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New York City

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  • #31
    Vor einigen Wochen war ich auch im Madison zu Gast und es war ein eher durchwachsenes Erlebnis. Sehr guter Service, aber viele Detailschwächen im Essen. Angesichts der für New York akzeptablen Preise, trotzdem eine Empfehlung, allerdings nicht uneingeschränkt. Vielleicht hatten wir auch nur einen schlechten Tag erwischt.

    Mehr dazu hier

    Eleven Madison Park auf highendFOOD

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    • #32
      Ssäm Bar

      Schon die Nacht davor, des Reisefiebers wegen, nicht gut geschlafen, dann zum Flieger, der Tag wird immer länger; schließlich in so einem halbdeliranten Zustand ins Ssäm, das auf einer Liste der hundert besten Restaurants gleich hinter der Schwarzwaldstube liegt.
      Zu Recht? Aber das ist uns vollkommen egal, weil wir hier alles finden, was uns zum geglückten Tag fehlt. Es ist eng, laut, und ist ist der Koch, der für die Musik zuständig ist; auch hier beweist er einen etwas schrägen, aber ausgezeichneten Geschmack.
      Man erlebt in kurzer Zeit die unterschiedlichsten Geschmackserlebnisse, aber alles ist auf eine wunderbare Art genau "richtig". Die jungen Leute im Service in ihren kurzen Hosen und Turnschuhen sind aufmerksam, freundlich, höflich, lustig, man kann sich noch jedes andere positiv besetzte Adjektiv aussuchen, es passt ebenfalls.
      Wir bestellen quer durch die Karte, alles wird nacheinander in die Mitte des Tisches gestellt. Ein Beispiel? Die Jakobsmuscheln, tolle Qualität, einseitig relativ scharf angebraten, innen saftigzart, dazu eine Avocadocreme, überhaupt nicht mächtig, rote Rettiche eingestreut, nein, nicht wegen des Spieles der Texturen, sondern weil's so sein muß.
      Der Wein eine Riesling/Chardonnay - Cuvée aus New York.
      Kann man in NuhJookSitei besser einlaufen?

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      • #33
        Habe gerade in dem von Herrn Buchner großartigerweise wieder eingestellten alten-Forum-Berichten folgenden Text entdeckt:

        glauer
        Themenersteller
        Dabei seit: 14.12.2006
        Beiträge: 329 Letztes Wochenende habe ich es zum erstenmal in die Momofuku Ssam Bar in NYC geschafft, das momentan wohl am meisten unter "foodies" diskutierte Restaurant der Stadt. Shooting Star David Chang's zweites Restaurant (nach der Momofuku Noodle Bar) versucht den Spagat zwischen unkomplizierter, gar laessiger Atmosphaere und anspruchsvoller Kueche. Der Erfolg ist gross, trotz ausgedehnter Oeffnungszeiten bis spaet in die Nacht (2 Uhr morgens) ist es schwer einen der, allerdings auch nicht besonders zahlreichen, Plaetze zu ergattern; und nicht wenige essbegeisterte New Yorker meinen hier wuerde momentan das spannendste Essen der Stadt geboten. 3 Sterne Niveau im Snackbar Ambiente wird oft geruehmt.

        Ganz so weit wuerde ich nicht gehen. Das Essen und das Konzept finde ich tatsaechlich grossartig, aber so exzellent viele der Gerichte auch sein moegen, so sind sie doch ein deutliches Stueck von der Komplexitaet und dem Aufwand der Kueche in den allerbesten Haeusern entfernt. Aber ohne Zweifel ist der smarte Mix aus amerikanischen und asiatischen (va koreanischen) Elementen dem allermeisten was man sonst so gerne als "Fusion" serviert bekommt meilenweit ueberlegen. Und in der Tat isst man selten in so cooler und entspannter Atmosphaere so gut.

        Wobei wir schon beim trotzdem groessten Nachteil waeren: Der Enge. Denn tatsaechlich befinden sich die meisten Plaetze an einer sehr dicht bestuhlten Bar, und auch die Tische, die in schwaebischer Gasthausmanier auch mit gemischten Gaestegruppen besetzt werden, sind extrem eng. So hatten wir das Vergnuegen direkt neben uns zwei Paare zu haben von denen zumindest eines ganz offensichtlich aus Texas stammte. Fuer alle Antiamerikaner ein gefundenes Fressen waren die Herrschaften so subtil wie Sylvester Stallone als Rambo. Und was anfangs noch amuesierte wurde schnell ziemlich laestig.

