal.

                  Mein gesunder Menschenverstand macht grad ein bisschen aua. Trotzdem wünsch ich Ihnen natürlich viel Erfolg.

                  M.

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                  • Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
                    Trifft diese Garantie nicht letztlich nur die Kandidaten, die Sie (in Konkurrenz zu den anderen Führern) nicht als "must haves" betrachten?
                    Genau diese werden von der "Garantie" profitieren.
                    Bei den "Großen" könnte ich mir vorstellen, dass die Redakteure 159€ zahlen, einfach nur des Genusses wegen und ob der Tatsache, dass sie es sind die über die Besten schreiben dürfen.
                    Nur 159€ für einen Besuch im "10 Pfänner", da würde so mancher hier einen Artikel für schreiben. Kleiner Vorschlag zur Kostensenkung Herr Oberhäußer


                    Die Offenheit im Umgang mit der Kostendeckung ist für mich ein Grund mehr sich für den Gusto zu entscheiden und 159€ sind wirklich nicht die Welt.
                    Die Fotoanzeige im Gault, welche oft die einzige Möglichkeit ist erwähnt zu werden, kostet ca das 4 fache. Dazu kommen wenn es blöd läuft die Kosten für Essen, Getränke und die abzuführenden Steuern für die fiktive Rechnung.

                    159€ sind gemessen an der in Aussicht gestellten Leistung schlicht Peanuts. Ein Eintrag in den gelben Seiten kostet mehr und bringt ab einem gewissen Standart bzW Anspruch sicherlich weniger.

                    Meine Frage an sie Herr Oberhäußer ist was passiert, wenn sie ein Restaurant für empfelenswert halten, sie schreiben es an, bekommen 159€ und garantieren einen Eintrag und eine sachliche Bewertung. Nur leider ist die sachliche Bewertung keine 5 Pfannen wert. Wird es 4 Pfannen geben oder etwas vergleichbares zum bib gourmet?


                    Viele Grüße Passepartout

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                    • Schönen guten Tag,

                      zur Frage von Morchel: So schön das wäre, aber natürlich wird es nicht gelingen, 100% unter einen Hut zu bekommen und von dem Prozedere zu überzeugen. Zumal wir ja keinesfalls telefonisch oder sonstwie persönlich "nachakquirieren". Ende dieser Woche ist der Erhebungs- bzw. Anmeldebogen vorab per eMail verschickt worden und in der kommenden Woche wird das Ganze nochmal auf dem Postweg versandt, um sicherzustellen, dass schlussendlich auch alle Häuser, die in Frage kommen, das Anschreiben bekommen haben. Wie sich aber bereits abgezeichnet hat, ist ein Großteil der sogenannten "must haves" dabei und unterstützt das Ganze. So werden wir nur in Ausnahmefällen von der redaktionellen Freiheit gebrauch machen müssen, zu Gunsten der von Ihnen angesprochenen Konkurrenzfähigkeit auch solche Häuser zu berücksichtigen, die im Vorfeld keinen Wert auf eine Aufnahme legen. Einen repräsentativen Führer sind wir nicht nur der Leserschaft schuldig, sondern auch all denjenigen Restaurants, die sich unterstützend beteiligen und damit die Garantie sichern, getestet und aufgeführt zu werden.

                      Und um zum zweiten Teil der Frage zu kommen: Startgebür hin oder her - wir werden uns weiterhin primär unseren Leserinnen und Lesern verpflichtet fühlen. Die Bewertungen und Beschreibungen müssen daher in allen Fällen realistisch und nachvollziehbar bleiben. Von Schönfärberei hat keiner der Beteiligten etwas; und wenn es uns daran läge, möglichst viele Gastronomen mit möglichst schmeichelnden Lobeshymnen positiv und zahlungswillig zu stimmen, könnten wir mit ganz anderen Akquisitions-Konzepten auffahren, die deutlich ertragreicher wären.

                      Die meisten Köche sind nicht so kritikresistent, wie die meisten vermuten, bzw. wie es oft den ersten Anschein hat. Sie glauben nicht, wie mit wie vielen (auch Spitzen-) Köchen ich in den letzten Jahren telefoniert habe, die sich im Nachhinein für kritische Anmerkungen ausdrücklich bedankt haben. Natürlich sind die Meisten erst mal sauer, wenn die Beschreibungen und Bewertungen nicht so ausfallen, wie vielleicht erhofft. Aber mit sachkundiger, berechtigter Kritik, oder sogar mit konstruktiven subjektiven Einschätzungen können die Köche und Gastronomen mittelfristig mehr anfangen, als mit unreflektierten Lobeshymnen (obgleich diese natürlich auch jeder gerne hört).

