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  • #46
    Bei der Alten Vogtei schreien jetzt viele Betrug, Betrug. Aber sind Pauly Saal, einsunternull oder nenio besser? Neue Küchenchefs mit teilweise radikalem Konzeptwechsel, Schließungen alles wird zu einem Zeitpunkt verkündet, wo der Michelin nicht reagieren kann und die Starthilfe als "Sternekoch" bzw. Sternerestaurant nimmt man gerne nochmal mit.Somit sind von 304 Sternen schon fünf fraglich.

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    • #47
      Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
      Bei der Alten Vogtei schreien jetzt viele Betrug, Betrug. Aber sind Pauly Saal, einsunternull oder nenio besser? Neue Küchenchefs mit teilweise radikalem Konzeptwechsel, Schließungen alles wird zu einem Zeitpunkt verkündet, wo der Michelin nicht reagieren kann und die Starthilfe als "Sternekoch" bzw. Sternerestaurant nimmt man gerne nochmal mit.Somit sind von 304 Sternen schon fünf fraglich.
      Das ist doch Mumpitz. Darf ab jetzt kein Restaurant mehr für Wochen, Monate (oder wie lange?) um die Sternevergabe nichts mehr ändern? Diese Vorgänge sind schlichtweg normal bei einem Führer der einmal im Jahr bewertet. Das kann nicht alles aktuell sein. Und natürlich wäre es nobel man würde seine Pläne schon vorher mitteilen. Es würde aber auch leicht an Dämlichkeit grenzen

      In Köngen Ist das allem Anschein nach deutlich anders gelaufen als in den übrigen Beispielen. Man hat an mehreren Zeitpunkten über ein halbes Jahr den Führer ganz offensichtlich direkt belogen. Und selbst als alles aufflog hat man weiter gelogen dass sich die Balken biegen.

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      • #48
        Zitat von Muck Beitrag anzeigen
        Lieber Gourmet89,

        Sie sprechen das Hauptproblem an. Prospect Theory beschreibt genau das Phänomen, dass die gleiche "Summe" (Sterne) zu verlieren mehr schmerzt, als der Gewinn Freude bereitet ("losses loom larger than gains"). Aus der Managementforschung wissen wir, dass übergeordnete Manager bei der Performanzbeurteilung von Mitarbeiter das antizipieren. Das lässt sich fast 1:1 auf den Michelin übertragen. Das wäre ein wunderschöner Case für ein kleines Forschungsprojekt! Wer hat Kontakte? QWERTZ? ;-) Hinzu kommt hier sicher noch ein Ankereffekt und das ein oder andere Agencyproblem (siehe Fernseh-"Sterneköche"). Und das betrifft nur das Upper-Echelon des Guide. Von individueller Testerebene braucht man da noch gar nicht reden... Diese Subjektivität macht es doch auch Jahr für Jahr spannend!

        M
        Lieber Muck, vielen Dank für die wissenschaftliche Analyse. Lassen Sie uns diese doch an Hand der neuen 1-Sterner fortsetzen. Es sind immerhin 37. Nach meinen Recherchen ist die überwiegende Anzahl der Restaurants nur zwei Jahre alt. Andere wiederum sind Umzüge alter Sternköche (z.B. Kochzimmer oder Maximilian Lorenz). Höchstens 3 oder 4 Restaurants mögen schon länger mit ihrem Konzept auf dem Markt sein, da bin ich mir nicht sicher. So belobigt also nach Ihrer Theorie ein Chef den Einsatz neuer Mitarbeiter.

        Im Umgekehrschluss bedeutet das, alte Mitarbeiter haben es schwer, in den Mittelpunkt des Interesses zu kommen.

        Oder aber meine Vermutung. Der Michelin schickt keinesfalls jährlich seine Tester zu ALLEN Restaurants. Es lohnt sich ein Blick in die BIB Gourmands. Wenn dort bei Restaurants immer noch dieselben Gerichte ausgelobt werden, ist das entweder ein langweiliges Restaurant oder der Tester war nicht dort!