        Gegessen haben wir:
        Steamed buns mit Schweinebauch, Hoisin Sosse und gepickelten Gurken. Dieses Gericht ist soweit ich es beurteilen kann keine grosse Veraenderung zum koreanischen Original. Der Schweinebauch super zart und geschmacksintensiv, dazu fast in McDo Manier die Gurken und suesse Sauce. Nur, hier passt es, das verpoente Wort: lecker.

        Spicy Squid Salad. Zarter Tintenfisch mit einer herrlich komplexen scharfen Chilisosse und etwas Sellerie.

        Benton's smoky mountain country ham, southern gravy. Erstaunlich zarter und deutlich rauchiger Schinken aus Tennessee, unglaublich duenn geschnitten, dazu eine Art Mayo in der unter anderem gemahlener Kaffee war (wohl ein Klassiker der Suedstaaeten). Fuer mich eine neue und gute Schinkenerfahrung.

        Honeycrisp Apple Kimchi, crispy pork jowl, arugula. Fuer mich der Winner des Abends. Apfelspalten die wie koreanischer Kimchi (fermentierter Chinakohl) hergestellt waren. Toller Kontrast aus Suesse, Saeure und Schaerfe. Dazu perfekt knuspriger Speck aus der Schweinebacke und ein paar Blaetter Ruccola. Insgesamt ein Gericht das sich harmlos anhoert es aber wirklich in sich hatte.

        Spicy Honeycomb tripe, frisee, poached egg. Warme Kutteln in einer wiederum sehr komplexen wuerzig-scharfen Sosse und vor allem das sensationelle Momofuku pochierte Ei. Im Wasserbad bei 61 C fuer 40 Minuten gegart, sensationelle "Textur", davon moechte ich einmal ein ganzes Dutzend essen. Mit den Kutteln und der Sosse vermischt herrlich "schlonzig".

        Grilled veal sweetbreads, pickled roasted chilies, lime. Zum erstenmal habe ich Kalbsbries gegrillt gegessen, und es war wunderbar. Ganz deutliche Grillmarken und Grillgeschmack, aber das Bries sehr zart und saftig. Mir sind Briesgerichte oft zu reichhaltig (und sahnelastig), hier war der rustikale Grillgeschmack zusammen mit der Limone ein schoener Kontrapunkt. Another winner (fast noch besser als am naechsten Tag das Bries bei Jean Georges).

        Roasted Brussels sprouts, Benton's bacon, kimchi. Ganz, ganz simpel, aber auch ganz, ganz lecker. Fuer alle Rosenkohlhasser DIE Chance zur Bekehrung.

        Zum dessert Amish cheddar shortcake, apples, ham cream. Fand nicht ungeteilten Beifall, aber ich fand die dezente Schinkensahne eine tolle Kombi mit dem salzig-suess-cremigen Kaesekuchen.

        Auch die Weinkarte ist nicht 08/15. Wir hatten einen blanc de noir von der Nahe (!) vom mir unbekannten Weingut Hahnmuehle. Fuer mich der perfekte Begleiter zu dieser "spicy cuisine" durch die Kombination aus pikanter Saeure und etwas Gerbstoffen der roten Trauben.

        Alles in allem ein sehr erfreulicher Abend. 3 Personen, 8 Gerichte, 1 Flasche und 1 Glas Wein, mit Tip 190$ = 130 euro. Alle gluecklich und satt. Den Laden haette ich gerne um die Ecke.