                      Wichtig ist doch, dass berechtigte Kritik so formuliert ist, dass jeder der Beteiligten sein Gesicht wahren kann. Der Ton macht die Musik. Und wenn das Ganze fair, transparent, nachvollziehbar und auf Augenhöhe geschrieben ist, dann sind, wie sich nun zeigt, zahlreiche Köche und Gastronomen auch bereit, zugunsten einer ordentlichen Recherche dafür einen Unkostenbeitrag zu leisten. Tatsächlich und regelmäßig unter fairen Bedingungen getestet werden - das ist es, was nahezu alle ambitionierten Köche wollen. Und was heutzutage scheinbar gar nicht mehr so selbstverständlich ist, was man so hört...

                      Und um noch kurz Passepartouts Argumentation aufzugreifen: ich sehe es genau so, dass gerade die noch etwas Unbekannteren und die Newcomer auf diese Weise größere Chance haben. Wir z.B. konnten in der Vergangenheit zahlreiche, (zumindest vielversprechend anmutende) Restaurantkonzepte erst gar nicht überprüfen, weil das regelmäßige Testen der "etablierten" das Budget bereits astronomisch überstrapaziert hat.

                      Und um noch die Frage mit der 5-Pfannen-Hürde zu erklären: Wir haben ja schon jetzt Häuser aufgeführt, die zwar durchaus empfehlenswert sind, deren Küchenleistung uns aber entweder konzeptionell und/oder qualitativ (noch?) nicht "auszeichnungswürdig" erschien. Diese wird es auch künftig geben. Wir haben uns recht schnell dazu entschieden, in der Kategorie unter 5 Pfannen nicht mehr zu differenzieren (also 4, 3, 2 oder 1 Pfanne zu vergeben), weil das unserer Ansicht und Erfahrung nach gerade in diesem Bereich noch schwieriger und weitaus subjektiver wird, als es ohnehin schon ist.

                      Herzliche Grüße,
                      M. Oberhäußer
                      Zuletzt geändert von Markus J. Oberhäußer; 12.06.2011, 11:49.

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                      • Sehr geehrter Herr Oberhäußer,

                        ich wünsche Ihnen, dass der nun eingeschlagene Weg den Gusto langfristig auf wirtschaftlich sichere Basis stellt. Das ist letztendlich die beste Grundlage für unabhängige Urteile. Ich denke, die Transparenz des Verfahrens gegenüber Gastronomen und Lesern ist sehr wichtig. Das ist gerade das Problem der "etablierten" Guides. Was steht am Anfang einer Bewertung? Die Anzeige oder die Bewertung? Wie wurde die Anzeige aquiriert, was ist da im Hintergrund gelaufen? Bei Ihnen ist das klar.

                        Ich hoffe, dass es Ihnen außerdem für die 2012er-Ausgabe gelingt, dass das Buch auch mit dem Erscheinungstermin bundesweit in den Buchhandlungen liegen wird. Denn mehr verkaufte Exemplare können betriebswirtschaftlich ja auch nicht schaden.
                        Zuletzt geändert von QWERTZ; 12.06.2011, 14:41.

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                        • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                          Ich hoffe, dass es Ihnen außerdem für die 2012er-Ausgabe gelingt, dass das Buch auch mit dem Erscheinungstermin bundesweit in den Buchhandlungen liegen wird. Denn mehr verkaufte Exemplare können betriebswirtschaftlich ja auch nicht schaden.
                          Ein wichtiger Punkt, den ich gerne an dieser Stelle nochmal ansprechen möchte, weil die Verfügbarkeit bereits in anderen Beiträgen hier völlig zurecht bemängelt wurde. Doch das hat nicht etwa mit Unfähig- oder Untätigkeit unseres Vertriebs zu tun.

                          Leider haben wir wirklich keinerlei Einfluss darauf, ob unser Titel zum Erscheinungstermin (oder auch überhaupt) in einer Buchhandlung vorrätig ist, oder nicht. Bestellen können sie ihn freilich zu diesem Zeitpunkt überall, aber ob er im Regal steht, entscheidet einzig und alleine die Buchhandlung bzw. der Zentraleinkauf der jeweiligen Buchhandelskette. Und deren Einkaufspolitik wird immer fragwürdiger. Als großer Verlag mit breitem Sortiment können sie Regalmeter kaufen!

