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Queen Mary 2

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  • Queen Mary 2

    Wertes Forum,

    da meine Frau und ich eine kleine Kreuzfahrt auf der Queen Mary 2 gemacht haben möchte ich die Kategorie Schiffsrestaurants etwas wiederbeleben. Leider war die Reise nur kurz und wir konnten nur das Britannia Restaurant und das Todd English Restaurant ausprobieren. Wer Bilder vom Schiff sehen möchte kann sich gerne meinen Reisebericht ansehen.

    Aber nun zu den Restaurants. Das Britannia Restaurant ist das größte Restaurant der Queen Mary 2 (1349 Plätze), hier speisen die Passagiere der unteren Kategorien. Für die gehobeneren Kabinen gibt es den Princess Grill und für die Suiten den Queens Grill. Das Todd English Restaurant bietet "Highly interpretive Mediterranean cuisine" gegen Aufpreis. Wer ungezwungener speisen möchte kann auch das Kings Court Restaurant besuchen, das hat allerdings die Anmutung einer Kantine.

    Britannia Restaurant



    Rein optisch macht das Restaurant schon etwas her, es erstreckt sich über 2 Decks.

    Lunch

    Zum Lunch wurden wir vom Service an einen Tisch geleitet. Das Menü (maximal 5 Gänge) kann man sich selber zusammenstellen, für jeden Gang hat man eine Auswahl von 4 Gerichten.

    Rote Beete Carpaccio und Ziegenkäse Klößchen und Honig Zitronen Dressing



    Das Rote Beete Carpaccio war schön aromatisch und passte gut zum Ziegenfrischkäse und zum Honig Zitronen Dressing. Dazu gab es noch etwas Eisbergsalat. Sehr lecker, eine positive Überraschung.

    Filet von der Regenbogenforelle "Amandine" mit glasierten Karotten und Erbsen



    Das Filet der Regenbogenforelle war sehr dünn und leider durchgegart. Dazu gab es Kartoffeln, Karotten, Erbsen und Brokkoli. Die Sauce war ziemlich süß abgeschmeckt was eigentlich nur zu den Karotten passte. Ganz lecker. Das hätte unsere Betriebskantine auch so hinbekommen.

    Pistazien-Eiscreme, geeister Vanillejoghurt und Orangen-Sorbet mit Mango-Soße



    Als Dessert gab es Pistazieneis, Vanille-Joghurt Eis und ein Orangensorbet. Sehr lecker.


    Dinner

    Beim Dinner muß man sich vor Reiseantritt auf eine der beiden Essenszeiten festlegen, wir entschieden uns für die zweite Schicht um 20:30. Der Tisch ist dabei festgelegt, d.h. bei längeren Reisen speist man mit den gleichen Leuten. Das Menü (maximal 5 Gänge) kann man sich selber zusammenstellen, für jeden Gang hat man eine Auswahl von bis zu 6 Gerichten.

    Fruit Coupe



    Als Vorspeise gab es einen Obstsalat mit Erdbeeren, Orangen, Bananen, Weintrauben und Ananas. Sehr lecker.

    Chef`s Country Pate de Campagne with Red Onion Marmalade



    Die Pate de Campagne war sehr grob und fest. Dazu gab es eine aromatische Zwiebelmarmelade und etwas Salat. Ganz lecker.

    Caesar Salad tossed Romaine Lettuce, Parmesan Cheese and Croutons



    Der Caesar Salad bestand aus Römersalat, Croutons und Parmesan. Er schmeckte etwas fade, daran konnte auch das Dressing nichts ändern. Ganz lecker.

    Braised Beef Short Ribs, Spring Onion Mash, Root Vegetable Batons, Broccoli and Horseradish



    Die geschmorte kurze Rippe war sehr zart und aromatisch, die Fleischfasern fielen fast von selbst auseinander. Dazu gab es Kartoffelpüree mit Lauchzwiebeln, Kohlrabi, Brokkoli und eine Meerrettichsauce. Sehr lecker.

    Banana Foster with Rum and Raisin Ice Cream



    Als Dessert gab es einen Banana Foster mit einem Rosineneis. Sehr lecker, nur das Rumaroma wirkte auf die Dauer etwas penetrant.




    Zum Abschluß gab ein Schokoladekuchen und Marshmallows. Ganz lecker.

