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Ultraviolet by Paul Pairet, Shanghai

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  • QWERTZ
    antwortet
    Leider war kein aktives Forumsmitglied bei der Reise dabei.

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  • TaxAs
    antwortet
    Überflutung trifft es nicht. Es wurde nicht langweilig oder gar stöhrend, es war einfach genug.

    Wurde denn bei der Club-Reise etwas anderes serviert? Ist da noch ein Bericht zu erwarten? Ich würde ja schon gerne wissen, wie die Gerichte dort aufgenommen worden sind...

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  • QWERTZ
    antwortet
    Ganz herzlichen Dank lieber Taxas für den kurzen Bericht. Ich war ja nicht mit in Shanghai bei der Club-Reise im vergangenen Herbst, ich war 2017 bei der CHEF-SACHE, bei der Paul Pairet seine Küche präsentiert hat. Da hat diese mich optisch auch nicht angemacht, schien mir irgendwie klinisch rein zu sein. Von den Teilnehmern unserer Reise habe ich andererseits aber wieder positives Feedback gehört.

    Verstehe ich Sie richtig, dass es für Sie am Ende auch eine gewisse Reizüberflutung war?

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  • TaxAs
    antwortet
    Meinen Bericht vom Besuch des Ultraviolet von Anfang Januar 2019 kann ich recht kurz halten, weil sich seit dem Besuch von Wi090365 in 2012 nichts geändert hat.

    Es gab den gleichen Ablauf, das exakt gleiche Menü und scheinbar auch die identischen Illuminationen. Unterschiedlich waren lediglich einige Weine und der der Preis, welcher sich mittlerweile auf 750,00 € verdreifacht hat.

    Was die Qualität des Essens angeht stehe ich jetzt vor einem Dilemma weil ich nicht recht weiß ob mein Gaumen oder der Koch einen schlechten Tag hatte.

    Meine Wahrnehmung an diesen Abend war, dass die Auster, die Kapernpraline, das Trüffelbrot und die Aubergine alle entweder durch eine unangenehme herbe, saure oder salzige Note aufgefallen waren. Der Hummer schwamm in einem Sud der dem Krustentier nur wenig Chancen lies. Mich erinnerte er stark an Dashi.

    Der Seebarsch im Baguette mit getrockneten Tomaten, Basilikum und vermutlich Ziegenkäse war recht trocken geraten während der Käse die herben Noten anderer Gerichte s fortführte. Das Lamm hätte ein Volltreffer werden können wenn der Sauerampfer nicht gewesen wäre.

    Ich möchte anmerken, dass mein Kumpan meinen Eindruck von den herben Noten im Nachhinein nicht in dem Maße teilen wollte dass er es als unangenehm in Erinnerung hätte.

    Das Wagyu und das Püree waren selbstredend köstlich.

    Die Kombination aus Karotte, Orange, Frischkäse und Koriander fand ich, genau wie die dessertgewordene Mandarine äußerst bemerkenswert und schließe mich dem Eindruck von Wi090365 gerne an.

    Es wurde eine aufwendige Licht- Show geboten, dennoch war zum Schluss auch eine gewisse Sättigung dessen eingetreten weshalb es dann auch irgendwann gut war. Was bleibt, sind aber diesbezüglich durchweg positive Erinnerungen an ein sehr besonderes Restaurant.

    Die Wahrheit liegt aber am Ende des Tages immer auf dem Teller und hier war an diesem Abend zumindest für meinen Geschmack wenig gelungen. Das Wagyu ist ein Selbstläufer und die beiden ersten Desserts waren auf höchstem Niveau. Den Rest habe ich entweder als ganz nett oder nicht so gelungen wahrgenommen.

    Mein Kumpan hat als Fazit ein gelungenes Show-Essen erlebt, das kulinarisch deutlich hinter dem erwarteten Niveau zurück blieb.

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  • wi090365
    antwortet
    Ein kurzes Bericht über UV aus NYT

    http://travel.nytimes.com/2012/10/07/travel/restaurant-report-ultraviolet-in-shanghai.html?hpw&_r=0

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  • wi090365
    antwortet
    Lieber Spherico,

    hm, eine schwierige Frage. Für mich war die allgemeine Leistung auf sehr starken 1* Niveau, mit einer Tendenz zu 2*. Als einziges konnte ich absolut auf Käsegang verzichten, da es geschmacklich ( Brot zu fade, obwohl selbstgebacken, Salat zu überwürzt) und auch musikalisch absolut nicht meins war. Selbst dem albernen Gummiebärchendessert würde ich 1* geben, da es , obwohl meinem Geschmack nicht entsprechend, bei anderen Gästen sehr gut ankam und sehr schön anzusehen war, und auch eine gewisse Fantasie zeigte.


    Die ** waren für mich: Zigarre, Hummer, Brot **+, Bouillabaisse, Cucumber, Tomate, und die Desserts Mandarine, Avocado und Dishwash.

