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Schwarzwaldstube***, Baiersbronn

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  • #16
    Zitat von Budi Beitrag anzeigen
    ....habe ich schon erwähnt, dass ich 40min. von Baiersbronn entfernt wohne?
    o.k., dann habe ich keine Fragen mehr

    PS
    Mein Urteil dazu mag auch der Essensfrequenz geschuldet sein. Angesichts meiner vielen Restaurantbesuche in diesem Jahr, ist mein Bedarf an Klassik derzeit gesättigt, da unterhalb der Top-Restaurants (wie im anderen Thread erwähnt) doch viel klassisch gekocht wird. Daher interessieren mich momentan mehr neue und spannende Essenserlebnisse, als Klassik, egal in welcher Perfektion.
    Zuletzt geändert von Kimble; 08.04.2010, 22:42.

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    • #17
      Kann ich ebenfalls nachvollziehen.
      Bei mir war Wohlfahrt aber der erste ***-er. Ich glaube aber, dass um avangardistisch experimentelle Spitzenküche auszuprobieren und auch völlig zu verstehen, erst einmal notwendig ist die klassische Küche in seiner Perfektion zu studieren.

      Ich weiß nicht wie ich es sagen soll, nur für mich muss man erst einmal diese Restaurants abklappern - ein Anfänger würde absolut überfordert mit einem 25-Gänge-Wissler Menü sein und gar nicht so viel davon haben, weil einfach ein gewisser Horizont fehlt - verstehen Sie was ich meine?

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      • #18
        Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
        Daher interessieren mich momentan mehr neue und spannende Essenserlebnisse, als Klassik, egal in welcher Perfektion.
        werter kimble,
        ihnen kann ohne probleme geholfen werden,fahren sie nach kopenhagen ins nome und sie finden was sie suchen,eine spannende köche ohne immer in perfektion zu erstarren.
        kg knurrhahn

        ps.bericht zum noma noch in arbeit ,mein besuch ist erst eine woche her und ich muß ihn erst mal setzten lassen um darüber zu berichten

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        • #19
          @Budi
          Ich stimme Ihnen Ihren Ausführungen vollkommen zu. Es gibt Köche die sind "Anfängertauglich" und andere eher weniger, was nicht eine Wertung der Küchenleistung darstellen soll. Die Schwarzwaldstube gehört imho zur ersten Kategorie, wo auch das erste grosse Essenserlebnis direkt überzeugen kann. Andere Köche erschliessen sich imho erst zur Gänze, wenn man etwas Erfahrung gesammelt hat. Dann sind die Erlebnisse dort aber umso beeindruckender.

          @Knurrhahn
          Noma steht auf jeden Fall in diesem Sommer noch auf dem Programm, ich konnte leider damals nicht mitcrawlen

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          • #20
            Zitat von Budi Beitrag anzeigen
            Malso nebenbei:
            Wenn Sie bei Wohlfahrt reservieren, fragen Sie dann eigentlich ob Sie einen Fensterplatz bekommen können?
            Damit die Frage nicht untergeht und weil sie mich immernoch genauso brennend interessiert...

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            • #21
              Zitat von Budi Beitrag anzeigen
              Damit die Frage nicht untergeht und weil sie mich immernoch genauso brennend interessiert...

              Lieber Budi,

              fragen kostet nichts! Bestimmt sind die Plätze an den Fenstern aber besonders beliebt und deshalb wahrscheinlich oft an Dauerstammgaeste und Frühbucher vergeben. Ansonsten Kompliment für ihren Bericht. Genau so kennen und lieben auch mein Mann und ich seit vielen Jahren die Schwarzwaldstube...und finden trotz aller Begeisterung für die Schwarzwaldstube andere Küchen z.B. von Jörg Sackmann inspirierter. Aber eben alles zu seiner Zeit. Wie steht es so schön im aktuellen Gusto geschrieben: "Hier (bei Wohlfahrt) wird Teller für Teller sehr schnell klar, dass man die Dinge zwar ganz anders, aber keinesfalls besser machen kann." Dem ist finde ich nichts hinzuzufügen.