        "Den Laden hätte ich gerne um die Ecke", tja, das haben wir nun, jahrzehnte später, auch so empfunden.
        s.
        PS: von diesem glauer würde ich gerne mehr lesen, der hat's wirklich d'rauf, einem das Maul wässrig zu schreiben

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        • #34
          Dies und das Teil I

          Der Zagat NYC ist, zum GMich, eine brauchbare Ergänzung, auch wenn die Interpretation der Bewertungen gelernt sein will. Die Höchstnote 29 bekommen genau zwei Lokale (Bernardin und Per Se, dreizehnmal werden 28 Punkte vergeben. 27 Punkte bekommen dann z.B. Peter-Steak-Luger oder
          - Luzzo's Pizza, East Village. Sehr gute Pizza, allerdings nicht mit Da Michele in Neapel zu vergleichen
          oder auch das Masa. Brauchbar auch deshalb, weil er einem Alternativen aufzeigt, wenn einem der Imbiß bei Katz durch Gedränge und auch durch die Unhöflichkeit - übrigens das einzige Mal, wo wir in den Staaten nicht überaus freundlich und respektvoll behandelt wurden - des Türstehers, Typ aufgeblasenes Riesenbaby, vergällt wird.
          - Clinton St.Baking Co : Salat, Burger gut, freundliche Menschen.

          Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, auch in Kaffeehäusern oder Lebensmittelgeschäften, ist ohnehin erstaunlich. Auch die Qualität der Lebensmittel beeindruckt, das ganze Gerede vom Amifraß kann man, zumindest in NY, in die Tonne stampfen. Gerade auch bei jüngeren Leuten fällt auf, daß sie zum Mittagssnack an einer der unzähligen Obst- und Salatstationen halt machen; oder auch vegetarische Sushirollen, wie sie auch in unserem kleinen Supermarkt an der Ecke frisch zubereitet wurden, einkaufen; nix da mit dem bei uns so beliebten LKW (Übersetzungshilfe: Läbrkäswecka)
          S.

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          • #35
            Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
            wenn einem der Imbiß bei Katz durch Gedränge und auch durch die Unhöflichkeit - übrigens das einzige Mal, wo wir in den Staaten nicht überaus freundlich und respektvoll behandelt wurden - des Türstehers, Typ aufgeblasenes Riesenbaby, vergällt wird.
            Dafür wird der doch bezahlt, das ist Teil der "Experience" dort. Und für einen Schwaben doch eigentlich faschd wie derhoim.

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            • #36
              Dennoch hätt' ich ihm, meinem Alter Ego gleich, zu gerne den Kananga gemacht.

              Teil II:
              Die Empfehlung für das beste Dim Sum der Stadt meldete Wasserschaden; wir sollten uns jedoch vertrauensvoll begeben ins
              - Dim Sum GoGo, 5 East Broadway
              Gegen alle Gesetze der frühmorgenländischen Kochkunst nahmen wir dort unser Nachtmahl zu uns. Das Interieur ist bescheiden. Alle gedämpften Teilchen sind jedoch sehr gut gemacht, die unterschiedlichen Teige sind filigran, die Füllungen gut äquilibriert, der bib des Mich nachvollziehbar, gute Empfehlung. Gibt's hierzulande eigentlich auch was Ähnliches?

              - Terroir, tolle kleine Weinbudike 12 str/first Av - Bereich. Breite Auswahl an amerikanischen und europäischen Weinen, erstaunliche Wertschätzung der deutschen Weine. Von der MetOpera (Mitropa?) - Schwanensee - mit einmaligem Umsteigen bequem zu erreichen; für einen Pausenschluck in der Beletage der Opa muß man reservieren.

              Und nochmals East Village, eines der bezaubernsten Viertel von NY, hat was von Kreuzberg/Neukölln, nur die Bewohner dort haben nicht diese Pseudolinksspießerattitüde.
              -Robataya (Bib); japanisches Lokal, mit einigen Show - wenn nicht gar Faxenelementen. Das Servierte jedoch wirklich ansprechend, ein Sashimi-Millefeuille bricht natürlich mit allen Traditionen, ein Feuille sind übrigens mit dem Mikrotom geschnittene rohe Zwiebeln ... und es geht gut

              - Alder, insofern Geheimtip, weil zu neu für Mich bzw Zagat. Reservierung nur übers Internet, trotz diverser Zeitoptionen sind wir chancenlos. Was es war, daß wir im Eingangsbereich stehen bleiben durften, bis kurzfristig am Tresen etwas frei wurde, kann ich nicht erkennen, vielleicht unser Einwand, daß wir ohne Verkostung niemals in die Alte Welt zurückkehren würden ...