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        • #49
          mein Hinweis hat sich erledigt, QWERTZ war schneller

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          • #50
            Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
            Bei der Alten Vogtei schreien jetzt viele Betrug, Betrug. Aber sind Pauly Saal, einsunternull oder nenio besser? Neue Küchenchefs mit teilweise radikalem Konzeptwechsel, Schließungen alles wird zu einem Zeitpunkt verkündet, wo der Michelin nicht reagieren kann und die Starthilfe als "Sternekoch" bzw. Sternerestaurant nimmt man gerne nochmal mit.Somit sind von 304 Sternen schon fünf fraglich.
            wahrscheinlich steht dann irgendwann in den Sylter Nachrichten : "Sternekoch eröffnet neues Restaurant" Und auf der Webseite wird dann mit dem Sternekoch geworben.

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            • #51
              Das meine ich ja.
              glauer hat natürlich recht, dass es jedem Restaurant/Koch selbst überlassen ist, wie Veränderungen bekannt gegeben werden und dass man natürlich PR-technisch das beste herausholen darf. Und auch richtig, das was die Alte Vogteil-Leute gemacht haben, ist natürlich was anderes. Aber gut finde ich das alles trotzdem nicht. Ein nicht so genauer Beobachter der Sterneszene weiß doch in einem halben Jahr nicht mehr, ob der Stern mit dem aktuellen Küchenchef erreicht wurde, oder nicht.

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              • #52
                Genau, qwertz. Das ist dieselbe Verwirrung für Gäste wie bei dem Thema ehemalige Sterne-Köche, die von vielen immer noch so tituliert werden.
                In gewissen Fällen, wie zum Beispiel Pauly, sollte der Michelin überlegen, diesen Restaurants zu verbieten, den Stern als Marketing-Instrument zu verwenden. Das Buch kann nicht neu gedruckt werden, aber der Stern sollte nicht mehr auf den Homepages, im Restaurant etc. erscheinen. Das ist schließlich auch eine Wertschätzung für alle anderen Restaurants, die ihren Stern redlich erkocht haben.

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                • #53
                  Zitat von Gourmet89 Beitrag anzeigen
                  Genau, qwertz. Das ist dieselbe Verwirrung für Gäste wie bei dem Thema ehemalige Sterne-Köche, die von vielen immer noch so tituliert werden.
                  In gewissen Fällen, wie zum Beispiel Pauly, sollte der Michelin überlegen, diesen Restaurants zu verbieten, den Stern als Marketing-Instrument zu verwenden. Das Buch kann nicht neu gedruckt werden, aber der Stern sollte nicht mehr auf den Homepages, im Restaurant etc. erscheinen. Das ist schließlich auch eine Wertschätzung für alle anderen Restaurants, die ihren Stern redlich erkocht haben.
                  Aber wie soll denn der Michelin dies verbieten? Er zeichnet doch das Restaurant aus und nicht den Koch. Ausserdem gibt es ja keine Teilnahmebedingungen im klassischen Sinne, die von dem Betreiber zu unterzeichnen wären sondern er wird ja "gezwungen" die Bewertung zu akzeptieren. I

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                  • #54
                    Zitat von wombard Beitrag anzeigen

                    Aber wie soll denn der Michelin dies verbieten? Er zeichnet doch das Restaurant aus und nicht den Koch. Ausserdem gibt es ja keine Teilnahmebedingungen im klassischen Sinne, die von dem Betreiber zu unterzeichnen wären sondern er wird ja "gezwungen" die Bewertung zu akzeptieren. I
                    Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen! So selbstherrlich, wie der Michelin agiert, könnte er dies theoretisch tun. Aber wie gesagt, er will ja keine Bad News. Davon abgesehen eine Frage an die Admins: Nimmt der Michelin Geld dafür, dass die Restaurants Materialien wie das Schild, das Logo für die Speisekarte und Homepage etc. erhalten? Unüblich ist das nicht! Diese Marketing-Tools könnte er den Restaurants natürlich verweigern bzw. die Restaurants verklagen, wenn sie die Tools ohne Erlaubnis und Bezahlung verwenden. Ich weiß, das ist alles sehr theoretisch, der Michelin wird nie handeln. Aber wir dürfen doch diskutieren.

