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Restaurant Amador, Mannheim (closed)

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  • #46
    Das Menue unter dem Motto "Momentaufnahmen" begann mit

    Flammkuchen/Strammer Max/Handkäs

    Nette Idee mit dem Käse aus der Tube und dabei sogar noch richtig wohlschmeckend, ebenso der flüssige "Schinken" aus dem dünnen Glasrohr als Nachgang zu dem flüssigen Ei in einem Minihörnchen.

    Geeiste Beure Blanc/Malzbrot/Kaviar

    von den kleinen Köstlichkeiten das mit Abstand Beste. Der Kaviar auf der Beure Blanc war das i-Tüpfelchen

    Kalbskopf/Essigzwiebel/Seegurke/Pimeton

    Entenleber/Raucheraal/Holzkohle

    Kabeljaukutteln/Gurke/PommerySenf/Austernkraut

    Die Einstimmung auf das Menue war gelungen, die Höhepunkte habe ich etwas näher beschrieben. Nun ging es weiter mit

    kaisergranat/Salmandel/Perigord Trüffel/Quitte

    Der erdige Trüffelgeschmack gepaart mit dem leicht süsslichen Quittenmus und die Salzmandel waren eine interessante und gut schmeckende Kombination

    Jakobsmuschel/Schweinebauch/Spinat/kalbsbries

    Die Jakobsmuschel, Kalbbries und Schweinebauch lagen in einer köstlichen "giftgrünen" Spinatcreme. Diese Grün war schon extrem aber der Gang war einer der Höhepunkte.

    Steinbutt/Champignon de Paris/Reh/Craberries

    ein dünner, geräucherter Rehstreifen auf einer Steinbuttschnitte in einer sehr kräftigen Rehessenz . Allerdings ist dadurch der Fisch nur noch Staffage gewesen, denn das Gericht schmeckte nur noch nach der Rehessenz.

    Das Hauptgericht war , lt. Service, ein alter Klassiker des Hauses

    Taube/Mango/fermentierter Knoblauch/Purple Curry Kruste

    perfekt gebratene Taubenbrust unter der tollen Curry Kruste gepaart mit kleinen Mangostücken. Grosse Klasse in dieser Kombination

    Der Abschluss bildete dann

    Gewürzmilch/Salzkaramel/Joghurt/Rote Beete

    Ein dünner Rote Beete Mantel umschloss den Joghurt . Eine tolles Geschmackserlebniss, da passte alles.

    Danach gab es noch Mozartkugel/Bienenstich/Bananensplit und Paradiesapfel

    Wir wählten zu dem Menue die Weinbegleitung des Hauses für EUR 90. Interessant hierbei, dass wir "Reste" aus der alten Weinkarte getrunken haben, wie uns der sehr freundliche und kompetente Sommelier des Hauses, Ivan Herrera, erklärte. Zukünftig soll es nur noch spanische Rotweine geben sowie deutsche Weissweine. Die ausgewählten Weine waren sehr passend, herausragend für mich ein spanischer Sauvignon Blanc.

    Der Service war unter Führung ihres Chefs Martin March Berg ausgesprochen freundlich und für ein*** Restaurant auch sehr locker und entspannt. Die Atmospähre in der umgebauten Lagerhalle ist aber genauso gewöhnungsbedürftig wie die weisse, sehr moderne Einrichtung. Das heisst aber nicht, das wir uns unwohl gefühlt haben. Ein grosser Pluspunkt, natürlich nicht jetzt im Winter, ist die Terrasse im Innenhof des Komplexes und natürlich die Kunstsammlung, die von aussen teilweise sichtbar ist.

    Wir haben den Abend genossen aber sicherlich nicht durchgehend auf *** Niveau gegessen sondern eher auf **. Die Bewertung im GM mit 18 Punkten ist da sicherlich näherliegend. Das hier noch nicht alles wieder so ist, wie auch schon einmal, diesen Eindruck konnten wir aus den Gesprächen heraushören. Der Menuepreis von mittlerweile EUR 230 ist für mich, gerade für deutsche ***Verhältnisse, schon heftig, da gibt es in dieser Liga doch bessere Preis/Leistungsverhältnisse. Aber das ist ja nicht ein primärer Grund, zu J. Amador zu gehen.

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    • #47
      Besten Dank für die angekündigten Eindrücke, werter Wombard!

      Zitat von wombard Beitrag anzeigen
      Zukünftig soll es nur noch spanische Rotweine geben sowie deutsche Weissweine.
      Genau dieses Konzept setzt meines Wissens auch noch immer das Amador-Trio um Ivo Eberts im Reinstoff um. Offenbar mit Erfolg.