    Der Service war freundlich und zuvorkommend aber auch etwas gestresst und hektisch. Der ganze Ablauf erinnerte mehr an eine Massenabfertigung, daran konnte auch das Ambiente und die Kleidung des formellen Abends nichts ändern. Die Qualität der Küche ist eher mittelmäßig.

    Gruß
    Jürgen

  • #2
    Todd English Restaurant

    Das Todd English Restaurant ist eines der Top Restaurants auf der Queen Mary 2 von Cunard Line. Beworben wird es mit "Highly interpretive Mediterranean cuisine". Ein Grund es auf unserer kleinen Kreuzfahrt aufzusuchen. Der Namensgeber des Restaurants ist Todd English, ein amerikanischer Koch, der für das Konzept und die Speisen verantwortlich ist. Wir besuchten das Restaurant zum Dinner.





    Jakobsmuschel-Steinpilz-Tarte
    Scheiben von Jakobsmuscheln, gebratene Crepes, Speck- und Rosmarintart ($ 7,00)



    Die Jakobsmuscheln und die Steinpilze hatten leider recht wenig Aroma, der Rest erinnerte eher an Blätterteig als an Crepes. Ganz lecker.

    Knoblauchgarnele
    mit Fleischtomate mit Parmesankruste ($ 7,00)



    Die Garnelen waren zart und aromatisch, Knoblauch kam aber nur sehr dezent zum Einsatz. Dazu gab es eine mit Parmesan panierte Tomatenscheibe. Sehr lecker.

    Knusprige Artischocke "alla Giudea"
    Wilder Ruccola, Zitrone, Kapern, Ziegenkäse, geraspelte Schalotten ($ 6,00)


    Artischocken alla Giudea ist eigentlich ein Gericht der jüdische Küche, sie werden dabei in Öl frittiert. Dazu gab es Rucola, Kapern, Schalotten, frittierte Zitronenscheiben und Ziegenkäse. Sehr lecker, nur die frittierten Zitronenscheiben waren zäh und ungenießbar.

    7 oz Gegrilltes Filetsteak vom Rind
    Shitake-Soße, Zwiebeln, Landschinken, Erbsen und Roquefort-Sahne ($ 18,00)



    Das Rinderfilet wurde Medium bestellt und der Garpunkt war gut getroffen, ein Wunder an Zartheit war es aber nicht. Dazu gab es Kartoffelpüree, Karotten, ein paar Erbsen, eine Shiitakesauce mit Zwiebeln und Schinken und ein Stück Toastbrot mit einer Roquefortsahne und Enoki Pilzen. Vom Service wurde zusätzlich etwas Kartoffelgratin und grüne Bohnen gereicht. Sehr lecker, der Roquefort war aber sehr dominant.

    Gebratener Lammrücken
    Knusprige Merguez-Wurst Samosa , Za`atar Pastinake, Pistazien-Vinaigrette und Harissa ($ 18,00)



    Der Lammrücken wurde Medium bestellt aber war fast durchgebraten. Trotzdem war er zart und saftig, bedeckt war er mit einer Pistazienvinaigrette. Dazu gab es ein mit Harissa gewürztes pikantes Paprikapüree, mit Za`atar gewürzte Pastinakenchips und eine mit Merguez gefüllte Samosa. Vom Service wurde zusätzlich etwas Kartoffelgratin und grüne Bohnen gereicht. Sehr lecker, das Harissa passte sehr gut zum Lamm, nur die Pastinakenchips waren hart und überflüssig.

    Maine Heidelbeer-Cobbler
    Haferflockenstreusel mit braunem Zucker, Vanille-Eiscreme ($ 5,00)



    Der Heidelbeer Cobbler war mit Haferflockenstreusel bedeckt. Dazu gab es eine Kugel Vanilleeis. Fruchtig aber penetrant süß, ganz lecker.

    Milchschokoladen Panna Cotta, gemischte Beeren ($ 5,00)



    Die Panna Cotta von der Milchschokolade hatte eine feste und zähe Konsistenz, wäre sie vom Tisch gefallen, sie wäre wie ein Flummi wieder hochgesprungen. Dazu gab es ein "Törtchen" mit Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren. Die Beeren waren aromatisch aber das "Törtchen" war ungenießbar. Zuerst dachte ich es wäre aus Schokolade aber es war wohl ein harter zäher Teig. Ganz lecker.



    Zum Abschluß gab es "Todd`s hausgemachte Kekse & Biscotti". Ganz lecker.

