Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

New York - Per Se

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • New York - Per Se

    Hallo Forumianer!

    Ich bräuchte eure Hilfe bzw. Tipps:

    Ich werde gegen Ende Juni für eine Woche nach New York reisen und hatte vorab bereits Beiträge anderer Forumianer gelesen. Besonders begeistert hat mich der von Herrn Andre Cis. Super ausführlich beschrieben sodass man sich echt was drunter vorstellen konnte. Deshalb ein großes Kompliment und vielen vielen Dank für den tollen Bericht!!!

    Nachdem ich es geschafft hatte auch meine Freundin für ein wunderschönes Dinner zu begeistern, war ich auf der Suche nach einem passendem Restaurant. Da ich noch nie in einem 3 Sterne Restaurant war, wollte ich die Gelegenheit nutzen und in New York richtig schön Essen gehen. Als ich dann, wie bereits erwähnt, den Bericht von Herrn Cis las, habe ich mich für das Per Se entschieden.

    Ich möchte nun von euch werten Forumianern wissen, wie ich am Besten einen Tisch reserviere. Genügt eine Mail zu schreiben oder besser telefonisch reservieren? Oder beides? Gibt es bzgl. des Restaurants irgendwelche Empfehlungen oder Tipps? Was sollte ich beachten? Ist eine Kravatte nötig oder genügt ein Hemd?

    Ich bin nicht unbedingt an das Per Se angewiesen. Wenn mir jemand ein besseres Restaurant in New York anbieten kann, dann nur her mit den Infos

  • #2
    Ich war zwar noch nie im Per Se, aber ich würde auch nicht unbedingt hingehen wollen. Angesichts der sehr hohen Preise scheinen mir die Berichte zu durchwachsen.

    Dann lieber zum günstigen 3*-Lunch ins Jean-Georges und an einem Abend ins Eleven Madison Park.

    In den USA wird es in besseren Lokalen meiner Erfahrung nach gerne gesehen, wenn der Herr ein Sakko trägt, Krawatte ist nicht (mehr) zwingend.

    Grüße
    b.

    Kommentar


    • #3
      Hallo,

      wir hatten sowohl im "per se", als auch im "the London" erstklassige Erlebnisse.
      Die Rechnung bei Ramsey war deutlich günstiger...
      Ich hatte nicht das Gefühl in einem der beiden Läden unerwünscht zu sein, weil ich keine Krawatte trug. Da liefen ganz andere Gestalten herum

      Gruß
      T.

      Kommentar


      • #4
        @brigante:

        Danke für die Info!!!
        Die Preise im Per Se sind alles andere als günstig. Ob sie dann noch gerechtfertigt sind, kann ich nicht beurteilen. Ich hab auf verschiedenen Seiten gelesen, dass es das beste Restaurant in NY und eines der Besten der Vereinigten Staaten sein soll...Ich muss allerdings auch zugeben, dass beim Essen, Wein,...mein Geldbeutel relativ locker sitzt. Es wäre nicht das erste mal, dass ich ziehmlich viel Geld für ein Abendessen ausgegeben habe (zuletzt bei Chef's Cup in Alta Badia).

        Ich konnte meine bessere Hälfte nur für ein schönes Abendessen begeistern. Deshalb muss ich mir gut überlegen in welches Restaurant ich gehen will. Es ist nicht so, dass ich des öfteren in NY bin...
        Vom Jean-Georges hatte ich auch schon viel gehört. Ich werd mich nochmals informieren, auch bzgl des Eleven Madison Park.


        --------------------------------

        @Tofu:
        ich kenne das "the London" nicht...muss mich mal schlau machen. Es freut mich aber auch zu hören, dass Sie im per se gute Erfahrungen gesammelt haben. Ist es einen Besucn wert? Auch in anbetracht der gesalzenen Preis?
        Das per se liegt insofern gut, weil unser Hotel 50 m entfernt liegt...

        Mir fällt die Entscheidung etwas schwierig...mal sehen was sich noch ergibt...

        Kommentar


        • #5
          Zitat von WernerK Beitrag anzeigen
          [...]
          Das per se liegt insofern gut, weil unser Hotel 50 m entfernt liegt...
          [...]
          Nicht zufällig das Mandarin Oriental ? Denn dort wird im "asiate" auch ambitionierte Küche geboten, die einen Besuch wert ist!

          Für den schnellen Hunger zwischendurch unbedingt bei Katz ein Pastrami Sandwich probieren. Ist zwar nicht jedermanns Geschmack(ich fand´s lecker), aber kultig!

