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    Hilferuf eines Freundes.
    Der Gastwirt ( ich habe ihn schon als meinen Informanten in einem vorherigen Beitrag benannt) hat heute versucht sich bei Ranglisten de. einzuloggen was auch gelang. Aber er kann nicht auf Antworten drücken bzw. er bekommt immer die Meldung er ist noch nicht freigeschaltet. Da es Ihm wichtig ist dieser Weg.
    Er wird, wenn alles funktioniert, unter KochausLeidenschaft mitposten.
    Herr Buchner hat seine Adresse per PN erhalten.



    Hallo erst mal in`s Forum,

    auch ich bin Gastronom und möchte allen Forumianeren mitteilen,. dass ich nicht zahlen werde.
    Es ist mir schwer gefallen, diese Entscheidung zu treffen, aber ich stehe dazu.
    Sicher geht es vielen meine Kollegen so, viele werden schon gezahlt haben.
    Heute ist der letzte Tag an welchem die Möglichkeit besteht die „Zwangsabgabe“ zu bestätigen und die Aufnahme in den Führer zu garantieren.
    Für mich bedeutet dies, dass ich von meinem Rang, knapp über 500, auf ca. 750 abrutschen werde.
    Das ist mir die Sache wert, weil ich auch nicht bereit sein werde im nächsten Jahr die anderen Führer zu bezahlen, welche die Praktiken des Gusto sicher mit größter Aufmerksamkeit verfolgen werden.
    Leider wird das dem Ansehen von Ranglisten de. auch deutlich schaden.
    Eine Bitte hätte ich an die Kollegen. Alle die nicht bezahlen, schreibt eine kurze Antwort hier ins Forum. „Ich zahle nicht“ genügt ja schon, da wir alle sehr wenig Zeit haben. Des Weiteren schreibt privat an Herrn Buchner und gebt ihm den Namen eures Restaurants bekannt, sowie ich das im Anschluss mache werde. Das schützt Euch vor evt. Nichtbeachtung im „vielleicht“ nächsten Gusto.
    Kollegiale Grüße in die Runde.
    Zuletzt geändert von Klausludwig; 30.06.2011, 12:15.

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    • Sehr geehrte Forumsteilnehmer,

      ursprünglich wollte ich nur die Information zu unserem neuen Prozedere hier einstellen und mich an der weiteren Diskussion nicht beteiligen; die von einer mir bekannten Person hier nun inszenierte Revolte um Rangpositionen veranlasst mich indes dazu, nochmals in aller Kürze ein paar Statements abzugeben.

      Wir sind Gusto, der Kulinarische Reiseführer, ein eigenständiger Gourmetguide, kein Subunternehmen oder Zulieferer von Restaurant-Ranglisten oder anderen Rankings.

      Auch wenn es künftig eine freiwillige Unkostenpauschale gibt, welche das Getestetwerden und das Erscheinen in dem Führer garantiert, bleiben wir ein redaktionell unabhängiger Guide, der seine Entscheidungen, insbesondere auch die Frage, welche Restaurants Aufnahme finden, autark trifft.

      Nicht wir arbeiten und testen für Ranglisten (egal welche) - die Ranglisten arbeiten mit unseren Bewertungen. Oder auch nicht! Ich denke, Herr Buchner wird diese Entscheidung ohnehin erst fällen wollen und können, wenn er die Ausagbe 2012 in Händen hält. Wenn ihm der Guide und die Anzahl der bewerteten Restaurants repräsentativ genug erscheint, wird er die Ergebnisse vielleicht einfließen lassen, und wenn nicht, dann nicht.

      Und bitte: woher wird die grundsätzliche Anspruchshaltung, getestet und bewertet zu werden, hergeleitet? An welchen Parametern soll sie festgemacht werden? An Ranglistenpositionen? Hier könnte quasi jedes Restaurant Anspruch auf eine Bewertung erheben. Und was ist mit all den vielen hundert Restaurants, die im Michelin ohne Auszeichnung aufgeführt werden und somit keine Punkte zugerechnet bekommen?

      Ich denke, wir haben da sehr wohl eine ganz praktikable Lösung gefunden. Wer garantiert getestet und aufgeführt werden möchte, hat die Chance dies per Anmeldung und Unkostenpauschale zu erwirken, und wer dies nicht möchte, lässt sich einfach überraschen. Wir sind weder Rang 1 noch Rang 1999 gegenüber verpflichtet.

