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Weinbank / Ehrenhausen (17 GM)

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  • Weinbank / Ehrenhausen (17 GM)

    Traumhafte Landschaft, warme Temeraturen und sonniges Wetter, Buschenschanken mit gutem Wein und Bretteljausn und Maroni am Strassenrand sind gute Gründe, im Spätherbst die Südsteiermark aufzusuchen (P.S. im Winter ist es ruhiger, aber auch diese Jahreszeit hat ihren Charme). Das Restaurant Weinbank ist ein weiterer. Und ein gewichtiger, so der Eindruck nach unserem Besuch.

    Hier haben sich Chefkoch Gerhard Fuchs und Sommelier Christian Zach, beide bekannte und anerkannte Namen in der österreichischen Gastronomieszene, zusammengetan und mit dem Winzer Manfred Tement ihren Traum vom eigenen Restaurant verwirklicht. Im Fine-Dining Bereich (auch Gasthof und Vinothek sind empfehlenswert) gibt es keine Karte, einzig die Anzahl der Gänge wird mit dem Gast bestimmt.

    Und dann kommt faszinierendes auf Ein-Sterne-Niveau auf den Tisch: Aufwändige Gerichte, oft entgegen dem aktuellen Trend mit vielen Komponenten, doch diese sind klug kombiniert und ergeben Sinn, lassen den Gast in schöne Geschmackswelten eintauchen.

    Puntarnelle etwa mit Gänseleber, Seeforellen-Tatar, Kräutern, Zitrus, Apfel / Apfelfonds, Kamille und Buttermilch: Das harmoniert verbluffend gut, die Zitrusfrüchte und der Apfel geben Säure und Lebendigkeit, Gänseleber / Apfel / Buttermlich dämfpen die Extreme ab und verbinden. Und die Kamille gibt den ganz besonderen geschmacklichen Kick.

    Oder der Ochse: Vorab das Tatar in einer Ochsenessenz mit einem Maronen-Röhrling und einem Burrata-Tascherl, am zweiten Teller dann das in Speck angebratene Filet mit dreierlei vom Kürbis, Schmorzwiebeln, Steinpilze, Parasol und einen Charlottenjus. Klingt kompliziert, ist am Gaumen aber einfach abwechslungsreicher Wohlgeschmack.

    Anderes ist simpel, doch klug durchdacht: Bei den Grüssen aus der Küche etwa ein Teller mit kleinen, geschmacksintensiven Kartoffeln, gesalzener Butter, Schnittlauch und Öl: Vor dem Gast wird das alles mit einer Gabel zerdruckt und durchmischt; das Resultat bereitet Freude.

    Oder die vor dem Gast zubereiteten Crêpes Suzzette ganz zum Abschluss: Petit Fours sind nicht das, womit die Küche brilliert, also hat man einen dieser fahrbaren Wagen mit einer Gasflamme organisiert und bereitet und flambiert dort - ein Flashback in die Vergangenheit - die Crêpes zu. Das bleibt mehr in Erinnerung als immer die gleichen Schokoladentrüffes.

    Die Atmosphäre ist 'Casual Dining'-mässig ohne Tischtücher und mit viel Charme. Ein sehr gelungener Abend!

    Mehr zur Frage, was dies mit einem Ba-Ba-Banküberfall zu tun hat und alle Bilder am Blog: http://kuechenreise.com/2016/12/20/b...dsteiermark-a/















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    Zuletzt geändert von kuechenreise; 22.12.2016, 16:16.

  • #2
    Hach, find ich das schön, wieder regelmäßiger Berichte von Dir lesen zu können, lieber Küchenreise! Das freut mich sehr.

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    • #3
      Oh, danke Heike! Endlich mal wieder Zeit zum schreiben, und ich hoffe bis Ende Jahr noch mehr vorantreiben zu können...

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      • #4
        Lieber Küchenreise,

        toller Bericht, tolle Fotos! Schön, dass Sie wieder die Zeit finden neue Berichte zu schreiben. Das bekommt man großen Hunger.

        M

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        • #5
          Erste Allgemeine Verunsicherung ist natürlich klasse. Am besten gefällt mir diese Stelle:

          Der Kassier schaut mich an und fragt "Was haben Sie?"
          Ich sag "An Hunger und an Durst, und keinen Plärrer!
          Ich bin der böse Kassenentleerer!"
          Der Kassier sagt "Nein, was fällt Ihnen ein?"
          "Na gut", sag ich, "dann zahl ich halt was ein!"

          Etwas O.T.,

          aber ich mag diese Berichte mit assoziativen Einsprengseln.

          Ich weiß natürlich nicht, wann ich in die Steiermark komme, aber der Bericht macht Spaß und erweitert auf jeden Fall meinen Horizont.

          Und ich werde auch demnächst mal wieder Crepes Suzzette machen. Manche Klassiker sind einfach zeitlos.

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          • #6
            Besten Dank, Muck und Heike!

            Ja, EAV, irgendwann echt lustig, dann nervig, in der Zwischenzeit wieder klasse Und, werte Heike, wenn sich mal die Gelegenheit zu einer Reise in die Steiermark ergibt, es lohnt sich - einige tolle Restaurants, und eine bezaubernd schöne Gegend!

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