              KG, feinfisch
              Zuletzt geändert von feinfisch; 09.04.2010, 15:35.

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              • #22
                Genau dieses Zitat aus dem Gusto hat mich ebenfalls beeindruckt und es trifft einfach perfekt die Küche von Harald Wohlfahrt.
                Es muss gar nicht immer extravagant sein, man muss nicht immer vor Innovationen strotzen.
                Es geht doch einfach darum, dass etwas möglichst gut gemacht wird.

                Frühbucher bei Wohlfahrt?
                Ich habe genau ein halbes Jahr vorbestellt für einen Samstag und nur noch den Mittagstisch zum gewünschten Datum bekommen.


                Aber jetzt sind es nur noch gute 3 Monate bis zum 2. Besuch hin....

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                • #23
                  Hallo Budi,

                  danke für den exzellenten Bericht und herzlich willkommen!

                  Das macht Lust auf den Klassiker schlechthin. Es gibt auch die umgekehrte Übersättigung: vor lauter moderner *** Küche tut Klassik auch richtig gut und ist unseres Erachtens mindestens gleichberechtigt.

                  KG
                  Chess

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                  • #24
                    In zwei Wochen ist es wieder soweit.... freue mich wie ein kleines Kind auf Heiligabend...

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                    • #25
                      Zweiter Besuch der Schwarzwaldstube

                      Hier meine Eindrücke zum erneuten Besuch der Schwarzwaldstube aus meinem Foodblog:

                      Ich empfehle den Artikel direkt im Blog zu lesen, da er dort geordneter erscheint und zudem reichlich Bilder vorhanden sind!

                      Viel Spaß!

                      http://budisfoodblog.wordpress.com/2...0-h-wohlfahrt/


                      Nachdem ich mein erstes Mal in der ***-Gastronomie in der Schwarzwaldstube bei Herrn Wohlfahrt verbracht habe und dieses Erlebnis sicherlich eines der kulinarischen Highlights darstellte, beschloss ich sehr schnell darauf, erneut hierher zu gehen.

                      Das war im Januar.

                      Für meine gewünschtes Datum, fast exakt ein halbes Jahr später, war damals aber nur noch der Mittagstisch frei.

                      Obwohl ich anfangs gerne hätte abends essen wollen, bereue ich im Nachhinein nichts und freue mich umso mehr, nun Erfahrungen zu beiden Tageszeiten zu haben.

                      Ich sage es gleich im Voraus, so kann man sich besser auf den Artikel einlassen:

                      Dieses Essen, überraschte mich erneut und war für mich das bis dato beste Essenserlebnis!

                      Waren ich und meine Begleitung beim ersten Besuch noch etwas angespannt und unsicher (was jedoch gleich durch den äußerst charmanten Herrn Fischer uns seine Umgangsart weggemacht wurde), so konnten wir den zweiten Besuch aufs Vollste genießen.

                      Nie habe ich mich in irgendeinem Restaurant wohler gefühlt.



                      Zuerst möchte ich auf den Service und das Ambiente eingehen:

                      Auch wenn viele Depressionen vom von vielen als erdrückend empfundenen Ambiente (große dunkle Holzdecke) bekommen, so fühlte ich mich mittags noch wohler in der Schwarzwaldstube.

                      Das liegt vor allem am wundervollen Ausblick ins Tonbachtal, den man abends nicht hat. Insgesamt wirkt der Raum mittags aber einfach frischer und größer.



                      Der Service ist für mich hier einer der allerbesten. Erneut waren wir begeistert vom netten Personal, fühlten uns wohl. Dies wurde eigentlich nur noch dadurch gesteigert, dass wir uns fast schon heimisch fühlten, nachdem uns eigentlich der gesamte Service wiedererkannte.

                      Doch nun zum Kern des Besuches:

                      Als Aperitiv wählte ich einen Champagner eines Weingutes, welches ich schon länger im Auge hatte.