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              • #37
                Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                - Alder, insofern Geheimtip, weil zu neu für Mich bzw Zagat. Reservierung nur übers Internet, trotz diverser Zeitoptionen sind wir chancenlos. Was es war, daß wir im Eingangsbereich stehen bleiben durften, bis kurzfristig am Tresen etwas frei wurde, kann ich nicht erkennen, vielleicht unser Einwand, daß wir ohne Verkostung niemals in die Alte Welt zurückkehren würden ...
                und wie wars dann beim Alder? (ist uebrigens das Zweitrestaurant von Willie Dufresne aus dem WD-50, dem einzigen echten Vertreter der "Molekularschiene" in NYC)

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                • #38
                  Irgendwie hab' ich mal wieder auf 'ne falsche Taste gedrückt, also, jetzt Teil III, bzw Alder, die Zweite:

                  Die Grundidee des Alder, Francois Simon war auch schon da, bei ihm heißt die Wirtschaft allerdings "Adler", ähnelt der der Ssäm Bar, ohne, um es vorwegzunehmen, tatsächlich gleichziehen zu können. Die Speisekarte (www.aldernyc,com/menu/) klingt witzig, und die Umsetzung, also wasaufntelleris, gelingt gut. Ist der Frischkäse mit Pistazien und Feigen noch etwas massig geraten, so erscheinen die Pigs in a blanket - die F.Simon wirklich derartig daneben beschreibt, daß man sich dem Kommentator, der ihn fragt, ob er überhaupt dortgewesen sei, gerne anschließen möchte, obwohl, obwohl dieser Kommentator das Essen im Alder in maßloser und ungebührlicher Art niedermacht - charmant, kleine harmonisch gewürzte Schweinswürstchen umhüllt von knusprigem Teig, dazu, merkwürdig aber dann doch stimmig, japanischer Senf und eine süßliche Chillisauce, (guddiguddi.) Dann Oktopus, mit leichten woherauchimmerstammenden abernichtwirklichganzunangenehmen Bittertönen, eine Foisgrasterrine wird mit Äpfeln umhüllt, was sie gerne mag, und wir auch, Fish'nChips, saftig, das Essigpulver deckt die MolKüPhantasien ab; und dann noch, VfB ... for ever Namberwann, Safranspätzle mit was Kasslerartigem, beinahe/fast um ehrlich zu sein kaum gelungen. Dann aber wieder großartiger Caesar Nigiri ... diese traumwandlerische Sicherheit des Momofuku ist also (noch) nicht gegeben. Daß auch hier die Mitarbeiter unglaublich nett sind, mit undressiertem Charme auftretend, will allein deshalb nochmals erwähnt sein, weil dies bei uns so selten zu erleben ist.

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                  • #39
                    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                    Gibt's hierzulande eigentlich auch was Ähnliches?
                    Leider nein, lieber Schlaraffenland, jedenfalls konnten wir bis heute in Deutschland nichts entdecken. Nicht mal Berlin, wo ein paar richtig gute chinesische Restaurants zu finden sind, bittet DimSum in einer guten Qualität.

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                    • #40
                      Auf der Reeperbahn gab's mal ein chinesisches Restaurant, das auch Dim Sum im Angebot hatte. Das ist allerdings schon fast vierzig Jahre her; bis heute erinnere ich mich jedoch noch daran, Ententatzen bestellt zu haben, da ich wissen wollte, um was es sich dabei handele. Es waren tatsächlich die Füße mit Krallen, und man zutzelte an den interdigitalen Schwimmhäuten herum.

                      Aber in die Rubrik Dies und Das fallen noch folgende Anmerkungen: Fast in allen Neujorker Restaurants war es mir entschieden zu kalt. Ist es nicht närrisch, bei einer Außentemperatur von 33 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 1,2 Amazonas die Wirtschaft auf knapp 20 Grad zu grönlandisieren? Es war ja auch nicht nur einfach kalt, vielmehr strömten von überall her eisige Böen über die Tische. Richtig wohl konnte ich mich oftmals nicht fühlen.
                      Irgendwann hatte ich mir dann eine Jacke mit Kapuze besorgt; Harvard stand von da an auf meiner Brust; und GOttlob gehen die Amerikaner mit ihrer Liberalität so weit, daß es denen grad Wurscht war, ob da einer mit nem Kapuzenhuddl in der Wirtschaft sitzt.
                      Nur in einem Falle wußte ich nicht, was auf mich zukommt. Schon bei der Reservierung hatte man auf den strengen Dresscode hingewiesen, auch bei der telefonischen Bestätigung wurde nochmals mit ernster Stimme auch dieses Anliegen bestätigt. Ich hatte mich also so vorbereitet: entweder die Huddl bleibt an, oder der Mistral geht, oder ich.
                      Aber ausgerechnet dort hielt sich das Herunterkühlen in Grenzen, so daß ich, mit um den Hals geschlungener Strickjacke gut überleben konnte.

