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  • Gusto endlich erhalten.
    Für Nordhessen, Südniedersachsen und Ostwestfalen habe ich ich eine kleine Zusammenstellung vorgenommem.

    http://29alwi.wordpress.com/2010/12/...tfuhrer-gusto/

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    • Mittlererweile nur noch auf Platz 97

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      • Eben, auch wenn der Beitrag schon älter ist, in Bernd Matthies neuem Feinkost-Blog entdeckt:

        http://feinkost.tagesspiegel.de/?p=18

        Interessant auch die Diskussion im Kommentarbereich. Mich hat die harte Kritik von Bernd Matthies ebenfalls etwas gewundert. Meine eigenen Erfahrungen mit dem gusto, größtenteils im süddeutschen Raum, waren bislang eigentlich überwiegend positiv. Vielleicht ist der Restaurantführer ja in seinem Stammgebiet auch besser als in anderen Regionen der Bundesrepublik (?), zumindest hat der gusto dort offenbar mehr zu bieten - im Norden erscheinen mir die Restaurants teilweise etwas spärlich gesät. Mir selbst fehlen momentan leider Zeit und Budget für ausgiebige Restaurantbesuche und mögliche Vergleiche (was an meinem Interesse an Entwicklungen in der Gourmet-Szene allerdings nichts geändert hat).

        Wie sind denn die bisherigen Erfahrungen der Forumsmitglieder mit der gusto-Jahresausgabe? Nach der Diskussion im Voraus ist es hier ja zum Thema ziemlich ruhig geworden...

        kG, monkfish

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        • Hat die Gourmelt-Welt den Gust noch unbedingt gebraucht?
          Vielleicht nicht.
          Und doch finde ich den Führer eine erfrischende Ergänzung zu den Etablierten und wenn er denen nur auf die Zehen steigt, dann ist das schon gut.
          Bei vielen Bewertungen kann ich mich im Gusto wiederfinden.

          In Bayern und BW ist das Ergebnis (logischerweise) ja bereits flächendeckend, in den anderen Bundesländern kann das ja noch nicht sein. Aber man wird das sicher anstreben.

          Ich würde das Überleben des Gusto begrüßen.


          Gruß!

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          • Zitat von fragolini Beitrag anzeigen

            In Bayern und BW ist das Ergebnis (logischerweise) ja bereits flächendeckend, in den anderen Bundesländern kann das ja noch nicht sein. Aber man wird das sicher anstreben.

            Ich würde das Überleben des Gusto begrüßen.
            Wo der Gusto wertet, kann ich sein Urteil (meist) nachvollziehen, schwierig finde ich jene Resturants, die ohne Bewertung geführt werden. Die Auswahl erscheint mir zu willkürlich, ebenso bei vielen der empfohlenen Fachgeschäfte.

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            • Zitat von monkfish Beitrag anzeigen
              Mich hat die harte Kritik von Bernd Matthies ebenfalls etwas gewundert
              Mich wundert sie eigentlich nicht. Matthies steht dem Gault Millau sehr nahe. So weit ich weiß testet er für ihn...jedenfalls hat er lange Zeit für ihn getestet. Nicht nur hier in Berlin. Und wenn sie seine Argumentation lesen, können sie auch erkennen, dass der Gusto bei Matthies so oder so keine Chance auf eine gute Kritik gehabt hat. Er hat ja in seinem Text alles zusammengetragen, was er an Negativpunkten finden konnte und dreht sogar die löblichen Ansätze wie den Verzicht auf Werbung, Fotos etc. von den Restaurants oder die betont sachliche Herangehensweise bewusst ins Negative. Immerhin bescheinigt er dem Gusto Sachkompetenz, misst ihn gar nicht erst mit Varta, Schlemmeratlas und Konsorten, sondern vergleicht auf Augenhöhe mit Gault Millau und Michelin.


              Wo der Gusto wertet, kann ich sein Urteil (meist) nachvollziehen, schwierig finde ich jene Resturants, die ohne Bewertung geführt werden. Die Auswahl erscheint mir zu willkürlich, ebenso bei vielen der empfohlenen Fachgeschäfte.
              Bei den Restaurants ohne Auszeichnung habe ich allerdings schon sehr positive Erfahrungen gemacht, zum Beispiel mit dem Landgasthof Schwarzbachtal in Hohnstein oder den Märkischen Stuben in Mittenwalde. Willkürlich ist die Auswahl aber ganz bestimmt, was auch irgendwo verständlich ist, sonst müssten ja in dieser Klasse tausende von Restaurants getestet werden. Auch die Listung der Fachgeschäfte und Winzer könnte man meiner Meinung nach getrost verzichten.

              Hat die Gourmelt-Welt den Gusto noch unbedingt gebraucht?
              Für mich ergänzt er Michelin und Gault Millau genau in den Punkten, in denen diese beiden schwächeln.

              Rouget

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              • Matthies steht dem Gault Millau sehr nahe. So weit ich weiß testet er für ihn...jedenfalls hat er lange Zeit für ihn getestet.
                Interessant, das wusste ich nicht! Ist aber natürlich eine gute Erklärung für die, da stimme ich Ihnen zu, doch sehr unsachliche Argumentation.

