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Restaurant in Schwitzers Hotel am Park Waldbronn 1*/17 GM

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  • kujulian
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    Ich finde die Aktion von PETA auch zweischneidig. Einerseits ist es mit dieser "Auszeichnung" eine charmante Lösung, Ihr Anliegen zu verbreiten. Andererseits ist die Drohung mit öffentlicher Anprangerung etc. natürlich schon eine ziemliche Zwangssiutation in die ein Restaurantbetreiber da gebracht werden kann. Aber, die Option die Stopfleber zu verteidigen besteht ja auch - auch wann das sicher ein harter Gang sein kann und eine Diskussion, die man auch führen wollen muss.
    Ich denke mir immer: wenn die Gänseleber von Tier stammt, die ansonsten unter vertretbaren Umständen groß werden, ist es für mich persönlich ethisch immer noch vertretbarer, als die Massenhaltungsgans, die zu Weihnachten tiefgekühlt in jedem Supermarkt liegt. Der Punkt wird bei PETA nicht verfangen, da sie ja Fleischkonsum generell ablehnen. Wenn man das aber nicht tut, ist eben die Frage: Den Konsum welchen Fleisches kann man persönlich für sich vertreten?
    Wenn ein Gastronom keine schlüssige Antwort hat, warum er Stopfleber ethisch vertreten kann, dann sollte er - meines Erachtens - auch darauf verzichten.

    Seh ich genau so, der eigentliche ideologische Hintergrund verschwimmt durch die Drohung/Erpressung ein bisschen.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Ich finde die Aktion von PETA auch zweischneidig. Einerseits ist es mit dieser "Auszeichnung" eine charmante Lösung, Ihr Anliegen zu verbreiten. Andererseits ist die Drohung mit öffentlicher Anprangerung etc. natürlich schon eine ziemliche Zwangssiutation in die ein Restaurantbetreiber da gebracht werden kann. Aber, die Option die Stopfleber zu verteidigen besteht ja auch - auch wann das sicher ein harter Gang sein kann und eine Diskussion, die man auch führen wollen muss.
    Ich denke mir immer: wenn die Gänseleber von Tier stammt, die ansonsten unter vertretbaren Umständen groß werden, ist es für mich persönlich ethisch immer noch vertretbarer, als die Massenhaltungsgans, die zu Weihnachten tiefgekühlt in jedem Supermarkt liegt. Der Punkt wird bei PETA nicht verfangen, da sie ja Fleischkonsum generell ablehnen. Wenn man das aber nicht tut, ist eben die Frage: Den Konsum welchen Fleisches kann man persönlich für sich vertreten?
    Wenn ein Gastronom keine schlüssige Antwort hat, warum er Stopfleber ethisch vertreten kann, dann sollte er - meines Erachtens - auch darauf verzichten.

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  • savagnin
    antwortet
    Guten Tag, H/Fr Wombard,
    ich war mit meiner Frau am 28. Febr. im Restaurant "Schwitzers Hotel".
    Ich schliesse mich Ihrer Beurteilung voll und ganz an. Es war unser 2. Besuch und sicher
    nicht der letzte. Statt der Stopfleber bekamen wir eine "Marinierte Scheibe vom Simmentaler
    Rinderfilet". Gutes Produ´kt und interessante Zubereitung. Die anderen Gänge hatten wir ebenfalls.
    Ihr Lob ist das unsere.
    Aber: die Stopfleber ist ja generell von der Karte genommen worden auf Drängen dieser Organisation "PETA". Dieser Verein
    ist nicht NUR gegen Stopfleber, sondern gegen Fleisch im Allgemeinen. Ein Credo u.a.: "Das Fleisch ist nicht zum Essen da"!!
    Es wundert mich, dass noch niemand "aufgeschrieen" hat. Denn das Restaurant wird wohl nicht freiwillig diese Entscheidung getroffen
    haben (Mr. Schwitzer stammt aus Lothringen!).
    Es kann der Anfang vom Ende der Gourmet-Küche sein. Denn bald fällt den Weltverbessseren ein, sich gegen Fleisch im Restaurant zu wenden usw.usw.
    Was hält die Gourmet-Gemeinde von dieser Willkür?
    Übrigens, dass dann noch eine Preis von PETA an das Restaurant verliehen wurde, halte ich für perfide.
    Gruss

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  • QWERTZ
    antwortet
    Mehr oder minder sanfter Druck von Tierschützern oder freiwillige Entscheidung - jedenfalls verzichtet das Schwitzer's im Park auf Foie Gras.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Vielen Dank für den Bericht, das Restaurant hat ja in den Guides dieses Jahr durchaus für Furore gesorgt. Schön, dass Sie das bestätigen können.

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  • Schink
    antwortet
    Danke für den aufschlussreichen Artikel, werter Wombard.
    Aber wenn man die Vita von Frau und Herr Schwitzer betrachtet, kann es nur einfach ein genussvollen Abend geben.
    Zuletzt geändert von Schink; 12.02.2015, 22:42.

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  • wombard
    hat ein Thema erstellt Restaurant in Schwitzers Hotel am Park Waldbronn 1*/17 GM.

    Restaurant in Schwitzers Hotel am Park Waldbronn 1*/17 GM

    Aufgrund ausgebuchter bzw. geschlossener Adressen verblieb nur noch das Schwitzers übrig. Und um es vorweg zu sagen, wir haben es nicht bereut.