                      Es war ein Rosé von Egly-Ouriet, einem sehr kleinen Weingut, welches fast nur Trauben aus Grand-Cru Lagen verwendet.

                      Der Champagner war wundervoll elegant, erinnerte an gekochte Erdbeeren und war für mich noch eine Facette interessanter als mein bisheriger Rosé-Favorit von Billecart-Salmon, welcher ebenfalls neben einer sehr tollen großen Auswahl an weiterem Champagner zur Verfügung stand.

                      Anstatt der gesalzenen Butter, wählten wir diesesmal ein Ciabatta mit Oliven und Olivenöl aus Calibri.

                      Wir nahmen das „Große Degustationsmenü“ in unveränderter Form und bestellten dazu noch einen Hauptgang ALC für zwei Personen.

                      Wie gewohnt bekommt man bei Wohlfahrt ein Amuse Bouche in vierfacher Ausführung.

                      Wieder ein sehr interessanter Gruß aus der Küche:



                      Oben links ein Froschschenkel mit Petersilie und Pfifferling, unten links Fisch auf Tomatenfleisch und unten rechts ein Hering mit Sekt verfeinert und einem knusprigen Element.

                      Der Froschschenkel für mich das Highlight. Dieses Bällchen, welches man mit einem Happen essen konnte, war gefüllt mit einem Fleischsaft, welcher sich im ganzen Mund ausbreitete wobei der Schenkel im Mund regelrecht zerging wie Butter. Als Abgang dann der salzige Hering, welcher durch das krosse Elemtent und die Salatblättchen enorm intensiv rüberkam.

                      Für die ersten Gänge, wählten wir einen deutschen Riesling von einem unserer Lieblingswinzer der Nahe.

                      Es war ein Großes Gewächs von Dönnhoff aus dem Jahr 2007, aus einer der Toplagen, dem Norheimer Dellchen.

                      Hier begeisterte uns schon die Auslese aus gleichnamiger Lage.

                      Der Riesling zeigte sich enorm filigran, vielschichtig und trotz seiner 12,5%vol. wirkte er schön leicht uns begleitete die Gänge sehr gut mit seinem leicht spritzig säuerlichem Ton und der Restsüße.



                      Zum Auftakt gab es „Hummer-Rondelle mit marinierten Spargelspitzen an Trüffel-Vinaigrette“.



                      Welche Köstlichkeit als Einstieg! Hummer bei Wohlfahrt bleibt für mich ein Highlight. Nirgendwo habe ich den Hummer so saftig und komplex in Erinnerung wie hier. Die marinierten Spargelspitzen, Trüffel-Vinaigrette, einfach delikat.

                      Mir gefällt hier an Wohlfahrt, dass er den Hummer an sich darstellt und durch die Beilagen seinen Charakter perfekt wiedergibt und in allen Facetten erweitert. Das Geschmackserlebnis konzentriert sich auf den Hummer, die Beilagen unterstützen dies nur.

                      Der warme Zwischengang bestand aus „Kleinen Schnecken-Ravioli mit Frühlingslauch, Pfifferlingen und Petersilien-Schaum“. Obendrauf wieder knusprige Kartoffelchips.



                      Ich gebe zu, ich musste mich etwas überwinden, denn man konnte hier klar und deutlich die Schnecken erkennen, doch es lohnte sich.

                      Dieser Gang glänzte durch einen unglaublich herzhaften Geschmack. Die Konsistenz war die von warmem zerfließenden Käse. Durch den enorm würzigen Saft, welcher sich im ganzen Mund ergoss und den knusprigen Chips als Kontrast, ergab sich ein geniales Geschmackserlebnis.

                      Die Pfifferlinge und natürlich die Ravioli waren von einzigartigem Geschmack, welchen man so schnell nicht vergisst.

                      Der dritte Gang war ein Highlight.