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                      • #41
                        Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                        Auf der Reeperbahn gab's mal ein chinesisches Restaurant, das auch Dim Sum im Angebot hatte. Das ist allerdings schon fast vierzig Jahre her; bis heute erinnere ich mich jedoch noch daran, Ententatzen bestellt zu haben, da ich wissen wollte, um was es sich dabei handele. Es waren tatsächlich die Füße mit Krallen, und man zutzelte an den interdigitalen Schwimmhäuten herum.
                        Derer gab es sogar zwei, an beiden Enden der Reeperbahn. Verglichen was es sonst so an chinesischer Küche zu der Zeit (für mich die frühen neunziger) in D gab sehr erfreulich. Aber auch sehr limitiert wie ich seit Umzug in die UA weiss.

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                        • #42
                          Als alter Hamburger kann ich mich an das eine der beiden chinesischen Restaurants, das am westlichen Ende der Reeperbahn am Nobistor beheimatet war, noch gut erinnern: Es hieß "Hsie Lin Men" und galt zu seinen Glanzzeiten als "der" Chinese der Hansestadt! Ich war als Jugendlicher einmal dort und fand die Küche damals äußerst exotisch und interessant (Haifischflossensuppe, Schwalbennester, Entenfüße usw.), da sie sich in der Tat stark von dem unterschied, was einem ansonsten in Deutschland in chinesischen "Glutamatpalästen" zugemutet wurde!

                          Als ich kurze Zeit später einen Urlaub in Hongkong verbrachte, wurde mir klar, dass sich die im "Hsie Lin Men" gebotene Küche von der Authentitzität her wesentlich näher an der chinesischen (oder in diesem Fall kantonesischen) Küche orientierte, als alle anderen Etablissements, in denen ich bis dahin gewesen war, welche sich in Deutschland ihrer "original chinesischen Kost" rühmten (auch wenn ich damals in Hongkong Restaurants besuchte, welche aufgrund ihrer Originalität und Vielfalt das "Hsie Lin Men" noch bei weitem übertrafen)!
                          Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; 28.07.2013, 23:51.

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                          • #43
                            Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                            Fast in allen Neujorker Restaurants war es mir entschieden zu kalt. Ist es nicht närrisch, bei einer Außentemperatur von 33 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 1,2 Amazonas die Wirtschaft auf knapp 20 Grad zu grönlandisieren? Es war ja auch nicht nur einfach kalt, vielmehr strömten von überall her eisige Böen über die Tische. Richtig wohl konnte ich mich oftmals nicht fühlen.
                            Ich habe vor ein paar Jahren einen interessanten Artikel in einer US-Zeitung, ich meine es war die New York Times, gelesen, in der Anspruch von Geschäften und Raumtemperatur in Relation gesetzt wurden. Darin kam heraus: je höher der Anspruch des Geschäfts und seine Preise, desto niedriger muss die Temperatur sein. Old Navy kam mit 25° C Raumtemperatur aus, irgendein schon etwas besseres Kaufhaus mit 22° C und, ich glaube es war Bergdorf Goodman, leistete sich 18° C (brrr). Die Mehrzahl der Kunden scheint es so zu mögen und eine niedrige Raumtemperatur als Ausprägung von Luxus zu verstehen.

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                            • #44
                              Ja, die die berüchtigte amerkanische Obsession für Air Condition und Eiswürfel...

                              [email protected]: Das mit der Temperatur-Luxus-Relation hatte ich auch gelesen, 2005 in der "New York Times", sehr amüsanter Artikel.

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                              • #45
                                Nochmal zurück zur ssäm bar: da war z.B. dieses Stück zu hören, und gar nicht mal hintergrundartig, sondern kräftig, laut: (bitte bei 0:45 auf den Einsatz der Gitarren achten, das ist Beethoven!)
                                http://www.youtube.com/watch?v=tk4goNqMdwE

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