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                    • #55
                      Als jemand der an einem Restaurantführer mit schreibt kann ich allen die meinen man kann so Fälle wie die Alte Vogtei vermeiden, nur viel Spass wünschen. Dazu brauchen Sie ein großes aufmerksames Team und viel Glück. Offenkundig hat der Michelin beides nicht,denn es gibt bei den Bibs ein Restaurant das ist am 30.7.2018 abgebrannt, der historische Krug in Oeversee da kann man sich nun wirklich gar nicht mehr rausreden.

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                      • #56
                        Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
                        Als jemand der an einem Restaurantführer mit schreibt kann ich allen die meinen man kann so Fälle wie die Alte Vogtei vermeiden, nur viel Spass wünschen. Dazu brauchen Sie ein großes aufmerksames Team und viel Glück. Offenkundig hat der Michelin beides nicht,denn es gibt bei den Bibs ein Restaurant das ist am 30.7.2018 abgebrannt, der historische Krug in Oeversee da kann man sich nun wirklich gar nicht mehr rausreden.
                        Da widerspreche ich aber vehement. Es ist ein Armutszeugnis, denn wir reden nicht von irgendwelchen zigtausenden Restaurants in der Republik sondern von einem der 300 besternten Häusern. Der Guide verhält sich wie der Spiegel mit Relotius, ich habe alles getan, da kann mir keiner etwas vorwerfen. Vielleicht sollte er mal in Zeiten von Internet, gibts allerdings auch schon einige Jährchen, seinen Mitarbeitern einen ausgiebigen Kurs schenken, dann hätte die Recherche etwas anderes zu Tage geführt.

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                        • #57
                          Zitat von wombard Beitrag anzeigen

                          Da widerspreche ich aber vehement. Es ist ein Armutszeugnis, denn wir reden nicht von irgendwelchen zigtausenden Restaurants in der Republik sondern von einem der 300 besternten Häusern. Der Guide verhält sich wie der Spiegel mit Relotius, ich habe alles getan, da kann mir keiner etwas vorwerfen. Vielleicht sollte er mal in Zeiten von Internet, gibts allerdings auch schon einige Jährchen, seinen Mitarbeitern einen ausgiebigen Kurs schenken, dann hätte die Recherche etwas anderes zu Tage geführt.
                          Da muss ich Wombard vollkommen zustimmen. Da setzt man einfach einen Praktikanten kurz vor Drucklegung vor die Suchmaschine im Internet, der die Adressen der 309 Sterne-Restaurants eingibt. Da wäre die Misere mit der Vogtei herausgekommen. Das Gebäude steht bei Immoscout sogar zum Verkauf, der Inhaber scheint laut Zeitungsberichten hinter der Pacht herzuklagen, das Netz ist voll. Bei den hohen Ansprüchen des Michelin sollte das drin sein.

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                          • #58
                            Thema BIBs. Ich habe das Thema oben schon angesprochen und mir mal einige nach dem Alphabet angeschaut. Folgende Restaurants haben den identischen Text wie 2018. Wohlgemerkt nicht nur das Ambiente betreffend, das verändert sich ja selten, sondern auch ausgewählte Speisen! Da fragt man sich ernsthaft, ob der Tester dort überhaupt war oder sollte das ausgezeichnete Restaurant so wenig kreativ sein, die Karte in einem Jahr nicht zu ändern?
                            Altenahr Assenmacher
                            Amberg Schön Kilian
                            Amöneburg Dombäcker
                            Ansbach Menge
                            Aschaffenburg Oechsle
                            Aue Tausendgüldenstube
                            Wahrscheinlich finden sich noch Dutzende weitere!



                            r mich hat das nichts mit Seriosität zu tun. Im Zusammenhang mit meiner Analyse der neuen 1-Sterner (s.o.), weitgehend neue Restaurants, stellt sich die Frage, wie ein Koch, der schon ein paar Jahre im Geschäft ist, beispielsweise einen BIB hat, sich aber weiterentwickelt hat, dann zu der Ehre eines Besuchs des Michelin-Testers kommen darf.

