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[NACHTRAG] California 03.2009

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  • [NACHTRAG] California 03.2009

    Mit geringfügiger Verzögerung noch ein - zwei kurze Sätze zu gewissen Lokalitäten in Kalifornien / USA:

    Nachdem es vollkommen aussichtslos - unmögich - war, einen Platz im Sushi-Nirvana der Westküste zu ergattern: Ursawa (das bei täglichen Anrufen!), hatte ich ich eines schönen Nachmittages bei einem Spaziergang am "Venice-Beach" dazu entschieden Sensei Onodera zu besuchen:

    Mori Sushi (* 2009)
    11500 W. Pico Blvd. (at Gateway Blvd.)
    Los Angeles, CA 90064-1520
    tel.: (310) 479-3939
    Web-Präsenz

    Angenehmes Interieur, schlichte Einrichtung, FREUNDLICHER EMPFANG!,
    Es gibt eine à la carte Karte mit einem schönen Spektrum an Speisen abseits von Sushi und Sashimi, nichts desto trotz für mich omakase.
    Vorab einige sehr gelungene Vorspeisen, ua vom Shrimp in mehreren Gängen und auch wunderbare Arbeiten mit Tofu.
    Sushi und Sashimi für mich makellos, das japanische Bier in Begleitung sowie später Tee taten das ihre dazu.

    Fazit:
    Ein Wohlfühl-Lokal in dem der Gast noch wahrgenommen wird, die Meister arbeiten mit höchster Konzentration und lassen einen doch in intimer Weise an den Prozessen der Herstellung teilnehmen - das Essen 1a, Eine Endrechnung von ca. 120 USD ohne tadel!
    Zuletzt geändert von andrecis; 03.12.2009, 11:29.
    bon appetit...
    twitter.com/cisfotografie

  • #2
    Bereits im Voraus geplant und organisiert ein Besuch bei einem der vermeindlich spannendsten "neu-amerikanischen" Köchen im Lande: Daniel Patterson

    Coi **
    373 Broadway
    San Francisco, CA 94133
    tel.: (415) 393-9000
    Web-Link

    Nach unserer Einquartierung im sensationellen Clift Hotel (ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie einen Bodyguard ) - der 27.03. stand unter dem Motto "modern" - ging es also in das [Kwa] Restaurant.
    Aufmerksam die Buchung studiert, wurden wir doch glatt von einer gebürtigen Niederösterreicherin in Empfang genommen.
    Das Lokal ist in einem Grauton gehalten, sehr schlicht und geradlinig, nichts soll vom Essen ablenken. Unser set-menu:

    Pink Grapefruit
    Ginger, Tarragon, Black Pepper

    Shiny Beets
    Citrus scented Gel, Vadouvan

    Inverted Andante Dairy Goat Cheese and Black Olive Tart
    Chicories, Green Apple, Mint

    Winter Into Spring
    Early Season Asparagus, Buttermilk Snow, Herbs

    Fried Chicken Consomme
    Artichokes, Fava Beans, Radish, Green Garlic

    Salad for the Apocalypse
    Roots, Ash, Weeds

    Sturgeon poached in smoked Oil
    Pig's Head, Caviar Vinagrette, Nasturtium scented Potatoes

    Earth and Sea
    Steamed Tofu Mousseline, Yuba, Fresh Seaweeds, Mushroom Dashi

    Nettle-Ricotta Cannelloni
    Wild Mushrooms, Oxalis Flowers

    Black and White Shellfish Porridge
    Grilled Abalone, Mussel Clams, Broccoli di Cicco

    Slow Cooked Farm Egg
    Green Farro, Erbette Chard, Brown Buttter-Parmesan Sauce

    Pastured Beef, Pure Form
    Prather Ranch Loin Cooked in its Fat, Marrow, Roasted Cauliflower

