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Restaurant Amador, Mannheim (closed)

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  • Die aktuellen Gerüchte aus Wien sagen, das Vincent (in finanzielle Troubles geratenes Haubenrestaurant) wäre der passende Rahmen für ein Amador in Wien (persönliche Meinung: nur wenn zuvor etwas 80er-Chic rauskommt). Und im Schwarzwald meinen die Gerüchtemacher, es wird schon einen Grund haben, weshalb der Bau zum Wohlfahrt auf ein Kochevent in die Schwarzwaldstube kommt. Alles Gerüchte, bin gespannt, was die Zukunft wirklich bringt... Persönlich hätte ich ja nichts dagegen, ein Amador würde Wien kulinarisch nach vorne katapultieren, und ein Bau im Schwarzwald wäre schneller zu erreichen ;-)

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    • Da kann ich sie beruhigen, lieber Herr Küchenreise, es wird kein bestehendes Restaurant sein, und auch nicht da wo schon eines aktiv war;-)..........es bleibt spannend......
      Mit kulinarischem Gruß aus der Mannheimer Küche!
      JA
      Zuletzt geändert von J.A.; 13.02.2015, 21:37.

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      • Schön, wenn es spannend bleibt und das lässt mich auch hoffen :-) Gruss nach Mannheim!

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        • Klingt ja so, als sei es keine Frage des OB, sondern nur noch des WO...

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          • Und ich hoffe, daß Bau in noch greifbarer Nähe bleibt, so selten wir es auch dorthin schaffen.
            Und wenn Umzug in die Traube, dann bitte ich herzlichst um Renovierung der Schwarzwaldstube samt Umbenennung in Restaurant BauStil (analog zum Buch).

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            • Der Standard (österr. Tageszeitung) schreibt, es ist fix (http://derstandard.at/2000011920783/...nekoch-in-Wien), Amador geht nach Wien und eröffnet im Cabaret Renz im zweiten Wiener Gemeindebezirk; frühermals eher zwielichtiges Etablissement, dann u.a. Location für Musikevents. Der 2. Bezirk ist mittlerweile wieder aufstrebend, die Location mit Sicherheit spannend - das wäre eine spannende Bereicherung für Wien! Zeitungsente oder korrekt?

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              • Jetzt ist es tatsächlich bestätigt: das Mannheimer Amador hat nur noch bis Mitte Mai geöffnet.

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                • Na fein, daß ich gestern reserviert hab

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                    • Herrman Hesse sagt dazu folgendes...

                      Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
                      Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
                      Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
                      Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
                      Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
                      Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
                      Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
                      In andre, neue Bindungen zu geben.
                      Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
                      Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

                      Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
                      An keinem wie an einer Heimat hängen,
                      Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
                      Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
                      Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
                      Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
                      Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
                      Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

                      Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
                      Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
                      Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
                      Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
                      Die besten Wünsche aus dem ebenfalls verblassenden Hannover schickt Ihnen

                      Passepartout

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                      • Erstmal Hallo, ich lese zwar schon länger mit, aber hier mal ein erster Kurzbericht über meinen gestrigigen Besuch im Amador. Anscheinend gerade noch rechtzeitig vor der Schließung und dem Umzg noch einen Tisch gekriegt.
                        Kurz zu mir:
                        Müchner Informatiker, Mitte dreißig, trinkt praktisch keinen Alkohol und macht Solo-Diner. Damit habe ich ggf. einen anderen Sichtweise auf einige Restaurants und deren Service, da ich zur etwas informelleren Sorte gehöre.
                        "Vorbildung": Bis auf das Belle Epoque habe ich alle drei Sterne Restaurants in D durch, eine Handvoll Sternerestaurants im Ausland (u.A. Noma), bis auf wenige Ausnahmen alles Solo-Diner.
                        Favorit: Aqua in Wolfsburg (inkl. dem amüsanten Erlebnis komplett alleine in einem 3 Sterne Restaurant zu essen).


                        Aber nun zum relevanten Teil:
                        Die Location vom Restaurant ist etwas ungewöhnlich, bin etwa 5 mal mit dem Auto am Eingang vorbeigefahren. Platziert wurde ich hinten in der Ecke, laut der Gastgeberin der beliebteste Platz im Restaurant, eine etwas ungewöhnliche Aussage, da seitlich die Küchenwand und Aussenwand waren und vor mir eine Scheinwerferkonstruktion. Aber ich bin nicht da um die anderen Gäste zu begutachten, ich bin wegen dem Essen da.

                        Amouse Bouche aka Tapas & Snacks:
                        Eine sehr feine Selektion kleiner Fingerfoods, rangierten von Gut (Crabcake) bis Exzellent (Strammer Max).

                        Geeiste Beurre Blanc mit Kaviar, Rotkohlcreme und Malzbrot: Gefiel mir sehr gut, das Beurre Blanc Eis hatte den typischen Bleurre Blanc Geschmack, nur in Eisform. So noch nie gegessen. Ein Highlight.

                        Mar y Muntanya: Kaisergranat mit Gänseleber und Quittencreme. Der Granat wurde als Ragout wie auch am Stück serviert. Schöne Kombination.