    Der Service war freundlich und zuvorkommend und auch mal zu kleinen Späßen aufgelegt. Am Nachbartisch gab es eine Vorführung über Serviettenfalten in der aus der Serviette ein BH und ein Höschen geformt wurde. Der Service war auch immer bereit jeden Gang mit der Pfeffermühle nachzuwürzen (dies galt auch für das Britannia Restaurant).
    Die Küche hinterließ einen zwiespältigen Eindruck, in einem Top Restaurant eines renomierten Kreuzfahrtschiffes wie der Queen Mary 2 hatten wir etwas mehr erwartet. Besonders die Hauptgerichte wirkten auf dem Teller etwas überladen und eher willkürlich zusammengestellt.

    Fazit
    Eine kleine nette Reise mit mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Luxus ist relativ, vielleicht sieht man das auf einer längeren Reise etwas entspannter. Viele Passagiere, die wir gesprochen hatten, waren von der Reise und vom Schiff enttäuscht (im Vergleich zur Deutschland, Aida usw.). Für uns war es die erste „Kreuzfahrt“ und eine längere Tour würden wir mit der Queen Mary 2 wohl nicht machen. Für hohen kulinarischen Anspruch muß man wohl die Europa wählen, das ist aber auch finanziell eine andere Klasse.

    Gruß
    Jürgen

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    • #3
      Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
      Viele Passagiere, die wir gesprochen hatten, waren von der Reise und vom Schiff enttäuscht (im Vergleich zur Deutschland, Aida usw.). Für uns war es die erste „Kreuzfahrt“ und eine längere Tour würden wir mit der Queen Mary 2 wohl nicht machen. Für hohen kulinarischen Anspruch muß man wohl die Europa wählen, das ist aber auch finanziell eine andere Klasse.
      Habe von meinen Eltern selbes gehört, auch zu den Kabinengrößen und Einrichtungen. Wer es weniger konservativ als Europa und Deutschland mag und dennoch gerne Top Gastronomie hat, ist am besten bei den Seabourn-Cruises/-Schiffen aufgehoben. Besser scheint es nicht zu gehen.

      MkG, S.

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      • #4
        Spannend, mal etwas über die Kreuzfahrt-Gastronomie zu lesen - besten Dank! Haben sie die bei der Wahl der Kreuzfahrt die kulinarische Komponente gezielt mutberücksichtigt? Und wie war - über das kulinarische hinaus . das Gesamtergebnis der Kreuzfahrt?

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        • #5
          Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
          Wer es weniger konservativ als Europa und Deutschland mag und dennoch gerne Top Gastronomie hat, ist am besten bei den Seabourn-Cruises/-Schiffen aufgehoben. Besser scheint es nicht zu gehen.
          Danke für den Tip, diese Reederei kannte ich noch nicht aber das sind ja schnuckelige kleine Schiffe mit 208 oder 450 Passagieren.

          Zitat von kuechenreise Beitrag anzeigen
          Haben sie die bei der Wahl der Kreuzfahrt die kulinarische Komponente gezielt mitberücksichtigt?
          Nein, wir sind da recht unbedarft herangegangen. Queen Mary 2 = Mythos = muß man mal gemacht haben.

          Zitat von kuechenreise Beitrag anzeigen
          Und wie war - über das Kulinarische hinaus . das Gesamtergebnis der Kreuzfahrt?
          Durchaus positiv, wir haben es jedenfalls nicht bereut. Aber wie gesagt, uns fehlt da der Vergleich. Bei längeren Fahrten muß man wohl wissen was man will, das Schiff als tolles Erlebnis begreifen (incl. gutem Essen) oder als Transportmittel zwischen den Häfen um sich dann Hafenstädte anzusehen.

          Gruß
          Jürgen

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          • #6
            Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
            Danke für den Tip, diese Reederei kannte ich noch nicht aber das sind ja schnuckelige kleine Schiffe mit 208 oder 450 Passagieren
            so ist es, und das bei mindestens ebensoviel Bordpersonal. Ich warne aber, einmal Seaburn, und Sie fahren kein anderes Schiff mehr. Die drei kleinen Schiffe sollen aber wohl veräußert werden, es bleiben die Odyssee, Sojourn und Quest mit 450 Passagieren bei 330 Personal, alle Schiffe Baujahr 2009-2011. Gut wäre, wenn Sie Kaviar mögen...der läuft tagsüber dauernd eimerweise flatrateartig an Ihnen vorbei.

            MkG, S.