      Nochmal: Die Ranglisten hier macht Herr Buchner. Mit, oder ohne Gusto. Wir können mit beidem leben. Wir kümmern uns um unser Ding und müssen zu 100 Prozent dahinter stehen können.

      Mit kulinarischen Grüßen,
      Markus J. Oberhäußer

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      • Zitat von Markus J. Oberhäußer Beitrag anzeigen
        Auch wenn es künftig eine freiwillige Unkostenpauschale gibt, welche das Getestetwerden und das Erscheinen in dem Führer garantiert, bleiben wir ein redaktionell unabhängiger Guide, der seine Entscheidungen, insbesondere auch die Frage, welche Restaurants Aufnahme finden, autark trifft.
        Also mir persönlich ist das Thema ja eher egal, aber für mich liest sich dieser Absatz extrem merkwürdig. Aber vielleicht steh ich heute ja auch irgendwie auf dem Schlauch, und es liegt allein an mir.

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        • Immer mit der Ruhe

          Die Panik ist unnötig!
          Bisher ist überhaupt nicht entschieden, ob ich den Gusto im Herbst wieder aufnehme. Das gilt übrigens für alle anderen Guides auch. Wenn mir die Exemplare vorliegen, entscheide ich, ob es Sinn macht, die Bewertungen in die Ranglisten einzurechnen.

          Es werden immer wieder, übrigens in jedem Guide, Restaurants nicht bewertet worden sein. Wenn sich das im Rahmen hält, werte ich die Kritiken aus, wenn aber zu viele Top-Häuser fehlen, dann kann ich den Guide nicht berücksichtigen. So einfach ist das.
          Das Volkenborn-System, in dem nur die 5 besten Bewertungen gerechnet werden und die schlechteste nur mit Faktor 0.1, relativiert das Problem weitestgehend und verhindert das von einigen Köchen befürchtete Szenario.


          Also Ball flach halten und abwarten, was im Herbst passiert.

          mfg Hannes Buchner

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          • Ich möchte klarstellen, dass es mir nicht so sehr um meine Platzierung in den Ranglisten geht, da kann ich auch aus anderen Gründen abrutschen oder aufsteigen, wenn sich nämlich bei den anderen Führern etwas verändert. Diese Platzierung ist nicht nur vom Gusto abhängig.

            Aber ich möchte schon vermeiden, dass irgendwann die Gäste zu mir kommen und sagen, "Sie haben sich Ihre Bewertung beim Gusto ja gekauft". Ein Außenstehender wird kaum unterscheiden können, ob man für die Aufnahme in den Führer bezahlt hat, oder ob man für die Bewertung bezahlt hat, auch wenn das vom Gusto eventuell sogar im Vorwort erklärt werden sollte.

            Dieser feine Unterschied wird nicht wahrgenommen, es wird wahrgenommen, dass bezahlt wurde. Und das tut der Branche sicherlich nicht gut.

            Der Ansatz vom Gusto ist aus seiner Sicht durchaus legitim, aber die Ankündigung Ausnahmen zu machen, schafft Raum für Neid, Missgunst und Misstrauen. Klarer und deutlicher wäre, man bezahlt und ist drin oder man bezahlt nicht und ist nicht drin. Dann weiß jeder Gastronom woran er ist.

            Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass ich es nicht für den richtigen Weg halte, dass die Gastronomen die betriebswirtschaftlichen Probleme eines Führers lösen sollen.

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            • Ich kann Ihre Argumentation schon gut nachvollziehen.

              Die eine Seite der Medallie ist:
              Zitat von Bellybutton Beitrag anzeigen
              .
              Aber ich möchte schon vermeiden, dass irgendwann die Gäste zu mir kommen und sagen, "Sie haben sich Ihre Bewertung beim Gusto ja gekauft".
              Die andere Seite:
              "Warum stehen sie denn nicht mehr im Gusto?" "Ich war nicht bereit zu zahlen."
              Das kommt ja auch ganz schlecht.

              Ich muss ehrlich sagen, und das als bekennender Gusto-Fan, dass mir das gar nicht gefällt. Für mich kann das kein objektiver Führer mehr sein.


              Gruß!