      Grüße, mk

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      • #48
        Nicht reich genug?

        Bei meinem Besuch bei Amador im September in Mannheim haben wir das Essen, wie auch schon zuvor in Langen sehr
        genossen.
        Allerdings hatte ich ursprünglich im Amesa reserviert und wurde per Mail informiert, dass nun Herr Amador das Ruder übernimmt und sich auch der Name ändern wird. Das hat mich sehr gefreut, da ich ein fantastisches Essen im November 2009 bei Amador in Langen hatte.
        Was mir leider nicht mitgeteilt wurde, war, dass das Menü nun nicht mehr 120 €, sondern 210 € kostet...

        Das wurde mir erst beim Lesen der Speisekarte bewusst.
        Na was soll ´s, man gönnt sich ja sonst nix. Allerdings habe ich dann dem Sommelier mitgeteilt, dass er uns bitte einen Weinunter 100 € empfehlen soll.
        Danach waren wir "unten durch". Ich wurde noch nie so herablassend in einem Lokal behandelt.
        100 € ist ja nun keine peinliche Ansage des Gastes, oder?

        Ja, ich bin nicht wohlhabend, aber verzichte lieber auf Elektronikgeräte, teure Reisen, lapidares Essen gehen um die Ecke und gebe mein Geld lieber für ausgezeichnete Lebensmittel und ab und an für Essen gehen auf höchstem Niveau aus.
        Unsere Bitte die Küche und die Ausstellung anschauen zu können wurde zwar bejaht, aber erst nach vielmal nachfragen auch nachgegeben. Die Küche durften wir erst nach allen anderen Gästen im Restaurant betreten. Sie war leer und nur einige Plastikeimer mit Putzwasser waren noch zu sehen. Die Ausstellung wurde uns verwehrt mit dem Argument, dass es jetzt zu spät sei.
        Leider wurde uns auch nicht regelmäßig Wein nachgeschenkt. Dort stehen die Weine in der Mitte des Raumes und ich wäre nach 15 min warten aufs Nachschenken sehr gerne selbst aufgestanden. So haben wir uns dort nicht sehr wohl gefühlt und nicht so, als wollte man uns da als Gäste noch mal sehen. Obwohl wir gut 600 € ausgegeben hatten.
        Der Service war nach meinem Geschmack arrogant und zugeknöpft. Kein Lächeln und eine sehr abweisende Körpersprache.
        Wegen des Essens würde ich tatsächlich noch mal hingehen. Aber den Service möchte ich mir nicht noch mal antun und werde deshalb das Amador wohl nicht mehr besuchen.

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        • #49
          Zitat von diecarmelasoprano Beitrag anzeigen
          Unsere Bitte die Küche und die Ausstellung anschauen zu können wurde zwar bejaht, aber erst nach vielmal nachfragen auch nachgegeben. Die Küche durften wir erst nach allen anderen Gästen im Restaurant betreten. Sie war leer und nur einige Plastikeimer mit Putzwasser waren noch zu sehen. Die Ausstellung wurde uns verwehrt mit dem Argument, dass es jetzt zu spät sei.
          Werte Carmela,

          hm, zwei Berichte, zwei negative Serviceerlebnisse. Kann es sein, dass Sie diesbezüglich ein wenig anspruchsvoll sind? Ich zum Beispiel halte es nicht als "mein gefühltes Recht als Gast", die Küche besuchen zu können. Ich frage auch nicht danach, weil ich das für mich als aufdringlich empfinden würde.

          M.

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          • #50
            Zitat von diecarmelasoprano Beitrag anzeigen
            Danach waren wir "unten durch". Ich wurde noch nie so herablassend in einem Lokal behandelt.
            Ohne Ihre Darstellungen irgendwie anzweifeln zu wollen, sind meine Erfahrungen eher so: wer sich vom Kellner herablassend behandelt fühlt, lässt oft bloß eigene Unsicherheiten durch einen "Bösewicht" verkörpern. Dagegen hilft nur Humor.

            Grüße, Mohnkalb

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            • #51
              Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
              Dagegen hilft nur Humor.
              Oder einfach sagen, dass man sich gerade unsicher fühlt. Das öffnet nach meiner Erfahrung viele Türen.

              Was ich bei Carmela allerdings nicht annehme, da sie nach ihren Worten auch schon bei Amador in Langen war, also nicht "neu" im Thema ist.