                Willkürlich ist die Auswahl aber ganz bestimmt, was auch irgendwo verständlich ist, sonst müssten ja in dieser Klasse tausende von Restaurants getestet werden.
                Sehe ich ähnlich: Es gibt einfach zu viele potentiell empfehlenswerte Restaurants in dieser Kategorie. So lange die aufgeführten Restaurants am Ende tatsächlich eine Empfehlung wert sind, finde ich das aber nicht weiter schlimm. Mit der Zeit werden es ja vielleicht auch noch ein paar mehr...

                Auch die Listung der Fachgeschäfte und Winzer könnte man meiner Meinung nach getrost verzichten.
                Verzichtbar finde ich vor allem die jetzt ohne weitere Infos aufgelisteten Geschäfte; Feinkost-Adressen allein kann man auf anderen Wegen sicher schneller finden. Andererseits habe ich durch die Empfehlungen in gusto auch bereits sehr schöne Entdeckungen gemacht - z.B. das Wein&Käse in Augsburg (in der Regionalausgabe Bayern 2010 allerdings noch mit einem kurzen Text).

                Gruß, monkfish

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                • Zitat von Rouget Beitrag anzeigen
                  Matthies steht dem Gault Millau sehr nahe. So weit ich weiß testet er für ihn...jedenfalls hat er lange Zeit für ihn getestet. Nicht nur hier in Berlin. Und wenn sie seine Argumentation lesen, können sie auch erkennen, dass der Gusto bei Matthies so oder so keine Chance auf eine gute Kritik gehabt hat.
                  Und gerade darum nochmal zurück zu den Inhalten der Matthies-Kritik:

                  Zwar decken sich die Bewertungen des Gusto ganz gut mit meinen eigenen Erfahrungen, aber das ist für mich nicht das Entscheidende. Entscheidend für den Gusto sprechen, wie ich finde, vor allem drei Punkte:

                  1) Unabhängigkeit durch Werbefreiheit
                  2) Übersichtliches Wertungssystem
                  3) Sachlich argumentierende Kritiken

                  Ad 1). Matthies argumentiert hier so: Im Vergleich zu anderen Führern werde "kaum an den Hierarchien gerüttelt, was das Herumreiten auf der Werbefreiheit ziemlich sinnlos erscheinen lässt." - Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, nur ökonomische Unabhängigkeit ermöglicht wirklich freie Urteile. Wer glaubt, Werbefreiheit sei sinnlos, ist einfach naiv (und sehe sich von tip bis Feinschmecker an, wohin das führt).

                  Ad 2). Matthies: Das Wertungssystem des Gusto sei "ohne nennenswerte Änderungen auf die maximal 20 Punkte des GM übertragbar". - Und wenn schon! Selbst wenn das zuträfe, müsste das Wertungssystem ja deshalb nicht unübersichtlich oder ungeeignet sein.

                  Ad 3). Matthies: Die sachliche Tonlage des Gusto nütze "sicher der Wertschätzung durch die immer leicht beleidigten Gastronomen, ist aber für den Leser nicht unbedingt ein Gewinn". - Auch das kann ich nicht nachvollziehen. Gerade als Leser/Gast habe ich bei diesen sachlichen Texten den Eindruck, dass der Kritiker eben für mich als Gast schreibt und nicht vor allem sein großes Ego in Szene setzen will.

                  Aus meiner Sicht geht darum die Kritik von Matthies in den entscheidenden Punkten daneben, der Rest ist hübsche Polemik.

                  Grüße,
                  Mohnkalb

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                  • Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                    Matthies argumentiert hier so: Im Vergleich zu anderen Führern werde "kaum an den Hierarchien gerüttelt, was das Herumreiten auf der Werbefreiheit ziemlich sinnlos erscheinen lässt." - Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, nur ökonomische Unabhängigkeit ermöglicht wirklich freie Urteile. Wer glaubt, Werbefreiheit sei sinnlos, ist einfach naiv (und sehe sich von tip bis Feinschmecker an, wohin das führt).
                    Kurze OT-Nachfrage: Wohin führt es denn genau? Kennen Sie Fälle, wo offensichtlich durch das Schalten von Werbeanzeigen Einfluss auf Restaurantwertungen genommen wurde? Ich halte das (ob nun beim GM oder dem Feinschmecker/Falstaff/e&t) nach wie vor für einen urbanen Mythos, lasse mich aber natürlich gern das gegenteil beweisen.

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                    • Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
                      Kurze OT-Nachfrage: Wohin führt es denn genau? Kennen Sie Fälle, wo offensichtlich durch das Schalten von Werbeanzeigen Einfluss auf Restaurantwertungen genommen wurde? Ich halte das (ob nun beim GM oder dem Feinschmecker/Falstaff/e&t) nach wie vor für einen urbanen Mythos, lasse mich aber natürlich gern das gegenteil beweisen.
                      "Beweisen" lässt sich der Zusammenhang zwischen Werbekunden und wohlwollender Berichterstattung natürlich schwer, zumal man dazu im Grunde wohl Diskussionen in den Redaktionen und Hinterstuben mitschneiden müsste. Man kann ja zum Glück auch ohne Beweise vernünftige Meinungen bilden.

