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Tokyo und Shanghai

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  • Hannes Buchner
    antwortet
    Ist jetzt in den richtigen Unterthreat verschoben...

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  • kuechenreise
    antwortet
    Ich sehe den ganzen Original-Threat unter "Restaurants in der Welt", Sushi Saito, Toyo; hoffe er ist für alle zugänglich (sollte zumindest so sein)

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  • wi090365
    antwortet
    Lieber Schlaraffenland,

    in der Tat, es gab einen Bericht über Sushi Saito in Tokyo, welcher nicht mehr auf "normalen" Wege aufzufinden ist. Es gab auch einige Rückmeldungen dazu. Ich finde die entsprechende Einträge nur über mein Profil.
    Vielleicht können uns die Moderatoren hier behilflich sein.

    Anbei die Kopie:

    • Sushi Saito, Tokyo

      Wie versprochen, noch ein Bericht zum Sushi Restaurant in Tokyo.

      Mein Favorit Sushi Mizutani war leider für unseren einzigen freien Tag bereits 3 Monate im Voraus ausgebucht. Nach hin und her ist es uns gelungen, 2 Plätze für Sushi Saito zu bekommen.
      Sushi Saito wurde letztes Jahr von Michelin auch mit 3 Sternen ausgezeichnet worden. Herr Saito ist jung, und spricht etwas Englisch, so dass wir letztendlich froh waren, dort gelandet zu sein. Ich habe gehört, dass es bei Mizutani eine bedächtige Stille in klosterähnlicher Atmosphäre herrscht. Nichts desgleichen war bei Saito zu finden. Wir waren die einzigen Ausländer in seinem 7-Sitz-Restaurant. Die anderen Gäste waren sehr verwundert, dass wir Sushi Saito kannten und den Weg dorthin gefunden hatten, anscheinend ist es trotz Sterne immer noch ein Geheimtipp.

      Der Weg zum Restaurant war tatsächlich wieder bemerkenswert, trotz dass wir von den möglichen Schwierigkeiten bereits wussten (s.Aronia de Takazawa) und von einem Insider genau instruiert worden, wie wir dahin kommen. Das Problem war: Sushi Saito liegt direkt gegenüber amerikanische Botschaft in Tokyo. Wie überall auf der Welt, wird die ganze Gegend strengst bewacht. Stellen Sie sich vor: Abend, dunkel, leere Straßen, keine Passanten oder Autos zu sehen, ab bestimmten Häuserblock jede 20 m ein Polizist, der uns fragt wohin wir denn möchten. Auf die Antwort „Sushi Saito“ die Gegenfrage „Haben Sie eine Reservierung?“, „Ja“. Dann werden wir weiter gelassen, bis zum nächsten Wachposten, dann das ganze Spiel vom vorne. Wir kamen uns vor wie in einem schlechten Spionagethriller. Das Geschäftshaus, wo das Lokal liegt ist so spät am Abend leer, nur ein Parkwächter sitzt auf seinem Platz. Wir wissen, dass wir durch die Garage ins Restaurant kommen. Eine Stahltür, dahinten ein normaler Bürogang und in der Ecke abgetrennt ein winziges Sushi-Lokal. So etwas ist unmöglich irgendwo in Europa vorzustellen.

      Herr Saito hat 2 Gehilfen, alles läuft sehr gut organisiert und reibungslos. Es ist höchst interessant zu beobachten, wie präzise hier gearbeitet wird, der Fisch wird begutachtet, verkostet, auch mal aussortiert und weggeschmissen (mein Mann hat fast Herzinfarkt bekommen, des guten Fisches wegen). Wir bekommen, wie alle Gäste Omakase Menu
      (Chefs choice), welches so reichlich ausfällt, dass ich meine letzte Sushi Portion meinem Mann opfern muss. So satt bin ich.