    Trio (Soyoung Scanlan)
    Toast, Mache

    Blood Orange Curd
    Douglas Fir Ice, Cream, Black Walnut Crumble

    Caramelized Jasmine Custard
    Hazelnut and Cocoa Textures

    Na, klingt schon beim lesen anstrengend (obgleich Appetitanregend)?
    In der Tat, die Kreationen von Herr Patterson erfordern volle Konzentration, kein "Schiki-Miki-Lokal" indem sich Leute "zeigen"... dies spiegelte sich auch im Publikum wieder welches flüsterleise an den Tischen saß und andächtig das Essen zelebrierte. Es ist mir nicht mehr möglich in's Detail auf einzene Gerichte einzugehen - es sei Ihnen aber gesagt, dass es mir verdammt gut gefallen hat!
    Die Speisen sind sehr Modern, reduziert und auf je gewisse Elemente fokussiert, Moderne Zubereitungstechniken sind im Menü zwar allgegenwärtig, drängen sich jedoch niemals in den Fordergrund - hier steht einzig und alleine der Geschmack!
    Mit einem Wort: beeindruckend, sicherlich eines der tollsten Menüs (in seiner Gesamtheit), dass ich in den letzten Jahren gegessen habe

    Fazit:
    Unbedingt hingehen!!! :hungry:
    Zuletzt geändert von andrecis; 03.12.2009, 11:27.
    bon appetit...
    twitter.com/cisfotografie

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    • #3
      Zitat von andrecis Beitrag anzeigen

      Na, klingt schon beim lesen anstrengend (obgleich Appetitanregend)?
      auf jeden Fall klingt es spannend - schade, dass ich da nicht so schnell hinkommen werde.

      Leider kann ich mir unter einem "Slow Cooked Farm Egg" nicht konkret etwas vorstellen ... die Google-Suche ergab eher lustige als hilfreiche Kommentare.

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      • #4
        "Sinngemäß" folgte am 28.03. also ein wechsel zu "traditionell".
        Wir bezogen im krassen Kontrast unsere Zimmer im alt-ehrwürdigen (und frisch renovierten) The Fairmont San Francisco Hotel und beschlossen am Abend Chinatown unsicher zu machen. Das dortige (angebliche) Resto-Liebkind hört auf den sehr chinesischen Namen:

        R & G Lounge
        631 Kearny St.
        San Francisco, CA 94108
        tel.: (415) 982-7877
        Web-Präsenz

        Nun, ohne die Hilfe unserer (tschechischen) Concièrge hätten wir dort keinen Platz bekommen - es war wahrlich "packed"...
        Unser Tischlein "hinter der Bar" war dann auch nicht das non-plus-ultra, aber unter Anbetracht der Umstände will man ja nicht meckern

        Die lukullischen Genüsse waren in Ordnung - obgleich ich nicht weiss, ob es einen "Bib" rechtfertigt. Meine Haifischflossensuppe (musste mal wieder die Probe auf's Exempel machen) ... hat mich (wieder) nicht überzeugt, auch das "Signature-Dish" Krabbe in Salz und Pfeffer überzeugte eigentlich mehr durch seine Masse als Klasse. Das Litschi-Sorbet war dann doch ganz gelungen, und: die Bar machte einen hervorragenden Job!

        Fazit:
        "Chinesisch" was das Flair angeht, vor allem wenn man die Menschen erleben möchte, ich bin überzeugt, man kann in SF aber wesentlich besser "chinesisch" essen...
        Zuletzt geändert von andrecis; 03.12.2009, 12:52.
        bon appetit...
        twitter.com/cisfotografie

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        • #5
          Am 30 März habe ich mich - hingegen meinen Plänen - doch zu einem Essen im "providence" entschieden. Der Tisch war auch spontan kein Problem, also auf zur TV-bekannten Melrose Avenue...

          Providence (** 2009)
          5955 Melrose Avenue
          Los Angeles, CA 90038-3623
          tel.: (323) 460-4170
          Web-Präsenz

          Die Ecke, an dem das Lokal gelegen ist wirkt auf's Erste gar nicht so "schick" wie man es sich ggf erwarten würde, das Lokal ist eher ein eleganter Solitär in der Neighbourhood.

