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Caminada/Schauenstein

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  • #46
    Theoretisch ja, man muss es aber vorher explizit mitteilen. Das Thusis hat aber wie gesagt eher Jugendherbergs-Charme, was man angesichts des Preises und der Empfehlung nicht unbedingt erwarten würde.

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    • #47
      Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
      Vielen Dank an Gesamtteam von Schauenstein, wir haben uns selten so willkommen gefüllt. Von dem Zeitpunkt der Abholung in Thusis und bis zum Moment als Herr Friedrich uns wieder an unserer Hoteltür abgesetzt hat, hatten wir das Gefühl dass alle Mitarbeiter ohne Ausnahme sich ehrlich und ungekünstelt gefreut haben uns als Gäste zu haben.

      Unsere Lieblingsgänge bei dem Menü waren Spargel und Langustine. Diese beiden Gänge hatten ein schönes Zusammenspiel von knackiger Frische, Säure und Intensität geboten. Bemerkenswert fanden wir Architektur der Speisen.
      Ich fand die Portionsgröße durchaus in Ordnung, eigentlich hatte ich zum Fleischgang bereits genug. Die Süßigkeiten zum Schluss musste ich sogar stehen lassen, was mir am nächsten Tag bereits leid getan hat.
      Ich freue mich immer mehr auf unseren Besuch im September. Danke an alle für die Berichte die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

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      • #48
        Übrigens kann man von Thusis auch hervorragend mit dem Bus zum Schauenstein fahren (Fahrzeit 6 Minuten). Aber für den Rückweg würde ich mir in jedem Fall den shuttle sichern. Ich finde das Weiße Kreuz -wie ich schrieb - nicht so trostlos, wie ich es mit Jugendherbergen verbinde. Es ist schlicht und klar im Design. Kein Luxus zwar, aber mit hübscher Sauna und vernünftigem Frühstück,da hab ich zum gleichen Preis schon vieles ärgerlicheres erlebt, wiewohl es schon preislich schweizerisch kalkuliert ist, das stimmt.

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        • #49
          Ich weiß nicht, wann Sie das letzte mal in einer Jugendherberge waren, aber die sind heute oftmals nicht mehr trostlos. Bei 150 € für ÜN/F darf man m. E. aber mehr erwarten als festgeschraubte Bretter als Lattenrost mit Billigmatratze, eine Dusche mit klebenden Vorhängen und einen überforderten Service. Und das kann man nicht dem Preisniveau der Schweiz anlasten, denn für wenige € mehr habe ich letztlich noch ein 5*-Hotel am Genfer See mit Top-Service und ebensolchen Zimmern buchen können.
          Zuletzt geändert von Max.Vanderveer; 23.06.2013, 10:40.

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          • #50
            Ich habe keine 150 EUR bezahlt, sondern 135 EUR, der Duschvorhang war bei mir eine Kabine und die Mitarbeiter waren freundlich und haben auch eine kleine gruppentechnische Organisationssache für uns gut hinbekommen. Ich will ja nicht sagen, dass das eine Top-Unterkunft ist, mit unschlagbarem Preis-Leistubgsverhältnis wäre, aber zu meckern gab es für mich nix.

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            • #51
              Wir hatten kürzlich auch das Vergnügen, das Gourmet Club Menü auf Schloss Schauenstein zu einem späteren Zeitpunkt geniessen zu dürfen (wenn wir es schon nicht direkt zum Event geschafft haben). An Hannes Buchner danke für die Organisation!

              Ich möchte vermeiden, hier einfach das meiste zu Wiederholen, was an anderer Stelle bereits sehr treffend beschrieben wurde. Und unsere Eindrücke sind sehr deckungsgleich mit den anderen Kommentaren hier. Ganz kurz zusammengefasst:

              - Tolle Küche auf sehr hohem Niveau
              - Camidana liebt es, ein Produkt in verschiedenen Variationen / Zubereitungsarten zu präsentieren und zeigt quasi das volle Spektrum dessen auf, was man daraus machen kann
              - Keine plakativen, vordergründigen Aromen am Teller, sondern fein ausgewogene Kompositionen
              - Der Gang mit Langoustine / Tomate war ein Highlight, insbes. auch durch die Tomate
              - Die Atmosphäre und der Service auf Schloss Schauenstein ist toll
              - Die Portionen sind arg überschaubar und machen wirklich hungrige Esser vermutlich nicht übermässig satt

              Das ganze ausführlicher auf http://kuechenreise.com/2013/07/14/r...-furstenau-ch/ (mit der Warnung, die Bilder und manchmal auch Kommentare ähneln ein wenig schon hier geschriebenem)

              Gruss,
              Küchenreise

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              • #52
                Andreas Caminada schliesst sein Restaurant Anfang 2018 für 5 Monate und begibt sich mit seiner Familie auf eine Weltreise.

                https://www.hotellerie-gastronomie.c...etriebsferien/

                Wer Schloss Schauenstein vorher noch besuchen möchte findet hier Termine:

                http://www.andreascaminada.com/sites...s_details&id=6

                Eine nachahmenswerte Idee für andere oft ausgebuchte Restaurants.

