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Adler, Rosenberg

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  • #46
    Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
    Frau Brenner ist nicht nur eine der Großen ihres Faches, vielmehr auch eine Seele von Mensch.
    Eben. Und als solche bundesweit einzigartig.

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    • #47
      Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
      @ frago: da ich die Tochter nicht kenne, weiß ich nicht, ob sie dawar. Ein männliches Wesen konnte ich im Service nicht erkennen
      Ein Tipp: Sie sollten die Route München-Tokio wählen, um den Herrn zu treffen.

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      • #48
        Es gibt noch andere Ehren für Köche, als Sterne Punkte und Pfannen: Das Land Baden-Wüttemberg hat Josef Bauer mit der Wirtschaftsmedaille des Landes ausgezeichnet.
        Zuletzt geändert von QWERTZ; 26.11.2015, 09:59. Grund: Link korrigiert.

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        • #49
          Ich war nie da. Der Adler in Rosenberg schließt Ende des Monats: http://bellevue.nzz.ch/kochen-genies...oche-ld.119203

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          • #50
            Wer jemals da war - wir waren es oft und mit Begeisterung - wird nun Trauer tragen. Vor allem: Warum kam es so? Hat es mit dem jungen Christian Baur nicht funktioniert?

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            • #51
              schade für den adler und seine fans,warum es mit christian baur nicht funktioniert hat ,weiß ich auch nicht,kenne keine hintergründe.aber seit geraumer zeit taucht sein name auf den veranstaltungsevents des schwarzen adlers in oberbergen auf,was für unsere gegend ein gewinn sein kann.zum testen war ich leider noch nicht.die qualität seiner kochkünste war es bestimmt nicht,das hat wohl andere gründe,denn er war als nachfolger geplant.

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              • #52
                Eben, die Nachfolge in Person Baurs stand doch an! Und nun das Aus? Wirklich sehr traurig...

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                • #53
                  Wie es Wolfgang Fassbender sehr treffend formuliert: "Doch einen Nachfolger zu finden, erwies sich als unlösbare Aufgabe; Köche lassen sich nicht einfach austauschen, Gastgeber entpuppen sich als unersetzlich."
                  Auch für mich ein Verlust, denn der Adler atmete wie nur wenige Häuser in Deutschland einmaligen Charme. Aber wer möchte es Josef und Marie-Luise Bauer in ihrem Alter und nach vielen Jahrzehnten an der deutschen Spitze verdenken, in den Ruhestand zu gehen? Frau Brenner, einzigartig und die ungekrönte Seele des Hauses, sei er ebenso vergönnt. Danke für wunderbare Stunden!

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                  • #54
                    Zitat von thomashaj Beitrag anzeigen
                    Wie es Wolfgang Fassbender sehr treffend formuliert: "Doch einen Nachfolger zu finden, erwies sich als unlösbare Aufgabe; Köche lassen sich nicht einfach austauschen, Gastgeber entpuppen sich als unersetzlich."
                    Diese Erklärung ist doch ziemlich eindeutig. So gönnen wir den Bauers ihren Ruhestand! Und Christian Baur wird Nachfolger von Anibal Strubinger im "Schwarzen Adler", also gegenüber dem Rosenberg'schen einem eingefärbten? Das könnte nun tatsächlich spannend werden, obschon es, gemessen Baurs Küchenstil, doch eine Überraschung wäre.

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                    • #55
                      Und wieder geht eine Ära zu Ende, ohne umfassend dokumentiert worden zu sein.

                      Zu gern hätte ich ein Kochbuch, besser noch einen Bildband, in welchem die äußerst autarke Entwicklung der Küche des Joseph Bauers dokumentiert ist.

                      Zu viele der guten alten Sachen, gehen mit der aktuell aus dem Beruf ausscheidenden Köchegeneration verloren. Ich hatte dies bereits hier im Umland festgestellt, als die Spitzenköche der 80er nach und nach verstarben oder auswanderten und die wenigen die noch standen, sich vermehrt der Mode beugten oder auch auf dem Teller nicht mehr viel riskierten. Viele recht spezielle aber auch durchaus erinnerungswürdige Rezepte waren plötzlich weg. Das aber selbst ein Joseph Bauer keinen Chronisten gefunden hat, ist eine Schande.