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              • #52
                Liebe Carmela,
                jetzt will ich nicht noch als Dritter oberlehrerhaft Ihre Erstlingspostings rezensieren. Aber bedenken Sie bitte bei Ihrer Kritik: arrogant, zugeknöpfter Service, den Sie ich nicht nochmal "antun" wollen, das sind schon sehr heftige Aussagen, die zwar Ihr Empfinden widerspiegeln mögen, aber auch etwas über Sie selbst sagen. Wenn Sie dies den betroffenen Damen und Herren so auch ins Gesicht sagen würde, okay, aber anonymes Nachtreten finde (nicht nur) ich nicht so gut.

                In diesem Sinne hoffe ich, dass Sie uns weiter an Ihren KULINARISCHEN Erlebnissen teilhaben lassen.

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                • #53
                  Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                  Wenn Sie dies den betroffenen Damen und Herren so auch ins Gesicht sagen würde, okay, aber
                  Lieber Qwertz, sorry für's OT: Warum sollten hier nicht auch Eindrücke geschildert werden, die man im Restaurant - schon aus Höflichkeit - selbstverständlich nicht vorbringen würde? Etwa: "Ihr Speiseraum ist ziemlich geschmacklos", "Letztes Jahr haben Sie hier noch besser gekocht" oder "Ihre neue Servicekraft bewegt sich noch ziemlich steif". Verletzende Kommentare sind nicht ok, aber die Grenzen der gebotenen Höflichkeit sind eben nicht die Grenzen der berechtigten Kritik.

                  Grüße, mk

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                  • #54
                    Im aktuellen Menü hat mich doch einiges begeistert. Es gibt unter den Tapas zwei, wie ich fand, besonders köstliche Kreationen: zum einen Taschenkrebs in einer Erbsengazpacho mit Ziegenkäse und Olivenkrokant; zum anderen ein Tartar vom Odenwälder Weiderind begleitet von Sake und einer mit Ingwer und Minze aromatisierten Rinderessenz. Die Vorspeisen, das Dessert und der Hauptgang (die bekannte Mango-Curry-Taube) waren durch die Bank tadellos inklusive eines sehr leckeren leichten Spargelgerichts, das mit einer geeisten Hollandaise und Holunderblüten daher kam. Zudem stimmten die Details, auch bei der sehr einfühlsam abgestimmten Weinbegleitung.

                    Im Amador gibt es gerade eine leichte, konzentrierte Küche auf sehr feinen Niveau, die den Vergleich zu anderen Dreisternern nicht scheuen muss. Hier ausgesprochene Zweifel an der Richtigkeit der Michelin-Bewertung teile ich nicht. Auch der Service lief perfekt und war zudem sehr unterhaltsam. Ich kann nicht sagen, wie es zuletzt in Langen war, aber die Gesamtleistung in Mannheim (+ außergewöhnliches Ambiente) kann ich uneingeschränkt empfehlen!

                    Grüße, Mohnkalb

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                    • #55
                      Sehr geehrter Herr Mondkalb, wahrscheinlich muss ich auch mal wieder nach Mannheim... Haben Sie Bilder gemacht?

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                      • #56
                        Zitat von sternentor Beitrag anzeigen
                        Haben Sie Bilder gemacht?
                        Nein, aber einige recht aktuelle Fotos und Videos vom Menü kann man hier sehen:

                        amador

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                        • #57
                          Leider haben sich die Gerüchte bestätigt
                          Juan Amador: Die Insolvenz soll reinen Tisch machen
                          Aber das Restaurant bleibt mit einigen Änderungen geöffnet.

                          Es zeigt aber auch, dass (zumindest in Deutschland) ein ***-Restaurant kaum ohne Sponsoren zu betreiben ist.

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                          • #58
                            Juan Amador: „Als einziger Drei-Sterne-Koch in Deutschland bin ich als Unternehmer komplett unabhängig, hinter mir steht kein Hotel oder sonst irgendein Unternehmen, das sich einen Sternekoch leisten kann und den Restaurantbetrieb intern bezuschusst."
                            Wirklich? Ich dachte immer, dass Klaus Erfort in Saarbrücken auch ohne Hotel oder Unternehmen im Rücken arbeitet. Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

                            beste Grüße
                            Daurade

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                            • #59
                              Vertrauen Sie Herrn Amador, er weiß was er sagt.

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                              • #60
                                Sie sind mir aber ein lustiger Vogel

                                Mit vertrauensseligen Grüßen
                                Daurade

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