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Romantik-Hotel Spielweg, Münstertal im Schwarzwald

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  • Romantik-Hotel Spielweg, Münstertal im Schwarzwald

    Romantik-Hotel Spielweg

    Heute ein kurzer Bericht über das Romantik-Hotel Spielweg, aus Sicht "Hotelgast mit Familie". Küchenchef Karl-Josef Fuchs ist Gründungsmitglied der Jeunes Restaurateurs d'Europe (Membre d’Honneur), seine Frau Sabine leitet mit Begeisterung den Service.

    Zur Auswahl stehen die Alte Stube, Barabarastube und die Ungerer Stube. Auch bei vielen Gästen und vollem Haus (Stammhaus, Haus am Bach, Sonnhalde, Gartenhaus & s Franze) haben Küche und Service alles im Griff.
    Die Terasse war bei unserem Besuch Ende März schon voll aufgebaut und rege besucht.

    Zur Auswahl sehen je ein drei und vier Gang Menü 27 ALC Gerichte.
    Dies Karte wechselt aktuell alle zwei Wochen, am Wochenende gab es zusätzlich Tagesempfehlungen. Für Hotelgäste wird auch Halbpension angeboten (34€/3 Gang, 41€/4 Gang).

    Zur Speisenfolge (mit frischen Brot und zwei Sorten Butter)

    Kalte Kürbissuppe mit Speck (Gruß aus der Küche)

    Presskopf "Spice Market" mit gratinierten Markknochen und Senf Vinaigrette (14,50)

    Hirschrückenmedallion in der Feigen-Nuss-Kruste mit Alblinsen und Serviettenknödel, grüne Pfefferrahmsauce (24,50)

    Schokoladentarte mit Portweinfeige und Beerensorbet (13,00)

    Gebäck und Trüffel zum Espresso

    Highlight bei unserem Besuch die o.g. Vorspeise. Markknochen wird (aus meiner Sicht) viel zu selten angeboten und war ein großer Genuss.

    Die Weinkarte ist regional und international gut sortiert und bietet glasweise Angebote genau wie halbe (z.B. Chardonnay vom Weingut Martin Wassmer Bad Krozingen), normale und doppelte Flaschen.

    Für die Hauptgänge der Hinweis, dass normale Esser eine kleine Hauptspeisenportion wählen können und sollten. Und als Zwischengang oder Snack immer wieder ein Highlight: die hausgemachten Wildschweinbratwürste.

    Immer wieder eine Empfehung sind die Sorbets (Quitte!) und natürlich der Käse aus der eigenen Käserei.

    Viele Grüße von und aus
    Churfranken
    Zuletzt geändert von Churfranken; 06.04.2012, 12:05.

  • #2
    Nun wünschte ich mir aber Näheres zu den einzelnen Gängen, werter Churfranken. Wie haben sie denn gemundet? Gerade beim "Spielweg" weiß ich noch immer nicht so recht: muss man da hin oder kann man es sich auch schenken? Für Aufklärung wäre deshalb mit besten Grüßen dankbar

    Tobler

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    • #3
      Muss? Von Zwängen halte ich wenig, vor allem bei Dingen die Spaß bereiten sollen.
      Wenn man in der Nähe ist (oder wohnt) sollte man sich selbst ein Bild machen, wer im Hotel wohn ist m.E. gut beraten vor Ort zu speisen.
      In diesem Fall sprechen wir nicht nur von einem Restaurant sondern einem Hotel mit vielen Möglichkeiten.

      Frisches Brot und zwei Sorten Butter
      Es wird normale und gesalzene Butter vom Brett gereicht sowie mehrere Sorten frisches Brot.


      Kalte Kürbissuppe mit Speck (Gruß aus der Küche)
      Sehr gut, immer wieder eine Überraschung wie die Küche täglich wechselnd grüsst.

      Presskopf "Spice Market" mit gratinierten Markknochen und Senf Vinaigrette (14,50)
      Der Presskopf hier als Sülze (hier unterscheiden sich die regionalen Bezeichnungen), mit einem sehr großen Knochen gleich passendem Löffeln um an das Mark zu gelangen. Kräftig gewürzt und mit dem Weisswein ein echter Genuss. Und der beste Gang.