                      „Konfierte Steinbutt-Schnitte auf Ragout von Senfsaat, Oliven und Tomatenfleisch“.



                      Dazu gab es noch zwei Stückchen Pulpo mit Zwiebel und es wurde reichlich Soße nachgegossen.

                      Die Soße zeichnete sich durch einen prägnanten Essiggeschmack aus, welcher in Verbindung mit der fetten Steinbuttschnitte und dem enorm wuchtigen Tomatenfleisch überraschend neue Aromen hervorbrachte.

                      Die Soße war hauptverantwortlich für das Geschmacksbild und ich liebte diese hocharomatische Weise, wie der Fisch hier präsentiert wurde.

                      Für den Hauptgang wählten wir ein Glas Rotwein, wobei uns hier ein sehr starker Bandol aus dem Jahre 2004 von der Domaine Tempier empfohlen wurde.



                      Der Hauptgang: „Kotelette und Sattel vom Pauillac-Lamm mit Auberginen-Konfit und orientalischer Sesam Gewürzjus“.

                      Das Auberginen-Konfit wurde erweiter mit einem Tomatenchip, als Beilage gab es Couscous mit weißen Mandelstückchen, welcher vermutlich mit Kurkuma oder einem leichten Curry gewürzt war.



                      Wie ich es auch an Wohlfahrt weitergab, war ich sehr angetan von der Art wie er die Fleischgänge zubereitet und präsentiert.

                      Der Gang trug eine unglaubliche Harmonie in sich und präsentierte das Pauillac-Lamm einfach auf beste Weise. Das Fleisch war natürlich perfekt gegart, schön zart, weich.

                      Die Soße wurde auch hier wieder nachgereicht und unterstrich hier genau so schön den Charakter des Fleisches in all seinen Nuancen.

                      Wohlfahrts Soßen sind wirklich köstlich!

                      Das Auberginen-Confit harmonierte sehr gut zum Fleisch, war schön intensiv. Der Couscous geprägt von einer Leichtigkeit, hatte Nuancen von Limonen und wirkte erfrischend zum schweren Lamm mit dem intensiven Sößchen.

                      Auf Anliegen von Herrn Fischer bekamen wir als nächstes unseren zweiten Hauptgang von der Karte, welcher mit Chili und Sproßen an asiatische Küche erinnerte uns sich somit von den anderen Gängen des Menüs unterschied.

                      Es war eines von Wohlfahrts wohl berühmtesten Gerichten (oder zumindest eine Abwandlung):

                      „Lackierte Barbarie-Entenbrust mit Tannenhonig und schwarzem Pfeffer, Brokkoli, Sprossen, Ingwer und Limonensauce“.

                      Hierzu wurde uns noch ein Kartoffelblini gereicht.



                      Dies war der allerbeste Fleischgang, den ich je in einem Sternerestaurant präsentiert bekommen habe.

                      Die Entenbrust war derartig zart und so stark im Geschmack, dass ich davon wohl hätte den ganzen Gang alleine essen können.

                      Durch den „Lack“ wurde jedem Stück Entenbrust noch eine schöne Knusprigkeit verliehen, wie man es aus asiatisch geprägter Küche oft bei Entenfleisch kennt.

                      Dazu gab es einen Rosmarinspieß mit karamelisiertem Apfelmus.

                      Dieses Spießchen spielte eine zentrale Rolle in diesem Gang. Es verfeinerte den herben Geschmack der Ente, sorgte dafür, dass das Fleisch nicht zu sehr dominierte, wobei der Rosmaringeschmack in Verbindung mit dem Tannenhonig dafür sorgte, dass er Gang dann nicht nur rein an asiatische Küche erinnerte.

                      Das braune Sößchen und die Brokkolistücke waren die perfekte Grundlage um das Fleisch zu präsentieren, der Kartoffelblini eine schöne Ergänzung, vor allem weil er die Aromen des Fleisches spielen lassen konnte und durch seinen eher neutralen Geschmack das Fleisch so wie es zubereitet wurde, nicht störte.