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                            • #59
                              Zitat von Gourmet89 Beitrag anzeigen
                              Thema BIBs. Ich habe das Thema oben schon angesprochen und mir mal einige nach dem Alphabet angeschaut. Folgende Restaurants haben den identischen Text wie 2018. Wohlgemerkt nicht nur das Ambiente betreffend, das verändert sich ja selten, sondern auch ausgewählte Speisen! ]
                              Immer wenn man denkt es geht nicht mehr skurriler in diesem Thread...

                              Die Bib Restaurants sind ein bevorzugtes Ziel von mir. Da könnte man bei sehr vielen den Text von 10 Jahren problemlos verwenden (und tut es auch oft). Und das ist auch gut so bei den Traditionshäusern. Auch bei den neueren Konzepten passiert da so viel nicht in einem Jahr, die Beispielgerichte sollen ja nur aufzeigen welche Küche und welcher Stil dort gekocht wird. Und bei einer saisonalen Karte, ob Tradition oder modern, ändert sich das alles eh ständig.
                              Zeigen Sie uns doch mal ein Beispiel wo der von Ihnen skizzierte Fall zutrifft und die momentane Beschreibung einen komplett in die Irre führt wegen brutalster kreativer Weiterentwicklung.

                              Generell verstehe ich nicht warum man den Michelin so überhöht, nur um sich dann an ihm abzuarbeiten. Er ist ein Hilfsmittel um sich zu orientieren. Dazu noch eines dass man seit einigen Jahren völlig umsonst auf dem Handy hat. Wenn man keine Wunder und 100% Korrektheit erwartet ist er oft ganz hilfreich. Um das Prinzip zu verstehen muss man gar keine pseudowissenschaftlichen Managementanalysen für die culinary Szene modulieren (da dadurch auch gar kein gain für upper und lower echelons antizipierbar ist).

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                              • #60
                                Zitat von glauer Beitrag anzeigen

                                Immer wenn man denkt es geht nicht mehr skurriler in diesem Thread...

                                Die Bib Restaurants sind ein bevorzugtes Ziel von mir. Da könnte man bei sehr vielen den Text von 10 Jahren problemlos verwenden (und tut es auch oft). Und das ist auch gut so bei den Traditionshäusern. Auch bei den neueren Konzepten passiert da so viel nicht in einem Jahr, die Beispielgerichte sollen ja nur aufzeigen welche Küche und welcher Stil dort gekocht wird. Und bei einer saisonalen Karte, ob Tradition oder modern, ändert sich das alles eh ständig.
                                Zeigen Sie uns doch mal ein Beispiel wo der von Ihnen skizzierte Fall zutrifft und die momentane Beschreibung einen komplett in die Irre führt wegen brutalster kreativer Weiterentwicklung.

                                Generell verstehe ich nicht warum man den Michelin so überhöht, nur um sich dann an ihm abzuarbeiten. Er ist ein Hilfsmittel um sich zu orientieren. Dazu noch eines dass man seit einigen Jahren völlig umsonst auf dem Handy hat. Wenn man keine Wunder und 100% Korrektheit erwartet ist er oft ganz hilfreich. Um das Prinzip zu verstehen muss man gar keine pseudowissenschaftlichen Managementanalysen für die culinary Szene modulieren (da dadurch auch gar kein gain für upper und lower echelons antizipierbar ist).
                                Wenn ein Tester wirklich vor Ort gewesen sein sollte, kann er sich ja wohl die Mühe machen, aktuelle Gerichte im Führer aufzunehmen! Schließlich will der Michelin ja aktuell sein.

                                Das Beispiel liefere ich Ihnen gerne. An anderer Stelle habe ich folgendes Restaurant als kommenden Stern beschrieben. Dort gab und gibt es zwei Karten, eine "bürgerlich-regionale" und ein Gourmet-Menu, das mit einem Sterne-Menu absolut mithalten kann. Ich gehe davon aus, dass der Tester für 2018 vor Ort war, denn es war die Neuaufnahme des Restaurants. Damals gab es bestimmt auch die erwähnten Speisen à la Carte. Damals wie aktuell hat er aber, sofern er für 2019 überhaupt vor Ort war, das Menu ignoriert und erneut die gleichen Speisen zitiert. https://www.neuhof.de/

                                Skurril, oder?!

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