            (nein, bekomme leider keine Provision...obwohl, die Reederei dürfte sich jetzt ruhig mal bei mir melden )

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            • #7
              Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
              Durchaus positiv, wir haben es jedenfalls nicht bereut. Aber wie gesagt, uns fehlt da der Vergleich. Bei längeren Fahrten muß man wohl wissen was man will, das Schiff als tolles Erlebnis begreifen (incl. gutem Essen) oder als Transportmittel zwischen den Häfen um sich dann Hafenstädte anzusehen.

              Gruß
              Jürgen
              Wir haben vor 2 Jahren eine längere Reise mit der Europa unternommen. Unsere Vorstellungen, geprägt durch die Werbung etc., überspitzt ausgedrückt, durchgehendes Topniveau. Dazu noch Dieter Müller und das italienische Restaurant.
              Fazit: Unsere Erwartungen wurden massivst enttäuscht, das wir uns schon gefragt haben, sind wir jetzt , durch die Besuche in den Szene, schon so versnobt oder woran lag es. Eine Antwort darauf gab, zufälligerweise, ein Abend am Kapitänstisch. Wir tauschten uns mit meinen Ehepaar, etwas älter als wir, das zu der "angesagten" Gesellschaft der Stadt Basel gehört, über die ortsansässige Topgastronomie und dem bisherigen Essen an Bord aus. Tanja Grandits war so durchwachsen, Peter Knogl ist zu gehoben und was hier an Bord jeden Tag kredenzt wird, ist absolute Spitze.

              Das sagt eigentlich mehr aus, als alles Andere.

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              • #8
                Zitat von wombard Beitrag anzeigen
                Fazit: Unsere Erwartungen wurden massivst enttäuscht, das wir uns schon gefragt haben, sind wir jetzt , durch die Besuche in den Szene, schon so versnobt oder woran lag es.
                Das überrascht mich schon, wie würden Sie denn die Leistung des normalen Restaurants einschätzen, z.B. nach GM Punkten? Ich gehe aber mal davon aus das es besser war als auf der Queen Mary 2. Haben Sie Kreuzfahrten gemacht die Ihnen besser gefallen haben?

                Waren Sie auch im Restaurant Dieter Müller essen? Aufgrund der geringen Platzzahl soll das wohl nur einmal in einer Reise möglich sein. Die Sternefresser waren ja davon durchaus angetan.
                Das die Reederei das Restaurant mit „Sterneküche“ bewirbt ist natürlich, unabhängig von der realen Qualität, nicht ganz korrekt.

                Gruß
                Jürgen

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                • #9
                  Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
                  Das überrascht mich schon, wie würden Sie denn die Leistung des normalen Restaurants einschätzen, z.B. nach GM Punkten? Ich gehe aber mal davon aus das es besser war als auf der Queen Mary 2. Haben Sie Kreuzfahrten gemacht die Ihnen besser gefallen haben?

                  Waren Sie auch im Restaurant Dieter Müller essen? Aufgrund der geringen Platzzahl soll das wohl nur einmal in einer Reise möglich sein. Die Sternefresser waren ja davon durchaus angetan.
                  Das die Reederei das Restaurant mit „Sterneküche“ bewirbt ist natürlich, unabhängig von der realen Qualität, nicht ganz korrekt.

                  Gruß
                  Jürgen
                  zu 1)
                  es waren Abende, da hat es * Niveau gehabt und andere Abende, da lag es sicherlich darunter. Im Schnitt würde ich 14 Punkte vergeben.
                  Im Gegensatz zur QM2 soll es aber wesentlich besser gewesen sein, so äusserten sich Mitreisende.
                  zu2) Ja, wir waren auch bei Dieter Müller und das Essen war an unserem Abend ok, aber hat uns nicht vom Hocker gerissen. Das lag aber auch an der Zusammenstellung des Menues, das leider nicht beeinflusst werden kann. Wie oft man dort essen kann, ist auch von der Dauer der Reise und gewisser "anderer Dinge" abhängig. Wir kamen nur einmal in den Genuss, Mitreisende aber sogar dreimal. Und leider hatten wir wohl die weniger interessante Menuewahl getroffen.
                  zu3) Die Werbung erzeugt eine gewisse Vorstellung
                  zu4) Wir haben auch schon andere Kreuzfahrten mitgemacht. Sind begeisterte Fans der Marina von Oceania, nur fairerweise muss gesagt sein, dass das Essen auf der Europa insgesamt besser ist.

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