                      Dazu kam noch ein Stückchen Entenleber, welche mit ihrer cremig-schmelzigen Konsistenz und dem fetten Geschmack den Gng abrundete.

                      Umso mehr freut es mich, dass ich die Grundlagen für dieses Rezept in meinem Wohlfahrtbuch nachschlagen kann (Lackierte Taube). Ich werde sicherlich versuchen dieses Geschmackserlebnis zu reproduzieren. Der Gang hat mich enorm inspiriert und angeregt mit diesem Aromenfeld selbst zu arbeiten.

                      Nach diesem kulinarischen Höhepunkt gab es den „Käse vom Wagen“, welcher vom elsässischen Affineur Bernard Anthony, einem der wohl bekanntesten und wohl am meist geschätzten Affineure stammt.



                      Die Auswahl überließ ich wieder den Experten uns bereute dies nicht. Alles Käse von mild bis würzig waren wahre Meisterwerke, wie man sie so nur selten zu kaufen bekommt.



                      Ab hier hatte ich dann auch schon leicht zu kämpfen, wollte aber nicht auf Herrn Lingelsers Meisterwerke verzichten.

                      Zuerst gab es „Glasierte Herzkirschen im Sherrysud auf Zimt-Mürbeteig mit Holunderblüten-Eis und Sauerkirsch Granité“.



                      Herr Lingelser hatten wir als enorm kreativen Patissier in Erinnerung. Dies bestätigte sich bei diesem Dessert erneut:

                      Die Kirschen wurden entsteint, wobei nachträglich anstatt des Kerns eine karamellisierte Haselnuss eingefügt wurde, sodass die Kirschen optisch den Eindruck unbearbeitet zu sein, erwägten .

                      Dieses Dessert zeichnete sich durch seinen intensiven Kirschgeschmack aus und erinnerte uns vom Geschmacksgeld auch etwas an unsere Zuckeperle nach Schwarzwälder Art.

                      Der Zimt-Mürbeteig wurde noch verfeinert mit einer Schicht Pistazienmarzipan.

                      Das Holunderblüten-Eis mit dem Sauerkirsch-Granité war eine optimale Ergänzung und wirkte erfrischend.



                      Dazu wurde uns noch ein italienischer Süßwein gereicht, welcher nicht berechnet wurde, nachdem bemerkt wurde, dass ich zwar gerne noch einen Dessertwein als Begleitung hätte nehmen wollen, ich jedoch nicht mehr all zu viel ausgeben wollte.

                      Diese Kleinigkeiten machen einen genialen Service aus und aus genau solchen Gründen, werden wir hier vermutlich wieder speisen, anstatt ein unbekanntes Restaurant auszuprobieren.

                      Das zweite Dessert war ein Geniestreich, wobei man ein Menü bei diesen heißen Tagen hätte nicht besser abschließen können mit einem Dessert.

                      „Orangen-Karottensorbet, Kräuter-Buttermilch-Süppchen und Ingwer-Streusel“.



                      Das Dessert beeindruckte vor allem durch seinen ungewohnten Geschmack. Es schmeckte nach Gemüse, fast wie ein kaltes Süppchen und war doch eindeutig als Dessert zuzuordnen.

                      Besonders die Harmonie zwischen Petersilie-Orange-Karotte beeindruckte mich, sowie das enorme Feingefühl dafür, die Balance so zu halten, dass dieses Dessert süß wirkt und trotzdem nicht der Gemüseton untergeht.

                      Das kalte Süppchen erfrischte und auch das Orangen-Karottensorbet zeichnete sich durch eine Leichtigkeit aus.

                      Man hätte das Menü nicht besser abschließen können, wie ich finde.

                      Natürlich gab es dann noch einen Espresso und Petit Fours in gewohnt erstklassiger Qualität.