          Die Preisgestaltung erscheint für uns preisverwöhnte Deutsche teilweise überzogen, aber den Prestigegewinn in "einem der besten Restaurants der USA" zu speisen, lässt bei vielen Amis die Schmerzgrenze deutlich ansteigen.
          Kulinarisch gesehen lohnt sich der Besuch im per se, seien Sie jedoch auf eine Rechnung um die 1T $ gefasst. Tip und Tax included

          kleiner Tip noch für den Abend:

          Rooftop Bar im Club 230 auf der 5th... genialer Ausblick auf Manhattan und relativ moderate Preise

          wünsche Ihnen eine gute Zeit!

          Gruß
          T.

          Kommentar


          • #6
            Nein es handelt sich nicht um das Mandarian Oriental. Ich glaube es heißt Hudson Hotel oder so. Ich weiß gar nicht mehr wo ich gebuchte habe...

            1T is ne Menge Holz. Da kann ich sonst gut 3 bis 4 Mal essen gehen. Da ich noch vor dem Urlaub 3 Restaurants mit Sterneküche besuchen möchte (La Passion in Vintl, Jasmin in Klausen und Auenerhof in Sahrntein = allesamt in Südtirol, meiner Heimat und Wohnort) muss ich's mir gut überlegen.

            Wenn ich mich entschließen würde in einem anderen Restaurant zu speißen und mir dann dort andauernt das gejammere, gemeckere und besserwisserhafte geklotze von Sprüchen der Amis anhören muss, dann zahl ich gerne etwas mehr und bin dann bei Leuten die das Essen zu schätzen wissen. Auch so eine Situation kann einem dem Abend versauen.

            Ich muss aber auch sagen, dass das Jean-Georges auch ziehmlich gut klingt. Ist zudem ja Nachbar vom per se. Nur kann ich dazu keine Kritiken finden...

            Kommentar


            • #7
              Also ich war bisher nur im Schwesterrestaurant des Per Se, in Kalifornien, und fand es Langeweile auf allerdings allerhoechstem Niveau.

              Beim Jean Georges haben ein paar Leute, die ich sehr schaetze, nicht ganz tolle Erfahrungen gemacht, sie fanden vieles zu extrem gewuerzt. Ich selber gehe da sehr gerne hin, allerdings immer zum verrueckt preiswerten Lunch (da kann man fuer 30 Euro sehr schoen und fuer 50 auch reichlich essen).

              Generell verwundert mich etwas, dass hier die Preise in den USA als hoch angesehen werden. Dem ist nicht so, bei momentanem Kurs isst man hier deutlich preiswerter als in D. Das Per Se und das Masa sind wohl die beiden teuersten Restaurants des Landes (mit der French Laundry) und die einzigen, die deutsches *** Niveau preislich erreichen. In der Regel liegen im ** und *** Bereich die grossen Menues deutlich unter 150 Euro und es fanegt oft bei 80 Euro an. Selbst mit Tip und Tax bleibt das noch guenstiger. Und, acuh wenn Weine im Laden teurer sind als in D, ist der Aufschlug im Restaurant normalerwesie x2 und nicht x4.

              Ich wuerde vielleicht mal versuchen, einen Tisch im Momofuku KO zu ergattern. Ich habs noch nicht in meinen Kalender unterbringen koennen, aber das finde ich spannend, da sehr eigen und sehr New York/USA.
              Ist allerdings etwas muehsam mit dem reservieren, was allerdings auch fuer das per se gilt. Da muss man sofort buchen am Tag/morgen an dem der gewuenschte Tag zur Reservierung freigegeben wird.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von brigante Beitrag anzeigen
                Ich war zwar noch nie im Per Se, aber ich würde auch nicht unbedingt hingehen wollen. Angesichts der sehr hohen Preise scheinen mir die Berichte zu durchwachsen.

                Dann lieber zum günstigen 3*-Lunch ins Jean-Georges und an einem Abend ins Eleven Madison Park.

                In den USA wird es in besseren Lokalen meiner Erfahrung nach gerne gesehen, wenn der Herr ein Sakko trägt, Krawatte ist nicht (mehr) zwingend.

                Grüße
                b.
                Dem schließe ich mich gerne und ausdrücklich an.
                Das mit dem Sakko muss eigentlich nicht sein. In den USA ist das "von bis".

                Das Mandarin Oriental kann ich auch empfehlen. Das Essen ist sehr gut (Waygu) und mittags sehr günstig. Die Aussicht gehört zum schönsten was New York bietet. Wenn man dort nicht isst, dann zumindest einen Drink in der Bar. Für mich ein muss in NY.
                Ach so: Es gibt dort auch die schönsten toiletten von NY.