          Am Reservation-Desk wurde ich erst mal "gemustert" ... nein - ich bin kein Promi, da hilft auch ein noch so genaues hinschauen nicht...

          Ich bekam den Tisch mit der "besten Aussicht" ... wirklich perfekt gelegen um alle um mich herum zu studieren... apropos studieren, die sehr diffuse Beleuchtung machte eben dieses der Speisekarte schon sehr anstrengend;
          Langer Rede, kurzer Sinn... ich ersparte mir das Blättern und bestellte das chef's menu, welches das ausgedehnteste aller Degu-Menüs darstellt.

          Zur Einstimmung schickte Chef Michael Cimarusti drei sphärifizierte Cocktails: Greyhound, Mojito, Gin and Tonic sowie Soy Marshmallow, Cured Trout, Gougeres - Alles "moderner" - als ich es mir erwaret hatte... na dann mal los:

          Kanpachi
          Soy crème fraiche, crispy rice crackers, coriander blossoms

          Uni in a Farm fresh egg
          Champagne beurre blanc, american caviar, brioche

          White Asparagus
          Maine Lobster, Morels, Coral Sauce, Miner's Lettuce

          Halibut
          Burdock, Shiso, Lemon

          Pork Belly
          Carrot-Orange-Puree, Pickled Ramps, Mizuna, Carrot Miso Butter

          Arctic Char
          Sweat Peas, Truffles

          Roasted Loin of Lamb
          Roasted Artichokes, Fava Beans, Wild Argula, Juliet Tomatoes, Black Olives

          (American) Cheese Selection

          Kalamansi Gelée
          White Chocolate Coconut Soy-milk Soup, Litchi-Shiso Sorbet

          Vanilla Mandarin Capsule
          Fennel and Basil Salad, Black Olive Brittle

          Pumpkin "Pie"
          Curry Ice Cream, Pecan Streusel

          Chocolate Ganache
          Peanut Butter, "These Pretzels are making me thirsty", Chambly Noire ice cream

          Petit Fours


          Was soll ich sagen? Das Essen war über weite Strecken durchwegs unkonventionell, baute leider vor allem bei den Desserts ab. Gerade hier hätte ich mir viel von einigen interessanten Kombis versprochen. Ich kann nach europäischen Maßstäben 2M* nicht vertreten. Sagen wir, vieles ist gut gemeint, aber "über das Ziel hinausgeschossen"...
          Zum Service: Teils leicht Arrogant - insb. die mit Flip Flops umherlaufende Sommelière war sehr stark von sich eingenommen - nun gut - betrachtete man das prominente Gäste-Umfeld muss man wohl zum Schluss kommen, dass diese "abfärben" Positiv hingegen die sehr persönliche Betreuung von Mit-Eigner Hrn. Donato Poto, welcher umgehend auf "europäisches Service" umstellte, als er verstand woher ich komme... und mir eine extragroße Schachtel der Petit Fours als "give-away" mitgab

          Fazit:
          Die ca. 200 USD waren es immer noch locker wert, das Essen macht spass, auch wenn wohl die Schlagende Mehrheit hier eher einkehrt, weil es zum "guten Ton" in LA gehört...
          Zuletzt geändert von andrecis; 03.12.2009, 12:47.
          bon appetit...
          twitter.com/cisfotografie

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          • #6
            Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
            Leider kann ich mir unter einem "Slow Cooked Farm Egg" nicht konkret etwas vorstellen ... die Google-Suche ergab eher lustige als hilfreiche Kommentare.
            Auch wenn ich es persönlich noch nicht gegessen habe, denke ich dass Mario Lohninger's "60-Minuten-Ei" einen akzeptablen Vergleich bietet! Siehe auch hier
            bon appetit...
            twitter.com/cisfotografie

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            • #7
              Vielen dank für die nachgereichten berichte, lieber André.