      Wir diskutieren bis heute, was es mit den 3 Michelin Sterne an sich hat. Tatsache ist, bessere Sushi und Sashimi haben wir noch nie gegessen. Aber irgendwie erwartet man dass, wenn man in Japan ist, oder?
      Die andere Tatsache ist, Herr Saito ist ohne Zweifel ein großer Meister, für ihn ist Sashimi und Sushi fast eine Religion. Seine Art und Weise, Sashimi und Sushi vorzubereiten und Präsentieren ist nicht mit irgendwelchen Sushiladen zu vergleichen. Es ist auch ohne Zweifel, dass nur herrvoragende Produkte hier verarbeitet werden. In solcher Qualität, glaube ich, ist es in Europa nicht zu bekommen.
      Und letztens, ist er ein junger lustiger Mann, der seine Arbeit liebt. Wir hatten einen höchst vergnügten Abend, es wurde viel gelacht und es herrschte eine tolle Stimmung, fast wie eine Hausparty.
      So blieb die Frage mit der Berechtigkeit von 3 Michelin-Sternen letztendlich irgendwie unwichtig. Es war himmlisch lecker, es war toll, wir werden jeder Zeit es wieder wiederholen wollen.

      Nun ein paar Wörter dazu, was wir gegessen haben. Wie bereits erwähnt, es war reichlich.

      Wir starteten mit Sashimi:

      - Seebarsch und Oktopus
      - 2 verschiedene Arten von Seeigelroggen
      - Abalone und Krake ( beides gedämpft )
      - Ein Spiesschen mit irgendwelchen Muscheln
      - Bonito, als eine Art Carpaccio serviert
      - Langustine
      - Fisch, gegrillt ( weiß nicht mehr, was es war)
      - Kleine Calamaries, gegrillt

      Sushi:

      - Makrele
      - Sardine
      - 3 Sorten Thunfisch ( Bauch, Rippenteil und Rückenflossen)
      - Aal
      - Riesengarnele
      - Tintenfischtube
      - Jakobsmuschel
      - Eine Rolle mit Thunfisch
      - Eine Rolle mit Jellyfisch

      Miso-Suppe

      Zum Sashimi servierte man uns ein Schälchen Soja-Soße und ein Schälchen Salz. Zum Sushi gab es dann Wasabi-Senf und eingelegter Meeretich.





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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Liebe Frau Wi
    Ihren Tokyo/Shanghai-Bericht vom 21.5.2010 hatten Sie mit folgendem Satz beendet:
    "Es folgt noch ein Kurzbericht zum Sushi Restaurant."
    Auch auf die Gefahr hin, daß ich Ihnen womöglich als zu ungeduldig erscheine, aber welches Lokal hatten Sie denn besucht und wie war's?
    Freundliche Grüße
    schlaraffenland

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Der 2011 Michelin zählt inzwischen vierzehn *** -Lokale in Tokio! Wobei das Osier nicht mehr dabei ist, anscheinend ist der Chef dort weggegangen.
    Inzwischen werden noch Yokohama und Kamakura - dort sind allerdings nur einige wenige Zweisterner verstreut - mitaufgeführt. ( genau wie Kobe im Kyoto/Osaka-Führer)
    s.

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  • wi090365
    antwortet
    das ist richtig, wetrter Zeitblom,

    allerdings kann ich mich vorstellen, dass, zum Beispiel, wenn Sie eine Partie von 4 Personen an einem Tisch haben, kann es durchaus sein, dass 1 Person an anderen Tisch speisen dürfte. Es ist auf jeden Fall schon vorgekommen, wenn auch eher ein Ausnahmefall war.

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  • Zeitblom
    antwortet
    Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
    Ja, wenn man alleine hingeht, geht es vielleicht.
    Wenn man den Berichten im Internet glaubt, dürfte es allerdings sehr schwierig sein, alleine in dieses Restaurant zu gehen. Normalerweise werden Reservierungen erst ab zwei Personen angenommen (was ich bei dem Restaurantkonzept, nur an zwei Tischen Essen zu servieren ohne dass wildfremde Menschen zusammen an einem Tisch sitzen sollen, auch nachvollziehbar finde).

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  • wi090365
    antwortet
    noch ein paar Wörter zu Shanghai.

    Wir hatten wiederum wenig Zeit, so dass wir nur einmal freien Abend hatten, um etwas auszuprobieren. Trotzdem haben wir 2 neue Restaurants kennengelernt.

    Sehr zu empfehlen, da für Shanghai ein erstaunliches Preis-Leistungsverhältnis:
    ein relativ neues Restaurant Mr. & Mrs. Bund. Die Küche ( und Koch) ist französisch, sehr gute Qualität, super Klasse ist die Weinkarte mit etwa 30 offenen Weinen, für Shanghai eine absolute Ausnahme. Und, noch eine Ausnahme, man kann im Restaurant bis 3.00 Nachts etwas zu essen bekommen.