                Gruß!

                Kommentar


                • #9
                  Das PerSe in NYC setzt neu Masstäbe für Menüpreise:
                  Rund 600 $ p. P. für das komplette Valentinsmenü ist ein Wort
                  Knapp 300 $ das Grundmenü und nochmals der selbe Betrag als extra für Hummer, Foie Gras, Trüffel und Kaviar
                  http://thepricehike.com/post/4310430...tines-day-menu

                  Kommentar


                  • #10
                    Hummer, Foie Gras, Trüffel und Kaviar. Wie spannend.

                    Kommentar


                    • #11
                      Hummer, Foie Gras, Trüffel und Kaviar. Wie spannend.
                      Habe eben genau dasselbe gedacht... Und das bekomm ich auch mittags viel günstiger und genau so gut im Jean Georges umme Ecke.

                      Kommentar


                      • #12
                        Es sollte sich langsam herumgesprochen haben, dass am V Day bei vielen der Verstand aussetzt (falls ueberhaupt einer vorhanden ist).

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                          Es sollte sich langsam herumgesprochen haben, dass am V Day bei vielen der Verstand aussetzt (falls ueberhaupt einer vorhanden ist).
                          Da haben aber viele oft Valentinstag...

                          Kommentar


                          • #14
                            Ups. Selten so einen deutlichen Verriss in einer Tageszeitung gelesen: http://www.nytimes.com/2016/01/13/di...view.html?_r=1

                            Kommentar


                            • #15

                              Unser erster Gourmet-Club-Abend in New York ging ins Per Se. Das Restaurant von Thomas Keller liegt in einem Einkaufszentrum und bietet einen schönen Blick auf den Central Park.


                              Wir konnten uns über den ganzen Abend über einen absolut perfekten Service freuen. Unsere deutschsprachige und sehr charmante Betreuerin, Frau Schäufele, aber auch der Sommelier und ihre weiteren Kolleginnen und Kollegen haben uns nicht nur sehr gekonnt und nach allen Regeln der Kunst durch den Abend geleitet. Wir bekamen viele kulinarisch relevante Detailinformationen zum Konzept des Restaurants und zum Schwester-Restaurant, der French Laundry, einzelnen Produkten und auch zu der Bedeutung der vernichtenden Kritik der New York Times kürzlich bekamen wir einige Hintergrundinformationen. Da fühlten wir uns als Gourmet-Gruppe sehr gut abgeholt, da wir das Gefühl vermittelt bekamen, dass dieser Abend ganz nach unseren Wünschen und Bedürfnissen gestaltet zu wurde. Das zeigt mal wieder, dass ein gelungener Service mindestens die halbe Miete, wenn nicht mehr für einen gelungenen Abend ist. Jedenfalls brauchte der von Fräu Schäufele gestaltete Service keinen Vergleich mit einem deutschen Top-Maître scheuen.



                              Kommen wir zum kulinarischen Teil. Die Einstimmung bestand aus einem Brot mit flüssigem Gruyere-Kern und war geschmacklich ok.

                              Schon deutlich besser, aber noch nicht spektakulär war das Hörnchen mit Frischkäse und Lachstatar. Hier gefiel mir vor allem die Textur.


                              „Oysters an Pearls“ – „Sabayon“ of Pearl Tapioca with Island Creek-Oysters and Sterling White Sturgeon Caviar ist ein Klassiker von Thomas Keller. Die Karte des Restaurants wechselt täglich, je nach Verfügbarkeit der speziellen Produkte, aber dieses Gericht gehört zu jedem Menü. Die Austern sind ziemlich klein, kaum größer als eine Saubohne. Sie werden exklusiv an „Chef Keller“ – wie Frau Schäufele immer so schön sagte – geliefert. Die Austern wurden in Butter pochiert, was sich sehr positiv auf den Geschmack auswirkte, der regelrecht cremig-iodig war. Die Creme aus Tapioka war recht dickflüssig und hatte eine klare Noilly-Prat-Kräuter-Aromatik. Durch die Sauce war die Iodigkeit der Auster nur sehr dezent wahrnehmbar. Sie war dadurch perfekt eingebunden. Es entfaltete sich ein volles, unglaublich feines Geschmacksbild. Der Kaviar setzte trotz der üppigen Nocke einen leisen Akzent und schob die Kombination in eine salzig-frischere Richtung. Ein absolut runder, vollmundiger Gang - zurecht ein Klassiker.