      Hirschrückenmedallion in der Feigen-Nuss-Kruste mit Alblinsen und Serviettenknödel, grüne Pfefferrahmsauce (24,50)
      Das Medallion gut gebraten, die Sauce brav abgeschmeckt und sehr klassisch. Reichlich und gut passend zum Knödel (etwas trocken).

      Schokoladentarte mit Portweinfeige und Beerensorbet (13,00)
      Klassisch, gut gemacht. Die Tarte Intensiv schokoladig. Das Quittensorbet ein Highlight zum Schluß.

      In Summe war das Menü noch herbst/winterlich. Da wurden Gastgeber und Gäste von dem herrlichen Frühlingswetter überrascht.
      Zuletzt geändert von Churfranken; 06.04.2012, 12:06. Grund: Formatierung...wieder. Aufgegeben.

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      • #4
        Selbstredend ist "müssen" hier eher ein "dürfen" bzw. "wollen", werter Churfranken. Ihnen besten Dank für die Spezifizierung Ihrer "Spielweg"-Erfahrung!

        KG

        Tobler

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        • #5
          Spielweg - Münstertal

          Von Staufen herkommend, liegt fast am Ende des Münstertales das Hotel-Restaurant Spielweg. An diesem verregneten Abend bedurfte es schon volle Konzentration bis man auf der kurvenreiche Straße am Ziel war. Kein Navi im Auto und Hinweisschilder waren leider auch nicht zu erkennen.
          Wir hatten natürlich reserviert und wurden von einer jungen Servicekraft freundlich empfangen und zum Tisch in der „Alten Stube“ geleitet. Neben dieser gibt es noch die Barabarastube sowie die Tomi Ungerer Stube. Die Gaststube wird geprägt durch die Holzdecke, dem hin und wieder knackenden Holzboden und den weiß eingedeckten Tischen.
          Montags und Dienstagsabend gibt es nur ein eingeschränktes Speiseangebot. Nach meiner Auffassung aber auch völlig ausreichend. Neben kleinen Gerichten wie Tagessuppe und Tafelspitz stehen auch zwei Menüs auf der Karte. Das „kleine Menü“ mit drei Gängen für 39 € sowie ein „Spielwegmenü“ mit 4 Gängen für 54 €.

          Die Weinkarte bietet gute regionale und internationale Weine. Erfreulicherweise sind auch halbe Flasche (0.375l) vorhanden. Zusammen mit dem sehr souveränen Servicechef suchten wir einen Chardonnay, sowie ein Rotweincuvée von Martin Wassmer (Bad Krozingen) aus. Sehr schnell standen frisches Brot sowie zwei Sorten Butter auf dem Tisch.

          Zur Speisenfolge:

          Amuse Bouche - Entenlebermousse mit Gelee und Gänsestopfleber. Zum Auftakt gleich ein Highlight bei unserem Besuch. Eine wunderbar weiche Mousse mit feinem Lebergeschmack, Das Gelee nicht zu fest, mit kleinen Stücken der Ente. Abgerundet das Ganze mit etwas eingedicktem Quittensaft.


          „Romana Salatherzen“ mit gebratenen Scampis. Hört sich einfach an und sieht auch einfach aus, aber der Salat absolut frisch und knackig sowie eine wohlschmeckende Vinaigrette. Die Scampis noch leicht glasig.


          Entenbraten aus dem Rohr mit Rotkraut, glacierten Maronen und Kartoffelknödel. Perfekt gebratene Ente, lediglich die Haut hätte etwas krosser sein können. Das Rotkraut mit leichtem Zimtgeschmack?

          Käsegang Vier verschiedene Käsesorten aus eigener Produktion


          Zimteis mit eingelegten Cassisquitten. Die Quitten noch mit leichtem Biss. Sehr angenehmer Cassisgeschmack.

          Zum Abschluss noch Espresso und ein Edelbrand aus der wilden Zibartenpflaume.

          Romantik-Hotel Spielweg
          Spielweg 61
          D-79244 Münstertal
          Telefon: +49 (0) 76 36/7 09-0
          Telefax: +49 (0) 76 36/7 09 66
          E-Mail: [email protected]
          Internet: www.spielweg.com

          Besucht am 27.11.2012 (abends)

          Bilder unter http://29alwi.wordpress.com/2012/12/...eg-munstertal/
          Zuletzt geändert von calvados*; 05.12.2012, 19:16. Grund: Schreibfehler Tomi statt Toni

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          • #6
            Manchmal dauert es nur wenige Momente, nachdem man ein Haus betreten hat und man weiß, dass dies ein Familienbetrieb sein muss. Die Art und Weise, wie man begrüßt wird, der erste Eindruck vom Ambiente – all das sagt schon viel aus, ob hier eine individuelle, familiäre Handschrift im Spiel ist.

