Der Bericht mit allen Bildern wie üblich auf kuechenreise.com:
http://kuechenreise.com/2013/11/24/r...ick-zurich-ch/

Dennis Puchert kombiniert kreativ im Restaurant Spice (Hotel Rigiblick), welches einen wunderschönem Blick auf Zürich hat. Die technischen Möglichkeiten einer modernen Küche werden gleichfalls eingesetzt - das Resultat sind zum Teil sehr überzeugende Teller, manchmal aber auch ein zu viel an plakativen Aromen und küchentechnischen Effekten.

Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: spice.jpg
Ansichten: 1
Größe: 24,0 KB
ID: 52997

Eindrücke vom Dinner

Die Location ist wunderschön: Im Sommer wird das Essen auf der traumhaften Terrasse eingenommen, in der kalten Jahreszeit im Restaurant mit Blick auf Zürich.

Küchenchef Dennis Puchert ist der jüngste Sternekoch der Schweiz. Das Spice wurde mit einem Michelin Stern und 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet.

9 Gerichte weist die Speisekarte aus, der Gast kann daraus beliebig wählen. Von einigen wenigen bist zu allen Neunen. Die Küche kombiniert dabei die Zutaten sehr kreativ.

Bei den diversen Grüssen aus der Küche hat uns der ‚sommerliche’ Teller mit Erdbeere mit Rucola, Feta und Macadamia-Crumble am besten gefallen.

Als Vorspeisen genossen wir Lachs mit Dill-Eis und Rettich, eine Wachtel mit schönem Eigengeschmack mit Kräuterseitling und Spargel sowie von der Aromatik sehr plakativ wirkenden Taschenkrebs mit Blumenkohl und Fenchel.

Bei der Kalbshaxe mit Entenleber (als Espuma in einer gefrorenen Joghurtkugel), Erdbeeren und Brokkoli ergab sich en schönes Spiel aus Konsistenzen, Geschmäckern und Temperaturen. Beim zweiten von uns gewählten Fleischgang gefiel das Ormalinger Jungschwein, der Pulpo wirkte hingegen eher neutral und die Tomaten sehr intensiv. Der Dritte im Bunde war dann ein Rind mit Wassermelone und Zitronenmelisse.

Mit Pre-Dessert und Dessert schlossen wir den Abend.


Unser Resümee:

Unsere Eindrücke vom Abend sind ein wenig gemischt. Da sind da eine Menge kreativer Ideen am Teller, da sind spannende Kombinationen a la „Food Pairing“. Die Präsentation der Gerichte ist vorzüglich und zieht Blicke an, weckt hohe Erwartungen.

Manche der Gerichte sind dann auch sehr gut, bei manchen scheinen uns die verschiedenen Komponenten nicht immer ein perfektes Ganzes zu ergeben. Manche ‚molekulare Effekte‘ wirken dann für uns auch mehr wie Spielereien oder die Präsentation der technischen Möglichkeiten in der Küche denn kulinarisch zwingend notwendig. Manchmal hätten wir uns ein wenig mehr Einfachheit, ein wenig mehr „Reduce to the max“ gewünscht.