                      Zum Schluss machte Herr Wohlfahrt seine Runde. Besonders hat uns gefreut, dass er sich an unseren ersten Besuch erinnern konnte. Dieses mal konnten wir auch länger mit ihm über das Essen plaudern, was wirklich sehr schön war, da wir erneut sehr zufrieden waren uns dies auch gerne weitergeben wollten.



                      Nach einem Besuch wie diesem, steht für uns eindeutig fest, dass Her Wohlfahrt immernoch und wohl auch in nächster Zeit als einer der besten Köche Deutschlands betrachtet werden muss. Dabei ist die Konzentrierung auf die klassische französische Küche sicherlich kein falscher Weg oder Festhalten an einem festgefahrenen Weg, sondern eine bewusste Wahl, dass zu machen, was Herr Wohlfahrt am besten kann.

                      Etwas anderes wollen wir hier ja auch nicht sehen.

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                      • #26
                        Besten Dank für diesen sympathisch euphorischen Bericht.
                        Die Gerichte sehen in der Tat sehr verlockend aus, wenn auch extrem klassisch.

                        Das einzige was mich wirklich schreckt, sind die Mengen. Man hat da ja regelrechte Fleischberge auf dem Teller. Respekt, das Sie das noch mit Genuss essen konnten...

                        Grüße
                        b.

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                        • #27
                          Die Mengen sind für mich bei Wohlfahrt perfekt.

                          Ich muss aber zugeben, dass es dieses mal grenzwertig war - aber das habe ich mir selbst zu verschulden.

                          Wie erwähnt habe ich ja das Große Menü genommen und dazu noch einen ALC Hauptgang (auf 2 Tellern).

                          Es war aber natürlich noch ein Genuss und machbar.

                          Kommentar


                          • #28
                            Konnte mich bereits am 16.06.2010 von diesem Menü überzeugen und kann Budi nur recht geben. Insbesondere die "Schnecken" haben mich absolut überzeugt und waren aus Überraschungsgesichtspunkten gesehen das Highlight. Die "Kirsch-Kreation" kannte ich bereits von meinem Besuch im Sommer 2008 und waren wieder traumhaft, wenn ich diese aber auch einen Tick besser im Gedächtnis hatte.

                            Zu mir: Bin ebenfalls ein Gourmet aus Leidenschaft und verfolge dieses Forum -wenn auch bisher passiv- seit geraumer Zeit. Vorgenannter Bericht gab mir allerdings den Anlass, mich künftig auch aktiv -Euer Einverständnis vorausgesetzt- zu beteiligen. Leider ist mein Beitrag etwas "karg" ausgefallen, aber erstens liegt dies an den hochsommerlichen Temperaturen, bei denen man wirklich keine langen Berichte schreiben will, als auch, dass man bei Budi`s Bericht nicht mehr wirklich viel anmerken kann. Wohlfahrt ist für mich einfach die Nr. 1.

                            Kommentar


                            • #29
                              Zitat von Schink Beitrag anzeigen
                              Konnte mich bereits am 16.06.2010 von diesem Menü überzeugen und kann Budi nur recht geben. Die "Kirsch-Kreation" kannte ich bereits von meinem Besuch im Sommer 2008 und waren wieder traumhaft....
                              Werter Schink,

                              und warum findet sich von Ihnen als Wiederholungstäter hier über HW nix unter "Gästekritiken"?
                              Herr Buchner hatte um rege Beteiligung gebeten....
                              Ganze 11 Bewertungen der mehr als 600 Member über HW -lächerlich und einer ist dabei der Erbsen gezählt hatte.

                              Kommentar


                              • #30
                                Werter Soriso,

                                ich denke wir sollten einen neuen Schreiber erst einmal herzlich begrüssen, was ich hiermit werter Schink tun möchte. :cheers:

                                Das übliche Beschimpfen der Berichterstatter hat doch bis zum 2.Posting Zeit

                                Aber BTT

                                Besonders klasse fand ich die Anmerkung, dass das Dessert schon vor 2 Jahren auf der Karte war. DAS nenn ich doch mal Konstanz

                                Kommentar

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