            Es ist früher Nachmittag, als wir das „Spielweg“ betreten, das für die nächsten zwei Tage unser Zuhause sein wird, die Terrasse vor dem Hotel ist gut besucht und auch innen tummeln sich noch zahlreiche Gäste, darunter einige Wanderer. Da unser Zimmer noch nicht fertig ist, gibt uns Kristin Fuchs eine kurze Führung durch das Stammhaus. Da ahnen wir noch gar nicht, in wie vielen Gasträumen die Küche ihrer Schwester Viktoria serviert wird. Dazu gehören auch die legendären Tomi Ungerer-Stuben, in denen viele Originale des berühmten Zeichners zu sehen sind, der ein langjähriger Freund des Hauses war.


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            Außenansicht ,Terrasse, Tomi Ungerer Stuben

            Um die Zeit bis zum Bezug des Zimmers ein wenig zu überbrücken, entscheiden wir uns für eine erste kleine Mahlzeit. Das ist hier überhaupt kein Problem, denn auch nachmittags wird hier neben Kaffee und Kuchen eine reduzierte Karte angeboten.

            Im „Spielweg“ hat Viki Fuchs 2017 die Küchenleitung von ihrem Vater Karl-Josef übernommen, der dem „Spielweg“ seit den Achtziger Jahren bereits zu erheblichem Renommee verholfen hatte. Von ihm hat Viki auch die Leidenschaft für Wildgerichte übernommen. Aber auch die für gute Wurstwaren und Käse, der seit vielen Jahren im Haus selbst hergestellt wird.

            Einen ersten Eindruck von diesen Kernkompetenzen kann man sich am besten bei einer Vesperplatte verschaffen, die neben Schwarzwälder Schinken (what else?) noch Schwartenmagen und fabelhafte Pastete von Reh und Wildschwein sowie ausgezeichneten Münster und Bergkäse aus der eigenen Käserei enthält. Schwarzwald – wir sind da!


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            "Wildes" Vesperbrett

            Aber auch der Caesar Salad mit krossem Speck und optional dazu bestellten Garnelen zeigt, dass hier sehr sorgfältig gekocht wird. Ich habe jedenfalls schon Caesar-Exemplare gehabt, die mit dem Original nicht mehr viel zu tun hatten. Dieser hier schon.


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            Caesar Salad mit krossem Speck, Sauerteigbrotchips und gehobeltem Parmesan mit gebratenen Garnelen

            Abends haben Gäste wahrlich die Qual der Wahl. Neben diversen Menüs („Fuchsteufelwildes Menü“, ein täglich wechselndes „Sommermenü“, „Spielwegmenü“) gibt es ein umfangreiches Angebot an à la Carte-Gerichten, darunter auch eine große Anzahl an vegetarischen Gerichten.

            Für uns soll es zum einen das „Sommermenü“ und das „Fuchsteufelswilde Menü“ sein, in dem sich Viki Fuchs‘ Vorliebe für asiatische Küche wiederfindet. Dass hier jeder so bestellt, wie er mag, ist im Übrigen überhaupt kein Problem. Darin erinnert es uns, auch in dem breiten Spektrum der Gerichte, an das „Haus Stemberg“. Und damit ist auch ziemlich klar der Maßstab an Gästeorientierung beschrieben.

            Als Gruß gibt es eine Speckmousse mit Fenchelsalat und Schnittlauchcreme. Das ist gleichzeitig rustikal und fein.


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            Amuse Bouche: Speckmousse mit Fenchelsalat

            Asiatisch steigt mein Mann in sein Menü mit einem Lachstatar, das mit Ponzu und Sesam abgeschmeckt ist. Der Salat dazu ist zwar relativ klassisch angemacht, aber mit der gebratenen Avocado ist das insgesamt ein schöner, frischer Einstieg.