                          Aber im kommenden Jahr wird das sicher schon besser aussehen, denn die Verantwortlichen in den Reiseabteilungen haben ja innerhalb dieses Jahres gemerkt, dass der Titel nachgefragt wird.

                          Herzliche Grüße,
                          M. Oberhäußer

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                          • Gusto

                            Sorry Herr Oberhäuser,

                            ganz verstehe ich die Argumentation nicht. Ohne die hart, und bis an die Schmerzgrenze reichende Arbeit der Köche und Gastronomen, gäbe es Ihr Buch nicht. Die, welche Ihnen Ihren selbst gewählten Weg erst möglich machen, sollen jetzt auch noch zur Kasse gebeten werden.

                            Ich finde es schön dass Ihr Führer, welchen ich auch gerne lese und nutze, mit so viel Vertrauensvorschuss bedacht wird.
                            Schade finde ich allerdings dass man andere Führer mit so viel Mauscheleiverdachten in Verbindung bringt und als unglaubwürdig darstellt. Es wird ja viel geredet, aber ein Beweis bleibt jeder schuldig. Kein Gastronom hat sich bisher dazu geäußert, oder gesagt: „so und so ist das bei mir gewesen“. Daher kann ich solche Behauptungen auch nicht ernst nehmen.
                            Außerdem macht es für mich keinen Unterschied wenn behauptet wird, ein Führer nimmt unter der Hand Geld für einen Eintrag, oder ein Führer sagt offen ich nehme Geld für den Eintrag. Ein „Geschmäckle“ bleibt immer.
                            Wie unabhängig können Sie denn dadurch sein, wenn für den Eintrag bezahlt werden muss. Wenn Köche, wie Sie schreiben, nicht so kritikresistent sind, bleibt doch die Frage wie wollen Sie objektive Kritik üben, wenn Sie genau wissen dass in diesem Falle, z.B. ein Herrn Wohlfahrt oder Herr Bau oder andere die nächste Ausgabe boykottieren.
                            Schlimmer trifft es noch die Kleinen, die, wollen Sie im Ranking bleiben, bezahlen müssen, um die 12 Punkte zu behalten, in welchen sie durch ihren Führer erst gekommen sind.
                            Der Wein GM hat mal was Ähnliches versucht und das Ganze sehr schnell aufgegeben, weil die besten Winzer keine Wein mehr angestellt haben.

                            Dafür, dass Sie keinen Großkonzern im Rücken haben, können die Beteiligten nichts. Ob die Beurteilungen objektiv sind müssen Sie erst über die Jahre beweisen.
                            Eine Listung Ihres Führers in Restaurant Ranglisten de. müsste unter diesen Umständen, meiner Meinung nach, gründlich überdacht werden.

                            Es kann meiner Meinung nach nicht sein das ein Restaurant, nehmen wir das Elbinghaus in Burgrieden, Rang 250 ohne verschulden, nur weil er nicht bereit ist zu bezahlen, seine 15 Punkte vom Gusto verliert und auf Rang 398 abrutscht.
                            Hier, glaube ich, spielen Sie auch mit der Eitelkeit der Köche und Gastronomen, die natürlich gerne in den Ranglisten aufgeführt werden, ich finde ein gefährliches Unterfangen.

                            Diesen Aspekt sollten wir auf diesem Forum diskutieren.

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                            • Zitat von Klausludwig Beitrag anzeigen
                              um die 12 Punkte zu behalten, in welchen sie durch ihren Führer erst gekommen sind.(...) seine 15 Punkte vom Gusto verliert
                              Also im Gusto gibt es erstens gar keine Punkte, sondern Pfannen. Und zweitens reicht die Skala nur von 5-10.

                              Zitat von Klausludwig Beitrag anzeigen
                              Eine Listung Ihres Führers in Restaurant Ranglisten de. müsste unter diesen Umständen, meiner Meinung nach, gründlich überdacht werden.
                              Warten wir doch erst einmal ab, wie der Gusto sich unter diesen neuen Vorzeichen entwickelt...

                              Gruß, Mohnkalb

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                              • Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                                Also im Gusto gibt es erstens gar keine Punkte, sondern Pfannen. Und zweitens reicht die Skala nur von 5-10.
                                Ich denke, dass hier die Punktzahl der Ranglisten gemeint war, die die Gusto-Pfannen des "Ebbinghaus" auf einen Wert von 15 Punkten umrechnet.

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