                        Carabiniero: Rote Garnele auf einem Bohnenextrakt, dazu ein Schweinefleischstückchen. Die Qualität vom Carabiniero war exzellent, die Bohnen"sauce" hat mir nicht so sehr zugesagt.

                        Schwarze Seehecht: Seehecht, leicht angegrillt, auf einer Kaffeesauce mit strategisch verteilter Passisionsfruchtcreme. Bisher das Highlight, selten so perfekt gemachten Seehecht und Fisch allgemein gegessen.

                        Laubfrosch: Laut Service, ein Amador Klassiker, Jakobsmuschel und Kalbsbries auf Petersiliencreme und drüber Petersiliengelee. Gut, aber zuviel Petersilie.

                        Taube: Wurde serviert in zwei Teilen, erst als Dim Sun, dann in einer Purpurcurrykruste und Purpurcurrycreme. Schmeckte exzellent, aber irgendwie habe ich in der letzten Zeit zuviel Purpurcurry gesehen, gut gemacht aber es fehlte der letzte Kick.

                        Intermezzo: Entenlebereis mit Süßholz. Cool gemacht, Entenlebereis hatte ich glaub ich bisher noch nicht.

                        Pure White: Gorgonzola (in Halbschalenform), Kokospraline, Milchhaut. Hier schlägt die Präsentation, also wirklich alles weiß auf schwarzem Teller etwas den Geschmack. Es schmeckte genau und auch einzeln nach Gorgonzola, Milchhaut und Kokosnuss.

                        Petit Fours aka Pequenas Locuras: Wiederum eine sehr schöne Kombination aus kleinen Süßigkeiten, hübsch angerichtet, nur die Schokolade mit Röstzwiebeln hat mir nicht so zugesagt.

                        Dazu gabs zwei Sorten Brot mit zwei Sorten Butter, die Butter war am Anfang jedoch steinhart.

                        Fazit:
                        Exzellentes Essen, Präsentation und Gerichte haben fast vollständig meinen Geschmack getroffen. Wenn Herr Amador nach Wien umzieht, werde ich mir das in Wien auch nochmal anschauen. Aus München ist beides praktisch gleich weit entfernt.

                        Abschließend zum Service: Unaufdringlich, zügig und konnte bei Nachfragen auch aufs Gericht eingehen. Die Menüfolge war zügig und die Wartezeiten gering, etwa alle 15 Minuten kam ein Gang. Es wurde jedoch nicht nachgefragt ob die Geschwindigkeit ok ist.
                        Als Solo-Diner ist mir aufgefallen, dass mir nichts zu lesen angeboten wurde. Ich hab für die Zwecke so oder so immer einen Ebookreader dabei.

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                        • Willkommen im Forum, lieber Haldir. Ich hoffe, Ihre Lust ist geweckt, hier häufiger einzugreifen - mich würde das freuen. Ich vermute, Sie waren zum ersten Mal im Amador?
                          Bemerkenswert finde ich, das bestimmte Gerichte immer wieder auftauchen. Vielleicht ein Grund, warum ich nach dem Besuch unmittelbar nach der Eröffnung in Mannheim dort den Weg nicht wieder hingefunden habe.

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                          • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                            Ich vermute, Sie waren zum ersten Mal im Amador?
                            Ja, ich war das erste Mal im Amador.

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                            • Gleichfalls ein herzliches willkommen!

                              Ja, die Zufahrt zum Amador ist nicht leicht zu finden; und das eine oder andere Navi leitet an die falsche Stelle. Gud das Sie es dennoch geschaft haben!

                              Allein im 3-Sterne-Restaurant: Meine (empirisch allerdings nicht verifizierten) Beobachtungen sind, dass die Anzahl der Allein-Esser mit der Anzahl der Sterne korreliert. Je mehr Sterne, umso öfter sieht man z.Teil weit gereiste Food Freaks (und keineswegs nur Michelin Tester) auch alleine am Tisch.

                              Eine gute Lektüre ist da durchaus nett für die Pausen zwischen den Gängen, daher mal die Frage der anderen Art: Wo haben Sie bisher die beste "Zeitschriften-Beilage" bekommen?

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                              • Zitat von kuechenreise Beitrag anzeigen
                                Allein im 3-Sterne-Restaurant: Meine (empirisch allerdings nicht verifizierten) Beobachtungen sind, dass die Anzahl der Allein-Esser mit der Anzahl der Sterne korreliert. Je mehr Sterne, umso öfter sieht man z.Teil weit gereiste Food Freaks (und keineswegs nur Michelin Tester) auch alleine am Tisch.
                                Eine gute Lektüre ist da durchaus nett für die Pausen zwischen den Gängen, daher mal die Frage der anderen Art: Wo haben Sie bisher die beste "Zeitschriften-Beilage" bekommen?
                                Für diesen schönen Aspekt haben wir einen eigenen Thread http://www.forum.restaurant-ranglist...-im-Restaurant (Ich warte auch noch gespannt auf Merlans Bericht über seinen ersten Solo-Restaurantbesuch).

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