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            Handgeschnittenes "Asia"-Lachstatar mit Ponzu, gebratener Avocado, Limetten-Mayonnaise und Koriander

            Wie sich der Schwarzwald und Italien aufs Trefflichste fusionieren lassen, kann ich mit meiner Vorspeise erleben. Ersetze Kalb- durch Rehfleisch und schon wird aus dem Vitello Tonnato ein „Rehtello“. Mit einer ordentlichen Portion Kapern versehen, wird dies schon durch das Wildfleisch eine würzigere Version. Ein sorgfältig angemachter Salat komplettiert diesen gelungenen Auftakt.


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            "Rehtello Tonnato" - Vitello vom Rehnüssle mit zweierlei Kapern und kleinem Salat

            Beim nächsten Gang setze ich aus, darf aber natürlich bei meinem Liebsten probieren und komme so in den Genuss ganz ausgezeichneter Wildschwein-Dim Sums. Der dünne Teig ist würzig und sehr kräftig gefüllt. Ohne Frage verständlich, warum diese Teigtaschen zu den Dauerbrennern auf der „Spielweg“-Karte gehören.


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            Viki's Wildschwein-Dim Sum gefüllt mit Knollengemüse, Zuckerschoten, Zitronengras, dazu Soja Sauce

            Das folgende rote Thai-Curry mit knusprig gebratener Poulardenbrust hätte auch einem guten Thai-Restaurant alle Ehre gemacht. Der Curry ist prägnant, aber nicht zu scharf. Schließlich muss man hier auch etwas Rücksicht auf das traditionelle Schwarzwaldpublikum nehmen. Aber das Gericht ist gut.


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            Rotes Thai-Curry mit gebratener Poulardenbrust vom Hofgut Silva, Asia-Gemüse und Jasmin-Reis, frischem Koriander & Minze

            Edel-rustikal und mit mediterranem Einschlag machen sich die geschmorten Kalbshaxenscheiben auf meinem Teller. Das Fleisch ist super zart geschmort, gebratene Gnocchi und Champignon-Mangold-Gemüse sowie eine üppige Menge knusprig ausgebackenen Salbeis verorten dieses Gericht eindeutig südlich der Alpen. Die separat servierte Thymian-Schmorsauce geht ohne Rest zurück in die Küche.


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            Geschmorte Kalbshaxenscheiben aus dem Ofen mit Champignon-Mangoldgemüse, Salbei aus Mamas Garten, Kräuter-Gnocchi und Thymianjus

            Mittlerweile hat sich Dunkelheit über die idyllische Szene gelegt und es warten noch die Desserts auf uns.
            Sowohl das saftige Aprikosen-Sablé mit ausgezeichnetem Mandeleis und Kompott von Aprikosen als auch die Crème Brûlée, die mit Passionsfruchtsorbet, Minz-Mango-Ragout und getrockneter Ananas einen ordentlichen exotischen Touch mitbekommen hat, können in ihrer handwerklich sauberen Ausführung überzeugen.


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            Aprikosen-Sablé mit Aprikosenkompott, Salzkaramell und weißem Mandeleis
            Kokos Limetten-Creme Brûlée mit Mango-Minzragout und Passionsfruchtsorbet

            Am nächsten Abend entscheiden wir uns für einen Tisch im Innern und lassen uns von zahlreichen Tomi Ungerer-Exponaten inspirieren. Wir wählen à la Carte und werden mit einem leckeren Rinderzungensalat begrüßt.


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            Amuse Bouche: Rinderzungensalat

            Ich kann ja bekanntlich selten nein sagen, wenn Pulpo angeboten wird. Wenn dann, wie hier, auch noch in Kombination mit krossem Schweinebauch und weißen Bohnen, geht mein Herz vollends auf. Der Bohnensalat ist mit Staudensellerie und Kirschtomaten cremig angemacht und bildet das Fundament, auf dem der eigentliche Star thront. Der Schweinebauch ist gleichzeitig zart und extrem knusprig und auch der gegrillte Oktopus steht dem nicht nach. Ein köstlicher Gang!