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              • Warum soll der Gusto jetzt weniger objektiv bzw. subjektiv sein, als die anderen Führer? Wenn praktisch alle Gastronomen zahlen, wie beim Gusto, ist das, doch eine gleichere Voraussetzung, als bei anderen Führern, bei denen einige etwa einen Bildeintrag, oder eine Anzeige bezahlt haben, andere aber nicht.

                Von daher bleibt ich dabei: die Kritik an der grundsätzlichen Änderung der Gusto-Vorgehensweise in allen Ehren, aber wenn die Konsequenz wäre, dass es den Führer auf bundesweiter Ebende nicht mehr gäbe, dann ist es mir doch lieber, dass er unter den neuen Voraussetzungen erhalten bleibt.

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                • Selbst wenn der Gusto noch immer objektiv, wie bisher, wäre, dann stell ich mit trotzdem die Frage was mir alles an Restaurants entgeht, die nicht gezahlt haben.
                  Was bringt mir schon ein Führer der von vornherein Restaurants weglässt, die den Kriterien eigentlich genügen, aber nicht bezahlt haben?

                  Gruß!

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                  • In meinen Augen ist da ziemlich viel Ärger vorprogrammiert.

                    Szenario 1: Restaurant zahlt und wird abgewertet. Ich wage zu behaupten, dass nicht alle zahlenden Kunden dafür Verständnis haben werden. Einen gewissen impliziten Anspruch werden manche haben.

                    Szenario 2: Restaurant zahlt und bekommt mit, dass der in etwa gleich bewertete Kollege nebenan nicht gezahlt hat und trotzdem besprochen wird. Gibt Ärger. Spätestens im nächsten Jahr.

                    Szenario 3: Zu wenig Restaurants zahlen. Die wenigen zahlenden Kunden will man halten. Da ist es nur menschlich, dass irgendwann die Frage aufpoppt: "Können wir den wirklich abwerten? Der zahlt doch."

                    To be continued.

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                    • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                      Warum soll der Gusto jetzt weniger objektiv bzw. subjektiv sein, als die anderen Führer? Wenn praktisch alle Gastronomen zahlen, wie beim Gusto, ist das, doch eine gleichere Voraussetzung, als bei anderen Führern, bei denen einige etwa einen Bildeintrag, oder eine Anzeige bezahlt haben, andere aber nicht.
                      Ich glaube auch nicht, dass der Gusto dann weniger objektiv bzw. subjektiv sein wird. Das ist auch nicht der Punkt, ich glaube nicht, dass daran jemand zweifelt.
                      Der Unterschied ist der, dass ich überhaupt nicht erscheine bzw. getestet und bewertet werde, wenn ich nicht bezahle. Wenn ich in einem anderen Führer keine Anzeige oder Bildeintrag schalte, werde ich trotzdem getestet und bewertet.

                      Deshalb werden sicherlich viele widerwillig bezahlen, aber nicht alle, wie ich aus dem Kollegenkreis herausgehört habe.

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                      • Zitat von Bellybutton Beitrag anzeigen
                        Deshalb werden sicherlich viele widerwillig bezahlen, aber nicht alle, wie ich aus dem Kollegenkreis herausgehört habe.

                        Hallo Bauchnabel

                        verzeihen sie den sehr deutlichen Widerspruch aber das Bezahlen wird mir zu sehr in den Vordergrund gespielt.

                        Meines Verständnisses nach und ich bin weder direkt noch indirekt vom Gusto beschäftigt oder werde bewertet, weil wir zu einfach kochen.

                        Ich sehe in dem Angebot der Redaktion des Gusto, für "tschuldige Mal" 159€ pro Jahr, unabhängig getestet, bewertet in einer auflagenstarken Printausgabe, nebst Plakette ectpp- die für viele ein Alleinstellungsmerkmal darstellt... aufgelistet zu sein, ein PR-Schnäppchen. Nur der Eintrag in den "gelben Seiten", kostet mehr, also verzichten wir darauf, da für den Betrieb das PLV nicht stimmt.

                        Und die Ranglisten... Die Einpflegung des Gusto mag nett sein, verpflichtet für den Erfolg des Konstukts sehe ich diese, selbst nach zwei Flaschen 2007er grandiosem Barolo Bolmida nicht.


                        Gute Nacht Passepartout

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