    Fleischgänge waren beide sehr gut, besonders Wagyu, aber, ich denke, ein gutes Kartoffelpüree muss er einfach können, und für Wagyu-Qualität kann er nichts. Ich habe ehrlich gesagt, noch nie Wagyubeef gegessen habe, der nicht geschmeckt hat.

    LG
    wi

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  • Sphérico
    antwortet
    Werte wi,

    ein großartiger Bericht, vielen Dank dafür.
    Könnten Sie das Menü einordnen in "unter*, *, **" , jeweils ohne und mit dem "Drumherum" ?
    (die Schlaumeier werden gleich einwenden, die * gibt´s nur für die Küche. Aber das subjektive Empfinden ist ja doch anders).

    MkG, S.

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  • Max.Vanderveer
    antwortet
    Danke für den schönen Bericht. Das Ultraviolet steht auch auf unserer Liste für den Asientrip im kommenden Jahr.

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  • wi090365
    antwortet
    Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
    Ein toller Bericht - vielen Dank!

    Ich stelle mir nun vor, Sie hätten dieselben Gerichte in einer üblichen, ruhigen Restaurantumgebung genossen. Wären Sie vom Essen genauso begeistert gewesen? Oder anders: Wie stark war denn an dem Abend der gefühlte Einfluss von Hören und Sehen auf den Geschmackssinn? Eher groß - klein - mittel?

    Grüße, Mohnkalb

    Lieber Mohnkalb,

    für mich persönlich wäre es kein so großartiges Erlebnis werden können, wäre das Essen nicht so gut. Ich bin eigenlich ein Esser, der nicht durch viele "Nebeneffekte" abgelehnt werden möchte. Hier paßte es aber irgendwie, obwohl ich nicht alle Gänge gut fand. Man braucht aber schon etwas Zeit, um sich auf alles einzulassen. Um Ihre Frage direkt zu beantworten, würde ich Seheneinfluss als "Gross" und Hören als eher etwas zwischen "mittel" und "klein" bezeichnen.

    Für mein Mann war der Ergebnis ähnlich, es überwiegte die visuelle Seite.

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  • wi090365
    antwortet
    Zitat von Zwiebel Beitrag anzeigen
    Können Sie noch ein paar Worte zur Musik verlieren? Hat diese wirklich einen Mehrwerteffekt für den Genuss gehabt oder hat man das Ganze nach einer Weile überhört?

    LG,

    Zwiebel
    Die Musik nahm ich durchaus differenziert wahr. Manche Begleting empfand ich als zu aufdringlich, zum Beispiel, zum Auberginengang die griechische Thema, oder auch Gummibärchen Geschichte, diese war nur Kitsch pur.


    Musikbegleitung hat, denke ich, durchaus etwas mit dem persönlichen Geschmack der gestalter, aber auch seine Gäste zu tun. Deswegen wird sich die Wahrnemung sicher unterschiedlich sein.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Ein toller Bericht - vielen Dank!

    Ich stelle mir nun vor, Sie hätten dieselben Gerichte in einer üblichen, ruhigen Restaurantumgebung genossen. Wären Sie vom Essen genauso begeistert gewesen? Oder anders: Wie stark war denn an dem Abend der gefühlte Einfluss von Hören und Sehen auf den Geschmackssinn? Eher groß - klein - mittel?

    Grüße, Mohnkalb

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  • Zwiebel
    antwortet
    Wow, was für ein Bericht. Das klingt nach einem unvergleichlichen Erlebnis. Können Sie noch ein paar Worte zur Musik verlieren? Hat diese wirklich einen Mehrwerteffekt für den Genuss gehabt oder hat man das Ganze nach einer Weile überhört?

    LG,

    Zwiebel

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  • wi090365
    antwortet
    Zitat von Schink Beitrag anzeigen
    Was haben Sie für diesen Abend bezahlt ?

    Viele Grüsse
    Schink
    Vielen Dank für die lobende Wörte, es hat mir Spaß gemacht alles nochmals beim Schreiben zu erleben. Das Menu kostet komplett mit allem, auch Espresso danach und und noch ein Drink an der Bar nachher 2.000 RMB, also ca. 240 €. Aus meiner Sicht war das gebotene mehr wert, aber in China wäre der höhere Preis nicht durchsetzbar.


    Man muss online buchen, frühestens 3 Monate im voraus, und es wird auch ein Deposit verlangt. Momentan ist UV bis Ende des Jahres ausgebucht.

    LG
    wi

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  • MichaelStromberg
    antwortet
    Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht über ein ganz besonderes Esserlebnis.

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  • Schink
    antwortet
    Liebe wi,

    vielen Dank für den schönen Bericht, der Ihnen viel Mühe bereitet hat. Das Ganze zeigt ja ein unbeschreibliches Gesamtkonzept aus. Was haben Sie für diesen Abend bezahlt ?

    Viele Grüsse
    Schink

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