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Melbourne, Australien

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    Nach unserem Erlebnis in London bei unserer Gourmet-Club-Reise vor knapp zwei Jahren wäre das ja eher eine Warnung vor dem australischen Dinner by Heston, aber ich glaube wir hatten einfach kein Glück bei der Gerichte-Auswahl damals... Insofern danke für diesen Bericht.

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  • Frab
    hat ein Thema erstellt Melbourne, Australien.

    Melbourne, Australien

    Eine Hochzeit eines australischen Freundes hatte mich letztes Jahr nach Australien geführt, angefangen mit einem Aufenthalt in Melbourne. Die Stadt ist wirklich sehr schön, wir sind im australischen Herbst dort und genießen die letzten Sonnentage.

    Sehr interessant an Melbourne ist, dass das Geschäftszentrum, der Central Business District (CBD), mit einem China Town versehen ist in dem sich alle asiatischen Küchen finden lassen von japanisch über chinesisch, Thai, indonesisch, usw.

    Besonders angetan hatten es mir hier die Tonkotsu Ramen (japanische Nudelsumme in einer Schweineknochen-Brühe) von Hakata Gensuke, das Chin Chin Restaurant in Melbourne indem sich panasiatische Fusionsküche probieren lässt (Tipp meiner australischen Freunde: Bei langer Warteschlange an dieser vorbei in das untere Stockwerk in die „Bar“ gehen und dort nach einem Tisch für Essen fragen – die Warteschlange oben bezieht sich nur auf das Restaurant im Erdgeschoss), Longrain (ein Casual Fine Dining-Restaurant mit Fokus auf Thai-Küche) und Betty’s Burgers für eben Burger. Auch das in Hong Kong mit einem Michelin-Stern bewertete Dim Sum-Restaurant Tim Ho Wan hat hier eine Niederlassung.

    Eine gute lokale und recht zuverlässige Quelle ist Zomato, zudem gibt es in Australien die Chef Hat Awards die Restaurants mit Kochmützen auszeichnen.

    Nicht nehmen lassen wollte ich mir hier aber die Gelegenheit zu Dinner by Heston zurückzukehren, das Mittagessen im Londoner Schwesterrestaurant habe ich noch in bester Erinnerung. Hier gibt es keine Enttäuschungen, das Niveau ist auf Londoner (2-Sterne-)Niveau.

    Ich koche und bereite zuhause gerne Hähnchen zu, insofern hat mich das Menü hier ganz besonders abgeholt. Aus der Karte bestelle ich als Vorspeise „Salamagundy“ bestehend aus „Chicken Oysters (Sot-l’y-laisse), Salsify, Marrowbone, Horseradish Cream & Pickled Walnuts“. Das ist – für mich unerwartet – warmer, knackiger Salat und die darunter liegende Creme macht süchtig (**).



    „Chicken Cooked With Lettuces“ als Hauptgang ist abermals ein Volltreffer (** bis ***). Die Kruste auf einer Hähnchenbrust (!) ist sagenhaft knusprig und das ganze wird genau richtig auf einem Sellerie-Jus mit der knusprigen Haut und einer Creme von gegrillten Zwiebeln serviert. Die Hähnchenbrust ist saftig, zart und aromatisch. Sehr einfach und doch schwer zu imitieren.



    Als Dessert muss natürlich wieder der Tipsy Cake sein, ein heißer Brioche-Kuchen vollgesogen mit Butter, Sauternes und Brandy. Dazu ein Abschnitt gegrillter Ananas (** bis ***), leider ohne Foto.

    Das Schwesterrestaurant in Melbourne muss sich hinter London gewiss nicht verstecken. Das es das selbe Konzept zweimal gibt, ist fast schon beruhigend. Gäbe es den Guide Michelin in Melbourne sähe ich die 2 Sterne genauso hell leuchten, wenn nicht sogar etwas mehr. Aber die Diskussion hatten wir zum Londoner Pendant ja schon einmal.
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