                              Hen Egg Custard, „Ragout“ of Black Winter Truffles: bei dem Gebäck besteht – wie wir erfuhren -. die Schwierigkeit darin, es absolut blasenfrei zu backen. Das Ei war mit einem mit Trüffel versehenen Öl aromatisiert und aromatisch sehr intensiv, aber nicht zu intensiv, was beim Trüffel ja auch ganz wichtig ist. Einfach nicht lange nachdenken, nur genießen.



                              Salad of Hawaiian Hearts of Peach Palm, Sacramento Delta Asparagus, Cherry Belle Radishes, California Rhubarb and Piedmont Hazelnut Vinaigrette: Der Salat war als Erfrischung gedacht und wirkte auch so. Die Kombination war perfekt balanciert und durchkomponiert, texturell fand ich die Spargelcreme nicht so optimal. Facettenreichtum und Aufregung kennzeichnen dieses Gericht weniger, aber an dieser Stelle im Menü hatte er seine Berechtigung.


                              Nun kam folgte das Brot, das für meine deutsche Zunge eher normale Qualität hatte. Herausragend war aber die Butter, die dazu serviert wurde. Sie stammt von einer Herde, die nur zehn Tiere umfasst. Weil, wie uns gesagt wurde, die Farm durch die Lieferung an Thomas Kellers Restaurants am Leben erhalten wurde, trägt eine Kuh den Namen Thomas Keller. Geschmacklich war diese Butter bemerkenswert vielschichtig und markant. Ich kann es schwer beschreiben, aber sie wirkte einfach dreidimensionaler in Aromatik und Fetttextur als man es von „normaler“ guter Butter kennt. Ein einfaches Produkt, das dennoch für mich eines zu den Höhepunkten des Menüs gehörte.

                              Confit Filet of „Saint-Pierre“, „Pommes Écrasées, Glazed English Peas and Horseradish „Beurre Blanc“: Der Fisch war durch die Zubereitung sehr saftig. Die Erbsen und die Beurre Blanc haben dem Gang eine frische Note gegeben. Der Fisch wurde bei uns eher lauwarm serviert. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass dies so gewollt ist, was ich für Beilagen und Sauce noch nachvollziehen kann, aber beim Fisch wären ein, zwei Grad mehr sicher nicht von Nachteil gewesen. Insgesamt ein unspektakulärer aber auch wieder sehr zufriedenstellender und feiner Gang.



                              Elysian Fields Farm’s „Carré d‘Ageneau”, Arrowleaf Spinach “Gratain”, Oregon Morel Mushrooms, Sweet Carrots and “Sauce Bordelaise”
                              : Das Lammfleisch für mich Referenzqualität. In der Textur recht fest, eher Rindfleisch-ähnlich, war es aber aufgrund einer Marmorierung aromatisch von einem klaren und durchaus kräftigen Lammaroma gekennzeichnet. Da verblassten die weiteren Bestandteile des Gerichts, einzige Ausnahme waren die mit Butter regelrecht aromatisierten Morcheln. Als Gericht eher unterdurchschnittlich, war es wegen der Fleischqualität doch ein Highlight.



                              „Pavée au Chocolat“, „Biscuit Joconde“, Brown Butter Toasted Hazelnuts and Madagascar Vanilla Ice Crem
                              war für mich der Schwachpunkt des Menüs. Das Dessert schmeckte relativ eindimensional schokoladig und cremig. Da kann man von einem Drei-Sterne-Restaurant mehr erwarten, auch wenn es natürlich gut geschmeckt hat.


                              Dass die Patisserie auch höheren Niveau arbeitet, zeigten die leckeren Pralinen und Petit Fours, die in großer Vielfalt angeboten wurden, ebenso die die Etagere mit zahlreichen süßen Kleinigkeiten.


                              Im Anschluss führte uns Frau Schäufele noch in die Küche, die mit einem Bildschirm mit dem Schwesterrestaurant, der French Laundry verbunden ist.


                              Gegen 22.30 Uhr war dann der Abend vorbei, obwohl es für deutsche Verhältnisse relativ flott ging, kam hier nie der Eindruck auf, dass aufs Tempo gedrückt wurde. Es gab halt keine größeren Unterbrechungen, sondern wurde von Anfang bis Ende in relativ gleichmäßigem Tempo serviert.

                              Das Essen war eher klassisch. Für mich war es eine Demonstration, dass wirkliche, individuelle Top-Produkte nicht wesentlich mehr benötigen, als eine dezente Inszenierung, um ihren vollen Zauber zu verbreiten. Der Start in unseren New York-(Sterne)-Marathon war also - wie gesagt - auch und gerade wegen des herausragenden Service sehr gelungen.
                              Angehängte Dateien
                              Zuletzt geändert von QWERTZ; 11.05.2016, 02:06.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X