    Unsere zweite "Entdeckung" war mehr oder weniger enttäuschent. Der Spanier Martin Berasategui hat sein erstes Restaurant außerhalb Spaniens in Shanghai aufgemacht, das Restaurant Martin. Natürlich kocht nicht er selber dort, sondern ein Italiener Maxime Fanton, der ohne zweifel talentiert ist, scheint aber sein Stil noch nicht gefunden zu haben. Es gibt auf der Karte ein paar "Signature-Dishes" von Martin B., die waren auch auf einem hohem Niveau nachgekocht. Sonst gibt es nicht viel zu sagen. Die Ambiente ist wunderschon, eine alte Villa, ehemaliger Sitz der Firma EMI Records. Essen war teils-teils, die Weinkart fanden wir schwach. Das Personal ( das ewige Problem in Shanghai) verbesserungsfähig.

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
    Ja, wenn man alleine hingeht, geht es vielleicht. Für zwei mit Apero, Weinbegleitung und Wasser betrug die Endrechnung dann doch 800 EUR...
    Ich muss in der Regel auch fuer zwei berappen. Aber so wie Sie das beschreiben, haette ich das gerne bezahlt. Im Gegensatz zB zu den 550 fuer 2 fuer einen unangenehmen Lunch derletzt in Marseille....

    Fuer ein grosses Diner zu zweit, an das man sich noch Jahre schwaermerisch erinnert, geht das OK.

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  • wi090365
    antwortet
    Ja, wenn man alleine hingeht, geht es vielleicht. Für zwei mit Apero, Weinbegleitung und Wasser betrug die Endrechnung dann doch 800 EUR...

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    PS: @ glauer: wie, Konferenz in Tokyo absagen? geht's noch?
    Ja ja, ich weiss. Bin auch schon wieder am Fluege suchen.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zu Ihrem Bericht fällt mir noch ein, dass wir, ängstlich, das "Koju" - es gab ebenfalls nur ein Menü, übrigens zu 23 000 Y - schon am Abend vorher gesucht hatten.
    Gruß s.
    PS: @ glauer: wie, Konferenz in Tokyo absagen? geht's noch?

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  • glauer
    antwortet
    Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
    Hallo geehrter glauer,

    11 Gänge kosten 24.00 JPY pro Nase, Weinbegleitung zwischen 6.000 und 12.000 je nach dem, was Sie wählen. Es gibt auch eine normale Weinkarte.
    Die Preise stehen auch auf die Webseite, glaube ich. Die ist in Japanisch, aber ein paar Englische Sätze stehen auch drin. Auf jeden Fall, informiert Akiko bei der Reservierung, was die andere Menus kosten, ich glaube, 7 Gänge für 18.000 und 9 für 20.000.

    Also, es ist ganz schon teuer, wobei ganz ehrlich gesagt, wie haben es nicht bereut.
    Vielen Dank! Trotz der Euroschwaeche sind das "nur" 212 Euro fuer das grosse Menue (und man gibt ja auch kein Trinkgeld....das freut den Schwaben). Damit koennte ich gut leben fuer ein solch einmaliges Esserlebnis. Ich hatte, ehrlichgesagt, schlimmeres befuerchtet.

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  • wi090365
    antwortet
    Hallo geehrter glauer,

    11 Gänge kosten 24.00 JPY pro Nase, Weinbegleitung zwischen 6.000 und 12.000 je nach dem, was Sie wählen. Es gibt auch eine normale Weinkarte.
    Die Preise stehen auch auf die Webseite, glaube ich. Die ist in Japanisch, aber ein paar Englische Sätze stehen auch drin. Auf jeden Fall, informiert Akiko bei der Reservierung, was die andere Menus kosten, ich glaube, 7 Gänge für 18.000 und 9 für 20.000.

    Also, es ist ganz schon teuer, wobei ganz ehrlich gesagt, wie haben es nicht bereut.

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  • glauer
    antwortet
    Lieber Wi....
    das klingt toll, vielen Dank. Eigentlich wollte ich eine Konferenz in Tokyo Anfang September schon absagen, aber jetzt komme ich ins gruebeln...

    Ist es erlaubt zu fragen, was der Spass kostet?

    Gruesse

    Gg

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