                      Das ein Gasthof im ländlichen Raum keinen Nachfolger findet, ist leider durchaus üblich. Die ausscheidende Generation strebt oft an, die Immobilie und das nicht mehr benötigte Inventar an einen Nachfolger zu veräußern, nur hat kaum ein Jungkoch das Interesse aufs Land zu gehen und noch weniger haben das dafür nötige Kapital.
                      Als wir auf der Suche waren, standen in einem Umkreis von unter 100km über 70 Betriebe aus Altergründen zum Verkauf. Für uns damals ein besorgniserregender Umstand.

                      Viele Grüße Passepartout
                      Zuletzt geändert von passepartout; 02.10.2016, 17:25. Grund: syntax

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                      • #56
                        Wie ich aus erster Quelle heute erfahren habe, ist Christian Baur (und auch seine Frau) bereits im "Schwarzen Adler" an der Seite von Herrn Strubinger in der Küche aktiv und wird nicht in Kürze, aber mittelfristig dessen Nachfolge übernehmen. Auch wenn sich dort im moment niemand so richtig vorstellen kann, wie der "Schwarze Adler" ohne die Herren Strubinger und Pfingstag aussieht.

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                        • #57
                          Sag beim Abschied - leise Servus

                          Da ist viel Wehmut zu spüren, bei Frau Bauer und bei Frau Brenner, selbst Herr Bauer zeigt sich kurz an der Türe zur Küche, um einen Herren, der sich zur Feier des Tages seine Marineuniform angelegt hatte, zu verabschieden.
                          Nach dem oben schon beschriebenen Zwiebelkuchen mit Federweißem kam als zweites Gosch-Amüsiererle eine Scheibe Blutwurst auf Kraut. In einem Interview sagte der damals fast neunzigjährige Ono Jiro, während er mit den Fingern den Reis formte, um ihn mit einem Streifen exakt geschnittenen Fisch zu belegen, ihm werde erst jetzt klar, daß er die von ihm angestrebte Perfektion wohl nie erreichen könne. Mit diesem , was Biß und Geschmeidigkeit und Säure betrifft, kaum zu übertreffenden Kraut, der intensiven Blutwurst, angebraten, leichte Röstaromen, dennoch fabelhafte Konsistenz, befindet sich Bauer, auf dem Weg zur Perfektion, nur noch ganz kurz vor dem Ziel. Ein Meisterwerk.
                          Ebenso meisterlich der nun folgende Gemüsegang. Gurke, Rüben, Kohlrabi, feingehobelt, leicht gegart und gefüllt mit den unterschiedlichsten Meerestieren, mit zartem und - natürlich unterschiedlichem - Vinaigretteartigem überzogen, sieht aus wie kloine G'müsmauldäschle. Hier ist sie wieder, die ganze Bauer'sche Eleganz, die ich bei meinem letzten Aufenthalt (siehe #38), gerade was die Saucen betraf, etwas vermißt hatte.
                          Der Kabeljau wird nun nicht als Filet, eher als Kotelett quer zum Fischkörper geschnitten, serviert, dazu Spinat in verschiedenen Spielarten und eine Schampanjersoße. Übertroffen wird das nun noch durch einen Waller mit Bratkartoffeln und Liebstöckel. Was für ein Gang, was für ein Wohlgeschmack und was für eine Qualität der Bratkartoffeln (siehe Jiro).
                          Wir feieren den Tag mit einer Flasche 2008 Puligny Montrachet Les Folatières (P-Y Colin Morey) und lassen's zum Dessert auch noch mal krachen (hehe, Wortspiel)
                          Frau Bauer zeigt sich, wie immer, in souveräner, zurückhaltender Freundlichkeit. Und wer mit der wunderbaren Frau Brenner ein Problem hat, sollte dringend an seiner eigenen Persönlichkeitsstruktur feilen.
                          Es war nochmals ein großartiges Erlebnis, hier einzukehren.

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                          • #58
                            Das klingt wirklich gut. Was gab's denn zum Dessert von Kracher?

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