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Drei König Lörrach 16P. GM

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  • Drei König Lörrach 16P. GM

    Die Erwartung ist nach dem GM Bericht hoch, die Speisekarte überschaubar und tägliche Empfehlungen auf der Schiefertafel.

    Das Restaurant im ersten Stock macht einen netten Eindruck mit den blanken Holztischen, die zu einem grösseren oder auch nur zu einem zweier Tisch zusamen gestellt sind.

    Anstelle von Amuse Beuche gibt es eine hervorragendes Bauernbrot, das allerdings ohne Zugaben, serviert wurde.

    Wir hatten das Carpaccio vom Bullenfilet mit Jakobsmuscheln sowie das Tartar vom Weideochsen mit Räucheraal bestellt. Beides sehr ansehnliche Portionen, die schmackhaft zubereitet waren. Dann gabe es das Kalbsentrecote mit Gorgonzolasauce sowie Tomatenravioli und Gemüsebeilage. Auch hier eine ansehnliche Portion, das Fleich hervorragend, die Ravioli gutschmeckend und das Gemüse sehr al dente. Die Sauce hatte nicht den klassischen Gorgonzolageschmack, was eher enttäuschte und das Gemüse war irgendwie fehl am Platze.

    Dazu tranken wir Ziereisen Weisswein und Rotwein. Die Weinkarte weist die stadtnahen Weingüter sowie einige Adressen aus dem Marktgräflerland auf. Auch eine kleine Auswahl von Italienern sowie Franzosen. Qulität kommt vor Preiswert, trotz allem sind die Preise für die hiesige Region moderat.

    Soweit so gut und das ist bitte positiv gemeint.
    Über Sinn und Unsinn von Bewertungen lässt sich bekanntlich streiten. Nur stellt sich für mich die Frage, was ist daran16 Punkte wert?
    Sind wir schon so traumatisiert von dem "Plastikessen" (abgeschrieben), dass ein einfaches Tartar zu solchen Freundeshymmen verführt? Oder ein Kalbentrecote, sicherlich artgerecht gehalten, aber bitte mit Verlaub, keiner grossen Zubereitungskunst bedarf, 16 Punkte wert sein soll?
    Um es auf den Punkt zu bringen: Mit so einer Bewertung müssen sich viele Restaurateure in der hiesigen Region so fühlen, als hätte man Sie vor den Kopf gestossen.

  • #2
    2 Jahre später ist ihr Bericht, lieber Wombard, noch aktuell.

    Ich konnte mir vor einigen Tagen an einem schönen Samstag selbst ein Bild machen. Um es vorweg zu nehmen: es ist ein angenehmes Restaurant mit einer kleinen Karte und nettem Service. Wo die 16 GM Punkte herkommen wurde mir auch nicht klar.

    Als Amuse gab es auch bei mir ein (gutes) Brot ohne Butter, Olivenöl und/oder Salz. Schade. Nach einem guten gemischten Salat wählte ich von der auch von Ihnen schon beschriebenen Schiefertafel eine Kalbszunge mit Ravioli und Morcheln.

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Name: 20150502_120704.jpg
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Größe: 92,9 KB
ID: 49642

    Da ich 2 Tage davor die wunderbaren Ravioli in der schlechter bewerteten Kellerwirtschaft (15 GM) im Kaiserstuhl essen konnte, lag ein Vergleich auf der Hand. Die Ravioli, wenn auch handwerklich gut, waren im Drei König deutlich mächtiger, intensiver, was aber nötig war um der intensiven Zunge etwas entgegenzusetzen. Wirklich die Füllung herausschmecken konnte ich durch die starke Würzung allerdings nicht. Die Soße war mir auch etwas zu dünnflüssig, sie schmiegte sich nicht wirklich an die Pasta. Die Zunge war schön intensiv, sehr großzügig portioniert und zart. Das eigentliche Manko an dem Teller waren aber die Morcheln. Diese gingen in den starken Aromen unter und waren auch etwas sehr geschmacksarm. Das restliche Gemüse war irgendwie in Ordnung aber nicht wirklich in den Rest des Arrangements eingebunden.

    Klar auf Basis 2er Teller lässt sich keine fundierte Kritik äußern. Auch gefällt mir das Restaurant gut, die lockere Stimmung, das nette Personal. Das Gericht war auch absolut lecker und hat mich sehr zufrieden gestellt. Wenn man die hohen Bewertungen und damit einhergehenden Erwartungen etwas ausblendet hat man hier sicher einen tollen Mittag oder Abend.

    M
    Zuletzt geändert von QWERTZ; 16.05.2015, 12:52.

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