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            Weißer Bohnensalat mit getrockneten Tomaten, gegrilltem Pulpo, krossem Schweinebauch, Ruccola, Balsamico und Pinienkernen

            Dass Viki Fuchs auch die ganz klassische, feine Küche beherrscht, beweist sie mit einer handwerklich perfekten Gänseleberterrine mit einer schönen Schicht aus Quittengelee, die einen tollen Schmelz aufweist. Etwas schwarze Walnuss, ein mit Schokolade abgeschmeckter Fleur de Sel und eine Scheibe angeröstete Brioche komplettieren diesen Klassiker.


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            Gänseleberterrine mit Schokoladen "fleur de sel", Quittengelee und Brioche

            Das großzügig portionierte Ochsenbäckchen ist erwartungsgemäß butterzart geschmort, die Pappardelle selbstverständlich hausgemacht und sowohl Tomatensugo als auch der Schmorfond sind intensiv. Die reichliche Menge gebratenen, grünen Spargels hätte es eigentlich gar nicht mehr benötigt, denn auch so wäre das Gericht mit dem frittierten Salbei perfekt gewesen. Und ausreichend sowieso, aber dass hier niemand hungrig vom Tisch aufstehen soll, scheint auch ein Merkmal des Hauses zu sein.


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            Geschmortes Ochsenbäckle mit hausgemachten Pappardelle im Tomatensugo, gebratenem grünen Spargel und frittiertem Salbei

            Nicht weniger großzügig bemessen sind auch die knusprig gebratenen Filets vom Wolfsbarsch mit Lauchgemüse. Originell dazu die mit Ratatouille gefüllten Maultaschen, auch der Bouillabaissesud gefällt mir gut. Von der köstlichen Safran-Mayonnaise auf dem Brotchip hätte ich mir durchaus mehr gewünscht, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Denn auch dieser Teller ist sehr gut.


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            Gegrillter Loup de Mer mit Lauchgemüse, kleinen Ratatouille-Maultaschen im Bouillabaisse Sud, dazu Brot-Chips, Safran Mayonnaise und Dill

            Danach geht dann aber außer jeweils einer Kugel Eis nicht mehr viel. Erfreulicherweise kann man sich die auch mit einem passenden Obstbrand aufpimpen lassen. Und so gönnen wir uns zum Himbeer-Rote Bete-Sorbet einen guten Schuss Himbeergeist und zum Sauerrahmeis einen Williamsgeist. Beide Eissorten sind klasse.


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            Himbeer-Rote Bete-Sorbet mit Himbeergeist
            Sauerrahmeis mit Williamsgeist

            Gut, die beiden Mini-Guglhupfe rutschen auch noch irgendwie rein, aber dann ist wirklich Schluss.

            Dass wir an diesem Abend für unsere Verhältnisse so schnell die Segel streichen müssen, hat auch mit dem Frühstück zu tun. Vermutlich ist dies auch normalerweise als Buffet schon fabelhaft, aber in diesen Zeiten hat man aus der Not eine Tugend gemacht und serviert ein Frühstück, das schlichtweg das mit Abstand Beste unseres Urlaubs ist. Aus einer umfangreichen Auswahl wählt man sich aus, worauf man Lust hat und bekommt dies dann in selten liebevoller Form auf einem Tablett serviert. Nur mit den Mengen sollte man sich nicht vertun. Kreuzt man einen Shrimpssalat an, bekommt man ein Weckglas mit mindestens 150g, wohl eher 200g Nettogewicht. Bei allem übrigen, Wurstsalat, Käse- oder Wurstauswahl, angemachter Käse ist es nicht anders. Alles ist frisch gemacht, alles ist köstlich und es wäre eine Schande, irgend etwas davon zurückgehen zu lassen, wohl wissend, dass es dann im Müll landen müsste. Also verrenken wir uns gepflegt den Magen und sind den ganzen Tag, bis in den Abend hinein, pappsatt. Am nächsten Morgen wissen wir es besser und zügeln uns. Na ja, ein bisschen zumindest.