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                      • Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
                        Kurze OT-Nachfrage: Wohin führt es denn genau? Kennen Sie Fälle, wo offensichtlich durch das Schalten von Werbeanzeigen Einfluss auf Restaurantwertungen genommen wurde? Ich halte das (ob nun beim GM oder dem Feinschmecker/Falstaff/e&t) nach wie vor für einen urbanen Mythos, lasse mich aber natürlich gern das gegenteil beweisen.
                        Mythos oder nicht Mythos, das ist ein simpler Conflict of Interest. Ob das dann so tatsaechlich passiert oder nicht, ist doch zunaechst unerheblich. Was klar ist: Wo solche Konflikte bestehen, kommt es eben haeufiger zu Gefaelligkeitsurteilen. Ob das Gastronomie ist oder die pharmazeutische Industrie. Und deshalb vertraut man voellig zu Recht jenen mehr, die diese Konflikte vermeiden.

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                        • Das sehe ich etwas pragmatischer, aber um zum Thema zurück zu kommen: Matthies Kritik steht auf tönernen Füßen, da scheint man sich hier einig zu sein. Und dem "Markt" der Führer kann es wohl nur gut tun, wenn ein ernst zu nehmender neuer Mitspieler auftaucht. Insofern bedauere ich auch den Absturz von Schlemmeratlas und Varta sowie den mit großen Ambitionen gestarteten, heute aber wohl kaum mehr relevanten Bertelsmann-Guide. Daher hoffe ich, dass der Gusto sich trotz der schmalen wirtschaftlichen Basis etablieren kann.

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                          • Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                            Mythos oder nicht Mythos, das ist ein simpler Conflict of Interest. Ob das dann so tatsaechlich passiert oder nicht, ist doch zunaechst unerheblich. Was klar ist: Wo solche Konflikte bestehen, kommt es eben haeufiger zu Gefaelligkeitsurteilen. Ob das Gastronomie ist oder die pharmazeutische Industrie. Und deshalb vertraut man voellig zu Recht jenen mehr, die diese Konflikte vermeiden.
                            Das sehe ich auch so wie Glauer. Wenn zum Beispiel beim Feinschmecker eine Anzeigenkampagne vom Hotel XY läuft oder gerade das neue Kochmagazin mit Herrn Henssler oder einem anderen bekannten Koch verkauft wird, dann ist bestimmt nicht davon auszugehen, dass da dann besonders kritisch berichtet wird. Und so könnte es sich ja auch bei den bezahlten Restaurantabbildungen in Guides wie Aral, Varta, GM etc. verhalten. Da brauche ich persönlich keinen konkreten Beweise, wenn die Vermutung denn so nahe liegt.

                            Dass gerade jemand wie Matthies das Verzichten auf Werbung von der Gastronomie beim Gusto als unnützes Zeug abtut, kann ich wirklich nicht verstehen. Wenn er allerdings tatsächlich für den GM arbeiten sollte, dann natürlich schon. Wie auch schon Jürgen Dollase in seiner letzten Besprechung über alle Restaurant-Führer in der FAS geschrieben hat: Der Gusto wird vor allem für den GM zur härtesten Konkurrenz werden.

                            Dollase hat übrigens damals ganz im Gegensatz zu Matthies gerade die Sachlichkeit des Gusto als besonders positiv herausgestellt. So unterschiedlich sind doch die Auffassungen.

                            Mich würde mal interessieren, wie denn die Köche :koch: so über den Gusto denken.

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                            • Zitat von municgourmet2 Beitrag anzeigen
                              Wie auch schon Jürgen Dollase in seiner letzten Besprechung über alle Restaurant-Führer in der FAS geschrieben hat: Der Gusto wird vor allem für den GM zur härtesten Konkurrenz werden.

                              Dollase hat übrigens damals ganz im Gegensatz zu Matthies gerade die Sachlichkeit des Gusto als besonders positiv herausgestellt. So unterschiedlich sind doch die Auffassungen.
                              Der selbe Dollase hat in dem von Ihnen erwähnten Artikel dem Gusto aber auch sprachliche Schwächen bescheinigt. Vermutlich war's ihm nicht kompliziert und verschwurbelt genug geschrieben?

                              Rouget

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                              • zu wenige ausreißer in den bewertungen, sprachliche schwächen, nicht scharfzüngig genug... da wird ja wohl der gusto auf sehr hohem kritisiert und der argwohn gegen neues schreibt deutlich mit. mir persönlich sind bei einem restaurantführer ein paar rythmusbrüche oder redundanzen im text deutlich lieber als ungelenke und nichtssagende infos wie in eigentlich allen anderen restaurantführern, ausgenommen gault millau. ich empfand den gusto bislang immer als sehr angenehme lektüre und die kritiken und bewertungen decken sich meistens mit unseren eigenen erfahrungen.

                                kg, feinfisch

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