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                • #53
                  Schloss Schauenstein im Dezember 2017

                  Wer hat´s erfunden? Also den reibungslosen Zugverkehr eher die Schweizer. War die Abreise in Deutschland doch von ausgefallenen Zügen und Ausweichverbindungen geprägt wurden wir in der Schweiz schon von bereitstehenden Zügen erwartet welche dann auch pünktlich losfuhren und auch pünktlich das Ziel in Thusis erreichten.

                  Am Abend wurden wir mit einer feinen Limousine von Hotel „Weißes Kreuz“ abgeholt und konnten diesen Service auch für Heimweg kostenlos nutzen. Das Schloss ist ein Ort zum wohlfühlen. Die Räume sich sehr geschmackvoll eingerichtet Es brannten Kamine, die Damen im Service waren sehr herzlich, kurzum, man fühlte sich willkommen.

                  Das Essen bestach optisch und geschmacklich durch große Präzision, was aber für den interessierten Gourmet nichts Neues ist. Auch die Portionsgrößen sind hinlänglich besprochen worden. Wir entschieden und für das große Menü zzgl. der beiden Überraschungsgänge. Die Weinbegleitung wurde freundlicherweise durch kleine Portionen halbiert. Um es kurz zu machen: mit Ausnahme des Rote-Bete-Eis´, welches mir zu salzig war, gab es Nichts, was nicht auf 3-Sterne-Niveau war.

                  Apérohäppchen

                  Rote-Bete Sorbet im Hörnchen
                  Rosenkohl - Senf
                  Lebermandeln
                  Schwein – Macaron
                  Scharlotten – Quiche
                  Trüffel – Topinambur – Trüffeltoast


                  Zur Einstimmung

                  Felchen
                  Kohlrabi
                  Rote Zwiebel

                  Der Zwiebelsud war von einem ausgezeichneten Geschmack. Das Zwiebelaroma wurde sehr harmonisch von einer ganz feinen Süße und Säure umspielt.

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                  Rotkohl – Eis
                  Schinken, Schaum – Pulver
                  Schnittlauch - Öl

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                  frisches Brot
                  Butter, gesalzen - aufgeschlagen

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                  Amuse Geule

                  Rind –Tatar
                  Dill, geräuchert – Meerrettich
                  Rote Bete

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                  Kürbis, Ravioli – Püree – Bouillon
                  Dörrbirne – Crème
                  Cicorino Rosso

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                  Klassiker 2011

                  Makrele, roh – gebeizt – gebraten,
                  Rettich – Radieschen
                  Advocado – Limette

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                  Menü-Gänge

                  Forelle, leicht gegart
                  Karotte, Püree – eingelegt
                  Rauchfisch – Mousse
                  Blüten

                  Bei diesem Gang hatte ich zu ersten Mal überhaupt den Eindruck, dass das Gemüse der Hauptdarsteller war und der Fisch nur die Beilage. Die kleinen Scheibchen schmeckten „robust & pur“ die violette Möhre war hauchzart und etwas säuerlich, das Püree weich, butterig und süß.

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                  Kalbsmilke (Bries), gebraten
                  Zwetschge – sauer eingelegt
                  Dörrbohne – Crème

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                  Zander – leicht gegart
                  Zwiebel – Lardo – Kapern
                  Rotweinreduktion
                  Beurre Blanc

                  Den Lardo habe ich nicht sonderlich wahrgenommen aber die feinen Kapern gaben dem Fisch anders als Zitronen etc. eine sehr aromatische Säure. Diese Kombination war mir neu und wird ins Repertoire aufgenommen.

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                  Reh – Speck
                  Sellerie – gegrillt – Crème
                  Haselnuss – Crumble
                  Quitte – Crème

                  Das Püree von geräucherten Sellerie war ebenfalls eine kleine Offenbarung. Es waren gar nicht mal Röstaromen, die das Püree so besonders machten. Es lässt sich vielleicht am besten damit beschreiben, dass der Selleriegeschmack sehr vollmundig war ohne dabei unangenehm zu werden.

                  Zu dem Reh wurde ein Chateauneuf du Pape aus dem Jahre 2007 serviert. Flüssiger Samt…

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                  Schweizer Käse
                  Kartoffeln aus dem Albulatal
                  Trockenfleisch von versch. Bauern

                  Zu der Käseauswahl und den Beilagen wurde eine Auswahl von graubündner Bieren angeboten was eine willkommen Abwechselung zu der ansonsten sehr stimmigen Weinbegleitung war.

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                  Schokolade
                  Bündner Trüffel – Eis – eingelegt
                  karamelisierte Schweinebauch

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                  Klassiker 2012

                  Zitrone – Joghurt
                  Amalfi – Zitrone geeist – confiert – eingelegt
                  Joghurt – Eis – Crème
                  Quarksoufflée

                  Wenn ich mich recht erinnere – der Abend war lang und viele Gläser leer – wurde zu dem Dessert-Klassiker als Begleitung Whisky gereicht. Meinem Kumpan hat es geschmeckt, ich habe ein Glas Champagner vorgezogen….

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                  Petit Four
                  (ohne Bilder)

                  Alles in allem hat es uns so gut gefallen dass die Fortsetzung dieses Abends nach ein wenig Tam-Tam auf der Werbetrommel in etwas größerer Runde im Januar 2019 stattfinden wird.

                  Viele Grüße,

                  TaxAs
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