            Das „Spielweg“ ist mindestens Dreierlei: ein Ort fabelhaften Essens, an dem Wanderer und Feinschmecker gleichermaßen glücklich werden. An dem sich Schwarzwald und Asien begegnen, ohne einander fremd zu sein. An dem sich Altes und Neues treffen und wunderbar miteinander auskommen. Dann ist es ein Ort der Gastfreundschaft, an dem der Wunsch der Gäste Vorrang vor allem hat. Und nicht zuletzt ist es ein Ort der Frauen. Nicht, dass die männlichen Mitarbeiter hier nicht auch einen vorzüglichen Job machen würden, aber das „Spielweg“ hat den Generationenwechsel auf beeindruckende Art und Weise hinbekommen. Viki, Kristin und Sabine Fuchs führen das Hotel heute mit Sinn für Tradition und einer gehörigen Portion Elan und frischen Ideen. Auch die Eltern haben hier weiterhin ihren Platz und ihre Aufgaben. Ein Familienbetrieb eben. Und das merkt man schon, wenn man das „Spielweg“ zum ersten Mal betritt.


            Bericht und mehr Bilder wie immer auch auf meinem Blog: http://tischnotizen.de/spielweg-muenstertal/

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            • #7
              So haben Sie sich also notgedrungen "gepflegt den Magen verrenkt" – eine grandiose Formulierung, werter thomashaj! Gleichwohl weisen Sie auf ein Problem hin, das man in diesen Corona-Zeiten häufig in Hotels antrifft und das mich schon wiederholt beschäftigt hat: die überbordenden Frühstücksportionen, welche vorgerichtet sind – manchmal auch ohne nach Vorlieben zu fragen –, eben weil kein Buffet angeboten werden darf. Ich frage mich, ob sich das nicht anders organisieren ließe, sodass man eben nicht mehr essen "muss" als man eigentlich mag, bevor der Rest in den Trog kommt... Eine spezifische Bestellung und eben "normale" Portionsgrößen – siehe das Weckglas mit den Shrimps – könnten hier m.E. schon Abhilfe schaffen.

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              • #8
                Danke für den Bericht. Seit dem Generationswechsel macht das Haus ja PR-mäßig von sich Reden, insofern spannend, genaueres über die Küche zu erfahren.

                In der Tat erlebt man beim Frühstück einiges in die verschiedensten Richtungen. In Kettenhotels habe ich erlebt, das man am Vorabend seine Wünsche angeben sollte, als ich dann aber am das Frühstück abholen wollte (damals war Essen nur auf dem Zimmer erlaubt), hieß es, "nö, das, was sie bestellt haben, gibt es nicht mehr" - und man glaubt es auch nicht: es kann auch die Brotqualität, die man oft an Buffets erleben muss, noch unterboten werden.

                Das positivste Beispiel war Anfang September bei Alexander Herrmann (Bericht über das Abendmenü folgt), da wurde eine kleine Etagere serviert mit einer "Grundaustattung" an Wurst und Käse und relativ wenig Brot. also für ein relativ leichtes Frühstück. Natürlich konnte man dann nachbestellen. Das Schöne war, dass die Leute brav an den Tischen sitzen geblieben sind. So ruhig wie dort war ein Hotelfrühstück selten (und gut war es dort obendrein).

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                • #9
                  Eine solche Etagère hatte ich auch schon wiederholt, allerdings mit viel Wurst, von der ich dann keine angerührt habe. Gut gemeint, aber noch nicht richtig gut gemacht.

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                  • #10
                    Ja, zudem muss ich sagen, es gab vorher einen Zettel auf dem drauf stand, was alles auf der Etagere ist, man hätte da auch sagen können: "nur Käse bitte" - oder ich brauche keine Etagere, mir reicht Marmelade oder Nuss Nougat Creme auf fränischen Haselnüssen, die dann in Portionsgläschen serviert wurden.

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                    • #11
                      Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                      Ja, zudem muss ich sagen, es gab vorher einen Zettel auf dem drauf stand, was alles auf der Etagere ist, man hätte da auch sagen können: "nur Käse bitte" - oder ich brauche keine Etagere, mir reicht Marmelade oder Nuss Nougat Creme auf fränischen Haselnüssen, die dann in Portionsgläschen serviert wurden.
                      Jeder Kreuzfahrer kennt dieses Procedere für sein Frühstück auf der Kabine, mal funktioniert sehr gut, manchmal wird aber auch übertrieben. Wir haben dies vor einigen Wochen am Schluchsee erlebt, es wurde nur das auf die Etagere gelegt, was wir bestellt hatten. Und war z.b. die Butter aufgebracht, konnte man bequem nachbestellen. Und seit Jahren nie mehr so entspannt gefrühstückt. Eine richtige Entschleunigung. Covid sei ausnahmsweise Dank

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