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Romantik Hotel Landgasthof Adler in Rammingen

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  • Romantik Hotel Landgasthof Adler in Rammingen

    Heute ein kurzer Bericht über meinen ersten Besuch Anfang Oktober 2012.
    Geschäftsführer und Sommelier Jan Bimboes leitet den jungen Service.
    Der neue Küchenchef heisst Jürgen Stachels, der Gastraum frisch renoviert.

    Das Menü "Landgasthof Adler" im Oktober 2012:


    Gruß aus der Küche
    Gebeizter Saibling mit Gurken-Rettichgemüse
    Kürbisravioli mit Rucolacreme und gesalzenem Ricotta
    Nage von Weßen Zwiebeln mit gegrillten Jakobsmuscheln
    Weißer Heilbutt auf Erbsen/Minzpürree
    Rinderrippenzwischenstück , mit Roter Bete aus dem Donau Moos
    Auswahl von französischen Rohmilchkäsen
    Vanille Topfelsoufflé mit Zwetschgen und weißer Schokolade

    4 - 7 Gang Menü (68/78/89/98€)
    Die Weinbegleitung für faire 6€ pro Glas, sehr schön ausgesucht.

    Das Restaurant ist für meinen Geschmack noch etwas leer, sehr hell beleuchtet und durch den Fliesenboden nicht sonderlich romantisch-gemütlich.
    Die Portionen im 7 Gang Menü großzügig, allerdings streckenweise nicht auf dem Niveau der Bewertung (Masstab gleichbewertete Restaurants lt. Michelin/GM). Hier allerdings zu Beachten dass der Koch frisch die Verantwortung übernommen hat.

    In Summe eine gelungene Landpartie und den Stopp zwischen München und Stuttgart allemal wert.
    Eine Übernachtung im Hotel im gleichen Haus bietet sich an.

    Viele Grüße von und aus
    Churfranken


    P.S.: Neben dem Gruß aus der Küche hat auch die Patisserie kurz gegrüßt.
    Zuletzt geändert von Churfranken; 14.10.2012, 17:31. Grund: Immer noch ungeübt mit dem Editor im Forum

  • #2
    Ulm/Neu-Ulm plus Einzugsgebiet, das in alle Himmelsrichtungen weit reicht, bis wieder eine bemerkenswerte Großstadt kommt, ist nicht reich an kulinarischen Spitzenadressen. Das liegt wohl immer noch an der schwäbisch-pietistischen Einstellung, lieber den vollen Teller für wenig Geld zu wählen als den, um mit Loriot zu sprechen, übersichtlichen Teller für viel Geld. Oder man fährt, wie man aus Insiderkreisen hört, gleich nach München oder in die Schweiz, wo man unbeobachtet sein Geld ausgibt.

    Ebenso rar gesät wie die Spitzengastronomie ist der „Mittelstand“, sagen wir beispielsweise der anspruchsvolle Landgasthof. Das ist allerdings ein deutschlandweit verbreitetes Phänomen, nehmen wir Baden einmal aus.

    Über den Landgasthof Adler in Rammingen ist hier seit 2012 leider nichts mehr geschrieben worden, gehört er doch zu den lobenswerten Ausnahmen. Die Zeit von Chefkoch Stachels ist längst vorbei. Der erfahrene Inhaber und bekannte Sommelier Jan Bimboes hat ein neues Konzept etabliert, das nicht mehr nach den Sternen schielt (gemeinsam mit seinem ehemaligen Partner Buderath hatte das Restaurant einen Stern), sondern gehobene Landhausküche anbieten möchte.

    Unser letzter Besuch fand spontan statt aufgrund des fabelhaften Wetters, denn ein Platz auf der wunderschönen Terrasse, die in der Umgebung ihresgleichen sucht, lockte uns an. Wir erfreuten uns an einer butterzarten üppig-großen gegrillten Felsenkrake mit Erbsen-Gemüsesalat und gebratener Leber vom regional-bekannten Geflügelhof Kaiser mit Polenta und Himbeeressigsoße. Als Hauptgänge wählten wir ein Filet von der Roten Meerbarbe im Gemüsesud mit Orecchiette Nudeln und das klassische Wiener Schnitzel, allerdings mit Bratkartoffeln, weil der Nachgeschmack der Gurken im Kartoffelsalat mich sonst den ganzen Tag begleitet hätte. Meine Oma pflegte zu sagen, die geben Pfötchen! Ich fand das Wiener Schnitzel sehr gelungen, der Nachbartisch hatte es auch und meinte zum Kellner, das sei das beste Wiener Schnitzel seines Lebens gewesen. Ich muss gestehen, beim Figlmüller in Wien ist es zumindest beeindruckender.

    Es gibt übrigens auch ein 6gängiges vegetarisches Menu. Bei früheren Besuchen hatten wir daraus eine wunderbare Rote Bete im Salzmantelteig. Und ich bin wahrlich kein Freund der typischen Aromen dieser Rübe! Und eine gebratene Urkarotte mit Nüssen, deren Geschmack an ein herzhaftes dunkles Fleisch erinnerte. Vegetarisch heißt im Adler also nicht Gemüse minus Fleischgericht.

    Die Weinkarte ist mit ihren Spitzenwinzern und den daraus resultierenden Preisen noch ein Überbleibsel des früheren Sterne-Restaurants. Aber Jan Bimboes hat immer preiswertere Empfehlungen außerhalb der Karte zur Hand. Im relativ neuen „Adler-Nest“ empfängt man übrigens gern große Gesellschaften.

    Der „Adler“ in Rammingen zeigt, dass eine bemerkenswerte Küche vom Wiener Schnitzel bis zur edlen Roten Meerbarbe machbar ist, während in Ulm/Neu-Ulm die meisten Restaurants den Eindruck vermitteln, dass sie auf Convenience-Food zurückgreifen.

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