    Das Restaurant ist lichtdurchflutet mit einer grossen Terrasse und liegt oberhalb des Kurparks. Die Einrichtung ist in grau und silber gehalten, auch die sehr bequemen Stühle verfügen über diese Farbgestaltung. In der Deckenmitte eine moderne Variante eines Kronleuchters, der sehr gelungen ist. Eine Einrichtung, die man sich wohl eher in Berlin oder Hamburg vorstellt, als hier so am Rande des Schwarzwaldes.

    Wir wurden freundlich begrüsst und an unseren Tisch geführt. Das Restaurant war sehr gut gefüllt, ok, es war Freitagabend, das Publikum eher im mittleren Alter.
    Zum Apero wurde eine "Wagen" vorgefahren und uns verschiedene Champagnersorten angeboten und wohltuend auch ein offener Wein. Wir entschieden uns für den trockenen Muscat und müssen sagen, er schmeckte wohltuend erfrischend, was bei der Sorte ,je nach Ausbau, ja nicht immer der Fall ist.

    Das grosse Menü war schnell ausgesucht und für die gewünschten Änderungen wurden uns durch Frau Schwitzer freundlich und kompetent Alternativen angeboten. Zu der Karte sei noch bemerkt, das scheinbar heute jeder halbwegs normale Mensch irgendwelche Unverträglichkeiten hat, daher muss darauf ja Rücksicht genommen werden (Gesetzgeber) und dies macht man hier, indem auf der letzten Seite beschriebenhat, welche Wirkstoffe sich in welchen Gerichten befinden und die Wirkstoffe auch noch bebildert hat. Gute Idee, erleichtert mit Sicherheit der Spezi noch schnell eine zusätzliche Unverträglichkeit zu finden.



    Das Menu

    Variation von der Gänsestopfleber
    mit Guanaja Schokolade und Passionsfrucht

    handwerklich ohne Fehl und Tadel und durch die Passionsfrucht alles andere als schwer verdaulich

    Die Alternative war
    Tatar vom Albtäler Kalb mit Parmesan Reggiano,
    roter Bete und Meerrettich

    einfach nur Klasse, meinte meine bessere Hälfte

    Cassolette von Langoustinen und Weinbergschnecken
    mit Trevisano

    Die Weinbergschnecken waren eingewickelt wie bei einem offenen Ravioli, der Trevisano mit seinem bitteren Geschmack passte sehr gut zu dem Krustentierschaum

    Geschmorte Schwarzwurzeln mit Mohn,
    schwarzem Périgord Trüffel und Steinbuttbrandade

    sah aus wie kleine Schokoladenstäbchen, waren aber umhüllte Schwarzwurzelchen. Intensiv die Steinbuttbrandade und darüber eine nicht zu geringe Menge Trüffel. Wunderbarer Gang.


    Überbackene Taube vom Hof Kieffer aus dem Elsass
    mit Haselnüssen, Guave und Urkarotten

    Auf den Punkt gegarte Taubenbrust ohne jeden Fehl und Tadel

    Käseauswahl vom Wagen von unserem Affineur Tourrette
    aus Straßburg

    Juchhu, endlich mal Käse von einen anderen Affineur. Ein kleines Weltwunder, wie bei den Galliern, die trotzten ja auch, diesmal dem lieben Anthony. Dazu gabs Früchtebrot, Feigensenf und zweierlei Trauben.


    Kreation vom Bioquark mit Rumfrüchten,
    Limetten und Vanille

    Bei Quark denkt man unweigerlich an eine dickere kräftigere Masse, das hier war leicht und beschwinglich . Kein "grosses" Dessert aber in der Einfachheit ein gelungener Abschluss.

    Dazu gabs , nachdem wir die ein oder andere Empfehlung als , liegt im Keller oder kennen wir, nicht wollten, die Empfehlung des Sommeliers einen Chardonnay von Danner sowie einen Lemberger Grosses Gewächs Glaukos von Wachtstetter. Beide Weine ungewöhnlich aber passten, vorallem nachdem sie genügend Luft hatten, sehr gut zu den Gerichten.
    Die Weinkarte ist sehr umfangreich und , im Gegensatz zu vielen anderen Sternehäusern, kundenfreundlich kalkuliert.

    Und zum Abschluss lockt noch die Zigarrenlounge, heute auch nicht mehr überall eine Selbstverständlichkeit

    Fazit des Abends: Man merkt, das der Stern und die 17 Punkte logische Entwicklung der langjährigen Tätigkeit an der Seite von Hans Peter Lump sind (ähnlich wie bei Thomas Schanz und Thieltges), der Service durch die Ehefrau ( die stellvertretenden Restaurantleiterin im selben Haus war) kompetent, freundlich und motiviert geführt wird. Die Preise sind angemessen, das ist für Beide Seiten positiv.

    Die Hotelzimmer , mit grossem Balkon, sind grosszügig, modern und technisch auf dem neuesten Stand. Im Haus gibts noch einen Spa mit Sauna, Klangraum und Fitness. Im Preis inbegriffen ist ein Eintritt in die Albtherme Waldbronn.
    Das Frühstück ist nicht inclusive und man bekommt für einen Aufpreis von EUR 10 eine Grundausstattung in guter Qualität und vollkommen ausreichend. Wer es umfangreicher und auch exclusiver haben möchte, kann dies separat auf einer kleinen Karte aussuchen und bestellen.
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