              Allerdings bin ich baff, wie Sie die atmosphäre im Providence empfunden haben. Wir waren zuletzt im oktober 08 dort und hatten eher den eindruck, dass das publikum angenehm entspannt und "neighbourhood"-mäßig wirkt. Auch arroganz von seiten des service konnten wir nicht ausmachen (außer vielleicht beim empfang, aber auch nicht wirklich).
              Verstehe ich es richtig, dass Ihnen ebenfalls der junge deutsche kellner "zugeteilt" wurde? Wenn ja: gerade den fanden wir ausgesprochen angenehm und locker.

              Wir waren allerdings kurz vor der vergabe des 2. sterns dort - gut möglich, dass sich mit dieser höheren weihe auch die attitüde und das klientel geändert hat. Gerade in L.A..

              Was das essen betrifft sehe ich das ähnlich wie Sie: ein paar highlights, die durchaus 2*-niveau haben, insgesamt aber nicht das, was man sich unter dieser kategorie vorstellt, speziell bei den desserts.

              Keine frage es ist wirklich sehr gut und ich würde jederzeit wieder hingehen. Aber die tatsache, dass das lokal als das beste in L.A. gilt und manchem us-blogger gar als eines der besten in den usa, sagt mehr über die restaurant-qualität in den staaten, als über die küche des Providence.



              Grüße
              b.
              Zuletzt geändert von brigante; 03.12.2009, 14:41.

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              • #8
                Hallo brigante,

                nun... ich weiss nicht - eines kann ich Ihnen versichern: ich bin "vorurteilslos" in das Providence gegangen. Etwaige Vorbehalte bezogen sich wenn überhaupt auf den Küchenstil - bei der Vorabrecherche hatte ich schlichtweg zusehr eine "Befürchtung", dass es sich hier um einen waschechten "Italiener" handelt... und genausowenig, wie Meister Schach an das östlche Ende der Welt fliegt, um französisch zu Speisen, so schließt sich diese Sache bei mir in der anderen Richtung mit der Küche meines Nachbarstaates aus :cheers:

                Mit der deutschen Servicekraft bringen Sie jetzt wohl was durcheinander... wir hatten in San Francisco's Coi jemanden - allerdings niemand im Providence... dort durfte ich auf meine Italienisch-Kenntnisse zurückgreifen - alleine dies bärge schon genug "Gossip" um die meine Einschätzung des an diesem Abend anwesenden Publikums zu untermauern Aber darüber könnten wir dann ja im Forum der "Bunte" einen Schwatz abhalten (Ohne Bunte wäre es nur ein Teller mit Fleisch drauf...)
                Und was die "Arroganz" angeht... die negativen Schwingungen besagter Sommelière vielen einfach unheimlich auf... ich weiss auch nicht - vielleicht habe ich ihren schlechten Tag erwischt
                bon appetit...
                twitter.com/cisfotografie

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                • #9
                  Im Coi war ich im Maerz und fand es auch ausserordentlich. Sehr kreativ und originell und dabei aber immer auch wohlschmeckend. Allerdings kann ich mich an keine Details erinnern, diese grossen Degustationsmenue ueberfordern einfach mein kleines Gehirn. Dass die Weine flott ausgeschenkt wurden tat ein uebriges. Aber wir hatten einen tollen Abend, die Atmosphaere ist in der Tat sehr intim und leger.

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                  • #10
                    Schön, dass Sie meinen Eindruck teilen werter Glauer!
                    Ps: "Super-Moderator" - wow was hat es denn damit auf sich

                    Kleiner Nachtrag - bzw Tipp

                    Wer ein gutes Frühstück in San Francisco sucht, der sollte in das Luce Restaurant des neuen InterContinental Hotels einkehren (888 Howard Street tel (415) 616-6500);
                    Wir haben diesen Tipp aus Uta Bühlers Sternklasse-Magazin und können ihn nur bestätigen; An dieser Stelle also ein herzlicher Dank nach Essen! :hungry:
                    bon appetit...
                    twitter.com/cisfotografie

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                    • #11
                      Zitat von andrecis Beitrag anzeigen
                      Schön, dass Sie meinen Eindruck teilen werter Glauer!
                      Ps: "Super-Moderator" - wow was hat es denn damit auf sich
                      Fiel mir auch erst gerade auf. Fuehle mich ganz super heute.....

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